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wie VorKriegslok(wechselstrom) fahren?

Verfasst:
15.12.2008, 14:51
von KaSo
Hallo,
Ich habe vor kurzem eine TE 20 052 (Schlepptenderlok) bei Ebay ersteigert und würde diese nun gerne auf meinen Bakelit Gleisen fahren lassen.
Da ich keinen Trix Wechselstomtrafo habe, hatte ich überlegt ob ich mir einen aus der Bucht fische, allerdings habe ich hier nun gelesen dass dieses doch zu erheblichen Problemen führen kann.
Wie fahrt Ihr Eure Vorkriegsloks ? Was gibt es für Möglichkeiten?
Gruß Karl

Verfasst:
16.12.2008, 15:01
von Ralf
Hallo Karl,
das ist zwar "Thema verfehlt", aber ich schreibe es trotzdem mal ... Es ist auch möglich, die Wechselstromloks mit einem Brückengleichrichter aus vier (kleinen) Dioden zu versehen und damit "gleichstromtauglich" zu machen. Ich habe das bei einer Lok mal ausprobiert und die Dioden mit kleinen Steckern/Buchsen befestigt, so daß man sie bei Bedarf entfernen und die Schaltwalze wieder einbauen kann. Z. Zt. tüftle ich gerade d'rüber, ob und wie es ohne Löten geht. Falls es jemanden brauchen kann, kann ich auch gerne ein Bild und das Schaltschema posten.
Viele Grüße
Ralf
PS: ich weiss, dass es ein anderes Feeling ist mit Wechselstrom zu fahren, aber so ist es möglicht die Loks bei Bedarf auch mal woandershin mitzunehmen oder o. ä.

Verfasst:
17.12.2008, 11:05
von Ralf
Hallo Dieter,
das mit Deinen Fussnägeln tut mir sehr Leid, ich hoffe, es ist nichts ernstes, nicht allzu schmerzhaft und bis Weihnachten wieder vorbei ...
Was Du da sagst, stimmt aus der persönlichen Sicht heraus natürlich, deswegen hatte ich auch das "PS" angefügt - ich will anderen hier überhaupt nicht sagen, was ihnen zu gefallen hat. Nur hatten eben andere Leute (mit anderen persönlichen Sichtweisen) im Thread "AC/DC in Bakelit Gleisen-Anfängerfrage" über den WS->GS Umbau diskutiert, woran ich beim Lesen diese Threads erinnert wurde. Dort war nicht klar, wie das Schaltschema aussieht (-> kein Nebenschlussmotor), weshalb ich dachte, daß es den einen oder anderen vielleicht interessieren könnte, wie man das machen kann (ohne allzusehr am Originalzustand der Lok zu rütteln).
Viele Grüße
Ralf

Verfasst:
17.12.2008, 12:33
von Taigatrommel
Hallöchen,
der Herrgott hat viel Schäfchen und jedes hat eine andere Sichtweise. Daher ruhig mal den Schaltplan aufzeichnen. So ist es immer noch besser als die Lok ganz ihrer Spulen zu berauben. Zumal nicht jeder unbedingt mit Stomversorgungsproblemen kämpfen möchte, wollmöglich noch in einen Schattenbahnhof. Wobei natürlich bei Analogbetrieb ohne Blockstellen ein Fahren mit einen gleichstromregler auch möglich ist und man auch so eben mit ,,Überlegung´´ die alten Loks einsetzten kann. Ohne das man richtigen Wechselstrombetrieb macht.
Gruß Taigatrommel

Verfasst:
17.12.2008, 20:43
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !
Schaltplan AC / DC

Verfasst:
21.12.2008, 19:02
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
21.12.2008, 20:44
von Roman Favero
- 20/41 (klein und hoch im Stil eines Trafohäuschens, silbergrau mit schwarzem Dach, Sekundärausgang 10V und 14V, 1,3A, Buchsen, Vorkriegsausführung)
Grundsätzlich sind diese Trafos aus damaliger Sicht vernünftig gebaut worden, dies ist aber nun bereits 70 Jahre her. In der Zeit ist das Material gealtert und es können auch riskante oder fehlerhafte Eingriffe erfolgt sein. Diese Trafos haben Metallgehäuse und KEINE Schutzerdung. Es ist auch viel über die Frage diskutiert worden, ob eine Schutzerdung sinnvoll ist oder sogar neue Risiken mit sich bringt. TRIX selber hat im TED in den 1950er Jahren empfohlen, keine Schutzerdung herzustellen (obwohl TRIX zwischenzeitlich auch Trafos mit Erdungsschraube baute).
Diesem ist nicht viel beizufügen ausser ev., dass es davon auch 110V Ausführungen gab. Natürlich sind solche nur noch als schöne Dekorelemente zu verwenden oder mittels 220-110V Vor-Trafo zu benützen.
Ich habe 2 socher 20/41 er voll restauriert, dabei festgestellt, dass ausser dem Anschlusskabel die alten Wicklungen und Isolierungen gut sind. Ich würde also prinzipiell die alten Anschlusskabel auswechseln. Ich verwende dazu neue schwarz-weisse stoffumwickelte Bügeleisenanschlusskabel. Ich habe mich für einen Schutzleiteraschluss entschieden. Mit neuer Lackierung sind die Dinger richtig dekorativ!
Roman Favero

