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automatische Zugbeeinflussung

Verfasst:
05.11.2005, 15:25
von Heinz-Peter Harms
Hallo Freunde von Trix Express,
ich wusste bislang gar nicht, dass es eine IG Trix Express geschweige denn ein Forum dafür gibt. Ich habe nach 30 Jahren meine Trix Express wieder aus dem Keller geholt, aufgebaut und in den letzten drei Monaten erweitert, zur Freude meines 6 jährigen Sohnes. Nach so langer Zeit weiß man leider nicht mehr alles und nun habe ich folgendes Problem. Ich habe die Hauptsignale nach Beschreibung von Trix angeschlossen und sie funktionieren auch, aber die automatische Zugbeeinflussung geht nicht. Vielleicht kann mir jemand sagen woran es liegen kann oder was ich falsch gemacht habe, ich kann mir nicht vorstellen, dass es evtl. daran liegt, dass ich keine Vorsignale habe.
Vielen Dank im voraus für eure Unterstützung
Gruß HP

Verfasst:
05.11.2005, 21:47
von Ulrich Albrecht
Das Hauptsignal hat ein eingebautes Relais, ich glaube es sind die silbernen Klemmen. Damit das funkioniert, muss der Mittelleiter durch Trennstellen an zwei Stellen unterbrochen werden. Dies kann am besten dadurch erreicht werden, dass man die Mittelleiter verbindungen enternt. (Aber gut weglegen, wenn mann sie wieder benoetigt.) Ich wuerde sagen die Laenge zwischen den Unterbrechungen sollte so um die zwei Standardgleislaengen (=36.7cm) betragen mit einer Trennstelle knapp vor dem Signal, und die zweite weiter vorne. Beachte aber, dass das die Fahrt in beiden Richtungen unterbricht. Eine Diode kann jedoch diese Trennstellen ueberbruecken, so dass das Signal von hinten ueberfahren werden kann. Das Vorsignal hat keinen Einfluss auf die Zugbeeinflussung.
Ulrich

Verfasst:
05.11.2005, 22:49
von rolgerhan
Hallo!
Bei den Hauptsignalen befindet sich ein Schalter im Inneren. Beide silbernen Klemmen werden bei "Grün" verbunden und bei "Rot" getrennt. Bei einigen Signalen funtioniert dieser Schalter aufgrund von Kontaktproblemen nur sehr unzuverläsig.
Ich habe aus diesem Grund bei allen Signalen den dazugehörigen grünen Schalter zur Zugbeeinflussung benutzt. Anstatt die Kabel für den Fahrstrom an die silbernen Klemmen der Signale zu klemmen, werden diese an die silbernen Klemmen der Schalter befestigt. Der Efekt ist derselbe.
Gruß
Roland

Verfasst:
07.11.2005, 15:45
von Ulrich Albrecht
Heinz-Peter,
Noch eins zur automatischen Zugbeeinflussung. Da die meisten Trixlokomotiven ein selbstsperrendes Schneckengetriebe haben, bleiben sie bei der Einfahrt in die ausgeschaltete Trennstrecke sehr abrupt stehen. Die Wagen nehmen das haeufig sehr uebel und entgleisen, vor allem die ersten nach der Lok.
Ich wuerde die einfache Zugbeeinflussung entweder als eine Art Indusi benutzen, um zu verhindern, dass ein Zug ein Rot zeigendes Signal ueberfaehrt (Notbremse), oder zum Abschalten von Bahnhofsgleisen benutzen. Fuer den Einsatz im Blockbetrieb wuerde ich aber empfehlen zusaetzlich einen Anfahr- und Bremsbaustein einzubauen. Den gibt es von Uhlenbrock, und er bremst den Zug sanft ab. Wenn er in den Mittelleiter eingebaiut wird, funkioniert er fuer beide Aussenleiter und die Oberleitung. Fleischmann hat zwar auch einen im Program, aber der ist der Uhlenbrockbaustein, nur zu hoeherem Preis.
Ulrich

Verfasst:
10.03.2006, 18:33
von ut_tr
Hallo,
welche der verschiedenen Anfahr- und Bremsbausteine sind eigentlich optimal bei Zügen mit beleuchteten Personenwagen? Der Baustein von Conrad (Best.-Nr. 190870) funktioniert bei mir nur einigermaßen mit unbeleuchteten Zügen. Wenn 4 oder 5 Wagen mit je 2 0,05Amp-Birnchen angehängt sind gibt es keine Bremsverzögerung sondern eine Langsamfahrt mit plötzlichem Halt. Das Anfahren besteht dann aus gleichmäßiger Langsamfahrt und plötzlichem Sprint beim Überfahren der Trennstelle.
Der EVA-Baustein von Fleischmann funktioniert im Bremsbereich besser, verhält sich aber im Anfahrbereich ähnlich. Eine Verdoppelung der Trennstrecken auf jeweils doppelte Zuglänge änderte auch nichts. Hat Jemand Erfahrung mit dem ABBS von Uhlenbrock und beleuchteten Zügen oder eine andere Lösung?

Verfasst:
10.03.2006, 19:06
von Ulrich Albrecht
Hallo ut_tr,
Der Bremsbaustein von Uhlenbrock ist baugleich mit dem von Fleischmann, da Uhlenbrock diese fuer Fleischmann herstellt. Bei beiden Bausteinen kann man die Verzoegerung am roten Drehknopf (= Poti) einstellen. Als in noch analog fuhr, hatte ich diese Bausteine eingesetzt, und sie liessen sich gut regeln. Mit beleuchteten Wagen hatte ich keine Probleme.
Wenn Du jedoch Trix EMS oder einen Arnold Beleuchtungstrafo benutzt, koennen all diese Bausteine Probleme bereiten, da die Elektronik den hochfrequenten Wechselstrom gleichrichtet. Die Loesung dieses Problems ist, den abgetrennten Mittelleiter der Anfahr/Bremstrecke ueber einen bipolaren Kondensator (20 micro-Farad, 30 Volt) an den normalen Mittelleiter anzuschliessen. Hierdurch fliesst der Wechselstrom am Bremsbaustein vorbei, die Bremsstrecke ist aber weiterhin gleichstrommaessig abgetrennt.
Ulrich

Verfasst:
10.03.2006, 20:29
von ut_tr
Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Das mit dem Regelpoti war mir bekannt, aber ich habe keine befriedigende Einstellung gefunden. Als Trafo/Fahrregler habe ich den Titan 816, daran kann es also auch nicht liegen. Aber Dank des Hinweises auf Uhlenbrock habe ich auf deren Webside nachgesehen und da in der Bedienungsanleitung für den ABBS etwas über Stromaufnahme bei 2-achsigen Drehgestellen gefunden, die bei mir die Probleme verursachen könnten. Ich werde also bei nächster Gelegenheit die entsprechenden Dioden einbauen und dann sehen ob es funktioniert.
Vielen Dank nochmals
Uwe.