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Märklindrehscheibe in TE-Anlage integrieren, aber wie?

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Märklindrehscheibe in TE-Anlage integrieren, aber wie?

Beitragvon franz staib » 02.01.2006, 19:09

Hallo an alle Freunde von TE und ein gutes neues Jahr zusammen!

Nun habe ich aber auch ein Problem zu melden. Vielleicht kann mir jemand dabei helfen. Seit meiner Kindheit besitze ich eine TE-Anlage mit einer inzwischen stattlichen anzahl von Lokomtiven. Vor einigen Wochen habe ich mich dazu entschlossen, die Anlage wieder zu aktivieren und gleich um eine Drehscheibe zu erweitern. Diese stammt von Märklin und wurde für TE umgebaut. Sie funktioniert auch ganz ordentlich.
Da ich aber im zwei-Zug-Betrieb fahre (eine Oberleitung habe ich noch nicht eingebaut) beeinflussen sich die Stromkreise soblad ich die Drehscheibe angeschlossen habe. Züge fahren nur ganz langsam oder manchmal auch wieder viel zu schnell. Dieses Problem wollte ich lösen, indem ich die Zufahrt zur Drehscheibe mit einer Trennstelle versehen habe (Trennung des Mittelleiters).
Dennoch besteht die Beeinflussung ( vermutlich über die Schienen) weiter. Mein Problem: Muss man den Stromkreis für die Drehscheibe komplett von den übrigen Gleisen trennen? - Und wie können dann die Loks auf die Drehscheibe kommen?
Ich wäre dem einen oder anderen Profi unter euch sehr dankbar, wenn er mir bei der Lösung des Problems etwas Hilfestellung bieten könnte.
franz staib
 
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 02.01.2006, 21:09

Franz,

Soweit ich mich an die alte Maerklin Drehscheibe erinnere, sind die Schienen hoch genug um von Trix Express Fahrzeugen befahren zu werden. Daher war kein Umbau notwendig, um die Drehscheibe auf einer Trix Express Anlage einzusetzen. Ich vermute deshalb, dass bei deiner Drehscheibe (wie bei Maerklin ueblich) die beiden Aussenleiter immer noch verbunden sind. Wenn Du die Drehscheibe an Deine Anlage anschliesst, werden durch sie die beiden Aussenleiter verbunden, was die beschriebenen Probleme ergibt.

Die ideale Loesung ist, in den Gleisen, die von der Drehscheibe zur Anlage fuehren, beide Aussenschienen zu unterbrechen und den Bereich der Drehscheibe durch einen dritten Trafo zu bedienen.

Wenn man nur eine Aussenschiene unterbricht, kann es immer noch eine kurzzeitige Verbindung der beiden Aussenschienen geben, wenn eine Lok von der Drehscheibe auf die Anlage oder umgekehrt faehrt, und dabei die Trennstelle leitend ueberbrueckt.

Ulrich
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Beitragvon noels » 02.01.2006, 21:47

Hallo Franz,
Ulrich hat Recht: Den gemeinsam genutzten Mittelleiter zu trennen, bringt nichts, da die Außenleiter verbunden sind.
Aus diesem Grund habe ich bei meinem BW die Außenschienen vom Rest der Anlage getrennt und einen weiteren Trafo angeschlossen. Im BW ist der Zweizugbetrieb nicht nötig. Die Schuppengleise sind über die Drehscheibe sowieso einzeln geschaltet (immer das, auf welches die Bühne weist, hat Strom), die anderen habe ich ich mit einzelnen Schaltern versehen. Man bewegt da kaum zwei Loks gleichzeitig. Wenn man unbedingt den Zweizugbetrieb im BW will, ist die einzig saubere Lösung, eine Schiene hochzunehmen und zu isolieren, auch auf der Bühne.
Auf meiner Homepage habe ich einen Artikel zu der Drehscheibe: http://www.h-mehnert.de/Allgemeine_Tips/Sonstige_Tips/Marklin-_Drehscheibe/marklin-_drehscheibe.html
MfG
Heiko Mehnert
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Beitragvon Georg » 02.01.2006, 22:04

Am einfachsten läßt sich die Märklin Drehscheibe 7186 für das Trix Express-System verwerden, weil mechanische Anpassungsarbeiten nicht anfallen.
l
Original von Ulrich Albrecht
Die ideale Loesung ist, in den Gleisen, die von der Drehscheibe zur Anlage fuehren, beide Aussenschienen zu unterbrechen und den Bereich der Drehscheibe durch einen dritten Trafo zu bedienen.