Verfasst:
21.12.2008, 22:40
von Ulrich Albrecht
Hallo,
Ich weiss, dass die Wechselstromfahrer mit dem, was ich jetzt sage, nicht zufrieden sein werden. Aber ich persoenlich meine, dass man nicht nur bei Trix, sondern auch bei Maerklin-Analog, die ganze Wechselstromelektrik ausbauen und durch einen Brueckengleichrichter, bzw. 2 Dioden, ersetzen sollte.
Der Grund ist hierin zu suchen, dass bei beiden Systemen
1) der Wechselstrom stoeranfaellig ist,
2) und in den 30er Jahren doch nur als Notbehelf eingefuehrt wurde.
Maerklin begann ja auch mit Gleichstrom, und stieg nur deshalb auf Wechselstrom um, da Gleichrichter und Gleichstrommotoren in den 30er Jahren fuer die Ruestung und nicht fuers Spielzeug benoetigt wurden. Als dann Anfang der 50er Jahre Gleichstrommotoren und Gleichrichter wieder zur Verfuegung standen, war bei Trix auch der Wechselstrom sofort weg. Daher ist ein Umbau auf Gleichstrom auch kein Stilbruch, sondern nur eine Korrektur, die die Ingineure schon 1935 gemacht haetten, wenn ihnen das Material zur Verfuegung gestanden haette.
Ulrich

Verfasst:
22.12.2008, 12:55
von Ulrich Albrecht
Dieter,
Ich stimme Dir in allem zu, bis auf die Benutzung des Wechselstromes selbst. Ich finde den Einsatz der alten Fahrzeuge auf den alten Schienen auch sehr reitzvoll.
Nur sollte man neue Trafos einsetzen, da die alten Trafos (Metallgehaeuse, durchs Alter bruechige Kabelisolation) mittlerweile wohl auch den grundlegensten Sicherheitsvorschriften nicht mehr entsprechen. Wenn man aber schon neue Trafos einsetzt, dann sollte man auch den Umschalter deaktivieren und mit Gleichstrom fahren.
Ulrich
Mit dem TE-System ist alles ist möglich!

Verfasst:
22.12.2008, 13:14
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
22.12.2008, 15:09
von Ralf
Vielen Dank an Jürgen dafür, daß er daß Schaltschema gepostet hat. Ich hatte leider wegen einer Familiengrippe zu viel anders im Kopf, als daß ich noch d'ran gedacht bzw. Zeit gehabt hätte, obwohl ich die Zeichnung(en) schon gemacht hatte. Sorry.
Eine kleine Anmerkung noch: es ist m. E. geschickter, den Rotor über den Brückengleichrichter zu betreiben, weil man dann den Massenkontakt der Spule behalten kann. Man kann je zwei Dioden direkt über den Federn, die zur Schaltwalze gehen, verbauen und so den Platz optimal nutzen. Den Masseanschluss des Brückengleichrichters hatte ich mit einem Kabelschuh an eine der Schrauben geklemmt, die die Bürstenbrücke halten, an Stelle der kleinen Klemme, die sonst das Kabel fixiert. Der Anschluss an die mittlere Feder erfolgt bei mir durch einen kleinen Stecker (aus einer Submin-D Fassung mit gedrehten Füsschen).
Grüße
Ralf
PS: Ich habe gerade (23.12.2008 ) gemerkt, daß der Schaltplan in Jürgens (miximaxis) Beitrag oben identisch zu "meinem" ist. Entweder bin ich beim Lesen total vertrottelt gewesen und habe es nicht gesehen - dann würde ich mich gerne bei Euch entschuldigen - oder Jürgen hat den Beitrag editiert, auf der Zeichnung steht als Datum 23.12.2008, dann wirke ich nur vertrottelt und will das nur für die, die das später vielleicht mal lesen festhalten, weil sie meine Anmerkung sonst nicht nachvollziehen können.
Grüße
Ralf
Schaltplan angepasst

Verfasst:
24.12.2008, 09:01
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !