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Scheibenkollektormotor (E013) läuft in einer Richtung langsa

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Scheibenkollektormotor (E013) läuft in einer Richtung langsa

Beitragvon peterpff » 22.12.2007, 22:54

Hallo Trix-Freunde,
habe mir gerade ein paar Doppelstockwagen geleistet und wollte diese von meiner roten E103 ziehen bzw. schieben lassen. In eine Richtung läuft die E103 jedoch langsamer und auch das Motorengeräusch ist nicht so "weich". Dies ist unabhängig ob mit oder ohne Wagen. Ich habe mal den Strom gemessen. Erstaunlicher Weise ist er in der "schlechten" Richtung eher etwas niedriger. Als nächstes habe ich das Motordrehgestell ausgebaut und die Strommessung auf meinen Schreibtisch wiederholt. Nach wie vor ist der Strom in der "schlechten" Richtung etwas niedriger (~4%). Erstaunlicher war jedoch, daß in der "schlechten" Richtung wohl erhebliche UKW-Störungen entstehen (hab den TV angehabt und im Bild gabs dann massenhaft weiße Striche). Dies läßt ja auf Bürsten-Feuer schließen. Nun habe ich den Motor aufgemacht und den Anker herausgenommen.
Hierzu einige Fragen:
- Die Kollektorsegmente haben feine kreisförmige Riefen. Diese sind sehr gleichmäßig. Ist das von Werk aus so oder durch die Reibung mit der Kupferbürste entstanden (die Lok habe ich als ungebraucht erworben und bei mir ist sie auch nur wenige Runden gefahre) Ist es sinnvoll, die Kollektorsegmente wieder glatt zumachen ?
- Warum wird eigentlich eine Kohle- und eine Kupferbürste benutzt ? Ich habe hierzu bislang zwei Meinungen gefunden, die eine sagt es hätte etwas mit der Selbtsreingung des Kollektors zu tun, die andere hat dies verneint und als Grund die Entstörung angeführt. In beiden Fällen frage ich mich, ob dies unterschiedliches Verhalten je nach Drehrichtung zur Folge hat.
- Der Spalt zwischen den Kolletorsegmenten ist im Verhältnis zu den Bürsten recht groß (und auch tief !). In diesem Bereich sind die Kollektorsegmente auch recht verdreckt. Der Dreck geht auch mit Waschbenzin nicht weg. Ist es sinnvoll, den Spalt auszufüllen und alles nachher schön plan zu schleifen damit der Spalt nicht mehr wie eine Raspel wirkt.

Ich bin für jede Antwort und Erfahrung mit diesem Motortyp dankbar.
Allen ein Frohes Weihnachtsfest
Peter
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Beitragvon Gast » 22.12.2007, 23:04

Hi,

Kannste mal ein Bild von der Kupferbürste hier einstellen?
Habe noch nie von einer Kupferbürste gehört?
Vermute mal das die Kohle verbraucht, bzw. verschliessen ist, auf der "Kupferbürste".
Dies würde auch den verstärkten Funkenflug erklären.
Man lernt aber nie aus, vielleicht gibt es "Kupferbürsten" sogar.

Servus
Georg
Gast
 

Beitragvon trix103 » 22.12.2007, 23:12

Hallo zusammen,

ja, es gibt Kupferbürsten! Beim Märklin-Scheibenkollektormotor, welcher hier für Express verwandt wird, werden jeweils eine Kohle- und Kupferbürste verwandt. Warum? Keine Ahnung.

Zum Fahrverhalten: Ich besitze einige Loks mit diesem Motortyp. Das "Langsamer-Fahren in einer Richtung" konnte ich auch schon beobachten. Dies scheint aber normal zu sein, da wir hier auch schon öfter darüber diskutiert haben und auch andere Expressler dieses Phänomen beschrieben. Weiss vielleicht jemand, woran es liegt?

Frohe Weihnachten an alle,

Gruß, trix103 (Stefan)
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Beitragvon peterpff » 22.12.2007, 23:20

Hallo Georg
bis zum Kauf der E103 im Okt. habe ich auch noch keine Bürste aus Kupfer gekannt. Ich war bis dahin der Meinung die Bürsten müssten aus "weichem" Material bestehen damit vorwiegend die Bürsten und nicht der Kolletor abgenutzt werden. Die Kupferbürste ist wohl ein Streifen sehr feines Kupfergeflecht das dann aufgerollt ist. Sie sieht dann von der Form her wie die Kohlebürste aus.

Gruß Peter
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Beitragvon Gast » 22.12.2007, 23:23

Hi,

wieder was gelernt.Ich hatte mal so ein ähnliches Problem mit dem alten Perma.Hier war die Kollektorplatte nicht mittig befestigt.Wenn dann lange in eine Richtung gefahren wird wurde die Bürste aussermittig eingeschliffe.
In der anderen Richtung (Bürste wird engegengesetzt gedrückt) lag dann nicht mehr die ganze Bürstenfläche auf.
Seitdem schleife ich ab und zu schräg eingeschliffene Bürsten wieder glatt gewölbt und zentriere die Kollektorplatten.

Aber wie gesagt beim alten PermaMotor.


