Hallo Hahnpc (?),
ein Schaltbild würde Dir nichts nützen, solange Du das Prinzip nicht verstanden hast. Ich werde versuchen, es zu erklären.
Unsere Netz-Wechselspannung hat eine Frequenz von 50 Hz, das heißt sie besteht aus 50 positiven und 50 negativen Halbwellen. Da unsere Modellbahnen, mit Ausnahme alter Märklin-Modelle, die noch nicht digital laufen, aber mit den negativen Halbwellen nichts anfangen können, muss man diese Wechselspannung
gleichrichten.Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: die
Halbwellengleichrichtung und die
Vollwellengleichrichtung.
Beim ersten Verfahren werden nur die positiven Halbwellen durchgelassen, die negativen werden unterdrückt. Hinten kommt also eine Gleichspannung raus, die aus 50 positiven Halbwellen besteht, zwischen denen sich jeweils 50 Phasen ohne Spannung befinden.
Bei der Vollwellengleichrichtung werden dagegen nicht nur die positiven Halbwellen durchgelassen, sonder die negativen "nach oben geklappt", so dass hinten 100 positive Halbwellen herauskommen.
Wie das asusieht kannst Du Dir
hier anschauen.
Die von Dir erwähnten Halbwellentrafos arbeiten nun im unteren Regelbereich mit Halbwellengleichrichtung, und erst ab einer bestimmten Reglerstellung gehen sie langsam zur Vollwellengleichrichtung über, d.h. die negative Halbwelle wird nach und nach in die Lücken eingesetzt. Dies soll verbesserten Durchzug bei Langsamfahrt bringen und einen ruhigen Motorlauf bei höheren Geschwindigkeiten. Wie sich das in der Praxis auswirkt kann ich jedoch nicht beurteilen, da ich mit derartigen Fahrpulten keine Erfahrung habe. Die Weiterentwicklung war dann die Impulsbreitensteuerung (z.B. Roco ASC 1000), die man später mit dem Digitaldecoder in die Lok verlegt hat.
So, das ist das Ender der Physikvorlesung. Ich hoffe, ich konnte weiter helfen.
Günther