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Oberleitung

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Oberleitung

Beitragvon kladewa » 17.09.2005, 08:09

Liebe Trixler,

ich möchte mir eine neue Anlage mit Oberleitung aufbauen, habe aber bisher keinerlei Erfahrung mit Oberleitung. Ich bitte Euch daher um Eure Erfahrungen/Tipps, wie ich dies am Besten angehen sollte.

Ich habe dazu folgende Vorstellungen/Randbedingungen:

- die Oleitung soll stromführend sein, da ich analog und mit EMS fahre (1 Stromkreis),

- es gab wohl früher eine von Trix angebotene Oleitung, die muss es nicht unbedingt sein, ein Fremdfabrikat ist auch recht,

- die Oleitung soll durch Tunnel gehen,

- Epoche 2/3

- ich werde die Oleitung wahrscheinlich bei ebay kaufen, da ich eine grössere Menge brauche und Gebrauchtware es tun sollte.

Zur Zeit gibt es anscheinend im Wesentlichen vier Anbieter: Vollmer, Viessmann, Sommerfeldt und Mä. (Fleischmann?). Ist für TE (Vollprofilschienen) eine besonders gut/schlecht geeignet? Gibt es typische Anfängerfehler, die ich vermeiden sollte?

Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Dieter
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Beitragvon Sandro Coletta » 17.09.2005, 08:34

Hallo Dieter,

die Trix-Express-Oberleitung ist aus dem Hause Vollmer, ist also identisch/baugleich. Wenn Du "das Original" haben möchtest, dann empfehle ich Dir die Vollmer-Produkte, die in ausreichender Zahl zu günstigen Preisen bei ebay angeboten werden. Aktuelle Viessmann- und Sommerfeld-Produkte sind inzwischen filigraner und detailgetreuer aber auch empfindlicher und teurer. Ich werde auf meiner neuen Anlage jedenfalls Vollmer einsetzen. Hol' Dir auf jeden Fall den neuen Conrad-Katalog, da gibt es weitere Anbieter, unter anderem auch eine spezielle, günstige Tunnel-Oberleitung (habe gerade den Namen des Anbieters vergessen...). Viel Spaß und gute Nerven beim Aufbau! ;)
Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,

Sandro Coletta
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Oberleitung

Beitragvon Peter Hess » 17.09.2005, 18:40

Siehe Bericht vom4.5.05
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Beitragvon kladewa » 17.09.2005, 19:28

Hallo Herr Hess, danke für Ihren Hinweis. Das hatte ich schon gelesen, ging aber davon aus, dass die Tipps dort im Wesentlichen für die Bakelitschienen gelten.

Das bringt mich gleich auf eine weitere Frage: sind die Bakelitschienen nicht höher als die Vollprofilschienen? Wie wird die unterschiedliche Höhe für die Fahrleitung ausgeglichen?
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Beitragvon noels » 18.09.2005, 11:22

Hallo Dieter,
wenn die Optik nicht so wichtig ist, aber es preiswert und robust sein soll, kannst Du auch Märklin nehmen. Die ist sehr einfach aufzubauen, fast unkaputtbar, aber sieht aus wie ein schwebender Weidezaun.
Gruß
Heiko
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Beitragvon trixklaus » 18.09.2005, 23:08

Hallo Dieter,
eine Kiste mit Vollmer-Oberleitung habe ich noch im Keller. Habe auf Sommerfeldt umgebaut. Die Vollmermasten nahmen im Laufe der Zeit die Form von Bananen an. Es geht halt doch irgendwie immer im Kreis
was mir die Kunststoffmasten übelgenommen haben.
Sommerfeldt`s Metallmasten sind da erheblich stabiler.
Viel Erfolg, trixklaus
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Beitragvon rolgerhan » 22.09.2005, 10:44

Hallo!
Ich habe auf meiner Anlage die von TRIX baugleichen Vollmeroberleitungen eingebaut.
Diese sind sehr robust.
Ein Betrieb mit ausgefahreren Pantographen ist hier gut möglich.
Filigranere Oberleitungen sehen bestimmt besser aus. Wegen der Betriebsicherheit würde ich aber die Finger davon lassen. Trixloks haben sehr starke Federn in ihren Pantographen und räumen auch schon mal den einen oder anderen filigranen Mast von Viessmann o.ä. ab.
Es sei denn du fährst nur mit eingefahrenen Pantographen (siehe Miniarturwunderland).
Als Tunneloberleitung habe ich die alten hässlichen Märklinoberleitungen benutzt.
Diese sind äußerst stabil und im Tunnel sieht man sie ja nicht. Bei ebay kosten diese teile nur ein paar Cent pro Stück!

