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RTS stromführende Kurzkupplung

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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RTS stromführende Kurzkupplung

Beitragvon trix103 » 06.09.2006, 08:54

Hallo Express-Freunde,

ich habe gestern mal wieder mein Rheingoldset 31314 auf die Anlage gestellt und mich zum x-ten Mal über die stromführenden Kupplungsstifte von Mä geärgert. Ich glaube, es ist kaum möglich, den Zug mal ohne Fluchen zusammenzukuppeln!

Aus einem Mä-Forum habe ich die Idee, die stromführenden trennbaren Kurzkupplungen von RTS zu verwenden. Angeblich kommen die neuen von Märklin auch von dort.

Hat schon jemand Erfahrung mit diesen Kupplungen, insbesondere beim Set 31314 und beim Doppelstockwagenset 33005? Gibt es eine vernünftige Bezugsquelle?

Danke für Tipps,

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RTS KK-Kopf (einpolig stromführend)

Beitragvon miximaxi » 06.09.2006, 14:50

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Beitragvon trix103 » 06.09.2006, 15:01

Hallo miximaxi,

danke für den "freundlichen" Hinweis...

Mir ging es jedoch mehr, falls das nicht deutlich genug geworden ist, um Erfahrung einiger Anderer... Sozusagen "Breitenerfahrung"... Vielleicht mag sich ja noch der ein oder andere melden.

Danke dir einstweilen,

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1-polig stromleitender Märklin KK-Kopf

Beitragvon miximaxi » 07.09.2006, 08:18

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Beitragvon trix103 » 07.09.2006, 09:15

Hallo zusammen,

die Art.nr. 72020 bei Märklin ist ein Set! Es handelt sich um einen Nachrüstsatz für die neuen D-Zug-Wagen!
Inhalt: Zwei Kupplungen wie beschrieben, Bleche etc.
Insofern relativiert sich der Preis.

Ich werde zumindest mal mit RTS Kontakt aufnehmen.

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Viele überflüssige Teile

Beitragvon miximaxi » 07.09.2006, 09:33

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Zweipolig stromleitende Viessman-Kupplung

Beitragvon miximaxi » 09.01.2007, 13:25

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Beitragvon Georg » 10.01.2007, 18:24

Eine ideale Kupplung gibt es auch bei den stromführenden Kupplungen nicht.

Ich habe die von Jürgen erwähnte zweipolige Märklin – Kupplung verwendet, um die beiden Lokomotiven der BR 151 aus der Trix Packung 32319 elektrisch miteinander zu verbinden.

Im Auslieferungszustand erfolgt die Stromaufnahme der angetriebene Lok praktisch nur über die Räder des Laufdrehgestelles, da das Motordrehgestell mit vier Haftreifen belegt ist. Die zweite, nicht angetriebene Lok ist elektrisch funktionslos wie ein Wagen.

Mit der zweipoligen Märklin-Kupplung habe ich die zweite, nicht angetriebene Lok mit zur Stromaufnahme herangezogen. Für diese besondere Anwendung halte ich die Kupplung sehr geeignet. Insgesamt 4 seitliche Klauen sorgen dafür, daß die Kupplung auch mit langen Zügen belastet werden kann. Diese Kupplung ist zwar unsymmetrisch und die beiden Lokomotiven können nur wie in der unten folgenden Abbildung gekuppelt werden. Das stört aber überhaupt nicht, da wegen der einseitigen Stromaufnahme aus der Außenschiene beim Trix Express – System die Lokomotiven immer so gekuppelt bleiben müssen. An den verbleibenden zwei Kupplung der zusammengekuppelten Lokomotiven befinden sich normale Kupplung, die mit dem Wagenzug behängt werden können.
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Kupplung Märklin zweipolig.jpg
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Beitragvon Georg » 10.01.2007, 18:25

Das nun folgende Bild zeigt die zweipolige unsymmetrische Märklin-Kupplung im Vergleich mit der vierpoligen symmetrischen Roco-Kupplung 40345.

Wie zu erkennen, ist die Roco-Kupplung schmaler, aber sie ist höher (genauer gesagt: sie ragt tiefer auf das Gleis hinunter). Im Gegensatz zur Märklin-Kupplung hat jede Roco-Kupplungshälfte nur eine Halteklaue. Der sichtbare kurze Stift dient nur zur Führung.
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Kupplungsvergleich Märklin-Roco.jpg
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Beitragvon Georg » 10.01.2007, 18:29

Hier noch eine weitere Ansicht der vierpoligen Roco-Kupplung 40345, die sich für den Fall anbietet, wenn eine zweipolige, elektrische Verbindung zwischen den Fahrzeugen nicht ausreicht. Die vierpolige Fleischmann-Kupplung ist ähnlich wie die Roco-Kupplung aufgebaut (auch 2 Kontakte oben, 2 Kontakte unten). Es gibt auch eine Fleischmann-Kupplung mit 2 Kontakten, sie ist der vierpoligen fast baugleich, hat aber nur die oberen beiden Kontakte.

Die Märklin-, Roco- und die Fleischmann-Kupplung lassen sich nicht automatisch entkuppeln. Die Fleischmann-Kupplungskonstruktion wurde ursprünglich als Verbindung für einen Fleischmann-Triebwagen entwickelt, der natürlich im Betrieb nicht getrennt soll. Für regelmäßiges Kuppeln und Entkuppeln ist daher die Fleischmann-Kupplung wenig geeignet.

