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BR E 19 Umbau

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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BR E 19 Umbau

Beitragvon Peter Tümmel » 21.08.2010, 20:49

Hallo Expressler,

nun habe ich mich doch tatsächlich entschlossen, mich an den Umbau einer Trix International BR E 19 DRG Art.Nr. 22605 zu wagen, nachdem ich dieses Modell bereits im letzten Jahr als Umbau von Manzei zur Begutachtung hatte. Der Umbau damals hat mich nicht überzeugt, die Lok viel in Bogenweichen einfach um.
Da nun der Preis auf 129,00 € gefallen war, habe ich das Modell gekauft um mich selbst an den Umbau zu wagen. Hätt ich nur die Finger davon gelassen.
Als die Lok letzte Woche kam war die Freude noch groß. Aber dies änderte sich, als ich den Beipackzettel las:
"Mindestradius 420mm"
Leider steht davon kein Wort in der Beschreibung auf der Mä/Trix-Seite, geschweige denn im Katalog.
Nichts desto Trotz wagte ich mich an den Umbau. Die Radreifen für Vorläufer und Treibräder, Gott sei Dank in genügender Anzahl, bei Ton Jongen gekauft und die Vor- und Nachläufer sowie die erste und letzte Achse mit Radreifen versehen. Dazu noch der Gehäuserahmen im Bereich der Treibräder schmaler gefräst und dann sollte der erste Fahrversuch starten. Aber ach oh weh, die Lok viel in den Bogenweichen um. Schuld daran ist der niedrige Spurkranz der mittleren Treibräder. Also wurde auch auf diese ein Radreifen aufgezogen und auf der Drehbank schmäler gedreht.
Die ersten Fahrversuche waren erfolgversprechend, bis ja bis 3 Runden auf der Versuchsanlage gedreht waren, dann blieb sie einfach stehen. Schuld daran sind die mangelhaft ausgeführten Radschleifer, welche so dünn im Material sind, dass sie nach 3 Runden vom Rad abstehen und nachjustiert werden müssen. Das machst du 3 mal und dann ist der Schleifer am Arsch.
Na ja ich hab dann erst mal einen Decoder eingebaut. Geht ja dank der 21 poligen Schnittstelle ganz leicht. Nur das Programmieren im Selectrix-Modus nicht. Man muss den Decoder in verdrehter Stellung festhalten sonst erscheint "Fehlanzeige". Nachdem auch dieses Hindernis überwunden war, kam der nächste Schreck, die Lok ruckte und die Digitalzentrale schaltete ständig ab.
Also die Lok komplett zerlegt um den Kurzschluss zu finden. Hab ihn auch gefunden. Die Verkabelung der vorderen Beleuchtung wurde vom Werk aus zwischen Gehäuse und Führerstand eingequetscht. Soviel zu Chinesischer Qualitätsarbeit.
Nachdem alle Störungen beseitigt waren, habe ich mich noch bei Märklin erkundigt, ob es denn Ersatzteile der 1 Jahr alten Lok gäbe, z. B. die Bremsattrappe. Aussage von MäTrix, für diese Lok gibt es keine Ersatzteile mehr.
Vielleicht sollte ich in Zukunft Modelle anderer Hersteller umbauen.
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht?
Gruß
Peter
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon TE lebt » 22.08.2010, 20:41

Hallo Peter,

Dein Bericht macht mir Lust, mein Exemplar in die Bucht zu stellen und wieder los zu werden. Vielleicht hat sich ja der günstige Preis noch nicht überall herumgesprochen... :)
Günther
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Peter Tümmel » 23.08.2010, 14:03

Hallo Günther,

habe die Lok jetzt soweit am Laufen. Der Grund liegt darin, dass ich beide Schleiferreihen nutze um den Strom abzunehmen. Das ist bei mir ja in Ordnung so, da ich eh digital fahre und die Außenschleifer verbunden habe. Es ist aber eine Scheißarbeit die Bremsattrappe mit den Schleifern zu befestigen, ohne selbige zu verbiegen. Das geht nur indem man die Räder einseitig von der Achse abzieht und sie anschließend mittels Bernd Tauerts Aufpressvorrichtung wieder aufsetzt.
Übrigen zieht die Lok "bärenstark". Nämlich genau 4 Schnellzugwagen eine 2 % ige Steigung im Radius 2 bergauf. Bei 5 Wagen streikt sie.
Also sie zu dass du deine wieder losbringst.
Werde meine beim nächsten Stammtisch vorstellen.
Gruß
Peter
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Hans » 23.08.2010, 19:50

Hallo Peter,

das war ja jede Menge Spaß für wenig Geld... :-(
Hatte auch schon überlegt, aber jetzt werde ich das lassen.
Die E18 von Roco läuft wengstens gut, aber ziehen tut sie auch nichts. Ich habe jetzt 2 (!) auf TE umgebaut und gekuppelt am laufen, damit entspricht die Zugkraft wenigstens einer BR 110 von Trix.
Guckst Du: http://www.youtube.com/watch?v=PeMRK0mwpgI bei 2:00 Min.

Viele Grüße
Hans
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon TE lebt » 23.08.2010, 20:02

@Peter:
Danke für den Bericht, ich werde sie wohl wirklich in die Bucht werfen.

@Hans:
Es gibt meines Wissens verschiedene Ausführungen der E 18 von Roco. Ich habe eine 118, die ein unbekannter Künstler umgebaut hat, und die hat mit sechs Schnellzugwwagen auf 3% keine Probleme.

