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Spalten in der E50

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Spalten in der E50

Beitragvon Ulrich Albrecht » 31.12.2006, 18:54

Ich trage mich mit dem Gedanken, bei meiner E50 die Pufferbohlen festzulegen. Hat jemand Idee, wie man die SPalten sauber fuellen kann?

Ulrich
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Beitragvon Georg » 01.01.2007, 01:19

Hallo Ulrich

Ich wurde es bei dem Gedanken belassen. Es ist ja nicht mit dem Füllen der Lücken getan.


Ich habe bei einer E10 003 die Pufferbohlen festgelegt. Es ist die kürzeste Trix - Drehgestellok mit ausschwenkenden Pufferbohlen. Aber da zeigen sich schon die Grenzen eines Umbaus.

Zum Ausfüllen der Lücke habe ich den Zweikomponentenkleber Stabilit genommen. Er härtet schnell aus und läßt sich mit einer Feile (und einem Fräser) leicht in die gewünschte Form bringen.

Da ich keine einfache Befestigungsmöglichkeit für die Kupplung sah - sie müßte für eine einwandfreie Funktion weiterhin mit dem Drehgestell in Kurven mitschwenken -, hatte ich mich entschlossen, es weiterhin mit der Kupplungsaufnahme in der Pufferbohle zu versuchen. Den Gedanken, die Drehgestelle der Modelle der BR 110/112/140 mit der tief am Drehgestell befestigten Kupplung zu verwenden, habe ich verworfen, da die Drehgestelle für die E10 003 vorbildwidrig sind. Daher habe ich die Original-Drehgestelle weiter verwendet.

Die Drehgestellblenden Lima E10 004/5 würden heute eine weitere Möglichkeit bieten, eine vorbildgerechte Drehgestellblende mit daran befindlicher Kupplungsbefestigung einzubauen. Die Möglichkeit gab es zur Zeit meines Umbaus nicht. Die Beschaffung der Lima-Drehgestellblenden von Lima ist aber schwierig.

Mein Ergebnis:
Auch wenn man das Loch in der Pufferbohle etwas verbreitert - die Kupplungsrichtfeder setzt da Grenzen – kann die Kupplung im Radius R1 nicht genug zur Seite schwenken und bringt angekuppelte leichte Wagen, deren Kupplungen auch wenig Seitenspiel haben, zum Entgleisen. Bei Wagen die den langen Trix Express – Kupplungskopf im NEM-Schacht haben, kommt es nicht zu Entgleisungen. Von Einkuppeln (und Schieben von Zügen) im Bogen reden wir aber lieber nicht.

Ferner stößt das Drehgestell in Kurven des Radius R1 gegen das Innere der festgelegten Kupplungsbohle, obwohl ich im Innern der Bohle alles entfernt habe, was verzichtbar war. Zudem habe ich die Bohle ein wenig in Richtung Puffer vorgezogen, damit das Drehgestell überhaupt drehen kann. Die Lok befährt den Radius R1. Das war es dann auch. Reserven gibt es nicht mehr.

Das größte Problem bei der E10 003 bei Verzicht auf "fremde Drehgestellblenden" ist, eine mitschwenkende Kupplung anzubringen. Die Kupplung müßte zudem durch eine Richtfeder in Mittelstellung gehalten werden. Es befindet sich an der Unterseite der Original-Drehgestelle der Lok "nichts", wo man eine bewegliche, mitschwenkende Kupplung zuverlässig befestigen kann.

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Die E50 ist länger als die E10 003. Die beschriebenen Probleme vergrößern sich weiter, da die Drehgestelle weiter ausschwenken. Hier geht es auf keinen Fall mehr mit einer in der Original-Kupplungsaufnahme belassenen Kupplung. Schau Dir mal die Lok von unten an. Auch da ist am Trix - Drehgestell buchstäblich nichts, wo man eine mitschwenkende, mit einer Richtfeder versehenen Kupplung am Drehgestell befestigen kann.

Als gangbare Lösung sehe ich das Anbringen der Trix BR50-Pufferbohle am Gehäuse. Dann entfernt man die Trix – Drehgestellblenden weitgehend und ersetzt sie durch die Drehgestellblenden der Roco BR 151 (z.Z. nicht im Katalog angeboten). Bei den Roco – Drehgestellblenden befinden sich die Kupplungen an den Blenden.

Hinzu kommt ein Problem, daß man bei der E10 003 glücklicherweise nicht hat. Wohin mit den Schleifern für die Stromabnahme? Die zweimotorige E50 hat drei Schleifer für den Mittelschleifer, die an Ort und Stelle bleiben können. Aber von den drei Schleifern für den Außenschleifer befinden sich zwei jeweils zwischen der Pufferbohle und der ersten Achse. Bei Verwendung der Roco - Drehgestellblenden wird der Raum für die Kupplungsbefestigung benötigt. Du mußt also auf die "äußeren Außenschleifer" verzichten und (wenn Du nicht mit Oberleitung fahren willst) dafür teilweise auf die Haftreifen der angetriebenen Radsätze (Zugkraftverlust) verzichten, um die Radsätze zur Stromabnahme heranziehen zu können.

Mein Fazit:
Ich hatte absichtlich die E10 003 für einen Umbau genommen, weil wegen der Kürze der Lok die Probleme am kleinsten sind. Das Ergebnis fand ich so ernüchtern, daß ich von weiteren Umbauten in dieser Richtung abgesehen habe. Natürlich könnte man den Antrieb durch einen an anderer Stelle im Forum beschriebenen Riemenantrieb verbessern. Aber irgendwie muß man doch den Aufwand eines Umbaus betrachten und was damit erreicht wird. Es bleibt eine alte Lok.

Heute würde ich eine Lima E10 004/5 für das Trix Express – System umbauen. Das Modell ist wesentlich detailreicher und hat bessere Fahreigenschaften. Der Umbau der Lima-Lok ist gar nicht so schwierig, weil der Lima-Getriebeblock nur 11 mm breit ist.

Wenn es eine E50 mit festen Pufferbohlen sein soll, würde ich zu einem Umbau der Roco BR 151 raten. Allerdings ist dessen Getriebeblock 12 mm breit.

Georg
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 01.01.2007, 11:47

Georg,

Herzlichen Dank fuer die Analyse der auftretenden Probleme. Ich hatte aehnliche Befuerchtungen bzgl. des Umabus gehabt, doch war ich irgendwie des (Umbau-) Wahnsinns fette Beute geworden. Gut, dass Du mich auf den Boden der Tatsachen zurueckgebracht hast.

Ulrich
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