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Entkupplungsgleis

BeitragVerfasst: 25.03.2006, 12:45
von Jacques-Yves
Hallo!
Ich bin neu hier. Vielen Dank für Empfang!
Nach ungefähr 30 Jahren Stillstand habe ich bechlossen, eines neues Leben an meinem TE zu geben. So bleibt man auch jung, oder...?
Nach ein paar erwarteten Husten hat dieses alte (pappschwell.) Spielzeug wunderschön wieder funktioniert. Ja... ist kein TE was will... (vom französisch überzeugt).

Nun: ich "modernisiere" mit Kunststoffgleisen, auch elektromagnetisches Material, davon gehört einer Entküpplungsgleis.
Die Frage: wie läuft das elektrische Schema? Anwesend: 1 weisse Klemme, 1 grüne Klemme. Ich habe nur Signal- und Weichen-Schalter (aus Metal), und habe nur den Gleis ausser Lauf probiert (wie ich mit neuen früh-angekommenen Weichen ohne Problem getan habe - natürlich ist die elektromagn. Funktion anders).
Vielen, vielen Dank für Antwort.

Praktisch wäre: diese elektr. alten Schemas auf irgendeiner Internet-Adresse zu finden. Auch Lösung dafür?

Bis bald, Grüssen an Allen, Jacques-Yves

BeitragVerfasst: 25.03.2006, 15:50
von Ulrich Albrecht
Jacques-Yves ,

Der Anschluss eines Enkupplunsgleises ist wie folgt:

Gehen wir von einer Weiche aus. Die beiden auesseren Klemmen gehen an die zwei Klemmen des Schalters, die mittlere an einen Pol des Wechselstromtrafos. Ein Entkupplungsgleis ist, soweit es den Anschluss angeht, eine halbe Weiche. Somit geht ein Anschluss des Gleises an denselben Pol des Wechselstromtrafos, an den Du auch Deine Weichen anschliesst, der andere geht an einen Kontaktl des Weichenschalters. An den anderen Pol kann ein weiteres Entkupplungsgleis angeschlossen werden.

Wenn Du nicht genug Trixweichenschalter hast, kannst Du Dir auch Schalter im Elektronikhandel kaufen. Dies muessen jedoch (einpolige) Momentschalter (Taster) sein, und keine Dauerschalter. Dauerschalter zerstoeren die Weichen, Entkupplungsgleise und Formsignale von Trix, da alle diese keine entabgeschalteten Antriebe haben. Du benoetigst zwei Taster pro Weiche und einen pro Entkupplungsgleis.

Ulrich

BeitragVerfasst: 26.03.2006, 01:39
von ecki
Hallo Jacques-Yves,

unten ein link auf das Anschlusschema ...

Gruß
ecki

Bedienungsanleitung 4369

26.03.06: habe den link repariert - jetzt funktioniert er - sorry

Entkupplungsgleis / Neueinsteiger

BeitragVerfasst: 26.03.2006, 13:06
von Frank Bertram
Hallo Jacques-Yves ,

wenn Du in der Nähe von Aachen wohnen solltest, könntest Du zum Euregiostammtisch am 6. Mai 2006 kommen (Du findest Ort und Zeit unter der Forum-Rubrik "Termine"). Ich habe einen Anschlußplan, den ich Dir dann gerne in Kopie überlasse. Ansonsten isrt Eckis Hinweis sicher zu gebrauchen.

Wenn Du noch Trix Express- Fahrzeuge mit der früheren Kupplung (asymetrische Kupplung mit einem Bügel nur an einer Seite des Wagens und ohne den groben Klotz mit dem unteren Dreieck) haben solltest, achte auf den Entkuppelvorgang:

bei der neuen Klotz-Kupplung muß der Wagen im Stehen (!) abgekuppelt werden, das heißt, der zu entkuppelnbde Wagen wird auf das Entkupplungsgleus gezogen oder gedrückt, dann das Gleis betätigt und der übrige Zug weggefahren.

Bei der alten Kupplung kann im langsamen Fahrenn entkuppelt werden.

Übrigends hat jemand eine einfache Vorentkupplung für die alte TE- Kupplung gebastelt (im TED nachzulesen oder in einer alten MIBA).

Näheres dazu gerne auf dem Eregiostammtisch.

