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3 verschiedene Weichenanschlüsse ???

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3 verschiedene Weichenanschlüsse ???

Beitragvon RoGer » 10.02.2007, 21:05

Hallo,

ich habe in den letzten Tagen und Wochen nochmal einiges neu verkabelt - war teilweise zu unübersichtlich.
Dabei stellen mich die Weichenanschlüsse teilweise vor ein Rätsel. Ich habe nämlich drei unterschiedliche Weichenmodelle verbaut.
Bei den älteren Weichen möchte ich die Weichen-Laternen separat mit den Beleuchtungen der Häuser anschalten.

Diese Weichenmodelle sind im Einsatz:
1. die neuen Kunststoff-Weichen mit 3 Anschlüssen
2. alte Pappschwellen-Weichen mit 4 Anschlüssen + Laterne
3. alte Pappschwellen-Weichen mit 3 Anschlüssen + Laterne

Bild

Bei der neuen Weiche komme ich klar: Weiß ist Masse, Gelb+Grün sind die Schaltkontakte.
Bei Modell 2 ist offensichtlich der schwarze Anschluss Masse und nicht der weiße - oder ?
Und bei Modell 3 brauche ich nur Grün+Gelb anschließen, damit ich die Weiche stellen kann. Der Masseanschluss fehlt offensichtlich.

Beim Anschluss der Weichenlaternen am separaten Beleuchtungstrafo klappt es irgendwie nicht. Mal leuchtet diese Laterne, mal jene .... die eine hell, die andere schwach.

Ich habe weder hier im Forum noch bei Google ein Anschlussschema gefunden.

Roland
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Anschlußschema

Beitragvon Peter Hess » 10.02.2007, 23:36

Neusilber/Kunststofschwellen Gleise Weiß = "Masse"
gelb bzw. grün = Schaltimpuls
Pappschiene wie oben, weiß und schwarz Dauerstrom für Weichenlaterne
Bei der älteren Pappschienenweiche liegt "Masse" am Mittelleiter, Mittelleiter und weiß = Weichenlaterne (Dauerstrom) Bei Automatikschaltungen sollte die Verbindung (Blechstreifen) an der Weichenunterseite getrennt und separat angeschlossen werden.
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Beitragvon RoGer » 11.02.2007, 10:29

Vielen Dank Herr Hess,

aber was heißt...
... Bei Automatikschaltungen sollte die Verbindung (Blechstreifen) an der Weichenunterseite getrennt und separat angeschlossen werden.

Was meinen Sie mit Automatikschaltung ?

Roland
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Beitragvon Georg » 11.02.2007, 11:06

Hallo Roland

Die Pappweiche (3) in deiner Grafik ist die ältere, ursprüngliche Ausführungsform. Das folgende Bild zeigt die Unterseite der Weiche. "Schwarz" vom Fahrpult wird über den Mittelleiter zur Weiche herangeführt. "Weiß" wird zum Stellen der Weiche UND zur Beleuchtung der Laterne benutzt.

Später wurde das Trix-Pappgleisprogramm um das Impulsgleis erweitert. Mit dem Impulsgleis kann man das Mittelleiterpotential für Schaltzwecke z. B. zum Stellen einer Weiche nutzen. (Automatik-Betrieb) Mit zwei Impulsgleisen kann man die Weiche durch einen fahrenden(!) Zug automatisch auf Abzweig- bzw. Geradeausfahrt schalten. Dazu darf aber das Mittelleiterpotential = Masse = "schwarz" nicht mehr mit der Mittelanzapfung der Weichenspule verbunden sein. Man muß an der mit dem Pfeil bezeichneten Stelle den mittleren Spulenanschluß der Weiche vom Mittelleiter trennen und separat mit Strom von der "weißen" Fahrpultklemme versorgen. Denn das Mittelleiterpotential "Schwarz", das über die Impulsgleise herangeführt wird, wird an die grüne bzw. gelbe Klemme (links im unteren Bild) geleitet.

