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Kupplung

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Kupplung

Beitragvon Ulrich » 02.11.2006, 18:33

Hallo, ich suche mal wieder einen Rat. Ich möchte an einem alten Gußanhänger die Kupplung wechseln, da der Ausheber abgebrochen ist. Woher bekomme ich den kleinen Drahtstift, der die Kupplung mit dem Wagenboden verbindet, und womit schneide ich ihn ab, damit eine ausreichend breite "Quetschstelle" ensteht, die die Kupplung hält?

Vielen Dank im voraus!

Ulrich
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Ersatzkupplung (Nietbefestigung)

Beitragvon miximaxi » 02.11.2006, 18:42

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Beitragvon Georg » 02.11.2006, 21:35

Hallo Ulrich

Bei der Fertigung hat man für die Quetschstelle eine entsprechend geformte Spezialzange benutzt. Jürgen hat Dir schon einen Vorschlag gemacht, wie man sich da behilft. Manchmal kommt man mit den "haushaltsüblichen" Zangen aber nicht weit genug an den Niet heran, so daß die Kupplung nachher zu locker hängt und die Kupplungshöhe nicht stimmt.

Es gibt Wagen, wo Oberteil und Blech-Wagenboden mit einer Schraube verbunden sind. Z.B. der Klappdeckelwagen. Bei diesen Wagen kannst Du, wenn du mit dem Niet nicht zurecht kommst, den Niet durch eine kleine Schraube ersetzten. Du mußt gegebenenfalls das Loch im Wagenboden und in der Kupplung entsprechend der Schraube aufbohren. Du steckst die Schraube von unten durch Kupplung und Wagenboden und sicherst die Schraube von oben durch Mutter und Kontermutter. Wenn Du den Wagen wieder zusammengebaut hast, fallen die Muttern im Innern des Wagens nicht auf.

Es gibt aber Wagen, wo Oberteil und Blech-Wagenboden fest vernietet sind. Z.B. der Niederbordwagen. Der Wagen läßt sich nicht zerlegen und die eben erwähnte Lösung mit der Schraube ist nicht möglich. Und es nützt auch nichts wenn du einen Ersatzniet samt Ersatzkupplung hast. Der Niet ist nur heraus zu bekommen, wenn man den großen Niet, der den Wagen zusammenhält, zerstört. Nachher kann man den Wagen nur noch zusammenkleben. Das habe ich nie gemacht, weil mir das zu "brutal" erschien. Ich habe den alten Niet durch eine um 90° versetzte "Quer-Quetschung" so bearbeitet, bis man die defekte Kupplung vom Niet ziehen konnte. Dann habe ich die neue Kupplung auf den alten Niet gesteckt. Da nun am Niet meist nicht mehr genug Material vorhanden ist, um wieder eine richtige, haltbare "Längs-Quetschung" hinzubekommen (wobei man wieder die oben beschriebenen Probleme hat) habe ich den Niet mit der Kupplung zusätzlich durch ein wenig Sekundenkleber fest miteinander verbunden. Man muß natürlich darauf achten, daß der Sekundenkleber nicht bis zum Wagenboden vordringt. Denn da muß der Niet weiterhin beweglich bleiben.

So wie ich Dich verstanden habe, ist aber nur der Ausheber abgebrochen. Bei den Kupplungen mit dem "Dreh-Ausheber" bricht der schon mal ab. In solchen Fällen habe ich die ansonsten intakte Kupplung belassen und nur den Ausheber ausgewechselt. Der Ausheber wird auch von einem Niet gehalten. Zum Ausbau des defekten Aushebers wird der Niet mit einer "Quer-Quetschung" vorsichtig so geformt, bis man den Niet herausziehen kann. Dann kann man den defekten Ausheber entfernen und durch den intakten Ausheber aus einer anderen Kupplung ersetzen. Man hat von der Spender-Kupplung und der Wagen-Kupplung je einen Niet. Man sucht sich den aus, der am längsten ist und die Ausbauphase am besten überstanden hat und steckt ihn wieder durch die Löcher und quetscht ihn zum Schluß wieder. Der Niet für den Ausheber läßt sich leichter bearbeiten, weil er dünner ist. Auch kann die Quetschung mit größerer Toleranz erfolgen. Die Kupplung funktioniert doch einwandfrei.