Das ist leider nicht richtig.

Es müssen beide Außenschienen UND der Mittelleiter unterbrochen werden.

Aber das ist noch nicht alles!

Bei Trix Express-System ist der Mittelleiter die Masse.
Bei Märklin ist es genau umgekehrt. D. h. die Schienen (bei der Blech-Drehscheibe alles was aus Blech ist) bildet die Masse - bis auf den Märklin-Mittelleiter. Es sind zwei grundsätzlich verschiedene Systeme. Und die dürfen elektrisch nicht verbunden werden. Die Systeme dürfen auch nicht vorübergehend durch die Schleifer einer Lok miteinader verbunden werden!


Am einfachsten ist es, in dem Zufahrtsgleis von der Trix Express-Anlage zur Märklin-Drehscheibe ein umschaltbares Gleisstück (in der Länge der längsten Lok) einzubauen.

Dieses Gleisstück wird einmal über einen dreipoligen Schalter mit dem Trix-Express-Zufahrtsgleis verbunden. Man fährt dann mit der Lok von der Trix Express-Anlage auf das umschaltbare Gleis und stellt dort die Lok ab.

Dann, nach Umschalten wird das Gleisstück mit der Märklin-Drehscheibe verbunden ist. Für die Drehscheibe separaten Transformator verwenden! Mit diesem separatem Trafo fährt man die Lok auf die Drehscheibe und in die (abschaltbaren) Schiuppengleise.

Auf der Drehscheibe selber ist nur "Einzugbetrieb" möglich.

Georg
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Beitragvon noels » 02.01.2006, 23:55

Hallo Georg,
da bist Du etwas über das Ziel hinaus geschossen, oder machst es Dir schwerer,als nötig. Letztlich ist es egal, was Plus und was Masse ist. Es kommst blos darauf an, welchen Motor man wie daran anschließt. Sonst könnte man beispielsweise auch keine Märklin-Loks auf TE umrüsten. Bei uns ist der Lokrahmen mit dem Mittelleiter verbunden, bei Märklin mit der Außenschiene. Solche Loks sollten dann nur tunlichst keine Metallkupplung haben, wenn sie beispielsweise mit einem beleuchteten Hannover gekuppelt werden, oder mit einer alten TE- Lok in Doppeltraktion fahren sollen. Auf meiner Anlage ist der Mittelleiter der Scheibe als Masse angeschlossen, die Außenschienen als Plus. Der Mittelleiter ist nicht getrennt, nur die beiden Außenschienen, an der Einfahrt zum BW. Bei der Ein- oder Ausfahrt werden beide Trafos in gleicher Richtung etwa gleich weit aufgedreht. Der Übergang erfolgt ohne Ruckeln. Du hast Recht, daß ein gleichzeitig fahrender Zug des anderen Stromkreises einen kurzen Stromstoß bekommen würde. Wenn es also in der Praxis vorkommt auf der konkreten Anlage, daß gleichzeitig ein Zug auf dem anderen Stromkreis unterwegs ist, wird Deine Lösung günstigere sein. Bei Digitalbetrieb würde ich das wohl auch so machen. Im Analogbetrieb sind die Folgen aber nicht so gravierend, zumal man ja ins BW normalerweise sehr lansam einfährt.
MfG
Heiko Mehnert
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Beitragvon Georg » 03.01.2006, 01:53

Hallo Heiko

Wir haben uns mit dem Thema Trix Express intensiv beschäftigt. Aber hier werden im Forum wiederholt Fragen gestellt, die man nach der Lektüre des TED 1 bis 25 nicht mehr stellen würde. Man kann aber an den gestellten Fragen erkennen, daß es manchmal an elementaren Kenntnissen fehlt.

Wenn Du bei Deinem Vorschlag Einschränkungen und Bedingungen voraussetzt, wie:

-> Loks sollten dann nur tunlichst keine Metallkupplung haben
-> nicht mit einer alten TE- Lok in Doppeltraktion fahren
-> bei der Ein- oder Ausfahrt werden beide Trafos in gleicher Richtung etwa gleich weit aufgedreht
-> ein gleichzeitig fahrender Zug des anderen Stromkreises einen kurzen Stromstoß bekommen würde

... führt das gerade bei Unbedarften wieder zu neuen Problemen und weiteren Nachfragen.