Servus
Georg
Gast
 

Beitragvon Dietmar » 22.12.2007, 23:45

Hallo Peter

Das mit dem Langsamlaufen in einer Richtung ist bei den Märklinmotoren wohl normal. Nichts anderes ist ja der Hamomotor auch, selbst in der AC- Version laufen sie nicht gleich schnell vorwärts oder rückwärts. Ich habe drei 103 eine 151 und eine V 160 mit diesem Motor, keine läuft gleich schnell in beiden Richtungen, ja nicht mal in der gleichen Richtung laufen sie gleich schnell. Die „Streuung“ ist bei Märklin wohl sehr groß, habe ich bei Trix oder anderen Herstellern so noch nicht gesehen. Ist sicher der von Märklin so oft genante Vorsprung durch Innovation oder so.
Ach Peter, nur so am Rande, eine 103 hat keine Wendezugsteuerung und kann deshalb auch keine Doppelstockwagen schieben. Davon abgesehen, gehörte die 103 zum Geschäftsbereich Fernverkehr, alleine deshalb wurde sie schon nicht vor Doppelstockzügen eingesetzt. Aber das nur so am Rande als Info, die Phantasie ist natürlich frei.
Grüße
Dietmar
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Beitragvon Dietrich » 23.12.2007, 02:00

Original von peterpff
- Der Spalt zwischen den Kolletorsegmenten ist im Verhältnis zu den Bürsten recht groß (und auch tief !). In diesem Bereich sind die Kollektorsegmente auch recht verdreckt. Der Dreck geht auch mit Waschbenzin nicht weg. Ist es sinnvoll, den Spalt auszufüllen und alles nachher schön plan zu schleifen damit der Spalt nicht mehr wie eine Raspel wirkt.



Hallo Peter,

den Spalt kann man sehr gut mit einem Holzzahnstocher reinigen. Damit beschädigt man nichts.
Auf keinen Fall solltest du den Spalt ausfüllen. Zwischen den Segmenten muss eine elektrische Trennung bestehen, sonst gibt es Kurzschlüsse, die zur Zerstörung führen.
Eine Kupferbürste hat eine geringere Reibung und dadurch erhitzt sich der Motor weniger bei Dauerbetrieb.

Grüße

Dietrich
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 23.12.2007, 16:08

Hallo Peter,

Ich habe dies auch bei mehreren Loks mit dem Maerklinmotor bemerkt. Es ist der technische Vorsprung, den MAerklin immer hat. Auf diese Weise weiss man, in welcher Richtung die Lok faehrt. Schnell vorwaerts, langsam rueckwaerts, genau wie bei der 01 in Wirklichkeit. Der Spalt zwischen den Kollektoren setzt sich gerne mit Kohleabrieb zu, was die Decoder wirklich "gerne" haben.

Ulrich
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Kupferbürste

Beitragvon Peter Hess » 23.12.2007, 16:15

Die Kupferbürste wird ausschließlich zur Reinigung des Kollektors verwendet.
Wenn die Kohlebürste nur den kleinsten Abbruch hat, läuft der Motor langsamer und unruhig.
Daher unbedingt erneuern.
TRIX Bestell Nr. 43224170 Märklin Best.Nr. 600300
Die eine Andruckfeder ist gerade, diese greift in den Schlitz der Kohlebürste.
Die 2. Feder ist 90° abgewinkelt, diese drückt auf die Kupferbürste.
Die Kombination Kupfer- + Kohlebürste kann auch in allen alten Trix Loks verwendet werden.
Motorendienstwerkstätten haben Reinigungsstifte für Kollektoren, sehen aus wie Schulkreide, damit kann man die Kupferflächen leicht aufarbeiten.
Peter Hess
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Gewebebürste b. Scheibenkollektormotor

Beitragvon miximaxi » 29.12.2007, 18:00

Beitrag durch Autor gelöscht !
Zuletzt geändert von miximaxi am 10.02.2009, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon peterpff » 29.12.2007, 18:36

Hallo,
danke an alle für ihre Antworten. Ich bin mit meiner 103 noch nicht zufrieden. Nach zwei Runden wird sie langsamer. Ursache: die Kollektorsegmente sind wieder total mit Abrieb verschmiert. Einmal saubermachen reicht wieder nur für zwei runden. Ich habe den Eindruck, die Kohlebürste ist besonders weiche (im Vergleich zum Trix-Perma-Motor). Was spricht eigentlich dagegen zwei Kupferbürsten zu benutzten ? Ist zu befürchten, daß die Kollektorsegmente zu schnell abgenutzt werden (kann ja eigentlich "nur" doppelt so schnell sein) ? Oder gibt es etwas "härtere" Kohlebürsten ?

Gruß Peter
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Beitragvon Roman Favero » 30.12.2007, 03:17

Hallo Peter
natürlich gibt es verschiedene Härten von Kohlen.
Aber nicht für unsere Motörchen.
wenn Du die Möglichkeit hast, aus einem rechteckigen Kohlestab ein kleines feines rundes Stäbchen zu drehen oder zu schleifen, dann könntest Du Dir zu Testzwecken passende Kohlen herstellen.
Bei einer Elektromotorenwerkstatt bekommst Du sicher verschiedene Grössen und Härten.
Du müsstest aber auch kontrollieren ob am Kollektor ev. feine Gräte abstehen die Deine Kohlen abwetzen.
Den Kolektor dann mit allerfeinstem Schleifpapier (ab Körnung 600-800) abzuziehen ist nicht falsch.
Roman
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