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BR 92

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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BR 92

Beitragvon Ulrich Albrecht » 09.09.2007, 22:40

Meine BR92 ist immer sehr rau gelaufen, und ihre Langsamfahreigenschaften waren auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Vor einigen Jahren lass ich in einem MIBA-Spezial, dass das Laufverhalten der Lok verbessert wuerde, wenn man die Zahnraedern zwischen den Achsen entfernt, da das Gestaenge nicht so genau arbeitet wie das Getriebe. Ich habe dies nun endlich versucht.

Dabei stellte sich heraus, dass das Entfernen der Zahnraeder zwischen der 1., der 2. und der 3. Achse zu viel des Guten ist. Die Lok laeuft noch schlechter, besonders da die zweite Achse die Haftreifen traegt. Ohne Direktantrieb dieser Achse springt sie. Wenn man jedoch nur die Zahnraeder zwischen der ersten und zweiten Achse entfernt, dann verbessert sich das Laufverhalten der Lok sehr. Sie ist immer noch etwas laut, aber laeuft jetzt ruhig aus, und holpert auch nicht mehr. Mit einem Digitaldecoder ergibt sich ein sehr geschmeidiges Fahrverhalten, das einer Rangierlok schon sehr entspricht.

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Beitragvon Hans » 10.09.2007, 14:44

Hallo Ulrich,

ich habe mich auch immer über die nicht zeitgemäßen Fahreigenschaften der BR92 (alt) geärgert. Dieses Frühjahr habe ich mir dann bei SB einen Faulhaber dafür bestellt (€46,-) und bin damit sehr zufrieden. Es passt zwar keine Schwungmasse, aber der Faulhaber Getriebemotor reduziert die Endgeschwindigkeit und die Lok „schleicht“ über die Schienen. Digitalisiert habe ich die Lok noch nicht.

Grüße
Hans
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 10.09.2007, 23:43

Hallo Hans,

Ja, der Motor und das Getriebe ist auch noch so eine Sache. Anscheinend hatte Trix beabsichtigt, die Lok auch vor einem Intercity einzusetzen. Aber der Decoder hat das bei mir einigermassen in den Griff gekriegt, wobei natuerlich dann die Probleme des Getriebes noch mehr in den Vordegrund traten.

Meine Lok lief sehr unruhig, und die erste Achse huepfte etwas, so dass sie nicht immer Kontakt mit der Schiene hatte. Hierdurch war dann die Stromaufnahme auf die beiden hinteren Achsen beschraenkt, was auf Weichen Probleme gab. Mit der Lok konnte man nicht vernuenftig rangieren, sie taugte nur als Gueterzuglok auf der Strecke. Anscheinend sind Radversatz und Getriebe nicht voll synchronisiert, wodurch bei gewissen Stellung Zwangskraefte zwischen Zahnrad, Lokraedern und den Kuppelstangen auftreten. Durch das Entfernen der Zahnradverbindung sind diese Zwangskraefte weggefallen, da sich jetzt der erste Radsatz entspechend der Stellung der Kupplestangen einstellen kann. Als "Zugabe" erhaelt man einen durch die Stromabnehmer abgefederten ersten Radsatz, der sehr gut auf der Schiene aufliegt.

Bei Loks wie Deiner, bei denen alles richtig synchronisiert ist, ist der Umbau des Getriebes natuerlich nicht noetig. Meine Lok hat heute zum ersten Mal seit sie gekauft worden ist, eine Rangieroperation zu meiner Zufriedenheit gemacht.

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