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Gleisselbstbau mit Peco Code 124

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Gleisselbstbau mit Peco Code 124

Beitragvon ratloser » 12.11.2004, 20:40

Hallo Leute,

ich habe mir nach den positiven Berichten hier im Forum zum Gleisselbstbau mit Peco-Gleisprofilen mir diese mal angeschaut und mußte feststellen, daß der Gleiskopf dieses Profils fast doppelt so breit ist wie der Kopf des originalen Trix-Profils.
Meine Frage: gibt das nicht Probleme mit dem Seitenspiel der Radlaufsätze in Bögen und erst recht, wenn man Weichen mit dem Peco-Profil und Tillig-Weichenbausätzen baut?

Gruß Volker
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Beitragvon Georg » 13.11.2004, 19:54

Der Kopf des Tillig-Schienenprofils hat eine Breite von von 0,80 mm, der Kopf des Peco-Schienenprofils 1,52 mm und ist damit 0,72 mm breiter. Diese Mehrbreite wirkt sich pro Schienenkopf zur Hälfte auf die Spurweite aus, da eine Hälfte der Mehrbreite nach außen zeigt und keine Bedeutung spielt. Da die Verengung natürlich durch beide Schienenprofile hervorgerufen wird, verringert sich die Spurweite bei Einziehen des Peco-Schienenprofils von 16,50 mm um 0,72 mm auf 15,78 mm.

Das Tillig-Schienenprofil (Code 83) hat eine Schienenfußbreite von 1,725 mm. Das Peco-Schienenprofil (Code 124) hat 1,850 mm Schienenfußbreite. Es ist also 0,125 mm breiter. Das Peco-Schienprofil wird also in dem Tillig-Schwelleband sehr stamm sitzen und man zieht zweckmäßigerweise vor dem Einschieben den Schienenfuß mit Scheifpapier etwas ab. Wenn man den Schienenfuß des Peco-Schienenprofils EINSEITIG um diesen 1/8 mm schmaler macht, um auf das Tillig-Maß zu kommen, und die schmaler gemachte Seite zur Außenseite zeigend in das Tillig-Schwellenbett einzieht, gewinnt man in der Spurweite zweimal 1/8 mm = 0,25 mm.

Man kommt dann auf 16,03 mm. Die Spurweite des Gleises wird also 0,47 mm kleiner.



Als die Trix Express - Bahn 1935 einführt wurde, erhielten die Wagent feststehende (sich nicht drehende) Achsen. Die Räder saßen lose auf diesen Achsen und wurden auf beiden Seiten des Rades durch Quetschnasen gehalten. Dieses Herstellungsverfahren erlaubte keine Fertigungstoleranzen, wie sie heute üblich sind. Als man wenige Jahre später zu festen Rädern auf sich drehenden Achsen überging (wie es heute allgemein üblich ist), mußte man die Toleranzen dieser alten Achsen berücksichtigen. Daher haben die Achsen ein RadsatzAUSSENmaß von 15,2 mm.

Im normalen Trix Express-Gleis hat ein Trix Express-Radsatz also weit über 1 mm Spiel. Dieses Spiel würde sich bei der Tillig-Peco-Gleiskombination auf rund die Häfte verringern. Es ist also nicht mal nötig, das oben beschriebene "Tuning" am Schienenfuß vorzunehmen. Das Gleis ist immer noch ausreichend weit. Mit dem Flexgleis sollten aber keine Radien gebaut werden, die kleiner als der bekannte Trix Express Gleisradius R1 sind. Vermißt werden bei Trix Express aber gerade die größeren Radien und schlanke Weichen.


Die Schwierigkeiten dürften eher beim Weichenbau entstellen, denn es muß zwischen den Weichenzungen und in den Herzstückbereichen Platz für die Trix Express-Spurkränze geschaffen werden. Das Trix Express-Radsatzinnenmaß beträgt 11,6 (+ 0,2) mm. Die Tillig-Weichen sind für Radsätze mit einem NEM-Radsatzinnenmaß von 14,3 mm vorgesehen.

Mit anderen Worten, für den Trix Express-Radsatz muß die Flügelschiene (am Herzstück) und der gegenüberliegende Radlenker rechnerisch um jeweis 1,35 mm (für den Spurkranz) zur Gleismitte versetzt werden.
Georg
 
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Beitragvon ratloser » 14.11.2004, 22:14

Hallo Georg,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, insbesondere für die Maße. Dann werde ich mich mal an einen Selbstbau wagen.

Gruß Volker
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