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?? Achsen bei Elloks ausbauen ??

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?? Achsen bei Elloks ausbauen ??

Beitragvon meisizebra » 04.10.2005, 16:48

Hallo,

wie bekommt man bei alten Elloks aus der Reihe E10.0, E10.1, E40, Ae4/4 die Achsen raus. Ich möchte aus zwei alten Loks eine herstellen.

Danke für Eure Tips

Frank
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Beitragvon ecki » 04.10.2005, 22:45

Hallo Frank,
bei diesen Loks (am Beispiel der 234, E 40) mit beweglichen Pufferbohlen geht man wie folgt vor:

Die Zahlen hinter den Teilebezeichnungen sind der Explosionszeichnung der Lok entnommen, diese Zeichnungen und die Teilelisten mit Teilenummern dieser und vieler anderer Loks findet man in unserem Mitgliederbereich.

Gehäuse abnehmen.Dazu Schraube (17) von unten aus Lokgewicht(16)und Rahmen(15) herausdrehen.

Jetzt Drehgestelle (19) ausbauen, dazu 4 Ansatzschrauben aus Rahmen (15) drehen.

Motor(31) ausbauen, dazu 2 seitliche Schrauben (32) lösen.

Motorbock(25) abbauen, dazu 4 Schrauben (26) herausdrehen.

Pufferbohlen (38 ) nach vorherigem Öffnen/Hochbiegen der Haltelaschen (Bestandteil von 19) abbauen (Achtung: die Laschen brechen gern - vorher erhitzen!!)

Jetzt die Radsätze(24)/Getriebe(20, 22)(das sind die silberfarbigen Baugruppen, in denen die Achsen mit den Radscheiben stecken) nach vorn bzw. hinten aus den Drehgestellen(19) herausziehen, dazu vorher die Laschen an den Dreghgestellfronten waagerecht biegen (Achtung!, wieder Bruchgefahr!!!, s.o.)

Jetzt Radscheiben seitlich von den Radsätzen/Getrieben
(245,22,20) abziehen.

Bei den antriebslosen Radsätzen(24) sind nun die Achsen herausziehbar.

Bei den Getrieben(22,20) zunächst die seitlichen Senkschrauben lösen und die Getriebehälften trennen.

Nun sind auch hier die Achsen mit Ritzel herauszunehmen.

Alles klar? Wenn Du es Dir nicht zutraust, kannst Du Dich mit mir in Verbindung setzen, ich könnte Dir die Arbeiten ausführen.

Wenn Du nun schon so weit bist, hier noch zwei Tipps:
1. Beim Trenne der beiden Getriebe (22,20) aufpassen! Zwischen den auf den Getriebewellen sitzenden kupplungsklauen sitzt ein kleines Plastikkreuz! Gut aufheben!
2. Auf festen Sitz der Kupplungsklauen achten, diese sing gern schon mal lose. Ggfls. befestigen.
Sind sie lose, fährt die Lok trotz hoher Drehzahlen zunächst immer langsamer, dann bleibt sie bei drehendem Motor stehen...

Befestigung der Kupplungsklauen: Klauen abziehen. Welle (an der Stelle, wo die Klaue sitzt) mit einer kleinen Riefe/Nut versehen. Sekundenkleber in Nut füllen, Klaue wieder aufpressen.

Angaben ohne Gewähr.

ecki

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Achsen ausbauen bei Ae 4/4 zum Haftreifenwechsel

Beitragvon meisizebra » 10.10.2005, 15:19

Ich habe nun wirklich alles versucht, so vorzugehen, wie beschrieben, aber die Pufferbohle bekomme ich einfach nicht ab. Sie wackelt und hat Luft, hängt aber irgendwo fest, vermutlich an den Laschen, die ich einfach nicht 100% gerade gebogen bekomme.
Hat schon mal jemand bei der Ae 4/4 erfolgreich Haftreifen gewechselt?
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Beitragvon Sandro Coletta » 10.10.2005, 15:31

...ja ich - mit zwei Uhrmacherschraubenziehern und einer Pinzette 'raufgefriemelt. Hat mich einiges an Schweiß und Nerven gekostet. :(
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

Sandro Coletta
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Beitragvon meisizebra » 10.10.2005, 19:08

Das ist ja beruhigend, dass ich mich nicht bloß zu dumm anstelle. Ich hoffe, wenn sie erst mal drauf sind, dann halten sie 40 Jahre.
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 10.10.2005, 19:13

