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Selectrix Decoder und EMS

Fragen und Antworten rund um die "klassische" Modellbahnelektrik und -elektronik.
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Selectrix Decoder und EMS

Beitragvon kladewa » 05.01.2006, 00:43

Hallo an Alle:

ich hatte heute folgendes Problem: Ich habe eine Tölz Torflok. Ich habe sie als analoge Lok gekauft und sie ist auch sehr schön gefahren. Bis ich heute mal EMS aufgedreht habe. Da kam ein Bruzzelgeräusch aus der Lok und sie fuhr nur noch rückwärts; vorwärts ging nicht mehr. Ich habe sie aufgemacht und zu meinem Erstauen eine Decoder (ich vermute, dass das steckbare Teil im Tender ein solcher ist) gefunden. Denn ich dachte immer, analoge Loks haben/brauchen sowas nicht. Jedenfalls war deutlich zu dehen, dass ein schwarzes Bauteil (mit vier Füsschen an jeder Seite an einem der Füsschen eine Brandstelle aufwies). Ich habe jetzt einfach mal auf gut Glück das Füsschen an der Schadstelle mit dem Nachbarfüsschen verbunden und die Lok lief wieder. Uff!

Frage: vertragen sich solche Decoder (?) nicht mit EMS; in der (äusserst dürftigen) Anleitung steht jedenfalls kein diesbezüglicher Warnhinweis. Gibt es solche Decoder noch von Trix (für die HO Variante) als Ersatzteil?

Danke + Grüsse Dieter
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Beitragvon Georg » 05.01.2006, 01:37

Hallo Dieter

Ich weiß nicht, was Du da mit acht Beinchen gefunden
hast. Ab Werk gab es in der Lok keinen Dekoder.

Aber ich habe in meiner Lok soetwas gefunden:

http://www1.conrad.de/m/1000_1999/1500/1530/1539/153966_BB_00_FB.EPS.jpg

Meinst das Teil etwa? Das hat aber nicht an jeder Seite
vier Beinchen, sondern nur auf einer Seite vier. In meiner
Lok sitzen davon zwei Stück. Sie haben die
Typenbezeichnung:

BDS61A

bei Conrad ist der Nachfolgetyp
BTS611L1
zu finden unter:

http://pdf.conrad.de/pdf/IF/lo/IF_0279.pdf

Beschrieben wird das Bauteil wie folgt:

Intelligenter 2-Kanal MOSFET mit Ladungspumpe.
Gesichert gegen Überlast, Kurzschluss, Übertemperatur,
Unter- und Überspannungs-Shutdown, ESD-Protection.
Diagnoseausgang, CMOS-kompatibler Eingang.
Kommt es bei angesteuertem MOSFET nicht zu
einem Stromfluss im Lastkreis, kann dies an
einem Meldeausgang erfasst werden.
Einsatzgebiete sind:
Relais-Ersatz und Sicherungen.
Es können sowohl ohmsche sowie induktive
und kapazitive Lasten geschaltet werden.

Georg
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Beitragvon kladewa » 05.01.2006, 10:05

Möglicherweise ist das Teil gar kein Decoder, aber im (lausigen) Hand"buch" ist - nur - beschrieben, wie man einen Selectrix Decoder wechselt - und genau dort sitzt diese austauschbare Platine, auf der das Bauteil (schwarzes Rechteck vorne links) durchgebrannt ist.

Ich habe ein Foto gemacht; wenn Ihr es vergrössert, könnt Ihr das Bauteil, die Schmorstelle und die von mir eingelötete Brücke gut erkennen.

Dieter

@ Georg: danke; möglicherweise beschreibst Du die Funktion dieses Teils richtig, aber zumindest die Anordnung der Füsschen ist anders, so dass ich dieses Conrad Teil nicht direkt einlöten könnte.
Dateianhänge
Torftender.jpg
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Beitragvon Georg » 05.01.2006, 12:25

Hallo Dieter

Nachdem ich nun das Bild sehe, muß ich feststellen,
daß ich in der falschen Lok nachgeschaut habe.

Da Du "Torflok" schriebst, habe ich in der Torflok "Murnau"
nachgeschaut (Trix 22500 / 32300) und den Sachverhalt
in der Lok beschrieben. Die Lok wurde 1994 angeboten,
hat Beleuchtung mit Glühlämpchen und KEINE Schnittstelle.

Nun sehe ich, daß Du die Lok Trix 22466/ 32266 "Tölz"
meinst. Die Lok wurde 1998 gebaut, hat LED-Beleuchtung
und eine Schnittstelle.