Gruß

Frank Bertram

BeitragVerfasst: 26.03.2006, 21:13
von Georg
Hallo Frank,

wie Du richtig schreibst, werden die verschiedenen Kupplungen mit dem Entkupplungsgleis unterschiedlich getrennt. Mit dem Entkupplungsgleis für die Pappgleise kann man die neueren Kupplungen mit dem vertikalen Ausheber nicht mehr entkuppeln, weil der der "Höcker" zum gleichzeitigen Anheben beider Kupplungsausheber zu kurz ist.

Der Entkupplungsvorgang wurde in den Trix Express Handbüchern regelmäßig beschrieben und mit Grafiken gut verdeutlicht.

Bei der alten Kupplung mit dem Drehausheber hebt man erst den Höcker an und fährt dann mit dem Zug darüber. Das ist sehr schön in den alten Trix-Katalogen dargestellt, aus dem diese Abbilding stammt:

BeitragVerfasst: 26.03.2006, 21:16
von Georg
Dagegen fährt man mit Wagen, die die neuen Kupplung besitzen, so auf das Entkupplungsgleis, daß der Höcker des Entkupplungsgleises beide Kupplungen gleichzeitig anheben kann. Nach dem Einschalten des Entkupplers fährt man die Lok mit einem Teil des Zuges weiter.

Entkupplungsgleis

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 16:09
von Frank Bertram
Hallo Georg,

vielen Dank für die ausführliche Information, die Jacques-Yves sicher weiterhelfen wird.

Mir waren die von Dir gezeigten Skizzen gar nicht mehr bekannt (nur in der Erinnerung), daher das nicht ganz präziese dargestellte Entkuppeln.

Die Sache mit dem Vorentkuppeln bei der asymmetrischen alten Kupplung fasziniert mich. Wer hat diese nachgebaut und kann - außer dem seinerzeitigen Autor im TED - einen Erfahrungsbericht im Zusammenhang mit dem Einsatz des (hier wohl alten) Entkupplungsgleisers geben?

Gruß und HP 1 für Trix Express!

Frank Bertram

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 22:27
von noels
Hallo Frank,
das funktionierte damals sehr gut. Als ich noch die alten Gleise und weitgehend die alten Kupplungen gefahren bin, hatte ich auch alles mit diesem selbstgemachten "Vorentkuppler" ausgerüstet. Das war sehr zuverlässig. Ich habe es immer bedauert, daß Trix dann die Kupplungen umgestellt hat. Das war für mich ein Grund bei den kupplungen "Fahnenflüchtig" zu werden.
Gruß
Heiko Mehnert

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 23:05
von Georg
Ich persönlich fand die Kupplung mit dem Drehausheber funktionstüchtiger. Da klemmte der Ausheber nie. Auch konnte der Ausheber praktisch nicht verloren gehen. Allerdings konnte er schon mal verbiegen oder abbrechen, wenn ein Fahrzeug von der Anlage auf den Boden fiel.

Die erwähnte Vorentkupplung für Trix - Fahrzeuge beruht auf dem gleichen Prinzip wie bei Märklin.

Da jeder Wagen mit der alten Kupplung (mit Drehausheber) nur einen Kupplungsbügel hatte, war am kupplungsbügelfreien Ende das Loch im Kupplungshaken ungenutzt.

Die Miba veröffentlichte in der Ausgabe 3 von 1961 die Idee von Herrn Füngers aus Essen. Er kam auf die Idee, ein 3 cm langes Stück Messingdraht von 0,5 mm Durchmesser in das freie Loch der Kupplung zu stecken und (wie auf den Abbildungen zu sehen) umzubiegen.

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 23:11
von Georg
Das gerade 3 cm lange Drahtstück wird so in das Kupplungsloch eingeschoben, daß es auf beiden Seiten gleich weit herausschaut.

Dann biegt man es entsprechend der Abbildung zurecht.

Zum Schluß kneift man das, was zu weit über den Haken hinaussteht, mit einer Zange ab.

Herr Füngers empfahl, daß der Draht 2 mm über den Kupplungshaken hinausstand.

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 23:20
von Georg
Bei Vorwärtsfahrt ist die Vorentkupplung ohne Wirkung.
Es funktioniert alles genauso als wenn es die Selbstbau-Vorentkupplung gar nicht gäbe.

