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Schneckenumbauten

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Schneckenumbauten

Beitragvon Ralf » 13.01.2008, 23:49

Hallo zusammen,

in der Januarausgabe des "Modelleisenbahner"s wurde der Umbau einer BR 54 mit einer halbgängigen Schnecke von "Modellbahnantriebe Glasmachers" ( www.glasmachers.com ) gezeigt. Vielleicht ist das ja für den einen oder anderen interessant.

Ich musste aber auch gleich an die Diskussion im BR 42 thread über die Änderung der Untersetzung denken. Die Teile, über die es dort ging, sind sehr schwer zu bekommen und so liegt es nahe, sich zu fragen, ob sich mit diesen "Umbauschnecken" nicht was machen lässt. Leider habe und kenne ich die Loks nicht, für die sie angeboten werden (BR 38.4, BR 54, E 05, E 36, E 75) kann es also nicht abschätzen.

Grüße
Ralf
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Halbgängige Schnecken für H0 ???

Beitragvon miximaxi » 14.01.2008, 09:33

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Beitragvon Taigatrommel » 14.01.2008, 09:40

Hallo Ralf,
den von dir erwähnten Artikel habe ich auch gelesen.
Der Umbau scheint recht einfach zu sein. Nur haben nicht alle neueren Loks eine Schnecke, einige haben auch Zahnräder auf der Motorwelle. Welche nun genau das sind kann ich jetzt auch nicht sagen. Aber für die neueren Loks mit Schnecke geht der Umbau bestimt dann überall. So sehe ich das jedenfalls im Augenblick, aber ich lasse mich auch gerne belehren.
Gruß Taigatrommel
Ps. Minimaxi war schneller beim schreiben als ich.
Auf gewisse Weise hat er Recht das die Schnecke nicht weit genug eingreift. Aber dadurch das die Geschwindigkeit untersetzt wird, bin ich der Meinung das die Schnecke für den gleichen Zug bei gleicher Geschnindigkeit weniger Kraft übertagen muss, sie muss sich dafür aber eben doppelt so schnell drehen.
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Last bleibt gleich

Beitragvon miximaxi » 14.01.2008, 10:03

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 14.01.2008, 12:08

Die Kraft zwischen Schnecke und Zahnrad sollte relativ gering sein, da (wenn man einmal von Reibungsverlusten absieht) der Motor die gleiche Arbeit wie der Zughaken verrichtet. Arbeit ist aber Kraft mal Weg. Bei einer Uebersetzung von 1:10 muss der Motor 1/10 der Kraft produzieren, die am Haken benoetigt wird (grobe Schaetzung!!!). Meiner Ansicht nach ist jedoch der Eingriff der Schnecke zu gering. Da das abgebildete Zahnrad aus Plastik besteht, kann es langfristig durch die Schnecke zerstoert werden, da diese zwar geringe Kraft nur an den Zahnradspitzen ansetzt.

Ulrich
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Beitragvon Richard » 14.01.2008, 12:48

Hallo zusammen

Was mich an dieser Umbauanleitung irritiert, ist die Bezeichnung "halbgängige Schnecke". In der Konstruktionsausbildung habe ich gelernt, das eine Schnecke mindestens einen Gang hat, d.h. bei einer Umdrehung der Schnecke wird das Zahnrad um einen Zahn weitergedreht. Wie ich eine halbgänge Schnecke herstellen müsste, ist mir daher nicht so ganz klar.

TRIX hat meistens mit 4- und 2-gängigen Schnecken mit Modul 0.4 gearbeitet. Ausnahme waren nur BR80 (V36?) mit der groben Modul 0.8-Verzahnung sowie das V36-International-Getriebe mit z=17 und Modul 0.5.

Bei allen Schnecken mit mehr als einem Gang kann nun die Gangzahl reduziert werden. Dabei wird die Drehgeschwindigkeit reduziert und dafür das Drehmoment erhöht.
Erfolgreiche Umbauten waren bei mir z.B.:
- V100 mit 3-gängigen Schnecken und Originalzahnrad
- V36 mit eingängiger Schnecke, Originalzahrad und mabuchiähnlichem Motor
- V36 mit eingängiger Schnecke, Zahnrad z=21 und Faulhabermotor 1331

Die V36 ist für solche Versuche ein ideales Prüfobjekt, da der Motor schwenkbar aufgehängt ist. Es gilt nur zu beachten, dass der Aussendurchmesser des Zahnrades nicht grösser als 9.5mm wird.

Natürlich lassen sich auch die Drehgestellloks umbauen. Nur gibt es dort noch mehr Einschränkungen, weil hier Durchmesser von Zahnrad und Schnecke, sowie Achsabstand genau stimmen müssen.

Freundliche Grüsse
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"Halbgängige" Schnecken" gibt es nicht!

Beitragvon miximaxi » 14.01.2008, 13:21

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Beitragvon noels » 14.01.2008, 18:31

Hallo zusammen,
kann Jürgen nur zustimmen. Mit geänderten Schnecken habe ich hinlänglich experimentiert und dabei auch einigen Schneckenrädern Zahnausfall verpaßt. Was auf dem Bild zu sehen ist, kann man nur haarsträubend nennen. Schnecke und Schneckenrad müssen das selbe Modul aufweisen und vernünftig ineinander greifen. Auch die Umstellung von 2- auf 1- gängige Schnecken bei gleichem Schneckenrad ist schon heikel, da hier die Steigung der Schnecke eine andere ist, und damit ein anderer Winkel der Zähne auf dem Schneckenrad gebraucht wird. Nach meiner Erfahrung geht es in den Trix- Loks, außer bei den alten Exemplaren, bei denen das Schneckenrad auch noch aus Messing war. Dort steigt das Geräusch zu sehr an.
Am besten ist es also, Schnecke und Schneckenrad zu tauschen. Für viele Modelle kann Bernd Tauert beides liefern.
Heiko Mehnert
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