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Airbrush-Ausrüstung

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Airbrush-Ausrüstung

Beitragvon Monty » 30.09.2007, 15:32

Liebe Airbrush-Profis,

in meinem Spielbestand befinden sich einige Loks, deren optischer Zustand teilweise als "sehr bespielt" bezeichnet werden muss. Deshalb würde ich einigen dieser Loks gerne einen neuen Anstrich spendieren.

Ja, ich weiß, dass das Thema "neu lackieren" schon in diesem Forum diskutiert wurde. Bitte verzeiht mir, dass ich dieses Thema dennoch einmal aufgreifen möchte, da ich einige spezielle Fragen zu Airbrush-Ausrüstungen habe.

Da es eine Fülle von Angeboten an Airbrush-Pistolen gibt, möchte ich die Experten, die sich mit diesem Thema auskennen, fragen, worauf man beim Kauf achten muss bzw. sollte. Ist vom Kauf von "No-Name-Produkten", wie sie z. B. massenweise in einem nicht näher genannten Online-Auktionshaus zu finden sind, abzuraten oder kann man hier durchaus zugreifen? Oder sollte man doch eher auf die Produkte von z. B. Revell zurückgreifen? Welche Spezifikationen sollte eine Airbrush-Pistole haben, Single-Action, Double-Action, welche Düse etc.? Da ich einen handelsüblichen Kompressor zuhause in der Garage stehen habe, würde ich diesen gerne nutzen. Ist das möglich oder ist es nötig oder zumindest ratsam, sich einen speziellen Kompressor zu kaufen? Oder sollte ich mir als Airbrush-Anfänger am besten ein komplettes Einsteiger-Set kaufen?

In der Hoffnung auf zahlreiche Antworten

Trix-Sammler Monty
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Beitragvon Sandro Coletta » 30.09.2007, 16:26

Hallo Monty,

ich habe mit den Sprühpistolen von Badger sehr gute Erfahrungen gemacht - da Revell seine Airbrush-Produkte nicht selber herstellt, könnte es sogar gut sein, daß sie diese ebenfalls verwenden (beides amerik. Firmen). Zum Lackieren von Gehäuse und um sich erst einmal mit dem Thema vertraut zu machen, eignet sich eine "single-action" am besten. Double action - also besonders fein regulierbarer "Sprühstärke" - eignet sich m.M.n. eher für Alterung/Patinierung und im Geländebau.
Als Kompressor benutze auch ich einen Standard-Kompressor vom Baumarkt, ich habe damit allerbeste Erfahrungen gemacht - u.a. setze ich ihn auch zum Entstauben ein.
Einer der anerkanntesten/bekanntesten Neu-Lackierer ist Ingo Rolke (IRolke), er kann Dir bei Details sicher besser helfen als ich ;)
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

Sandro Coletta
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Airbrush

Beitragvon Mechanik-Freak » 30.09.2007, 17:08

Hallo Monty,

du kannst auch mal hier nachschauen:

http://www.onlyairbrush.com/index2.htm

Nach langem Suchen habe ich bei diesem nicht näher bezeichneten Online Auktionshaus die FineTune FT430 gefunden und benutze sie seit dem fast ausschließlich. Bevor du sie bei dem Hersteller direkt bestellst, solltest du aber auf alle Fälle in diesem Auktionshaus nachschauen, ob sie dort nicht preiswerter angeboten wird (war bei mir so).

Gruß, Michael
Bei mir fährt nix, außer Trix :)
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Beitragvon Monty » 30.09.2007, 19:51

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Antworten. Ich habe nun noch drei Fragen:

1. Zu den Düsen: 0,2 mm-, 0,25 mm- und 0,3 mm-Düsen scheinen gängige Größen zu sein. Welche Düse sollte ich nehmen, wenn ich Lok-Gehäuse neu brushen will (d. h. ich will weder riesige Flächen brushen noch ganz feine Linien ziehen)? Oder kann man sogar mit einer Airbrush-Pistole sowohl fein als auch großflächig arbeiten?

