von Georg » 21.03.2006, 13:11
Dazu wurde schon an anderer Stelle in diesem Forum geschrieben:
Einfach mal die Suchfunktion des Forums nutzen und nach "Ueberhang" suchen.
"Silberlinge", die auf Trix Express-Gleisen laufen, bietet Märklin auch an - auch wenn die im Moment angebotenen Modelle nicht "silbern" sind.
Die Wagen (wie alle anderen Märklin-Schnellzugwagen) lassen sich mit Tauschradsätzen leicht für Trix Express umrüsten. Mit ihrer Länge von 264 mm gibt es noch keine betrieblichen Probleme. Da Märklin bei den Modellen die Drehzapfen der Drehgestelle etwas zur Wagenmitte versetzt hat, verringert sich der Überhang auf der Kurveninnenseite, dafür stehen die Fahrzeuge auf der Außenseite der Kurve aber um so mehr über.
Das Problem sind aber nicht die Weichenantriebe, da die beim Trix Express-System auf der Seite des geraden Weichenstranges liegen. Erforderlichenfalls könnte man die Weichen weiter auseinander rücken und Signale usw. versetzten. Wie Ulrich schon schrieb, optisch machen solche langen Wagen in Kurven keine gute Figur. Probleme verursachen jedoch die Begegnung zweier Züge auf den bei Trix Express üblichen Kurvenradien.
Zwei aus 264 mm langen Märklin-Wagen gebildete Züge berühren sich auf den Trix Express Radien R1 und R2 nicht.
Jedoch: wie Versuche ergaben, ist der Begegnungsverkehr mit 303 mm langen, (Liliput-)Wagen auf dem großen Radius R2 und Märklin-Wagen, die 264 mm lang sind, auf dem kleinen Radius R1 NICHT möglich. Die Fahrzeuge berühren sich und es kommt zu Beschädigungen und Entgleisungen. Wer also Märklin-Fahrzeuge in der Länge 264 mm einsetzten möchte, muß auf den gleichzeitigen Einsatz der 303 mm langen Wagen verzichten. Oder sich Gleise mit größerem Radius selbst bauen.
Der Begegnungsversuch mit zwei 303 mm langen, auf NEM-Radsätzen laufenden Liliput-Wagen erbrachte, daß diese Fahrzeuge im Begegnungsverkehr "gerade noch so eben" berührungsfrei bleiben, wenn die Gleise ganz sorgfältig verlegt wurden. Praktisch bedeutet das, daß bei den Toleranzen zwischen Radsatz und Schiene beim Trix Express-System Berührungen nicht ausgeschlossen werden können und damit ein störungsfreier Betrieb dauerhaft nicht möglich ist.
Ein sogenanntes "Begegnungsverbot", wie man es bei Straßenbahnbetrieben für einzelne, kritischen Kurven erläßt, ist auf Modellbahnanlagen nicht praktikabel.
Bei den Fahrzeugen, die wegen ihrer Länge nicht sicher auf den üblichen Trix Express Radien rollen, erübrigen sich damit Überlegungen, ob man in diese Fahrzeuge Trix Express-Radsätze einbauen kann.
Ob sich die von Märklin als Neuheit 2006 angekündigten 282 mm langen Wagen im Begegnungsverkehr auf Trix Express-Gleisen einsetzen lassen, kann man erst sagen, wenn die ersten Modelle im Handel sind.
Georg