Gruß

Roland
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Beitragvon Stefan » 18.10.2005, 12:17

Hallo zusammen,

@rolgerhan
1. Im Miniaturwunderland wird aus Verschleißgründen und Wartungsgründen mit Bügel unten gefahren.
2. Eine Gut aufgebaute Sommerfeldoberleitung ist der von Vollmer um Längen überlegen (Fahrdrahtspannung, Mastenstabilität, Leitwerte usw. über die Optik lieber kein Wort). Sommerfeld erfordert allerdings den erheblich grösseren Geldbeutel, grössere Fertigkeiten beim Basteln und viel Geduld...
3. Wer den Fahrdraht nicht biegen will, muss bei Vollmer für TE R1 genau so zum Selbstbau greifen (kein passender Draht, kein Bogenabzug), wie bei Sommerfeld (Simplizitätsvorteil tw. aufgehoben)
4. Die alte Vollmer-O hat keine Masten mit verschieden langen auslegern (=> Verschleiß)
5. Die Vollmer-O Quertragwerke sind ...****

Vollmer hat überdies mindestens einmal die Oberleitungskonstruktion verändert (und zwar nicht voll kompatibel)

Das Argument der Robustheit kann ich auch nicht teilen: Früher oder später krümmen sich die Plastikmasten...

Objektiv spricht für Vollmer (im Vergleich mit Sommerfeld)
- stilecht für TE
- günstig zu bekommen
- leicht und schnell zu verarbeiten
- kleine Fehler lassen sich mit der Biegezange leicht ausbessern

Gruß
Stefan
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Beitragvon kladewa » 18.10.2005, 18:14

@ all

Vielen Dank erst mal für Eure Antworten; ich glaube, ich probiers mal mit Vollmer aus.

@ Trixklaus

Wenn in Deiner Kiste noch ein paar brauchbare Masten sind, melde Dich bitte. dieteratdieterwahl.de

Dieter

PS: mir wurde bei einer Führung im WIWULA erklärt, dass es bei Oberleitungsbetrieb zu einer Störung der digitalen Steuerbefehle kommen kann; das komme zwar nicht häufig vor, aber man könne im MIWULA natürlich kein erhöhtes Betriebsstörungsrisiko eingehen.

Das ist für mich kein Problem, da ich analog fahren will; bei einem Test bei einem Bekannten habe ich festgestellt, dass die Betriebssicherheit auf DKW's und Weichen besser ist, da sich das Kontaktrisiko der stromführenden Aussenschiene nicht stellt.
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 31.10.2005, 21:09

Das Problem des Einsatzes einer Oberleitung bei Digital ist das folgende. Wenn nur ein Digitalstromkreis benutzt wird, lohnt es sich nicht diesen ueber die Oberleitung laufen zulassen. Andererseits koennte man naturlich einen Booster uber die Oberleitung, den anderen ueber die Unterleitung einsetzen. Dann ergeben sich aber zwei Probleme:

Erstens sind die beiden digitalen Stromkreise nicht beidseitig getrennt, da sie entweder ueber eine Schiene oder den gemeinsamen Rueckleiter verbunden sind. Das kann bei einigen digitalen Systemen zu Stoerungen fuehren.

Zweitens: Wird die Elok versehentlich falsch auf das Gleis gesetzt, addieren sich die Digital-Spannungen auf, und dann wird der Decoder zum Raucherzeuger, aber nur kurzzeitig.

Daher ist es besser, keinen getrennten Digitalstromkreis ueber die Oberleitung zubetreiben. Naturlich kann diese parallel zu einer der beiden Aussenschien mit dem gleichen Digitalstrom wie diese Aussenschiene versorgt werden.

Ulrich
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