2. Kann ich problemlos den Standard-Baumarkt-Kompressor nutzen? Sind die Anschlüsse der Airbrush-Pistolen alle gleich oder kocht da jeder Hersteller sein eigenes Süppchen? Wo kann man passende Adapter kaufen?

3. Wie bekomme ich saubere Übergänge hin, d. h. wie gehe ich vor, wenn ich z. B. ein Lok-Gehäuse oben rot und unten blau brushen will? Kann ich auch feine Linien mittels Airbrush nachziehen (oder Betriebsnummern o. ä.) oder empfiehlt sich da doch eher der Pinsel und eine ruhige Hand?

Beste Modellbahnergrüße

Monty
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Beitragvon irolke » 30.09.2007, 20:11

Hallo ihr Alle
für die Air Pistol kannst du wie bei jedes Hobby richtig viel Geld los werden

nun schreibe ich mal wie das bei mir war
die Eisenbahn lag seit Anfang der 70. Jahre bei meinen Eltern auf den Dachboden und wurde nicht beachtet
da mein Vater andere Interessen hatte und ich in meinen jungen Jahre so wie so.

Nach heirat und bauen hatte wir wieder etwas Zeit für Hobbys und mein Frau wollte sich dann mal ein neues Hobby zu legen und zwar Airbrush
so habe ich ihr ein Revell Student Set zum Geburtstag geschänkt
mit Farben Büchern und Vorlagen
das Hobby fand aber nicht viel gefallen da wir noch keinen Kompressor hatten
also wurde alles ein gelagert
nach dem ich die Trix Eisenbahn wieder vom Dachboden geholt habe und die ersten Anfänge nicht grade gloreich waren da man im Laden nichts mehr kaufen konnte sondern nur auf Börsen
und da war halt alles was ich mir leisten kommte gebraucht und bespielt
da ich mir einen Kompressor zwischen zeitlich zugelegt hatte und auch noch Druckminderer und Entwässerer hatte lag nichts näher als die Loks und Wagen wieder etwas auf zu frischen.

Ich habe dann auf einen Flohmarkt ein richtiges Schnäpchen gemacht zwei Pistolen, Gläser und Farben für 25 DM
die Pistolen waren eine Revell Student und eine Badger

in zwischen habe ich mir schon mal eine neue Düse und Nadel neu gekauft und noch eine Menge E-Teile
so wie fast 100 verschidene Farben
es gibt von Revell einige RAL Farben aber viele mische ich selbst da es einige nur als matte oder glänzende Farben gibt und ich für Flächen Seidenmatt bevorzuge

für Zahlen Zeichen und Linien bevorzuge ich Glänzende Farben auch kleine Flächen kann man mit Glanz hervor heben und so die Optik beeinflussen
matte Farben benutze ich garnicht da sich durch das angreifen der Finger spuren ab zeichnen

mit dem Grundieren bin ich später angefangen da zu habe ich in einen anderen Betrag schon etwas geschrieben

als letztes habe ich mir eine Strahlkabiene angeschafft auch das habe ich schon irgent wo beschrieben


aber für den Anfang
ein Kompressor aus dem Baumarkt oder Bei Ebay eine Kompresser für Air Brush
und eine Pistole die Innen mischt und Single-Action
da zu eine V200 und üben

eine Double-Action Pistole halte ich für nicht nötig da ich für die einzelen Farben immer alles abklebe

da kommt nun das nächste Delämmer auf uns zu
"DAS KREBKLEBEBAND" da zu sage ich jeden Euro den das Klebeband mehr kostet ist gut an gelegt alles was ihr bei Lidl Aldi und Co. kauft ist für die Wohlfahrt
geht in einen Autozubehörladen und kauft euch Klebeband für den Autolackierer da habt ihr was für Leben

ich mache das jetzt c.a. 8 Jahre und spritze fast alles und es gibt für mich immer wieder etwas neues
auf dem Bild seht ihr mein aktuelles (noch nicht ganz fertig) und nächstes Werk
ich habe beide nicht zu sammen gemacht da mit ich eine Vorlage habe wie alles aussah und sehen soll

ich werde einige Sachen mit nach Dortmund bringen und auch da Rede und Antwort stehen

mfg Ingo
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 30.09.2007, 20:48

Ingo,

Ich habe zwar nicht die Originalfrage gestellt, aber Deine Infos haben viele meiner Fragen beantwortet, besonders ueber das Abkleben.