Und gerade Deine genannte Einschränkungen und daß irgendwo auf der Anlage ein zweiter Zug plötzlich losfährt und dem Besitzer - der doch alles nach Trix Express-Vorschrift aufgebaut hat - Rätsel aufgibt, wollte ich mit meinem Vorschlag vermeiden.

Du weißt, was passiert, wenn Deine beiden Trafos nicht gleichsinnig aufgedreht werden. Aber weiß das jeder Leser?

Was machst Du, wenn auf der Anlage frühe Pappschwellenweichen verbaut sind, deren Weichenspulen und Beleuchtung noch vom Mittelleiter versorgt werden? Bei der Märklin-Blechdrehscheibe ist der Drehantrieb serienmäßig einseitig auch mit Masse verbunden, das sind da aber die Fahrschienen! Da könnte auf einmal eine Wechselspanung am Gleis der Drehscheibe anliegen. Zugeben, die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr groß, daß jemand den Trix-Mittelleiter noch als Masse für den Wechselstromteil des Trafos verwendet. Aber ausschließen kannst Du es auch nicht Wir würden das hinbekommen. Aber Du mußt immer an den DAU, den dümmsten anzunehmenden User denken.

Das man das umschaltbare "Übergabegleis" bei reinem Digitalbetrieb (wenn man die beiden Außenschienen zusammenschließt) genauso wenig benötigt wie einen separaten Trafo, ist mir schon klar.

Aber man kann nicht davon ausgehen, daß jeder Forum-Leser digital fährt, daß jeder Forum-Leser den Sinn Deiner Einschränkungen versteht. So ist eine Lösung, die in ALLEN Fällen ohne Einschränkungen zum Ziel führt, die für die Mehrzahl der hier Lesenden leichter zu durchschauen ist, sicherlich die hilfreichere. Andere Vorschläge (z. B. Aufgabe des Zwei-Zug-Betriebes) führen dann leicht zur Verwirrung.

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 03.01.2006, 05:09

Ob die Masse mit den Aussenschienen oder mit dem Mittelleiter verbunden sind, ist elektrisch egal. Das einzige Problem ist, dass im Digitaleinsatz keiner der beiden Digitalleiter als gemeinsame Rueckleitung mit einer anderen Stromquelle verwendet werden sollte. Ich wuerde daher in die Drehscheibe selbst einen Decoder einbauen, und den Motor der Scheibe mit ihm ansteuern. Da ich keine Drehscheibe auf meiner Anlage habe, kann ich einen genauen Bericht uber diesen Einbau leider nicht geben, aber ich bin sicher, dass Heiko diese Information hat.

Bei analogen Systemen koennen immer Probleme auftreten, wenn eine Lokomitive von einem in den anderen Stromkreis wechselt. Das beschriebene Springen sollte jedoch in dem von Heiko und mir beschriebenen Anschlusssystem nur dann auftreten, wenn die Raeder des Triebfahrzeuges auf der nicht Strom abnehmenden Seite elektrisch miteinander verbunden sind. Dies ist z.B. bei der BR54 der Fall.

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Beitragvon Georg » 03.01.2006, 10:02

Das Problem ist, daß zur Zeit der Konstruktion der Märklin-Drehscheibe Marklin den Fahrstrom und den Strom für die Magnetartikel am Transformator nicht getrennt hat. Der Märklin-Trafo hat im Gegensatz zum Trix-Trafo mit vier Anschlüssen nur drei.

Das Prinzip des gemeinsamer Rückleiters hat man bei der Drehscheibe fortgesetzt. Der Drehscheibenantrieb bezieht seine Betriebsspannung daher nur mittels eines einzigen Drahtes. Regulär erfolgt die Stromrückleitung über die (Aussen-)Schienen.