Ich habe bei allen meinen Trixloks schon haeufiger die Haftreifen gewechselt. Manchmal ist es eine Qual, aber schlimmer als bei NEM-Loks auch nicht. Was ich bei einigen Loks festgestellt habe, ist, dass Haftreifen von Fleischmann und dem boesen M@#%*** in der Dicke gut passen, aber etwas schmaler als die Originaltrixreifen sind. Sie sind jedoch immer noch breit genug, damit die Loks gut laufen. Der Haftkoeffizient ist jedoch bedeutend besser aks der der Trixhaftreifen, und das Aufziehen ist einfacher. Ich habe dies bei den folgenden Loks gemacht:

175, V100, V200.1, 217, E40(alt)

Letztere taumelte in einer Fahrtrichtung ziemlich, da Trix vor 35 Jahren die Rinne fuer einen Haftreifen nicht sauber ausgefraest hatte. Mit den etwas duenneren Haftreifen laeuft sie bedeutend ruhiger, und zieht sogar noch besser!

Ich habe auch einmal solche Haftreifen bei der BR42 benutzt. Sie fuhr sehr ruhig, aber zog nicht mehr gut.
Im allgemeinen klappt die Benutzung fremder Haftreifen bei allen Loks, die keine teife Spurkranzrille haben, und die BR42 hat leider eine tiefe Rille.

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Beitragvon Georg » 10.10.2005, 19:26

Ein Haftreifenwechsel sollte ohne Aufbiegen der Laschen gelingen. Das Aufbiegen der Laschen ist nur erforderlich, wenn man eine Lok vom International- auf das Express-System (oder vice versa) umbauen will. Oder wenn ein Defekt am Getriebe vorliegt.

> ... hängt aber irgendwo fest, vermutlich an den Laschen, die ich einfach nicht 100% gerade gebogen bekomme.

Die Laschen müssen genau senkrecht stehen, sonst kann man die Pufferbohle nicht herausziehen.

Aber:

Noch schwieriger wird es nachher, wenn Du die Pufferbohle wieder befestigen willst. Dann darf die Pufferbohle nicht wackeln bzw. am Kupplungsende herunterhängen. Denn dann bleibt der Kupplungsausheber schon mal an hochstehenden Stellen des Mittelleites hängen.

Und an den Laschen so wenig wie möglich biegen!!!
Wie schon geschrieben, sollte man die Laschen erwärmen. Das wird Dir aber bei den Laschen für die Pufferbohle kaum gelingen.

DENN DU KANNST NICHT BELIEBIG VIELE BIEGEVERSUCHE MIT DEN LASCHEN MACHEN! SIE BRECHEN NACH MEHRMALIGEM BIEGEN GANZ SCHNELL AB!

Dann hilft nur noch der Griff zum Kleber, um die Sache wieder fest zu bekommen.

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Beitragvon meisizebra » 11.10.2005, 15:29

>Ein Haftreifenwechsel sollte ohne Aufbiegen der Laschen gelingen.<

Das soll mir bei der Ae 4/4 mal einer vormachen. Nur knapp die Hälfte der Räder ist frei zugänglich, und die Drehgestellblenden sind ans Drehgestell genietet. Die hintere Achse habe ich ausbauen können, da war der Haftreifen in Nullkommanix aufgezogen, für die vordere habe ich die Laschen an der Pufferbohle schließlich mit Absicht so lange gebogen, bis sie abgebrochen sind, um die Achse auszubauen. Sie liegt jetzt einfach auf den Resten der Laschen auf und hält trotzdem. Das lasse ich nun erstmal so. Die Lokfährt ganz gut, wackelt allerdings auch etwas, jedenfalls bei höheren Geschwindigkeiten.
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 12.10.2005, 16:59

Hier -ein allgemeiner Tip: Fuer kniffelige Arbeiten hinter Blenden usw. benutze ich gebogene Haken, wie sie der Zahnarzt hat. Ich habe meine bei Radio Shack bekommen, und habe noch einen weiteren aus einem Zahnlabor. Sie sind auch gut geeignt, um Wagen im Rangierbahnhof zu entkuppeln.

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Beitragvon Georg » 12.10.2005, 17:54

Wenn der Weg zum Zahnarzt oder Radio Shark zu weit ist:

Zu dem Zweck der Haftreifenwechsels kann man sich auch eine Häkelnadel aus Mutters Nähkasten stibitzen und die zurechtbiegen.

Da dann allerdings der Haussegen schiefhängen könnte, sollte man doch lieber eine Büroklammer nehmen und zurecht biegen.

Georg
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