Original von ecki
Die Höhe der Spurkränze müsste doch eigentlich beim INT kleiner sein als beim Puko.
Damals hat Märklin für seine Hamo-Loks auch die (bis auf die Isolierung unveränderten) Wechselstrom-Radsätze verwendet, obwohl die Spurkränze zu hoch sind. Heute holpern die Spurkränze dieser Loks über die Schwellen moderner Zweileiteranlagen. Trix hat es damals auch nicht anders gehandhabt. Erst bei den EMS-Loks für Puko-Gleise hat man die unterschiedliche Spurkranzhöhe berücksichtig.
Radsatz im linken Bildteil:
Das ist der rote einseitig isolierte Speichenradsatz (42-2402-10) für die Vorlaufachse der BR 01 bzw. BR 18 in der International-Ausführung. Statt über den Mittelschleifer nehmen die BR 01 und 18 in der International-Version den Strom über die beiden Vorlauf- und der einen Nachlaufachse auf.
Radsatz in der Bildmitte:
Der Adler hat keine Schienenschleifer zur Stromabnahme von der Außenschiene. Dafür wurden die Radsätze herangezogen:
-> die Trix International Radsätze sind einseitig isoliert,
-> die Trix Radsätze der BEIWAGEN für Puko-Gleise sind NICHT ISOLIERT (dieser Radsatz ist in der Bildmitte zu sehen (3315-03)).
Radsatz im rechten Bildteil:
Er stammt aus dem VT 08 bzw. dem holländischen ELD. Beide Triebwagen-Modelle haben
in allen Versionen (auch in Express) nur isolierte Radsätze. Und immer wird der Strom nur über entsprechend für das jeweilige System angepaßte Schienenschleifer aufgenommen. Würde man den Triebwagen mit nicht isolierten Radsätzen versehen, hätte er eine über die ganze Länge des Triebwagens verlaufende Stromaufnahmebasis. Der Strom würde über die Kupplung (über die wir an anderer Stelle hier im Forum gerade diskutiert haben) von Wagen zu Wagen geleitet. So lange Halteabschnitte vor den Signalen, auf denen der Triebwagen gestoppt hätte, waren damals unüblich.
Situation beim Puko-Adler:
Der rechts im Bild gezeigte, beidseitig isolierte Speichen-Treibradsatz 2283-13 ist der Laufradsatz des holländischen ELD (2283) und des VT08 in der International- und in der Puko-Version. Als Treibradsatz (mit Haftreifen und Schneckenrad) hat er die Nummer 2283-12. Man findet diesen Radsatz (2283-12) auch im Adler-Motorwagen in der Puko-Ausführung. So hat man beim Adler "radseitig" das Fahrgestell des Motorwagens isoliert und braucht keine Rücksicht auf die Polung im Märklin-Gleis zu nehmen. Die Stromaufnahme des Puko-Adlers von den Außenschienen erfolgt über die nicht isolierten Radsätze (3315-03) in den beiden Beiwagen. Daher findet der isolierte International-/Puko-Laufradsatz (2283-13) der Triebwagen im Puko-Adler keine Verwendung. Der Ski-Schleifer für das Märklin-System befindet sich unter dem ersten (geschlossenen) Beiwagen. - Zur Erklärung der ungewöhnlichen Radsatz-Ersatzteilnummern beim Adler: die Wagen des Adlers gab es einzeln als Ersatzteile -> 3310 bis 3320.
Wie schlecht sich die Triebwagen für das Puko-System verkaufen ließen, ersieht man auch an dieser Anzeige aus dem Mai 1969. Da Trix kein Umschaltrelais anbot, war der Betrieb mit dem Zwischengerät 5530 für einen Märklin-Fahrer "gewöhnungsbedürftig".