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Trix Express SBB Ae 6/6

Verfasst:
14.06.2006, 19:38
von Dieter01
Hallo zusammen,
auf dem letzten Trix Express Treffen in Zwingenberg habe ich endlich die Ae 6/6 bekommen.
Leider hat sie ein Problem.Sie läuft nicht kontinuierlich die Fahrtstrecke auf meiner Anlage durch. Sie bleibt unterwegs öfters stehen und verursacht u.a. auch ´mal einen Kurzschluß. Nicht immer, aber ab und zu.
In der beiliegenden Beschreibung sind unter dem Thema "Schleifer wechseln" in der Zeichnung jeweils Mittelschleifer unter jedem Fahrwerk zu erkennen. Meine hat jedoch nur unter einem Fahrwerk Mittelschleifer. Für das Fahrwerk mit dem Antrieb sind auch keine Bohrungen für Mittelschleifer vorgesehen.
Es waren brünierte montiert, die ich aber mittlerweile gegen neue, andere getauscht habe.
Hierdurch habe ich ein besseres Fahrverhalten erreicht. Jedoch hat sie immer noch Fahrunterbrechungen.
Vielleicht ist aber auch eine andere Ursache auslösend, die ich nicht erkenne.
Hätte jemand einen Tip
lg
Dieter

Verfasst:
14.06.2006, 21:01
von Ulrich Albrecht
Dieter,
Was mich wundert, ist das die Lok einen Kurzschluss verursacht. Daher scheint es mehr als ein Kontaktproblem zu sein. Die Lok ist ja eine Maerklinlok, und entspricht im Prinzip der 103.
Als erstes wuerde ich pruefen, ob die Mittelschleifer irgendwo das Gehaeuse beruehren koennen. Wenn das nicht der Fall ist, oeffne die Lok, und pruefe nach ob alle Kabel gut und richtig angeloetet sind. Wenn Du die Lok gebraucht gekauft hast, besteht die Chance, dass sie schon eine gute Strecke gelaufen ist. Ich wuerde den Motor oeffen und nachschauen, ob der Kollektor saeuber ist. Der M-Motor hat einen ziemlichen Abrieb, der sich oft zwischen den Messingflaechen des Kollektors absetzt. Dieses fuehrt zu einer sehr erhoeten Stromabnahme (frag einen meiner Decoder wie hoch!). Dies kann zum Abschalten des Fahrpultes fuehren, was dann wie ein Kurzschluss aussieht.
Lass mich wissen, ob dies geholfen hat.
Ulrich

Verfasst:
14.06.2006, 21:55
von Hans
Hallo Dieter,
so ein Verhalten kann viele Gründe haben.
Meist hilft nur eine systematische Fehlersuche.
Ist das mit dem Kurzschluss geprüft?
Ich würde schauen ob der Fehler bei bestimmten Fahrsituationen wie Weiche, links oder rechts Kurve Auftritt.
Ist hier kein Muster zu erkennen, lass die Lok mal ohne Gehäuse laufen.
Als Oberleitungslok kannste die Lok auf den Rücken legen und den Fahrstrom an Mittelschleifer und Stromabnehmer anlegen. So kann man manuell z.B. die Drehgestelle und überprüfen. Tritt der Fehler hier auch auf ohne dass die Lok sich bewegt/fährt, spricht dass für ein Fehler in der Motor Elektrik. hier kann man ein Amperemeter zwischenschalten und die Stromaufnahme prüfen.
Der Motor kann natürlich verharzt sein, Mä... soll über Jahre hinweg da ein ganz spezielles "hochwertiges" Öl verwendet haben dass den Mä Motor bei längerer Lagerung schwergängig macht oder sogar festsetzt. Diese Tonne soll aber endlich alle sein

.
Dann hilft nur Motor demontieren und reiningen.
Ich hab die Lok in Zwingenberg auch gesehen, habe die gleiche Lok aber schon und bin damit sehr zufrieden.
Grüße
Hans

