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Ersatzteil für Preuß. Triebwagen Zug

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Ersatzteil für Preuß. Triebwagen Zug

Beitragvon ergostar » 12.03.2007, 18:56

Hallo,

an meinem Preuß. Triebwagen-Zug ET 831/832 ist die Kurzkupplung 43 2292 88 total kaputt.

Entsprechende Ersatzteile bei Trix gibt es nicht mehr.

Wer kann mir helfen?
ergostar
 
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Beitragvon trixh0 » 12.03.2007, 20:00

Moin, moin

Original von ergostar
Hallo,

an meinem Preuß. Triebwagen-Zug ET 831/832 ist die Kurzkupplung 43 2292 88 total kaputt.

Entsprechende Ersatzteile bei Trix gibt es nicht mehr.

Wer kann mir helfen?


Ich bin mir nicht sicher ob ich die ultimative Antwort habe, aber hier ein Versuch ohne Gewaehr:

43 2292 88 ist ein Ersatzteil vom TRIX ET 87.

Den gleichen(?) ET hat Maerklin im Angebot unter der Katalognummer 37265.

Bei http://www.maerklin.de gibt es ein Ersatzteilblatt im pdf-Format fuer dieses Modell (mit Bild, sieht die Deichsel identisch aus?).

Fuer die "Deichsel kurz" ist dort die Ersatzteilnummer 12476300 angegeben und dieses Teil ist als lieferbar gekennzeichnet.

Gruss Jens
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Beitragvon Georg » 12.03.2007, 23:24

Märklin hat die Konstruktion bei den Kurzkupplungen zwischen den Triebwagenteilen komplett geändert, weil das ein Schwachpunkt des Trix ET87 war. Daher passen die Teile des Märklin-Modells 37265 und des Trix-Modells 22106 nicht in den älteren Trix-Modellen 22491, 22492, 22493, 32291, 32292, 32293.

Entscheidend ist, ob der Zustand des Triebwagens noch große Investitionen rechtfertigt. Man müßte den Triebwagen komplett mit den neuen Bodenplatten des Märklin-Triebwagens aufbauen. Da auch der Antrieb geändert wurde, werden da viele Teile benötigt. Das Vorhaben scheitert aber daran, daß die Bodenplatte des Mittelwagens als Ersatzteil nicht lieferbar ist. Ein Neukauf des Triebwagen wäre da wohl sinnvoller.

Wenn die Kosten im verträglichen Rahmen bleiben sollen und das Fahrzeug wieder rollen soll, ist bastlerisches Geschick gefragt, denn man wird um Improvisationen nicht herumkommen. (Es sei denn, man findet irgendwo das benötigte Ersatzteil)

Die Kurzkupplung 43 2292 88 erfüllt mehrere Funktionen. Sie dient einmal der Verbindung der Fahrzeuge, aber auch der Stromübertragung zwischen den Wagen. Sie zerbricht leider leicht an der schmalsten Stelle, wo sich die Kontaktbleche mit kleinen Halteklammern an dem Plastik-Kurzkupplungs-Teil festhalten. Ich gehe mal davon aus, daß die Kupplung genau da zerbrochen ist, aber die einzelnen Teile von den beiden Kontaktblechen noch zusammen gehalten werden.

Wenn auch die Teile der Kurzkupplung "total kaputt" sind, sollten die Teile der Kurzkupplung noch vorhanden sein. Die meistens nur verbogenen Kontaktbleche lassen sich wieder richten. Dann geht man so ähnlich vor, wie der Arzt bei einem Knochenbruch, der eine "Schiene" anlegt. Genauso wird für die Bruchstelle der Kurzkupplung ein Messingblech angefertigt mit dem man das dünne, sonst zu schwache Kontaktblech verstärkt. Das Messingblech übernimmt so die Funktion des zerbrochenen Kunststoffteils.

Wie man das Messingblech genau formt, hängt von der Bruchstelle ab. Vielleicht genügt ein flaches Messingblech. Eventuell kann es aber sinnvoller sein, das anzufertigenden Messingblech L oder U-förmig zu formen, damit es von zwei oder drei Seiten die Bruchstelle des Kunststoffteil umgibt.

Wenn man Kontaktblech und angefertigtes Messingblech nicht mit Löten verbinden will, kann man die Teile am breiten Ende der Kurzkupplung mit kleinen Schrauben verbinden. Im Bereich des schmalen nur 3 mm breiten, in dem Mittelwagen ragenden Teils der Kupplung kann man Messingblech und Kurzkupplung auch mit einem Zwirnfaden fest umwickeln. Dieser "Verband" wird dann (nicht mit Gips) mit Kleber getränkt. Zuvor wird der Kunststoff, der normalerweise nicht geklebt werden kann, durch Kratzer mit der Feile aufgerauht, damit der Kleber besser haftet. So habe ich mal eine Kurzkupplung wieder funktionstüchtig gemacht. Aber so wie bei einem Beinbruch möglicherweise die Hose nachher nicht mehr über das eingegipste Bein paßt, muß man die Öffnungen für die Kupplungen in den Fahrzeugen für die nun dickere Kurzkupplung vielleicht etwas vergrößern.