Nun darf nicht vergessen werden, daß alle Bügel der Wagen des Zuges in Richtung Lok stehen müssen.

Aber bei Rückwärtsfahrt über den eingeschalteten Entkuppler tritt die Selbstbau- Vorentkupplung in Tätigkeit, weil der Kupplungsbügel nach dem Entkuppeln nicht wieder auf den Hanken zurückfallen kann.

Man kann dann den/die entkuppelten Wagen über die Anlage schieben und an beliebiger Stelle abstoßen oder abstellen.

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 23:21
von Ulrich Albrecht
Die Vorentkupplung fuer die alten Trix Express Kupplungen funktioniert sehr gut. Mein Vater hatte die Idee im TED gesehen, und dann nachgebaut. Fuer mehrere Jahre hatten wir sie auf unserer Bahn eingesetzt. Als die neue Trix Express Kupplung auf den Markt kam, funktionierten die alten Entkupplungsgleise nicht mehr , und wir haben die Vorentkupplung fallen gelassen.

Uebrigens, die Roco Universalkupplung hat eine Vorentkupplung die auf dem gleichen Prinzip wie die Im Ted/Miba beschriebene Methode beruht.

Ulrich

BeitragVerfasst: 27.03.2006, 23:32
von Georg
Warum hat Trix die Idee nicht weiter aufgegriffen?
Man hat nur den Artikel aus der Miba Wort für Wort im TED nachgedruckt. Danach wurde es vergessen.

Trix hätte wahrscheinlich wegen der größeren Formstabilität einen Stahldraht nehmen müssen. So wie Herr Füngers es vorschlug, kann man den Draht aber erst biegen, wenn er zuvor durch das Kupplungsloch gesteckt wurde. Dann läßt sich Stahldraht aber nicht mehr biegen.

Trix hätte den Vorentkupplungsdraht genau "anders herum" herstellen müssen. D. h. oberhalb des Kupplungshakens ist der Draht nicht wie bei Herrn Füngers abgekniffen, sondern durchgehend. Dafür enden die Drahtenden wie beim Kupplungshaken in dem Loch der Kupplung.

Für uns Bastler ist die gezeigte Lösung aber leichter zum Nachbau geeignet, denn der Vorentkupplungsbügel muß leichtgängig sein und durch sein eigenes Gewicht auf den Kupplungshaken herunterfallen.

Georg

Und so sieht es bei einem vorentkuppelten Wagen von oben aus:

BeitragVerfasst: 28.03.2006, 04:54
von Ulrich Albrecht
Georg,

Warum Trix die Idee nicht aufgegriffen aht, ist mir auch ein Raetsel. Die Trix Firmengeschichte hat viele solche Merkwuerdigkeiten und verpasste Chancen, wie ich schon an anderer Stelle lamentiert hatte. Zum Beispiel, warum ein BR42, wenn es kein Modell einer BR50 Ende der fuenfziger Jahre gab? Warum keine Modellpflege?

Ulrich

Vorentkupplung bei Trix Express

BeitragVerfasst: 28.03.2006, 07:35
von Frank Bertram
Hallo Trix Freunde,

herzlichen Dank für die Ausführungen von Georg, Heiko und Ulrich. Ich habe gerade den besagten TED gefunden: Nr. 20 !

Also das letzte Heft im grünen TED- Band. Ich werde mir die Vorentkupplung für meinen Rangierteil mit Ablaufberg (da macht es m.E. besonders Sinn: am Beginn der Steigestrecke einen alten TE- Entkuppler für Wagen mit asymmetrischer Kupplung, die dann vorentkuppelt auf den Eselsrücken geschoben werden, und an der Spitze des Eselsrückens (im beginnenden Gefälle natürlich) einen Entkuppler für die neuere Klotzkupplung).

Dann müßte es mit allen meinen Güterwagen klappen; allerdings müßte ich ein paar von Fleischmann und Märklin- Kupplung in TE- Kupplung ändern (das ist aber i.d.R. kein großes Problem).

In diesem Zusammenhang: hat jemand einen Entkuppler, der sowohl TE (Klotz) als auch fremde Kupplungen entkuppelt? Es gab doch mal die Repa- Entkuppler. War damit nicht ein vielseitiges Entkuppeln möglich?

Gruß

Frank Bertram