Einen Tip von mir: Backofenreiniger eignet sich hervorragend zum Entfernen der Originalfarben.

Ulrich
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Beitragvon Monty » 30.09.2007, 23:22

Hallo Ingo,

vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen.

Ich habe aber jetzt noch einige weitere Fragen: In welcher Reihenfolge hast Du beispielsweise bei dem abgebildeten Modell die Farben aufgetragen? Hast Du das Modell erst einmal komplett beige gebrusht, danach orangerot und dann die schwarzen Linien oder erst komplett orangerot, dann beige und dann die Linien? Ist die Reihenfolge mehr oder weniger egal oder gibt es da Regeln wie "von den hellen Farben zu den dunklen" oder "erst die großen Flächen und dann die kleinen" o. ä.? Kann man feine Linien oder bspw. erhabene Schrift wie Betriebsnummern überhaupt mit der Airbrush-Pistole nachzeichen oder muss man da zum Pinsel greifen?

Herzliche Grüße

Monty
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Beitragvon irolke » 01.10.2007, 11:16

Hallo Ihr alle

Hallo Ulrich
die alte Farbe strahle ich mit Korunt ab
1. habe ich weniger Probleme mit der Entsorgung der Farbreste
2. ist das Korunt in einen Kreislauf und ich kann es wieder verwenden
3. die Oberfläche wird fein angeraut so das die Grundieung noch besser hält

hallo Monty

dein erster Gedanke ist richtig
ich habe auch lange überlegt wie ich das mache
das Problem ist das die Lok von innen komplett in Biege Farbe ist und nur die Fensterrahmen aussen Biege
also nach dem Grundieren inner halb von 20 Stunden alles Biege spritzen dann die Fensterrahmne das Biege ab kleben und Rot spritzen als nächstes das Rote ab kleben so das zwischen dem Fensterrahmen und dem Roten ein kleiner Spalt frei bleibt und dann Schwarz spritzen und erst dann das Klebeband entfernen
als letztes dann das Dach und den Unterbau grau spritzen

im Original war der Schwarze Strich mir einen Pinsel gezogen aber das schaffe ich auch nicht und Thorsten meinte das ich das Schwarz weg lassen sollte,
so sieht das aber besser aus

auf den V100 oder V200 ziehe ich die Linien und Zahlen mit einen Pinsel nach, so etwas kann man nicht ab kleben
auch da ist ein Teurer Pinsel eine gute Anlage auser dem habe ich noch eine Lupe mit Beleuchtung und ein Malerbrett um den Pinsel abzustreichen um die Farbmenge am Pinsel ein zu stellen
aber da hatte ich doch auch schon was zu geschrieben
ich hatte mir schon mal überlegt so etwas in Dortmund zu zeigen aber wenn ich die Linien und Zahlen male brauche ich Ruhe und habe nicht ein mal das Radio an
auser dem wie soll ich die bemalten Lok nach Hause bekommen (mit einer Wäscheleine im Auto und alle auf hängen)
na das lasse ich lieber.


wichtig ist beim Spritzen der gleich mäßige Druck und die Luftmenge da zu die Konsistenz der Farbe
da zu viel Übung


mfg Ingo
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Beitragvon TE lebt » 01.10.2007, 19:33

Original von Ulrich Albrecht
Ingo,

Ich habe zwar nicht die Originalfrage gestellt, aber Deine Infos haben viele meiner Fragen beantwortet, besonders ueber das Abkleben.

