von Georg » 17.01.2010, 16:50
Hallo zusammen,
die Hruska-Lok hat deswegen ansprechende Laufeigenschaften, weil Hruska seinerzeit einen 7-poligen Motor in seine Modelle einbaute.
Vielleicht erinnert sich noch jemand daran, wie man früher zu einer BR 85 kam, als es das Modell von Märklin noch nicht gab. Sogar die Umbaufirma Schnabel bot die BR 85-Umbauten an. Um ordentliche Laufeigenschaften zu ermöglichen, wurde regelmäßig auf das Fahrwerk der Märklin BR 44 zurückgegriffen und damit war das Thema Fahrwerk erledigt.
Wenn man mal ein wenig in der Vorbildliteratur blättert, stellt man ganz schnell fest, daß die BR 84
-> den gleichen Treibraddurchmesser wie die BR 42 hat,
-> den gleichen Vorlauf-/(Nachlauf-)raddurchmesser wie die BR 42 (und auch BR 24/64) hat,
-> den gleichen Radstand zwischen den Treibachsen wie die BR 42 hat,
-> fast den gleichen Abstand zwischen vorderer Treibachse und Vorlaufachse wie die BR 42 hat,
-> das gilt auch für den Abstand zwischen Nachlaufachse und letzter Treibachse,
-> den gleichen Kolbenhub und fast den gleichen Zylinderdurchmesser wie die BR 24/64 hat. Äußerlich entsprechen die Zylinder der BR 84 (sie hat drei Zylinder) weitgehend denen der BR 24/64.
Was liegt denn da näher, als ein komplettes Fahrwerk der Trix BR 42 zu nehmen. Man kann auch den vorhandenen Mittelleiterschleifer übernehmen. Auch hat man schon Vorstellungen, wie die fertige Lok nachher laufen wird.
Wie? die Trix BR 42 ist selten und teuer? Da opfert man kein Fahrwerk für so einen Umbau?
Die alte in den 1960ern von Hruska gebaute BR 84 ist noch seltener als die Trix BR 42. Mir ist die Lok erst nach der Maueröffnung 1989 zu Gesicht gekommen. Sie ist gesucht und erzielt im Originalzustand spielend 100 Euro bei Ebay. Das mag im Vergleich zu Trix - Loks wenig erscheinen. Aber die in der DDR gebauten Loks bewegen sich durchweg auf niedrigerem Preisnieveau.
Viele Grüße Georg