Will man die Drehscheibe 7186 auf einer Anlage einsetzen, auf der digital gefahren wird, muß man die Drehscheibe umbauen. Wie "einfach" das ist, kann man hier nachlesen

http://www.win-digipet.de/forum/showflat.php?Cat=&Board=stammtisch&Number=17524&page=0&view=expanded&sb=5&o=&fpart=

Will man den Antrieb der Drehscheibe selbst digitalisieren:

Zitat-Anfang:
Ich wuerde daher in die Drehscheibe selbst einen Decoder einbauen, und den Motor der Scheibe mit ihm ansteuern.
Zitat-Ende

Und welchen Dekoder willst Du für die Drehscheibe nehmen? Dafür ist extra ein Dekoder entwickelt worden.

http://www.bmbtechnik.de/spezial.html

Und wie "einfach" der einzubauen ist, wird an der neuesten Märklin/Fleischmann-Drehscheibe - die für das Trix Express-System auch noch andere Schienenprofile bekommen müßte, für 7186 ist er ungeeingnet - hier beschrieben:

http://www.bmbtechnik.de/files/Drehscheibenumbau.pdf

Könnte damit nicht mancher überfordert sein?

Georg
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Beitragvon franz staib » 03.01.2006, 11:56

Hallo, zusammen,
erstmals herzlichen Dank für die Anregungen, die hier im Forum zu meiner Anfrage kamen. Hätte nicht gedacht, dass das Thema so kontrovers diskutiert wird.

Vielleicht ein paar weitere Angaben zur Drehscheibe, die ich besitze:
Es handelt sich nicht um eine Metallausführung, sonder sie besteht größtenteils aus Plastik mit der Nummer 7286. Allerdings sind durch den Trafo, der an die Drehscheibe angeschlossen ist, beide Schienen und der Mittelleiter mit Strom versorgt. Ich habe selbst auch schon daran gedacht, nicht den Mittelleiter, sondern die Außengleise zu isolieren. Dies werde ich jetzt zunächst auch tun. Mal sehen ob ich so erfolgreicher bin.

Nochmals vielen Dank!
Franz
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Beitragvon noels » 03.01.2006, 12:38

Hallo Georg,
ok, da hast Du recht. Ich vergesse leicht, nicht bei allen Hobbykollegen den entsprechenden Kenntnisstand vorrauszusetzen.
Der vorsichtige Mensch lebt mit Deiner Lösung auf jeden Fall ruhiger ;)
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Taigatrommel » 03.01.2006, 16:34

Hallo Leute,
auf der Seite 2 hatten wir das Thema Märklin-Drehscheibe schon einmal, hier kann man auch noch mal nach Tips schauen. Damit nicht einiges Doppelt aufgeführt wird.
Gruß Taigatrommel
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Beitragvon Georg » 04.01.2006, 10:34

Hallo Taigatrommel

Du meinst diesen Thread:

http://www.ig-trix-express.de/wbboard/thread.php?threadid=242&boardid=7&styleid=1&sid=f42998d7f9ee41bffba9e8760aa314b8

Auch soll das hier keine Kontoverse sein. Jeder kann schon mal ein Detail übersehen.

Um das Problem mal leicht verständlich für alle deutlich zu machen, warum man ein umschaltbares Gleis in die Zufahrt zur Drehscheibe einbauen muß, soll das beispielhaft mit dem Befahren zweier Lokomotiven beschrieben werden.

Zunächst fährt eine Lok der BR 24 von der Strecke auf die Drehscheibe. Diese Lok hat bekanntlich zwei Mittelschleifer und zwei Außenschienenschleifer, die normalerweise (bei Fahrt Schornstein voraus) die rechte Außenschiene bestreichen. Wenn man den Transformator, der die Strecke versorgt, und den Trafo, der die Drehscheibe versorgt, gleichsinnig gleich weit aufdreht, fährt diese Lok ohne Probleme auf die Drehscheibe. Soweit hat Heiko Recht.



Nun wird eine Lok der BR 54 auf die gleiche Fahrt geschickt. Die BR 54 hat aber keine Außen-Schienenschleifer, sondern nimmt den Strom über die drei nicht angetriebenen Treibräder der Lok und der mittleren Tenderachse auf. Die Lok hat eine Stromabnahmebasis von der Außenschiene von über 11 cm.

Im Auslieferungzustand sind die Außenschienen bei der Märklin-Drehscheibe miteinander verbunden. Das ist auch nicht leicht zu ändern.