Das ist in der Tat kein Dekoder.

Teilweise sind die Bauteile, die vorher auf der
Hauptplatine bei der Torflok (bei Dir die untere Platine)
eingebaut waren, nun auf die obere kleine, gegen den
Dekoder auswechselbare Platine verlegt worden.
So kann man nachträglich leicht einen Dekoder einbauen.
Der unterschiedliche Aufbau zeigt aber auch, daß ein
Dekodereinbau in der Torflok gar nicht so einfach zu
bewerkstelligen ist.


Das von Dir beschriebenen Bauteil ist von der Firma ZETEX.
Es trägt bei meiner Lok die Bezeichnung ZDS1000.

Der Baustein wird nicht mehr produziert. Hier findest Du
eine Beschreibung des Nachfolgebausteins ZDS1009, der
auch schon nur noch für Ersatz-Zwecke gedacht ist.


http://www.zetex.com/3.0/pdf/zds1009.pdf

Das Bauteil hat in der Tat acht Beinchen, dafür ist nur
noch ein Teil eingebaut. Der Beschreibung nach erfüllt
es die gleichen Aufgaben wie die beiden BDS61A in der
Torflok.

Man findet leider nicht mehr das Datenblatt für den
ZDS1000 und kann daher nicht nachschauen, bis zu
welcher Spannung das Bauteil ausgelegt ist. Schaut
man aber in das Datenblatt für den ZDS100, so stellt
man fest, daß der nur bis maximal 18 Volt geeignet ist.
Dageben verkraftet der ZDS1009 höhere Spannungen.

Leider führt Conrad die Bauteile von Zetex nicht.

Als Tipp:

http://www.aufzu.de/semi/zetex.html

Georg
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Antort auf EMS und DEcoder

Beitragvon Ulrich Albrecht » 05.01.2006, 22:37

Ich habe leider keinen Antwort Knopf auf meinem Browser zu diesem Thema bekommen. Daher mein Input auf diese Weise:

Ich vermute, dass das IC in der Lok nur der Beleuchtung und anderen Funktionen dient, und kein Decoder ist. EMS arbeitet dadurch, dass eine hochfrequente Wechselspannung dem Gleichstrom ueberlagert wird. Hierbei kann es zu Spannungsspitzen von ueber 25V kommen. Diese werden weder das IC noch ein Decoder vertragen. Dem Motor einer normalen Analoglok macht das nichts aus, da er eine zu hohe Impedanz gegenueber dem hochfrequenten Wechselstrom aufweist. Was die Birnchen de Beleuchtung davon halten, ist jedoch eine andere Sache. Daher wurde empfohen, bei Einsatz des Beleuchtungstrafos von Arnold (gleiches Prinzip wie EMS) einen Kondensator in jeden Wagen einzubauen, um die Beleuchtung vom Gleichstrom zu trennen.

Ulrich

P.S.: Ich habe noch 2 dieser Beleuchtungstrafos von Arnold, die ich nach der Digitalisierung nicht mehr benoetige. Wenn jemand daran interssiert ist, meldet Euch bitte.
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Beitragvon Georg » 06.01.2006, 00:33

Original von Ulrich Albrecht
Ich habe leider keinen Antwort Knopf auf meinem Browser
zu diesem Thema bekommen. Daher mein Input auf diese
Weise:


Wegen der langen Links wandert der Button immer weiter
nach rechts. Aber da ist er immer noch.

Original von Ulrich Albrecht
Ich vermute, dass das IC in der Lok nur der Beleuchtung
und anderen Funktionen dient, und kein Decoder ist.


Daß das kein Dekoder ist, wurde schon weiter oben
geschrieben. Für die LED-Beleuchtung sind die
bekannten SMD-Bauteile auf der Platine.

Das Bauteil, daß dem Dieter abgeraucht ist, schützt(e)
einmal den Faulhaber-Motor und wahrscheinlich würde
Dieter sonst jetzt einen Motor suchen. ;-)
Ferner regelt es die Drehzahl des Faulhaber-Motors.

Georg
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Beitragvon kladewa » 06.01.2006, 08:17

Wie gesagt, mit der eingelöteten Brücke fährt sie wieder vorwärts, aber seit heute geht das Frontlicht nicht mehr. Mal sehen, ob die LED durchgebrannt ist. Wenn ja, spricht das wohl dafür, dass ich einen neuen Baustein brauche.

Dieter
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