Zum Kuppeln der Wagen hätte man alternativ noch die Deichseln (alte Trix-Nummer 43 2292 69, neue Nummer 12476200 (lang) bzw. 12476300 (kurz)), die der Steuerung der Radsätze in den Kurven dienen. Diese Deichseln rutschen aber bei der kleinsten Zugbeanspruchung aus der Halterung, da sie dafür nicht vorgesehen sind. Man müßte sich eine Vorrichtung (Klammer) bauen, die das Herausgleiten der Deichsel verhindert. Dann muß die Deichsel so umgearbeitet werden, daß die Fahrzeugen immer auf größten Abstand gehalten werden, da es keine Kurzkupplungskulisse mehr gibt. Langloch in der Deichsel durch Rundloch ersetzen. Die nicht mehr kurzgekuppelten Fahrzeuge geben natürlich kein so schönes Bild ab. Daher sollte - wenn irgend möglich - die Original-Kurzkupplung wieder funktionsfähig gemacht oder in den defekten Teilen nachgebaut werden.

Wie gesagt, Märklin hat die Konstruktion erheblich geändert. Es paßt im Bereich Kupplung leider keines der derzeit lieferbaren Ersatzteile an dem alten Trix-Modell.

Viele Grüße Georg
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Beitragvon Taigatrommel » 13.03.2007, 09:08

Hallo Alle,
das Problem hatte auch ein Bekannter von mir.
Er hat sich dann aus Blech die Teile selber gebogen und zurechtgefeilt. Eine mühsehlige Arbeit war das, aber es hat sich gelohnt. Ansonsten Hilft nur anderen Schrott kaufen und verwerten.
Gruß Taigatrommel
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Beitragvon Georg » 13.05.2007, 21:54

Auf die bruchempfindliche stromführende Kupplung wurde schon eingegangen.

Eine andere Möglichkeit, die sich bei dem ET87 aufdrängt, ist der Umbau der International-Version in einem Triebwagen für das Trix Express–System. Das ist zwar bei der neuen Version mit dem geänderten Antrieb und der geänderten Kupplung nicht möglich. Siehe Ausführungen weiter oben in diesem Thread.

Aber ein Umbau der drei alten Versionen, die es für International UND Express gegeben hat, ist möglich. Es ist aber keinesfalls so einfach und preiswert möglich, wie der Umbau einer Drehgestell-Ellok oder –Diesellok.

Benötigt werden zum Umbau eines ET 87 (22492) in einen 32292 lt. Ersatzteilblatt folgende Teile (Märklin-Preise in Klammern):

43229233 Innenbeleuchtung für Wagen 1 (24,95)
43229242 Innenbeleuchtung für Wagen 2 (24,95)
42339220 Schaltplatine mit Radschleifern für Mittelwagen (14,95)

43229209 Motordrehgestell komplett (59,95)
oder daraus:
43229215 Treibradsatz komplett (mit Blindwelle und Treibstangen) (34,95)
oder stattdessen nur die Radsätze:
43229216 Radsatz mit Haftreifen (2x) (je 14,95)
ferner wird für das Motordrehgestell benötigt:
43229214 Radschleifer Motorwagen (ist Teil vom kompletten Motordrehgestell) (7,99)
und:
72473700 Achslagerblock (das ist die eigentliche Halterung für den EINEN Mittelschleifer unter dem Motordrehgestell) (1,99)

43229226 Radsatz für die Einzelachsen (3x) (je 9,99)

43229232 Radsatz für die Drehgestelle (4x) (je 9,99)

72473000 Schleiferhalter für den Mittelschleifer des Motorwagens – auch "Behälter" genannt (das ist eine kastenförmige Konsole unter dem Mittelwagen, die den ZWEITEN Mittelschleifer trägt) (1,99)

73000308 oder neu: 13000328 Mittelschleifer-Sortiment (enthält die eigentlichen Mittelschleifer) (-,99)

43229294 Federsortiment (enthält 2 Radschleifer und die 2 Druckfedern für den Mittelschleifer) (4,99)

42229299 Kleinteilesortiment (daraus wir benötigt: 2 Halteplatten (vermutlich für die Oberleitungsumschaltung – Verwendung geht aus dem Ersatzteilblatt nicht genau hervor) (7,99)

Wenn man beim Ersatzteilkauf statt des kompletten Motordrehgestells nur die unbedingt notwendigen Teile (2 Radsätze und Radschleifer) bestellt, kosten diese Ersatzteile beim Bezug von Märklin z.Z. rund 205,- Euro.

Bei den Teilen für die Innenbeleuchtung und der Schaltplatine kann man improvisieren, im dem man z.B. die Radschleifer bei der International-Version einseitig abschneidet. - Ganz so einfach ist es allerdings nicht, weil man sich auch etwas für die Umschaltung auf Oberleitungsbetrieb einfallen lassen muß. Zur Erinnerung: beim Umschalten auf Oberleitungsbetrieb müssen in jedem Fahrzeugteil ein Schiebeschalter (also 3 Schalter) betätigt werden.