Die einzige Kupplung, die auch automatisch entkuppelt werden kann, ist die Vießmann- / Tams-Kupplung. Diese Kupplung bietet eine ein- oder zweipolige elektrische Verbindung. Vorteilhaft ist, daß die Kupplung mit anderen mit der Fleischmann-Profi-Kupplung ausgerüsteten Fahrzeugen gekuppelt werden kann.

Wie schon eingangs erwähnt, es kommt auf den Einsatzzweck an, welche Kupplung man bevorzugt.

Georg
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Kupplung Roco.jpg
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Stromleitende Kupplungen für alle Fälle

Beitragvon miximaxi » 11.01.2007, 11:03

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Beitragvon Richard » 11.01.2007, 13:24

Hallo Georg

Mit der stromführenden Kupplung von Roco habe ich auch gute Erfahrungen gemacht. Dass sie nicht automatisch entkuppelbar ist, empfinde ich nicht als Nachteil, da solche Kupplungen meistens in festen Zugskompositionen eingesetzt werden (z. B. Vorortstriebzüge, etc.).
Leider ist diese Kupplung bei den Händlern heute nur noch als Restbestand zu finden. Die Patente für diese Kupplungen und das Rocoline-Schienensystem sind bei der pleite gegangenen Roco AG geblieben und darum dürfen sie von der neugegründeten Auffanggesellschafft auch nicht mehr produziert werden.

Gruss

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 11.01.2007, 15:26

Juergen,

Ich weiss nicht, wie Du Deine Wagen beleuchtest. Falls Du das Trix EMS-System oder ein aehnliches mit Hochfrequenz arbeitendes System benutzt, gibt es eine Moeglichkeit, ganz auf die Mittelschleifer zu verzichten:

Du fuehrst den Beleuchtungsstrom (ohne Gleichstrom) ueber die beiden Aussenschienen den Wagen zu. Da das Geraet intern einen (dicken) Kondensator hat, werden hierdurch die beiden Aussenschienen nicht elektrisch verbunden, d.h. der Trix 3-Leiterbetrieb kann weiterhin durchgefuehrt werden. Man muss nur beachten, dass in jedem Wagen ein bipolarer Kondensator von 1 Microfarad in eine der Leitungen zur Beleuchtung gelegt wird, um die beiden Schienen weiterhin gleichstrommaessig von einander zutrennen. Statt des bipolaren Kondensators kann man auch zwei Elkos von 2 Microfarad benutzen, die gegenpolig [ (+ an + ) oder (- an -)] in Serie geschaltet sind. Ich habe dieses System fuer mehrere Jahre vor der Umstellung meiner Anlage auf Digital benutzt.

Jetzt nehmen die Wagen wie im NEM-System ueber die Raeder Strom ab, und man kann sie mit einer 2-poligen Kupplung elektrisch verbinden, was eine lange Stromaufnahmebasis ohne hohe Reibung ermoeglicht. Andererseits kann die gute Idee des Mittelleiterwagens auch hier benutzt werden. In jedem Schnellzug/Eilzug gibt es wenigstens einen Wagen, der dauernd im Zugverband bleibt, z.B. den Packwagen oder den Speisewagen. Man versieht diesen Wagen mit zusaetzlichen Radschleifern, so das er von allen acht Raedern den Strom abnimmt. Somit entspricht er Deinem Mittelschleiferwagen, und der Rest des Zuges kann mit der einpoligen Kupplung verbunden werden.

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Dauerzugbeleuchtung oder EMS-Betrieb

Beitragvon miximaxi » 11.01.2007, 17:02

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 31.01.2007, 04:14

Hallo,

Ich habe mir auch mal bei RTS-Vertreiber hier in Amerika einen Satz RTS-Kupplungen besorgt. Meine Erfahrungen sind sehr positiv, die Kupplung haelt sicher und leitet den Strom ohne Probleme.

Sie kuppelt auch sehr gut mit der Maerklinkurzkupplung und Standardkupplungen, mag aber die Rocouniversalkupplung nicht. Einer der beiden Kupplungsbuegel steht hoch und kommt mit den Puffern in der Kurve in Beruehrung. Dieses Problem tritt auch auf, wenn man versucht, die Rocouniversalkupplung mit einer Maerklinkurzkupplung zu verbinden. Das Entfernen des Buegels bei der Maerklin-KK beseitigt das Problem, und aehnliches sollte auch mit der RTS-Kupplung moeglich sein.

Andererseits kuppelt die RTS-KK flacher als Maerklin, und vermeidet somit in den meisten Faellen das Pufferhackeln, das auftritt wenn eine Maerklin-KK in Rocowagen eingbaut wird. Ausserdem ist die Kupplungsverbindung bedeutend sicherer als bei der Maerklin-KK, sogar bei der nicht stromfuehrenden Version.

Zum Abschluss moechte ich noch erwaehnen, dass ich eine sehr positive Erfahrung mit dem Besitzer von RTS gemacht habe. Ich rief ihn mit einer Frage an, und er diskutierte die ganze Sache im Detail mit mir. Nach Abschluss unseres Gespraeches erhielt ich innerhalb von 10 Minuten alle Informationblaetter per E-mail. Im Zeitalter des schlechten Kundendienstes sollte das nicht unerwaehnt bleiben.

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