Zum Schluß noch eine Lösung, falls keine der beiden ausgebauten Niete für einen Wiedereinbau geeignet ist. Dann nimm man eine Stecknadel (nicht aus Mutters Nähkasten: die sind aus Stahl und lassen sich nicht biegen) wie man sie beim Auspacken eines frisch gekauften Oberhemdes findet. Diese "billigen" Nadeln lassen sich in der Regel biegen. Du steckst einfach eine solche Nadel durch die Löcher des Aushebers und des Kupplungshakens und biegst das überstehende Ende um, damit die Nadel nicht wieder herausfällt. Falls die Nadel zu lang ist, kann man sie auf das erforderliche Maß kürzen.

Wenn es darum geht, einen Wagen betriebstauglich zu machen (es ist ja kein Sammlerobjekt) bevorzuge ich die letzte Lösung mit der Nadel aus dem Oberhemd, weil sie am einfachsten ist. Wie Du auf dem Bild erkennst, ist ausreichend Platz für eine umgebogene Nadel. Das Bild stammt aus dem TED und zeigt, wie man eine Vorentkupplung für die Trix-Kupplung bauen kann. Dafür sind die Nadeln aus dem Hemd als Ausgangsmaterial auch geeignet.

Zur Vorentkupplung wurde schon an anderer Stelle geschrieben. Bitte die Suchfunktion des Forums benutzen.

Georg
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Beitragvon noels » 02.11.2006, 21:55

Hallo Ulrich,
ergänzend zu Georgs Tip bezüglich des Aushebers: Ich ersetzte den Aushebernit durch einen Gleisnagel. Der hat auf einer Seite den passenden Kopf und ist so weich, daß er sich gut quetschen läßt. Eine Alternative, falls Du kein Hemdträger bist :D

Gruß
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 02.11.2006, 22:13

Ich habe bei meinen Gueterzugbegleitwagen und einem Linz eine "un"trixmaessige Loesung gefunden, indem ich eine Rocokuzkupplungmechanik unter den Wagen baute. Durch den NEM-Schacht kannm man alle Kupplungen benutzen.

Ulrich
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Kupplung

Beitragvon Peter Hess » 03.11.2006, 17:28

Hallo Ulrich
Kupplungen und Nieten können von mir bezogen werden
Zum "Quetschen" der Niete gibt es eine Spezialzange
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Beitragvon Ulrich » 03.11.2006, 18:16

Danke für die guten Tipps!! Sehr hilfreich!

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Fleischmann Profi-Kupplung stark genug ?

Beitragvon peterpff » 09.01.2009, 16:01

Hallo alle miteinander,

ich habe für meine IC- und Doppelstockwagen zum Ausprobieren ein paar Fleischmann Profi-Kupplungen gekauft. Meine Absicht ist, später die 2 pol. Kupplungen von TAMS einzusetzen.
Nur: die Häcken der Kupplung, die letztlich die ganze Zugkraft übertragen müssen, sehen mir sehr zierlich aus. Hat jemand mit dieser Kupplung schon Erfahrungen gesammelt ? Ich möchte mit 6 IC-Wagen eine 4-5% Steigung befahren, vielleicht sogar ein paar alte Trix-Wagen mit diese Kupplung ausrüsten.