Einen Tip von mir: Backofenreiniger eignet sich hervorragend zum Entfernen der Originalfarben.

Ulrich


Hallo Ulrich,

das mit dem Backofenreiniger ist mir neu. Was für eienen Reiniger verwendest Du denn? Gibt es den auch in Deutschland oder nur in Amerika? Meine Frau hat nämlich die Erfahrung gemacht, dass Backofenreiniger nicht gleich Backofenreiniger ist!
Mein Sohnemann und ich hatten erst dieser Tage wieder eine 01 auf dem Tisch, bei der die Farbe absolut nicht abgehen wollte (Aceton, Spiritus). Sie wurde dann einfach überlackiert.

Günther
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Beitragvon Richard » 02.10.2007, 11:49

Hallo Monty

Zum Neuspritzen von Modellen verwende ich nur eine einfache Ausrüstung.
Druckluftdosen lohnen sich nur für ganz kleine Spritzarbeiten. Das ausdehnende Gas kühlt die Dose ab und der Druck fällt daher sehr stark ab während der Spritzarbeit. Ich bin daher sehr schnell auf einen Werkstattkompressor umgestiegen. Spezialkompressoren (baugleich mit Kühlschrankkompressoren) sind nur dann notwendig, wenn ohne Lärm gearbeitet werden muss. Der Kompressor muss aber unbedingt einen Lufttank besitzen, damit die Pumpenschläge ausgeglichen werden und damit mit konstantem Druck gearbeitet werden kann.

Um den Arbeitsdruck für die Spritzpistole etwas einfacher einstellen zu können, stecke ich einen zweiten Druckregler mit Wasserabscheider an den Druckluftanschluss des Kompressors. Dieser Regler hat ausserdem ein Manometer mit einem Bereich von 0...2,5bar. Damit lässt sich der meistens gebrauchte Druck von 1,5...2bar optimal einstellen.

Als Spritzpistole verwende ich das kleinste Modell von Revell. Die lässt sich sehr einfach reinigen, was z. B. beim Farbwechsel von Vorteil ist. Ausserdem stehen keine grossen Investitionen an, wenn solche Spritzpistolen nach ca. 5 Jahren einmal ersetzt werden müssen und die Bestandteile lassen sich ev. noch als Ersatzteile später wieder verwenden.

Die zu spritzende Farbe filtere ich immer durch ein feines Metallsieb, wie es unten rechts zu sehen ist. Für sehr feine Farboberfläche verwende ich ein noch feineres Kunstoffsieb (ausgemusterte Damenstrümpfe sollen dazu auch geeinet sein).

Einige meiner Modelle werde ich auch dieses Jahr wieder in Dortmund ausstellen.

Freundliche Grüsse
Richard
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Beitragvon Roman Favero » 02.10.2007, 18:26

Sali Monti
inzwischen habe ich einen Versuch gemacht um das heikle Linienmalen zu ersetzen. Wer kennt es nicht, man ist fast fertig doch die Hand wird nicht ruhiger und die Linie wird immer zittriger. Deshalb habe ich bei der U222 (Weltpremiere in Dortmund) die Linien geklebt. Ich habe mit dem Skalpell von weissem Scotchcal von 3M schmale (1,2mm) breite Streifchen geschnitten. Man kann die Breite von Auge kontrollieren, wenn es nicht passt schneidet man einfach ein neues Bändlein.
Das Bekleben ist ganz einfach. Allfällig kann man es nochmals abziehen und korrigieren. Nach dem fest andrücken hält es sehr gut.
Die neuen, geklebten Streifen sind nicht von perfekt gemalten zu unterscheiden.
Diese Folien wurden entwickelt um LKW's oder PKW's, oder Flugzeuge zu beschriften oder farbig zu verzieren.
Die Folie ist extrem dünn leicht elastisch und doch deckend. Es gibt sie in allen Farben. Sie kleben sehr gut und sind UV beständig. Ich rate aber von irgendwelchen Noname Folien ab, die sind und bleiben schlechter als
Scotchcal.
Roman
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