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kurioser Schleifersatz?

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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kurioser Schleifersatz?

Beitragvon ecki » 10.04.2011, 22:49

Hallo allerseits,

letztens fielen mir die abgebildeten, original verschweißten Ersatzteiltüten 43-2256-94 in die Hände.
Auffällig dabei: die beiden kurzen Schleifer sind zur falschen Seite gebogen. Würde man sie an meiner 221 montieren, würden sie von der linken Schiene abnehmen -also von der dem Radschleifer entgegengesetzten Seite.
Frage: Weiß jemand, zu welcher Lok(variante) diese Schleifer passen?

TRIX EXPRESSionistisch neugierige Grüße
ecki
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43-2256-94 falsch werkseitig rechts OV.jpg
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Peter Tümmel » 11.04.2011, 11:57

Hallo Ecki,

ist schon seltsam. Wahrscheinlich wurden da die verkehrten eingetütet. Kann ja mal vorkommen.
Kommt neuerdings bei MäTrix öfter vor als man glaubt.

Gruß Peter
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Jan TE » 12.04.2011, 09:22

Oder vielleicht gedacht für GB?
Da hat mann ja Linksverkehr....
:)
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kurioser Schleifer

Beitragvon ecki » 17.04.2011, 16:13

Hallo,

handelt es sich hier um einen Aussen- oder Mittelschleifer?

Wohin gehört das Teil?

TRIX EXPRESSionistische Grüße
ecki
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Roman Favero » 17.04.2011, 16:44

Sali Ecki

1. was es nicht ist: Schleifer für die BLS Wagen. Die Grundplatten sind gleich aber diese werden längs eingebaut. Der Seitenschleifer ist quer zur Platte und abgekröpft.
2. was es ist: sicher ein Mittelschleifer, denn die Löffelkrümmung ist immer in Fahrtrichtung.
3. wohin er gehört: noch keine Ahnung !
4.was ist bekannt: die 3 verschiedenen Typen gemäss Foto.
5.Vermutung: ein Seitenschleiferunterteil mit einem Mittelschleiferlöffel. Also ev. eine Fehlmontage.

vertrixt und zugenäht.
Roman
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Peter Tümmel » 17.04.2011, 20:41

Hallo Ecki,

der Schleifer gehört definitiv zur Beleuchtungseinrichtung Art-Nr. 6634. Dieser ist für die 4-achsigen Reisezugwagen vorgesehen. Bei deinem fehlt der angelötete Draht. Die Beleuchtungseinrichtung besteht aus einer Pertinaxplatte mit 2 Glühlämpchen nebst Druckklemmen und 2 Aussenschleifern und dem von dir abgebildeten Mittelschleifer. Bild ist z.B. im Katalog 81/82 Seite 98 links unten. Allerdings ist dort ein Fehler zu sehen, da dort anstelle der beiden Aussenschleifer und des Mittelschleifers 3 Aussenschleifer abgebildet sind. Ich werde in den nächsten Tagen die Kataloge durchforsten, ob der Fehler nach 1982 ausgebessert wurde.

Gruß Peter
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Peter Tümmel » 17.04.2011, 20:59

Hallo Ecki,
Kommando zurück.
Habe mich getäuscht. Der Mittelschleifer der Beleuchtungseinrichtung 6634 sieht anders aus. Sorry.

Gruß Peter
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Re: kurioser Schleifer

Beitragvon PaTrix » 18.04.2011, 01:08

Guten Tag Herr Ecki,

ecki hat geschrieben:Hallo,

handelt es sich hier um einen Aussen- oder Mittelschleifer?

Wohin gehört das Teil?

TRIX EXPRESSionistische Grüße
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Gehört zu bemischä Schlafwogän aus esterreichischä Waldbahn! Nu?

Mit bemische Griesse
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Georg » 18.04.2011, 10:52

Ich muß gestehen, daß ich zuerst auf das Datum der Postings geachtet habe. Schließlich haben wir noch April... Aber Ecki hat ja nicht am 1. April geschrieben.

Bild

Die Platine dieses Trix - Schleifers ist 24,5 mm lang. Wenn man den von Ecki gezeigten Schleifer so einbauen will, daß der Schleifer in der richtigen Krümmung über die Schiene gleitet, müßte man die Platine quer einbauen. Das geht aber bei Drehgestellwagen wegen der Weite zwischen der Rahmenwangen nicht. Sie ist zu klein.