Zunächst gab es nur die Bastellösung mit dem Anschluß eines zusätzlichen Drahtes. Daher wurde bei den neueren Pappweichen eine zusätzliche Anschlußklemme ( "weiß" ) eingebaut, damit die Bastelei ein Ende hatte. Die bisher für die Laternenbeleuchtung zuständige Klemme ( "weiß" ) wurde nun "schwarz" gekennzeichnet. Das ist Weiche (2) in der Grafik. Gewissermaßen sind bei so einer Weiche die Farben "schwarz" und "weiß" vertauscht.

Als die Plastikweiche eingeführt wurde, verzichtete man auf die Weichenlaterne und benötigte den "schwarzen" Anschluß nicht mehr. In Deiner Grafik ist das die Weiche (1).

Merke
Bei gemischtem Einsatz dieser Weichen auf einer Anlage muß man aufpassen.

Bei der älteren Pappweiche ist die Mittelanzapfung der Weiche mit der "schwarzen" Fahrpultklemme (herangeführt durch den Mittelleiter) verbunden. "Weiß" > Beleuchtung.

Bei der neuere Pappweiche (mit den 4 Klemmen) und der Plastikweiche wird "weiß" an die Mittelanzapfung der Weichenspule separat herangeführt. "Schwarz" > Beleuchtung. Benutzt man keine Impulsgleise für das Stellen der Weichen kann man "für sich" bei diesen Weichen schwarz und weiß vertauschen. Dann kann man die Weichen gemischt einsetzten. Ansonsten muß man die älteren Pappweichen - in Deinem Bild: Weiche (3) - elektrisch von den anderen Weichen trennen.

Bei Digitalbetrieb sollte man, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, die älteren Pappweichen wie beschrieben umbauen.
Dateianhänge
Pappweichealt.jpg
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Verdrahtungspläne für TE-Weichen

Beitragvon miximaxi » 11.02.2007, 17:37

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Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Georg » 11.02.2007, 19:58

Auf dem folgenden Bild wird ersichtlich, warum Trix die Änderung an den Weichenanschlüssen vorgenommen hat.

An der Stelle des Stellhebels treten die beiden Kontaktgleise (717), die bei der Überfahrt mit einem Fahrzeug die Weiche umschalten. Der Strom fließt von der schwarzen Klemme des Fahrpultes zum Mittelleiter in der Schiene. Befährt eine Lok das Impulsgleis, wird der Strom zur gelben bzw. grünen Anschlußklemme der entsprechenden Weichenspule geleitet. Von da fließt der Strom von der Mittelanzapfung der Spule zur Gehäusebefestigungsschraube der Weiche und von da zurück zur weißen Klemme des Fahrpults.

Das ist eine wenig elegante Lösung: Leiterbahn durchtrennen - Befestigungsschraube als Kontakt, damit man nicht löten muß. Wie viele Gehäusedeckeln mögen dabei wohl beschädigt worden sein? Die Lösung war die Pappweiche mit den vier Anschlußklemmen.

Merke
Die Lok darf nicht auf dem Impulskontaktgleis stehen bleiben.
Aus dem Impulskontakt wird dann ein Dauerkontakt, der die Weichenspulen in kürzester Zeit zerstört.

Georg
Dateianhänge
PappweicheImpuls.jpg
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Beitragvon Robsche » 12.02.2007, 20:17

Um den Dauerstrom im Falle eines auf dem Schaltimpuls befindlichen Fahrzeuges zu verhindern gibt es diverse Schutzschaltungen, die zwischen den Schalter (in dem Fall dem Mittelleiter-Impuls, ggf. aber auch der gelb-grüne Kunststoff-Schalter, der auch mal ganz gerne "hängen bleibt" ) installiert werden. Diese wandeln den Kontakt in einen Impuls um, der auch dann noch ein Impuls ist, wenn der Schalter versehentlich auf Dauerstrom steht. Außerdem verstärken sie den Strom, so daß der Magnet kraftvoller schaltet.

Gruß Robert
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