von Dietmar » 17.01.2007, 10:33
Hallo
Das mit dem Trafo in einem Gehäuse hat ja noch ein anderes Problem, nämlich die ausreichende Wärme abfuhr.
Aber ich verstehe ehrlich gesagt das ganze Problem nicht. Als Elektriker kann ich aus Erfahrung sprechen, dass es besser ist viele Verbraucher (Beleuchtung, Lokomotiven) auf mehrere Stromkreise aufzuteilen. Zuhause habt ihr doch auch nicht alles auf einer Sicherung geklemmt. Im falle eines Kurzschlusses oder Fehlers ist nicht gleich alles dunkel und der Fehler läst sich doch leichter finden. Es ist doch einfacher aus 20 Verbrauchern einen Fehler zu finden als aus 50. Warum muss dann eigentlich die ganze Beleuchtung an einem Trafo hängen? Ich habe gerade mal bei ebay nachgesehen, dort sind Trafos massenhaft zu bekommen. Besonders günstig ist der Märklin Trafo 6647 mit 32 VA, die werden aus Startsets verschleudert und kommen mit Porto selten über 20,-€. Ich habe mir mal einen für 10,-€ neu mit Garantie ersteigert, was will man den mehr. Da ist man auf der sicheren Seite was die Sicherung und Überlastung angeht. Wenn ich mir eine Trafo besorge, dann noch ein Gehäuse, Sicherungshalter mit Sicherung, Kabel und gegebenenfalls noch einen Stecker wird das auch nicht günstiger, von der damit nutzlos verbrachten Zeit mal abgesehen.
Außerdem Spricht noch was für den Regelbaren Trafo (ob nun Märklin oder Trix) , die Möglichkeit den Fahrstromausgang zu regeln. Die meisten Straßenlämpchen sind doch so ekelhaft hell, dass man mit 4 stück die ganze Anlage ausleuchten kann. So könnte man 2 Lichtstromkreise unter der Anlage verlegen, einen für die Häuser und einen für die Straßen und Bahnhofslampen. Da kann man die Straßenlampen soweit mit dem Regelknopf herunterdrehen bis eine weitgehende vorbildliche Ausleuchtung eingestellt ist. Nebenbei erhöht sich so die Lebensdauer der Lämpchen gewaltig. Man kann also an dem Regelbaren Ausgang die Straßelampen und an dem anderen Lichtausgang die Häuserbeleuchtung anschließen. Auch würde ich die Trafos nicht bis an die Leistungsgrenze belasten, das führt nur zu einer zwar noch zulässigen aber doch starken Wärmebelastung. Das kann im Sommer bei höheren Raumtemperaturen schon mal zum abschalten des Überlastungsschutzes führen. Auch kann dann doch auf Dauer die Isolierung der Wicklung leiden. Es spricht doch wirklich nichts dagegen unter der Anlage mehrere Lichtstromkreise zu verlegen.
Aus der Erfahrung meiner letzen Anlage hätte ich als Tipp folgenden Vorschlag:
In der Mitte der Anlage(oder da wo auch die meisten Verbraucher sind) würde ich 2 Leitungen im Abstand von 10-20 cm, aus 2 Isolierten Drähten mit einem Querschnitt von 2,0 mm2 (NYA) verlegen. Als Abstandhalter und Befestigung würde ich Lüsterklemmen benutzen, durch die ich die Leitungen ohne Unterbrechung führen würde. Und an den stellen wo eine Lampe angeschlossen wir, einfach mit einem Messer die Isolierung rundum ein Stückchen abschaben und die Drähtchen der Lampe anlöten, am besten etwas versetzt. Man kann auch die Drähte ohne Isolierung unter der Anlage führen, aber da ist die Berührung der beiden Drähte durch eventuelles ziehen an einem Kabel u.s.w groß, was zwar nicht schlimm ist aber ärgerlich. Die Sicherung des Trafos schaltet bei so einem Kurzschluss zwar ab, aber die suche nach dem Fehler bleibt.
Die beiden Lichtausgänge der Fahrtrafos kann man dann ganz für Weichen und Signale benutzen. Wenn es machbar ist, würde ich noch die Weichen auf den einen und die Signale auf den anderen Trafo klemmen. Das hat den Vorteil das beim schalten von Weichen nicht immer die Signallämpchen mit flackern. Wenn allerdings ein Signal zusammen mit einer Weiche geschaltet wird geht das nicht.
Ich hoffe das sich jetzt keiner auf den Schlips getreten fühl, aber von Basteleien und Experimenten mit Trafos halte ich nicht viel. Auch wenn am Ende nur harmlose12V rauskommen, es müssen dafür aber 220V rein, und da wird es gefährlich für den Laien. Und das Leben, Gesundheit und die Sicherheit für einen selber und auch anderen sollten einem schon mal 2-3 Trafos wert sein. Wir reden hier ja nicht über Unsummen, sonder über 15,- bis 20,- € pro Trafo, und im Verhältnis zu den anderen Kosten einer Anlage ist das doch verschwindend gering, oder?
Grüße
Dietmar