Aber der merkwürdige Schleifer würde unter eine BR 110/111/112/140/184 passen. Da ist die Weite der Rahmenwangen groß genug. Man könnte ihn dort statt der üblichen Schleiferplatinen mit einer Schraube in dem Schraubloch für die übliche Platine befestigen und der seltsame Schleifer würde dann die richtige Lage über dem Mittelleiter einnehmen. So eine Bastellösung würde man nur wählen, wenn man nicht die richtige Schleiferplatte zu bekommen weiß und die Stromabnahme von der Seitenschiene über die Räder vornimmt. Zudem müßte sich der Batler so einen Schleifer selbst anfertigen.

Da der Schleifer keine Gebrauchsspuren zeigt und wahrscheinlich auch keine Manipulationen an den Laschen auf der anderen Seite zu sehen sind, halte ich den merkwürdigen Schleifer auch für einen Montagefehler. Passend zum Wochentag dieses Postings: ein Montagsschleifer.

Nur, wie wurden denn die Schleifer gefertigt? Doch sicherlich nicht abwechselnd einen Innen-, einen Außenschleifer usw. Da wird man zuerst die eine Version und dann die andere Version gefertigt haben. Und da müßte es eigentlich auffallen, wenn bei einem Mittelschleifer auf einmal die Platine um 90° gedreht ist. So was macht man eigentlich nur bzw. läßt man durchgehen, wenn man die Kündigung schon in der Tasche hat und einem alles egal ist. Späte Rache. Erinnert sei an die falsche Bedruckung bei zwei blauen H0-Schürzenwagen, bei denen das "Deutsche Bundesbahn" in der Schriftgröße für die Spur N aufgedruckt wurde.

Viele Grüße Georg
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Jan TE » 18.04.2011, 16:27

Also, dann wil ich auch mal am Montag mitmahlen.
Habe die abb. mal verglichen mit meine Schleifervorrat.
So wie ich dass sehe, ist folgendes passiert:
Jemanden hat den falschen Schleifer in die Platine montiert.
Was auch noch möglich ist:
Den richtigen Schleifer in die falsche Platine...

Da Georg auch noch etwas scheibt über "Montagsbedrückung" , meine letzte Neubeschafte Diesellok BR217 hat an eine Stirnseite überhaupt keine bedrückung, da fehlt das DB-logo und die Loknummer.
Es handelt sich hierbei, laut aussage des Geschäftes in Oldenburg (D), um ein Vorfuhrlok.
Also ein Demolok.
Mann hat wohl nie die fehlende Bedrückung beim Werk beanstandet, denn Kontrollzettel)* ist mitgeliefert, (No. 152251/88/4). )* Dreisprachig: D, F, English.
Kann auch sein das gerade wegen fehlende bedrückung, die Lok zum Demolok wurde.

Bleibt nur eine Frage: Kann mann an der Hand der Kontrollnummer, herausfinden ob es in diesen Fall um ein "Montagslok" handelt oder ein "1-sten Aprillok"?

Jetzt noch die Lok nach Märklin schicken hat wohl kein Zweck, ich schätze die Garantiefrist ist schon vorbei.
Da muss ich wohl die Lok "Privatisieren", mal sehen ob ich noch irgendwo Logo's habe.

MfG., Jan
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Georg » 18.04.2011, 17:19

Jan TE hat geschrieben: ... Kontrollzettel)* ist mitgeliefert, (No. 152251/88/4). )* ...
Kann mann an der Hand der Kontrollnummer, herausfinden ob es in diesen Fall um ein "Montagslok" handelt oder ein "1-sten Aprillok"?


Jan, ganz einfach,
bei der Nummer steht am Anfang eine 1 und am Ende eine 4 - also ganz klar 1. April! :D
Eine Montagslok ist es nicht, weil es nicht mit Wochentag klappt. 1988 (wegen der "88" in der Nummer :D) war der 1.4. ein Feiertag, der Karfreitag. :D So, jetzt werden wir wieder ernst.