Gruß Peter

PS: Gibt es die kleine Feder, die die Kurzkupplung gerade hält als Ersatzteil ?
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Fleischmann-Profi-Steckkupplung

Beitragvon koegais » 10.01.2009, 14:49

Hallo Peter,

seit vielen Jahren setze ich die Fleischmann-Profi-Steckkupplung (6515) bei Wagen mit KK-Kulissenmechanik und Aufnahmeschacht nach NEM 362 ein.
Nach meiner bisherigen Erfahrung ist sie sehr robust und zuverlässig. Ich habe z.B. die schweren "Torpedowagen" damit ausgerüstet und fahre mit 2 Stück im Verband über Steigungen und durch den engen R1 Express-Gleisbogen -auch geschoben- ohne Probleme.

Aus meiner Sicht hat die Kupplung folgende Vorteile:
- zierliches, technisches Aussehen, im Betrieb eher unauffällig
- robust, da aus zäh-elastischen Kunststoff gefertigt
- Wagen lassen sich aus dem Zugverband senkrecht nach oben herausnehmen
- sie funktioniert, nach etwas Übung, mit dem Express-Entkupplungsgleis, entkuppeln u n d vorentkuppeln

Nachteile:
- nicht kompatibel mit anderen Kupplungen
- "seidenweiches" Ankuppeln, vor allem bei leichten, gut rollenden Wagen ist nicht möglich

Von Viessmann gibt es übrigens eine zweipolige, stromführende Kupplung (5048) auf Basis der Fleischmann-Kupplung.
Weiter habe ich schon mehrfach den Fleischmann Kurzkupplungs-Nachrüstsatz (6574) mit gutem Ergebnis eingebaut. Er ist sehr kompakt, filigran und trotzdem stabil.

Zu Deiner Frage nach einer Ersatzfeder vermute ich, daß Du die Feder in der KK-Kulissenmechanik des Wagens meinst?
Hier habe ich als Ersatz schon vom Durchmesser her passende, "fremde" Federn eingesetzt, die jedoch auf geeignete Länge gekürzt werden müssen. Fündig wird man z.B. in "Bastelkisten" auf Börsen.

Trixgruß, Gerhard
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Beitragvon stefanelle » 10.01.2009, 18:59

Ich setze bei Wagen mit Kurzkupplungskulisse mittlerweile nur noch die Fleischmann Profikupplung ein. Hält bombensicher und sieht affengeil aus (siehe auch die Bilder auf meiner Seite - Menüpunkt Kurzkupplung).

@Gerhard
Passt die stromführende Kupplung standardmässig auf den beleuchteten Rheingold
und die TE Doppelstockwagen, oder muss man da noch etwas umbauen?
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Beitragvon noels » 10.01.2009, 19:35

Hallo Stefan,
die stromführende Viessmann/Fleischmann- Kupplung setzte ich auch ein. Man kann sie für alle Fahrzeuge mit NEM- Schacht problemlos verwenden, muß nur bei der Kabelverlegung acht geben, daß die Bewegung nicht behindert wird. Der Kontakt wird über federnde Metalldrähte in den Kupplungsköpfen hergestellt. Das geht sehr zuverlässig. Eventuell muß man die Drähte etwas zurecht biegen. Allerdings sind die Kupplungen wohl auch nicht für ständiges trennen und kuppeln geeignet. Aber für Zugverbände, die man ab und an einmal um arrangiert sind sie prima.
Gruß
Heiko
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Beitragvon koegais » 11.01.2009, 16:11

Hallo Stefan,

die stromführende Viessmann-Fleischmann-Kupplung paßt standardmäßig nicht zum Trix-Rheingold (31314),da sie den Strom über Kabelverbindung weiterleitet, also keine passenden Steckkontakte zum Kupplungsaufnahmeschacht der Rheingoldwagen besitzt.
Außerdem müßte sie nur einpolig leitend sein, da der Rheingold den Strom aus der Schiene über sämtliche Wagenräder abgreift und nur der Mittelleiterstrom über die Kupplung geleitet wird.
Bei den Doppelstockwagen ist es genauso.

Trixgruß, Gerhard
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