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Rauher Motorlauf

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Rauher Motorlauf

Beitragvon Dieter01 » 22.10.2008, 16:05

Hallo,

ich habe eine zweimotorige E 50 auf einer Börse günstig erwerben können. (Ich konnte bei diesem Preis nicht nein sagen.)
Neben dieser besitze ich schon eine 2 motorige E 50.
Die neu Erworbene läuft leise und ruhig.

Meine ist laut und rauh.
Die Achsen sind geölt, die Lager gefettet.
Ich glaube auch nicht das die Motoren zu stramm an den Zahnrädern der Getriebe sitzen.

Gibt es eurerseits Erfahrungen in diesem Bereich.
Bringen neue Kohlen etwas oder hat das damit nix zu tun?

Die neu erworbene lief trotz ihres schlimmen Aussehens wie bereits erwähnt, fantastisch.

Würde gerne meine alte E 50 auch in solch einen Zustand bringen.

U.a. sei noch erwähnt, dass alle meine Loks mit Permamotor unterschiedliche Laufgeräusche haben.



PS.
weiß jemand ob es Bilder vom letzten Treffen in Holland gibt?

lg
dieter
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Beitragvon noels » 23.10.2008, 10:23

Hallo Dieter,
die alten Standart- Permamotoren haben eine recht breite Serienstreuung was die Lager angeht. Deshalb klingen einige Loks, als hätten sie Dieselmotoren. Auch die nötige Anfahrspannung ist oft unterschiedlich. Bei der zweimotorigen kommt erschwerend hinzu, daß es für einen runden Lauf natürlich nicht gut ist, wenn die Motoren nicht richtig synchron larbeiten wegen unterschielicher Motoreneigenschaften.
Also entweder damit leben - sie fährt ja, oder auf zwei Mabuchi umrüsten, die grundsätzlich leiser laufen, auch präzieser gefertigt sind und damit keine Probleme mit der Synchronität haben
Gruß
Heiko
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Beitragvon Dieter01 » 23.10.2008, 15:48

Hallo Heiko,
Hallo Heiko,
danke für Antwort.

Habe mir schon sowas gedacht.

Werde dieses Jahr wahrscheinlich nicht zum Nordtreffen in Schwerte kommen können.

Hätte mich da bei Bernd Tauert über die Alternative informiert.
Wird wahrscheinlich darauf hinaus laufen.
Eine wird auf Mabuchi umgebaut die andere verkauft.

Habe schon 3 Loks mit diesen Motoren.
Einfach genial die sich dadurch ergebene Laufeigenschaft.

Nochmals danke für Antwort +
lg
dieter
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Motorengeräusche

Beitragvon Roman Favero » 23.10.2008, 17:33

Sali Dieter
Da kann ich Dir schon etwas weiterhelfen.
Diese Motörchen haben 3 Wicklungen also werden durch die Magnetkräfte der Rotor hin und her gerissen. Wenn die Lager zuviel Luft haben ergibt sich dadurch ein extrem rauher Lauf. Meist sind die Lager einfach ausgelaufen es gibt aber auch neue die zuviel Luft haben. Ersetzten kann man diese Lager nicht da die Motoren verpresst sind.
Ich habe aber mit dickflüssigem Öl sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich verwende für solche Motoren 15W50 Motul v300 Automotoröl. noch besser wäre ein 20W60, abgefüllt in Arztspritzen mit stumpfer Nadel. Neue 0W30 oder 5W40 Leichtlauföle sind Wasseröle und abswolut nicht geeignet. Auch ältere Autos laufen damit rauer und dies obwohl von den Motor/Auto-Herstellern diese freigegeben worden sind.
Nicht vergessen, das hintere versenkte Lager auch zu schmieren.
Dadurch wird das hin und her klappern der Welle merklich gedämpft.
Du erhältst dadurch zwar keinen Glockenanker aber der Unterschied ist frappant.
Roman
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Wasseröle

Beitragvon TE lebt » 23.10.2008, 19:29

Hallo Roman,

ein Gruetzi in die Schweiz!

