Ich muß gestehen, daß ich zuerst auf das Datum der Postings geachtet habe. Schließlich haben wir noch April... Aber Ecki hat ja nicht am 1. April geschrieben.

Die Platine dieses Trix - Schleifers ist 24,5 mm lang. Wenn man den von Ecki gezeigten Schleifer so einbauen will, daß der Schleifer in der richtigen Krümmung über die Schiene gleitet, müßte man die Platine quer einbauen. Das geht aber bei Drehgestellwagen wegen der Weite zwischen der Rahmenwangen nicht. Sie ist zu klein.
Aber der merkwürdige Schleifer würde unter eine BR 110/111/112/140/184 passen. Da ist die Weite der Rahmenwangen groß genug. Man könnte ihn dort statt der üblichen Schleiferplatinen mit einer Schraube in dem Schraubloch für die übliche Platine befestigen und der seltsame Schleifer würde dann die richtige Lage über dem Mittelleiter einnehmen. So eine Bastellösung würde man nur wählen, wenn man nicht die richtige Schleiferplatte zu bekommen weiß und die Stromabnahme von der Seitenschiene über die Räder vornimmt. Zudem müßte sich der Batler so einen Schleifer selbst anfertigen.
Da der Schleifer keine Gebrauchsspuren zeigt und wahrscheinlich auch keine Manipulationen an den Laschen auf der anderen Seite zu sehen sind, halte ich den merkwürdigen Schleifer auch für einen Montagefehler. Passend zum Wochentag dieses Postings: ein Montagsschleifer.
Nur, wie wurden denn die Schleifer gefertigt? Doch sicherlich nicht abwechselnd einen Innen-, einen Außenschleifer usw. Da wird man zuerst die eine Version und dann die andere Version gefertigt haben. Und da müßte es eigentlich auffallen, wenn bei einem Mittelschleifer auf einmal die Platine um 90° gedreht ist. So was macht man eigentlich nur bzw. läßt man durchgehen, wenn man die Kündigung schon in der Tasche hat und einem alles egal ist. Späte Rache. Erinnert sei an die falsche Bedruckung bei zwei blauen H0-Schürzenwagen, bei denen das "Deutsche Bundesbahn" in der Schriftgröße für die Spur N aufgedruckt wurde.
Viele Grüße Georg