Zwar liefern die bekannten Händler die benötigten Teile günstiger. Aber ob angesichts der Preise für die Ersatzteile ein Umbau überhaupt ökonomisch sinnvoll ist, muß jeder für sich entscheiden.

Gruß Georg
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Beitragvon Ulrich » 29.05.2007, 18:48

Hallo, ich habe mir einen gebrauchten preussischen Triebwagenzug ET831 gekauft (ebay, sehr guter Zustand), leider ohne Bedienungsanleitung. In diesem Thread lese ich, dass die Kupplungen der 3 Triebwagenteile sehr empfindlich sind. Ich habe den Triebwagen bisher noch nicht gekuppelt. Kann mir jemand Hinweise geben, was hierbei zu beachten ist, um die Kupplungen nicht zu beschädigen? Vielleicht kann mir jemand eine Kopie der Bedienungsanleitung schicken (natürlich gegen Kostenerstattung)?
Danke im Voraus
Ulrich
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Beitragvon ecki » 30.05.2007, 10:42

Hallo Ulrich,
hier die Anleitung zum download.

Gruß
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Beitragvon noels » 30.05.2007, 17:30

Hallo Ulrich,
noch ergänzend zur Bedienungsanleitung:
kuppeln und trennen mache ich nur auf einem geraden Gleisstück. Wenn es nicht sofort geht, keine Gewalt anwenden und ganz leicht wackeln. Dann geht es recht gut. Möglichst keine gekuppelten Fahrzeugteile vom Gleis heben.
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Ulrich » 30.05.2007, 17:59

Danke für die Tips und den Link zur Bedienungsanleitung.
Ich könnte ein paar Bedienungsanleitungen scannen und zur Verfügung stellen. Wem soll ich sie schicken?
Gruß
Ulrich
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Ein Umbau von TI auf TE kann sich lohnen!

Beitragvon miximaxi » 22.06.2007, 18:24

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TI- ET87 (#22106 / #22015) für TE

Beitragvon miximaxi » 02.07.2007, 21:04

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Beitragvon Dietrich » 19.08.2007, 00:09

Hallo Freunde des Trix Express,

ich habe neulich eine erfolgreiche Reparatur einer gebrochenen Kurzkupplung des ET 87 durchgeführt und möchte euch eine kurze Beschreibung darüber geben.
Als erstes habe ich in die Bruchstellen O,75 mm Löcher gebohrt und auf einer Seite ein Stück Federstahldraht eingeklebt. Die Blechunterseite und die Kunststoffoberseite habe ich dann gut angeschliffen, um dem Klebstoff einen besseren Halt zu verschaffen. Dann habe ich die Teile mit UHU plus endfest 300 zusammengeklebt und anschließend im Backofen ca. 10 Minuten bei 150 Grad gebacken. Dies erhöht die Festigkeit der Klebung um etwa das 2,5 fache. Anschließend habe ich aus 0,1 mm starkem Kupferfederblech schmale Streifen geschnitten, an die Unterseite der Kupplung angepasst und mit demselben Klebeverfahren verbunden ( siehe Foto ).
Die Kupplung ist nun wirklich „unkaputtbar“.
Den Zweikomponentenkleber kann ich übrigens nur empfehlen. Ich habe lange nach einem wirklich festen Kleber gesucht der auch in schwierigen Fällen, wie kleinen Verbindungsflächen, funktioniert und habe hier endlich den richtigen gefunden.
Wer noch kaputte, aber vollständige Kupplungen herumliegen hat, kann mir gerne über die PN-Schaltfläche eine Nachricht zukommen lassen. Ich hätte Interesse daran.

Grüße

Dietrich
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Kupplung 007.JPG
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Reparatur der KK-Deichsel beim ET 87(alt)

Beitragvon miximaxi » 20.08.2007, 18:48

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TE ET 87(alt) mit defekter Kupplung ?

Beitragvon miximaxi » 13.10.2007, 15:35

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Beitragvon Dietrich » 04.11.2007, 02:54

Hallo Jürgen,

du hast natürlich recht, dass die Kupplung auf dem Foto falsch zusammen gebaut ist. Beim Einbau in den Triebwagen fiel es mir dann auch auf. Allerdings hatte ich keine Lust mehr ein neues Foto zu machen. Ich dachte, dass es sowieso keiner merkt. Klar, war natürlich falsch gedacht.
Dieser Kunststoff hält die Temperatur tatsächlich aus und das Ausbacken ist deshalb zu empfehlen. Bei den Gleisen ist mir schon genau das gleiche wie Dir passiert. Allerdings ist der Schwellenkunststoff auch sehr empfindlich. In der Spülmaschine bekommt er einen stark gräulichen Schimmer und auf alle Lösungsmittel reagiert er absolut unversöhnlich. Ich reinige verschmutzte Gleise mühsam mit einer Zahnbürste und Spülmittel. Man kann auch noch etwas Spülmaschinenpulver und Spiritus beimischen. Hat einer der Leser vielleicht den absoluten Tipp?

Grüße

Dietrich
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