Hallo Trix-Freunde,
habe mir gerade ein paar Doppelstockwagen geleistet und wollte diese von meiner roten E103 ziehen bzw. schieben lassen. In eine Richtung läuft die E103 jedoch langsamer und auch das Motorengeräusch ist nicht so "weich". Dies ist unabhängig ob mit oder ohne Wagen. Ich habe mal den Strom gemessen. Erstaunlicher Weise ist er in der "schlechten" Richtung eher etwas niedriger. Als nächstes habe ich das Motordrehgestell ausgebaut und die Strommessung auf meinen Schreibtisch wiederholt. Nach wie vor ist der Strom in der "schlechten" Richtung etwas niedriger (~4%). Erstaunlicher war jedoch, daß in der "schlechten" Richtung wohl erhebliche UKW-Störungen entstehen (hab den TV angehabt und im Bild gabs dann massenhaft weiße Striche). Dies läßt ja auf Bürsten-Feuer schließen. Nun habe ich den Motor aufgemacht und den Anker herausgenommen.
Hierzu einige Fragen:
- Die Kollektorsegmente haben feine kreisförmige Riefen. Diese sind sehr gleichmäßig. Ist das von Werk aus so oder durch die Reibung mit der Kupferbürste entstanden (die Lok habe ich als ungebraucht erworben und bei mir ist sie auch nur wenige Runden gefahre) Ist es sinnvoll, die Kollektorsegmente wieder glatt zumachen ?
- Warum wird eigentlich eine Kohle- und eine Kupferbürste benutzt ? Ich habe hierzu bislang zwei Meinungen gefunden, die eine sagt es hätte etwas mit der Selbtsreingung des Kollektors zu tun, die andere hat dies verneint und als Grund die Entstörung angeführt. In beiden Fällen frage ich mich, ob dies unterschiedliches Verhalten je nach Drehrichtung zur Folge hat.
- Der Spalt zwischen den Kolletorsegmenten ist im Verhältnis zu den Bürsten recht groß (und auch tief !). In diesem Bereich sind die Kollektorsegmente auch recht verdreckt. Der Dreck geht auch mit Waschbenzin nicht weg. Ist es sinnvoll, den Spalt auszufüllen und alles nachher schön plan zu schleifen damit der Spalt nicht mehr wie eine Raspel wirkt.
Ich bin für jede Antwort und Erfahrung mit diesem Motortyp dankbar.
Allen ein Frohes Weihnachtsfest
Peter