Verfasst:
14.06.2006, 22:57
von trix103
Hallo zusammen,
das meiste ist eigentlich schon gesagt... Nur noch mal zu den Schleifern: Die Lok hat das gleiche Fahrgestell, das Trix bereits 1988 von Mä für die 103 adaptierte.
Das Motordrehgestell besitzt keine Schleifer. Ich würe dort auch keine einsetzen. Die beiden Löffelschleifer liegen beide am Laufdrehgestell. Meine Erfahrung mit zwei 103, zwei 151 und auch der Ae 6/6 sind, was die Stromaufnahme angeht sehr gut... Es gibt auch keinerlei Aussetzer.
Ein Problem ist offensichtlich der Motor, der es nicht mag, wenn er lang nicht bewegt wird. Ein Grund mag das Mä-Öl sein.
Meine grüne 151 lief eine Weile sehr unsauber und unrund. Ich habe einen Tipp befolgt und die Lok geöffnet, dann die Federn der Kupfer- und Kohlebürsten ein wenig gelockert (weniger Spannung). Das sorgte dafür, dass der Motor weniger Widerstand überwinden musste. Er leif gleich viel besser...
Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Ansonsten bin ich mit den Loks, die diesen Antrieb haben sehr zufrieden. Ich finde den Lauf des alten 3-Pol-Motors mit Scheibenkollektor besser als den in der E 03 von 2004 verbauten Fünfpoler. Dieser ist eher eine "Rennsemmel" und taugt weniger zum Rangieren. Ein weiterer Vorteil: Viele Ersatzteile gibt es noch bei jedem Mä-Händler...
Bis dann,
trix103
Ae 6/6 und baugleiche Typen

Verfasst:
15.06.2006, 13:15
von Peter Hess
Hallo Dieter
Wie schon anderweitig beschrieben gibt es mit dem Motor bzw. der Motorlagerung dieser Loks Probleme.
Ich mißte schon bei mehreren Loks mit diesem Antrieb den Rotor des Motors ausbauen und die Lagerung im Gußteil des Motors reinigen. Es hatte sich bereits eine Art Zinkpest gebildet. Danach laufen die Loks wieder einwandfrei. Diese Loks sollten alle 4 - 6 Wochen bewegt werden. Was den Kurzschluß angeht muß überprüft werden, ob nicht die Räder an das Gehäuse stoßen. auch ein Problem bei dieser Lok.

Verfasst:
15.06.2006, 16:14
von noels
hallo,
noch eine Ergänzung zum Kurzschluß, da nach meiner Erfahrung doch viele Trixer hier etwas ins Schleudern geraten:
1) Bei Trix- Fahrzeugen ist der Mittelleiter mit dem Rahmen und gegebenenfalls mit dem Gehäuse verbunden, ist also Masse.
2) Bei Fahrzeugen von Märklin ist der Mittelleiter isoliert vom Rahmen. Die Räder sind mit dem Rahmen elektrisch verbunden. Bei Gleichstromfahrzeugen ist die linke Radreihe (in Fahrtrichtung) auf den Achsen isoliert. Die Räder der rechten Seite stellen also die Rahmen/Gehäusemasse dar. Deshalb benötigen die Loks weder Außenschleifer, noch Radschleifer.
Deshalb ist es egal, wenn die Räder der rechten Seite den Rahmen, oder das Gehäuse berühren, da das Potential gleich ist. Gelangen die Räder der linken Seite an den Rahmen, oder das Metallgehäuse, gibt es bei Trix Express eine Verbindung zum zweiten Stromkreis. Ist dessen Trafo in Nullstellung, bewegt sich eine eventuell dort vorhandene Lok. Ist der Trafo von Stromkreis 2 auch nur minimal in die gleiche Richtung gedreht, wie der von Stromkreis 1, wird die Lok langsam, bzw. bleibt stehen.
Den gleichen Effekt hat man, wenn zwei Wagen einseitig isolierte Räder und metallische Kupplungen haben, wenn diese unterschiedlich auf das Gleis gestellt werden. Dann kann man sich einen Wolf suchen.
Aus diesem Grund wurde die letzte E03 mit Klebeband an den inneren Gehäusekanten ausgeliefert. Diese Lok macht auch Theater, wenn man sie auf Oberleitungsbetrieb stellt. In den Kurven kommt es zur Verbindung mit einer Außenschiene. Die Kontaktstelle habe ich trotz langer Suche noch nicht gefunden.
Gruß
Heiko Mehnert

Verfasst:
15.06.2006, 16:51
von Ulrich Albrecht
Ich habe eine alte 103, bei der ich das Kurzschlussproblem noch nicht beobachtet habe. Aber, die Lok hat die merkwuerdige Eigenschaft, dass sie meine digitale Kehrschleifenautomatik ausloesst, wenn sie die Steigung mit mehr als 4 Wagen befaehrt. Diese Diskussion hier hat bei mir den Verdacht geweckt, dass es sich hierbei um einen Kurzschluss mit relativ hohem Widerstand handeln koennte.
Ulrich

Verfasst:
15.06.2006, 18:42
von Nobby
Hallo Ulrich,
dann solltest Du vielleicht mal die Stromaufnahme der Lok messen, die muß gewaltig hoch sein.
Das Kehrschleifenmodul reagiert eigentlich auf einen Spannungseinbruch, dieser wird erzeugt durch einen hohen Stromfluß.
Ein Kurzschluß ist ja eigentlich eine direkte ungewollte Verbindung zweier Potentiale.
Gruß
Torsten
Trix Express Ae 6/6 - Welche???