Ich habe in Deinem Beitrag einen Begriff gelesen, den ich noch nicht kenne: Wasseröle.
Könntest Du mich bitte aufklären, was das ist?

Mit Dank im Voraus

Günther
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Beitragvon Richard » 23.10.2008, 21:50

Hallo Roman

Mich wundert, dass Du sagst, dass man die Lager am Permamotor nicht auswechseln werden kann.
Wenn man den Deckel auf der Magnetseite sorgfältig löst und entfernt, kann der Motor ohne Probleme komplet zerlegt werden. Meistens fertige ich aus Bronze dann neue Lager, welche das Längsspiel passend reduzieren. Vor dem Zusammenbau am besten den Kollektor mit Schleifleinen noch abziehen. Beim Zusammenbau muss dann nur auf die richtige Polung des Magneten geachtet werden. Die Laschen des Motordeckels wieder sorfälig zusammendrücken und der Motor läuft wieder wie neu.

Freundliche Grüsse
Richard
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Kompromiss

Beitragvon ecki » 24.10.2008, 00:11

Hallo Roman und Richard,

ich arbeite häufig (wenn ich zu faul zum zerlegen à la Richard bin) mit einer Mischung Eurer Lösungen:
Das vordere Lager lässt sich (meistens) im Messingbock verschieben. Allein durch eine Verschiebung Richtung Kollektor ergibt sich in Verbindung mit Öl ( meistens tut's auch "Wasseröl"= Synthetiköl) der von Roman beschriebene frappante Unterschied, den Richard zutreffend als "wie neu" beschreibt.

Besonders interessant: durch diese Motorkosmetik erzielt man sehr oft auch eine enorme Verbesserung der von Heiko erwöhnten Synchronität.

Natürlich erzielt noch bessere Ergebnisse, wer eben weniger faul ist und den Perma gleich zerlegt, wie von Richard beschrieben. Anm: so wird auch am saubersten "umgepolt !"

Viel Spass beim Basteln wünscht wie immer mit
TRIX EXPRESSionistischen Grüßen
ecki
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Wasseröl

Beitragvon Roman Favero » 24.10.2008, 01:45

Begriffserklärung
unter Wassseröl meine ich die neuen super tollen leichtlauf, benzinsparenden, longleif, Top Motoröle die in den heutigen Automotoren eingestzt werden. diese sind heute bereits so hochgezüchtet, dass jeder Autohersteller eine eigene Variante herstellen lässt. z.B. Castrol SLX in 7 Varianten. Meist sind diese Öle Wasserdünn und haben Bezeichnungen wie 0W30 oder 0W40 und sind immer vollsyntetisch und sauteuer. Nur eben für ältere Motoren sowohl bei über 10-15 jährigen Autos und bei unseren über 40 jährigen Modellmotoren sind solche "Superöle" falsch am Platz. Da gehöhren recht Dickflüssige Öle rein. Da gilt die Regel je grösser die Lagerluft je dicker das Schmiermittel.
Roman
PS: natürlich kann man die TE Motörchen öffnen, nur sind mir dabei die Laschen weggebrochen und deshalb liess ich seither die Finger davon. Richarts Lösung mit neuen Lagern ist natürlich die Beste, wenngleich es danach keine Sinterlager mehr sind.
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Beitragvon TE lebt » 24.10.2008, 06:54

@Roman:

Danke, jetzt hat es geschnackelt.

@Rest:

Wenn ich Euere Beiträge so lese, fällt mir dazu auch etwas ein. Ich hatte auch einmal einen Motor, der sehr geräuschvoll und rauh lief. Bei näherer Untersuchung stellte ich fest, dass der Deckel auf der Magnetseite locker war und somit die ganze Chose Spiel hatte. Ich habe daraufhin die Laschen sorgfältig festgedrückt und zusätzlich zwei Tropfen Sekundenkleber hineinlaufen lassen. Danach summte das Motörchen wieder wie ein Bienchen. :))

Gruß Günther
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