Viele Grüße

Günther
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Roman Favero » 23.08.2010, 20:56

Hallo Günther, hallo Peter
Bei der GG1 von Trix steht auch sowas von einem empfohlenen Radius von 450mm, aber das war gerade die Herausforderung an mich. Auf dem Bild ist die Lock auf einer Brückenkreuzung. Der horizontale Gleis-Strang ist wagerecht die beiden Abgänge vorne und hinten sind die Enden von starken Rampen mit ca. 7% Steigung. Das ergibt bei der Doppeltenkreuzungsweiche so ungefähr die schlimmstmögliche Teststrecke. Rampenknick mit R1 in Kreuzung. Was diese Stelle schafft geht bei mir auch sonnst überall durch. Ja ich gebe zu; aussehen tut es schlimm.
Wem dies nicht stört bringt noch so einiges an Kurvengängigkeit in Märklin Loks rein.
Nun aber zu den Bogenweichen: Die haben alle den einen und entscheidenden Fehler, dass das Spurmass nicht überall eingehalten wird. Eine umgebaute Re 4/4 ist mir immer an derselben Stelle entgleist. was war die Ursache? die neuen TI-Loks haben schmalere Räder/Laufflächen als die TE-Loks. Aber die Radscheiben lassen sich nicht beliebig Breiterstellen. Also habe ich die Bogenweichen ausgemessen und siehe da bei den Weichenzungenenden ist der Abstand der Schienen einfach viel zu gross. Da fallen schon mal TI-Räder einfach ins Gleisbett. Etwas verbessern kann man die Sache indem man an dieser Stelle aussen eine Schraube mit grossem Kopf so eindreht, dass das Schienenprofil reingedrückt wird. Das Mass stimmt dann zwar immer noch nicht aber nun funktioniert es bei mir.
mit vertrixten Grüssen
Roman
Dateianhänge
GG1 005.JPG
unschön aber es geht ! In den USA sind die Radien wohl etwas grösser.
Roman Favero
 
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Peter Tümmel » 24.08.2010, 17:23

Hallo Roman,

das mit den Bogenweichen ist sowieso so eine Sache.
Du nimmst 2 und hast 3 verschiedene Ausführungen.
Bei einigen fallen selbst Trix-Express-Räder durch.
Gruß
Peter
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon trixklaus » 24.08.2010, 22:11

Hallo Peter

Ich habe heute nochmal meine selbst umgebaute E19 11, Trix 22105, getestet.
Ich weiß jetzt nicht ob die Fahrgestelle identisch sind, in der Anleitung steht nichts von einem Mindestradius.
In den Bogenweichen aus letzter Produktion läuft sie einwandfrei, nur die Vierachser mit den Kunststoffrädern fallen um.
Mir ist allerdings aufgefallen, das die Vorlauf bzw Nachlauf Räder zeitweise blockieren. Da muß ich noch mehr Platz an der Lagerblende machen.
Für die Mä 39192 soll dieses Teil noch lieferbar sein.
Die lok hat 8 Vierachser einwandfrei gezogen. Mehr hatte ich gerade nicht da.
Ich habe einen Mä-Schleifer drunter, das geht ja auch schön einfach. Mit zwei Schleifern hatte ich bei einigen Loks Probleme mit der Zugkraft, als wenn die Lok nicht mit ganzem Gewicht auf dem Gleis fährt.. Die Mä-Punktkontakte liegen doch tiefer im Gleis.
Daher baue ich am liebsten wieder TE-Schleifer ein. Bei meiner Trix Ludmilla hat es echt geholfen.

Viele Grüße, Klaus
trixklaus
 
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Peter Tümmel » 25.08.2010, 18:00

Hallo Klaus,

kannst Du mir eine Kopie von der Einzelteilliste Deiner E 19 22105 zukommen lassen?
Leider gibt es diese nicht mehr auf der Homepage von TRIX/Märklin.
Gruß
Peter
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Peter Tümmel » 26.08.2010, 20:09

So, Jürgen (Miximaxi) hat für mich im Internet bei Märklin recherchiert. Es ist folgendes festzustellen:

Die beiden E 19 von Trix Artikel-Nummern 22605 (neuere China-Version) und 22105 (ältere Version) sind in keinster Weise identisch bzw. Die Einzelteillisten beider Lokomotiven sind unterschiedlich. Das heißt die Loks sind im Aufbau völlig verschieden. Das fängt bei den Gehäusen an und hört bei den Achslagerblenden auf.
Dies sollte man beachten, wenn man sich an den Umbau einer BR 19 22605 wagen möchte. Ich persönlich werde es nicht mehr tun.
Gruß
Peter
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Re: BR E 19 Umbau

Beitragvon Peter Tümmel » 28.08.2010, 08:17

So jetzt habe ich mir mal die Arbeit gemacht und die Ersatzteilliste mit den noch bei Märklin erhältlichen Teilen abgeglichen. Das Ergebnis:

Erhältlich sind noch Teile, welche in anderen Loks ebenfalls eingebaut sind und die noch aktuell sind.
Die Teile im Einzelnen:

ET-Nummer Ersatzteilbezeichnung
7203 Kurzkupplung
133606 Schraube
131202 Leiterpl. Kurzschlussstecker
138339 Schraube M1,7x3
309660 ATTRAPPE
130351 Scherenstromabnehmer

alle anderen Teile sind nicht mehr in Produktion und auch nicht mehr lieferbar.
Dass aber auch Haftreifen nicht mehr lieferbar sind, schlägt dem Fass den Boden aus.

Gruß
Peter
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