Verfasst:
16.06.2006, 13:10
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !
Ae 6/6-Varianten für Trix Express

Verfasst:
16.06.2006, 13:59
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
16.06.2006, 16:53
von Dieter01
Hallo,
erst einmal an alle ein großes Dankeschön für die Hilfe die mir zuteil wurde. Die Ursache bei meiner Lok war recht simpel.Es war ein loses Kabel an der Beleuchtung welches auch den Kurzschluß verursachte.
Ich hätte eigentlich durch das Flackern der Beleuchtung aufmerksam werden müssen. Ich habe mir nur gedacht -das ist einfach das kannst du später reparieren-.
Da ich diese Lok schon lange gesucht und eigentlich noch nie schlechte Erfahrungen mit dem Erwerb von Modellen auf Trix Express Treffen gemacht hatte, war ich zu allererst maßlos enttäuscht das mein Wunschkandidat nicht einwandfrei lief. ( Ich wollte bei Ebay nicht die Katze im Sack kaufen;außerdem finde ich die erzielten Preise für völlig überhöht.) Es war wirklich eine kleine Ursache.
Ich hoffe das es dabei bleibt.
Für miximaxi möchte ich noch nachtragen das es sich bei dem Modell um die grüne Ausführung handelt. (Also Artnr.32325).
Wenn ich auf Oberleitung umschalte funktioniert die Lok wie alle anderen meiner Oberleitungsloks auch.
Minus an Mittelschleifer,Plus an Oberleitung.
So müßte es auch sein oder?
Ich werde in der nächsten Zeit den Rat von Peter befolgen den Motor auseinander zubauen und innen zu reinigen, denn beim Lauf des Motors war ziemlich "Abrieb" auf dem Papier. Is so´ne Eigenart von mir ein weißes A4 Papier unter den Motor zuhalten,wenn er einen Probelauf macht.
Nochmals vielen Dank für eure Unterstützung.
lg
Dieter

Verfasst:
16.06.2006, 21:41
von Ulrich Albrecht
Das Problem meiner 103, dass sie bei staerkerer Belastung die digitale Kehrschleifenautomatik auszuloest, ist anscheinend auf einen Kurzschluss zurueckzufuehren. Die Lok hat die beruehmt-beruchtigte Tesafilmisolierung an zwei Stellen des Rahmens. Da diese auf der Seite des Motordrehgestells abgefallen war, beruehrte das isolierte Rad den Rahmen in einigen Stellungen des Drehgestells. Nach Entfernung des anderen Tesafilms installierte ich neue Isolierungen aus Isolierband. Jetzt durchfaehrt die Lok mit 6 Wagen die Steigung in der Kehrschleife, auf der sie sonst die Kehrautomatik mit fuenf ausgeloest hatte. Danke fuer die Idee. Ich kann nicht glauben, dass man solch einen Pfusch verkauft hat.
Ulrich
"Kurzschluss" bei der BR 103

Verfasst:
17.06.2006, 08:48
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
17.06.2006, 12:17
von Ulrich Albrecht
Hallo Miximaxi,
Die Verdrahtung der Anlage ist relativ ungewoehnlich und entspricht im Prinzip der NEM, wobei Oberleitung und Mittelleiter beide einer Aussenschiene parallel geschaltet sind. Der Grund ist der uneingeschraenkte Mischbetrieb mit NEM-Loks, da ja bei Digital der Dreizugbetrieb nicht mehr noetig ist. Es klappt alles ohne Probleme, nur die 103 macht manchmal die besagten Schwierigkeiten.
Wie ich gerade herausgefunden habe, sind diese immer noch nicht ganz weg, was mich wieder auf meine urspruengliche Annahme zurueckfuehrt, dass der dicke Maerklinmotor der Schuldige ist. Sein Stromverbrauch scheint stark zu schwanken. Die Automatik spricht auf die Schnelligkeit der Stromaenderung an, und schaltet bei starken Stromabfall.
Aber das wird bald akademisch sein, denn beim geplanten Umbau in 6 Monaten fliegt die Kehrschleife raus.
Ulrich