Ob wir den Trafo für die Drehscheibe aufdrehen oder nicht, ist ohne Belang. Daher lassen wir zum leichteren Verständnis diesmal den Trafo für die Drehscheibe in Nullstellung und fahren nur mit dem Streckentrafo die BR 54 auf die Drehscheibe. Was passiert nun? Anzunehmen wäre, daß die Lok stehen bleibt, sobald sie keinen Strom mehr von dem Streckentrafo bekommt.

Aber wenn die erste Treibachse die Gleise der Märklin-Drehscheibe berührt, passiert zunächst ganz etwas Anderes.

Die BR 54 hat eine umschaltbare Fahrstromumschaltung. An der Stirnseite des Tenders sitzt ein kleiner Schiebeschalter, mit dem man die Fahrstromversorgung der Lok von der rechten auf die linken Außenschiene umschalten kann. Das heißt aber auch, daß bei dieser Lok nicht nur die rechten Räder der Lok eine ständige Schienenstromaufnahme haben, sondern AUCH die linken Räder ! ! ! Sie wird nur im Normalfall nicht genutzt.

Wenn nun die Lok mit der ersten Achse das Drehscheiben-Gleis erreicht hat, fließt der Strom von der rechten Strecken-Außenschiene über das rechte, erste Treibrad in das Gleis der Drehscheibe. Da auf der Drehscheibe aber die beiden Schienen elektrisch zusammengeschaltet sind, fließt der Strom weiter zum linken Rad der ersten Treibachse. Über die nicht genutzte linke Schienenstromaufnahme der Lok fließt der Strom weiter in die mittlere Tenderachse, die noch auf dem Streckengleis steht. Damit gerät plötzlich die linke Strecken-Außenschiene unter Spannung und ein irgendwo auf diesem Stromkreis abgestelltes Triebfahrzeug setzt sich ungewollt in Bewegung.

Das ursprünlich abgestellte Triebfahrzeug bleibt solange in Bewegung, bis die BR 54 die Drehscheibe vollständig erreicht und das Streckengleis verlassen hat. Da die Stromaufnahmebasis dieser Lok über 11 cm ist, legt das ungewollte sich in Bewegung setzende Fahrzeug etwa die gleiche Stecke zurück. Da kann schon einiges zu Bruch gehen.

Bei Triebfahrzeugen, die ihren Strom mit Schienenschleifern von der Außenschiene aufnehmen, UND bei Modellen, die auf der Basis von Märklin - Wechselstrom - Modellen entstanden sind (BR 103, 151, Ae6/6), hat man das Problem nicht.

Aber das oben aufgezeigte Problem ist nicht nur auf die BR 54 beschränkt. Auch die BR 38, BR 92 und die BR 98.4 besitzen eine umschaltbare Fahrstromversorgung. Bei den letztgebauten Modellen der BR 98.4 findet man in der Lok einen (in der Gebrauchsanweisung nicht beschriebenen) Stecker, der diesem Zweck dient.

Georg
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Beitragvon kladewa » 04.01.2006, 12:00

Hallo Georg,

nur damit ich es richtig verstehe: wenn z.B. an der linken Schiene eine hohe Spannung anliegt - weil auf der Anlage gerade ein Zug fährt, der den Strom links aufnimmt, dann würde die Lok auf der Drehscheibe losschiessen?

Dieter

PS: abgesehen vom Stillegen der linken Schleifer bei den genannten Loks könnte man nicht auch jeweils die Aussenschiene (2x) trennen und mit einem Wechselschalter beschalten (rechts Strom, kinks stromlos und umgekehrt)? Wenn man dann die richtige Schiene eingeschaltet hat, fährt die Lok in gleicher Geschwindigkeit auf die DS, ansonsten bleibt sie halt stehen und man muss umschalten?
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Beitragvon Taigatrommel » 04.01.2006, 13:23

Hallo Georg
und auch die andern Teilnehmer, bei meiner Bescheibung war aufgeführt das vor der Einfahrt zur Drehscheibe ein Trenngleis (zweimal je Ausenschiene unterbrochen), was mit Schaltern zur Stromversorgung versehen ist, eingebaut werden sollte. Somit kann man dieses Trenngleis dann mit den seperaten Travo von der Drehscheibe oder den beiden Streckengleistravos befahren, anhalten, Schalter für die weitere gewünschte Stromversorgung umschalten und weiterfahren.
Gruß Taigatrommel
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Beitragvon miximaxi » 04.01.2006, 15:31

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 10:45, insgesamt 1-mal geändert.
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