Ja, solche Pannen passieren immer wieder mal. Z.B. gibt es bei der Trix International - Lok 22460, das ist die BR 184 in ozeanblau/creme mit dem Riemenantrieb, verschiedene Fertigungsserien. Bei der ersten Serie hatte man bei der Bedruckung der Stirnseiten die Loknummer "vergessen". Mehr dazu hier:
viewtopic.php?f=7&t=184&p=654&hilit=32260#p654

Viele Grüße Georg
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Roman Favero » 18.04.2011, 23:29

Hallo
weiss jemand warum es bei dieser Serie im übigen 2 verschiedene Seitenschleifer gibt? (Foto oben)
Die Lochseite ist ja immer gegen die Wagenmitte.
Für TI benötigt man 2 Gleiche-, für TE je einen Seiten- und einen Mittelschleifer.
Wenn man das Licht von der anderen Schienenseite nemen will kann man ja den Wagen umdrehen.
2 Seitenschleifer auf die gleiche Seite ergibt mir keinen Sinn.

vertrixte Grüsse
Roman
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Jan TE » 18.04.2011, 23:37

Ich glaube, hier hat jemanden dass Licht gesehen... :idea:

@Georg,
Danke für die ausführliche info.
Wahrscheinich ist der Bezitzwechsel, bzw. führungswechsel der firma Trix auch von einfluss gewesen bei der Belegschaft, verunsicherungen haben da wohl irgendwie ihre effekte gehabt.
Hinzu kommt das, so wie ich dass sehe, beim versuch etwas licht in die Geschichte zu bekommen, die Fúhrung der Firma Trix schwer auf Minitrix-programm eingesetzt hat, wodurch die H0-abteilung etwas vernachlässigt wurde.


MfG., Jan
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Georg » 19.04.2011, 11:27

Roman Favero hat geschrieben:Hallo
weiss jemand warum es bei dieser Serie im übigen 2 verschiedene Seitenschleifer gibt? (Foto oben)
Die Lochseite ist ja immer gegen die Wagenmitte.
Für TI benötigt man 2 Gleiche-, für TE je einen Seiten- und einen Mittelschleifer.
Wenn man das Licht von der anderen Schienenseite nemen will kann man ja den Wagen umdrehen.
2 Seitenschleifer auf die gleiche Seite ergibt mir keinen Sinn.

vertrixte Grüsse
Roman


Roman,

die drei Schleifer in einer Packung für die Innenbeleuchtung gab es ja erst, als Trix auch auf dem Zweileiterbereich aktiv wurde. So brauchte man für beide Systeme nur eine Beleuchtung anzubieten. Zu der Zeit gab es aber schon die Schnellzugwagen mit den Kunststoffdrehgestellen. Diese Drehgestelle lassen sich im Gegensatz zu den älteren Metall-Drehgestellen in wenigen Sekunden aushängen und um 180° gedreht wieder einbauen – und dann ist der zweite Außenschleifer auf der richtigen, anderen Seite. :D So "vertrixt" ist das gar nicht. Für die Funktion ist egal, ob die Schraubbefestigung im Drehgestell zur Wagenmitte oder zur Pufferseite zeigt.

Übrigens, Röwa kam bei seiner Innenbeleuchtung ohne Befestigungsschraube aus. Wie bei Mr. Klips üblich, hatte er auch dafür eine Klippslösung parat. Röwa fügte auch drei Schleifer der Packung bei, von denen man nur zwei brauchte. Röwa ging sogar noch einen Schritt weiter. Der Mittelschleifer war als breiter *) Ski-Schleifer geformt und damit sowohl für das Trix Express - System als auch für das Märklin - System geeignet.

Viele Grüße Georg

*) so breit wie ein üblicher Trix-Schleifer, so lang wie für Märklin erforderlich
Zuletzt geändert von Georg am 19.04.2011, 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: kurioser Schleifersatz?

Beitragvon Richard » 19.04.2011, 11:48

Wenn es wie hier zwei (oder noch mehr) Möglichkeiten gibt, die Schleifer auf die Grundplatte zu montieren, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis erste falsch montierte Teile gefunden werden. Schlupf bei der Montage und bei der Schlusskontrolle ist in solchen Fällen mit 100%-er Sicherheit zu erwarten. Heute kann man solche Fehler zwar minimieren, wenn solche Teile auf Montagerobotern mit Kameraüberwachung und visueller Steuerung zusammengestzt werden. Diese Schleifer wurden/werden aber wohl kaum so montiert.
(Die einzige Korrekturmassnahme bei solchen Fällen: Man sollte den Verkäufer verprügeln, welcher dem Kunden garantiert fehlerfreie Ware versprochen hat.) :-)

Freundliche Grüsse

Richard
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