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TESMO V80

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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TESMO V80

Beitragvon Ulrich » 03.01.2009, 20:05

Hallo, ich besitze eine auf Trix Express umgebaute V80 des damaligen Herstellers TESMO in Karlsruhe. Eigentlich ein schönes Modell, siehe Abbildung. Es gibt nur ein Problem: die Stromabnahme auf der Aussenschiene erfolgt nur über 2 Räder eines Drehgestells. Durch den kurzen Radabstand bleibt die Lok auf Weichen und Kreuzungen häufig stehen. Die Stromabnahme ist also verbesserungsbedürftig.

Kürzlich habe ich eine 2. TESMO V80 sehr günstig erwerben können. Ich habe schon überlegt, die beiden Loks in Doppeltraktion laufen zu lassen mit gemeinsamer Stromabnahme. Fuhr die V80 jemals in Doppeltraktion?

Eine letzte Möglichkeit wäre natürlich ein Geisterwagen zur Sromabnahme, aber dadurch müsste ich mich auf Güter- oder Personenzüge festlegen.

Hat jemand eine gute Idee?

Alles Gute zum neuen Jahr wünscht

Ulrich
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V80_2.jpg
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Beitragvon Ulrich » 03.01.2009, 20:06

Hier noch ein Bild der Unterseite.
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V80_4.jpg
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Beitragvon noels » 04.01.2009, 10:57

Hallo Ulrich,
am reellsten wird es sein, wenn man es macht, wie bei Märklin - Hamo-, Trix H0 -Loks:
Den Mittelschleifer gegen den Rahmen isolieren. Die Räder der linken Seite mit Buchsen ebenfalls isolieren. Dann kann man die Räder der rechten Seite vollständig zur Stromabnahme heran ziehen.
Gruß
Heiko
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Tesmo V80

Beitragvon Thorsten S. » 04.01.2009, 15:04

Hallo Ulrich!
Das Problem sind wohl die Haftreifen auf dem
Motordrehgestell. Nehme das hintere rechte
Treibrad ab und montiere es auf die linke Seite
des Laufdrehgestells und montiere das Laufrad
auf die angetriebene Achse. So hast Du dann 3
Raeder auf der rechten Seite ohne Haftreifen.
Allerdings kann ich auf den Bildern nicht erkennen
welche Raeder ISO Buschen haben und wie die
Stromabnahme realisiert ist(Radinnenschleifer?).
Gruesse Thorsten
Thorsten S.
 
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Tesmo V80

Beitragvon Hans » 04.01.2009, 22:10

Hallo Ulrich,

ich habe das gleiche Problem bei meiner baugleichen Ortwein V80 mit einem zusätzlichen Schleifer an dem Antriebsgestell gelöst.
Es ist nicht viel Platz für eine der herkömmlichen Schleifer Lösungen, deshalb habe ich auf der linken Seite (im Bild) ein Stück Elektronik Pertinaxplatine aufgeklebt. Daran wurden zwei 2mm breite Federn aus Phosphor-Bronce Blech (Conrad.de) gelötet, welche den 5mm breiten und 10mm langen Skischleifer aus dem gleichen Material tragen. Der Schleifer wird mit einem Kabel an dem Motor angeschlossen.
Damit ist die Stromaufnahme viel besser und die Lok fährt sogar über die TE-DKW.

Die Haftreifen habe ich alle auf dem Antriebsgestell belassen, denn die Zugkraft ist nicht wirklich großartig. Selbst mit den vier Haftreifen reicht es nicht mal an die 2-Achs getriebene TE V100 heran, da weniger als die Hälfte des Gewichtes auf dem Antriebsgestell lastet.

Viele Grüße
Hans
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Beitragvon Ulrich » 10.01.2009, 14:28

Hallo und danke für Eure Beiträge und die guten Tips. Ich glaube ich werde es mal mit einem zusätzlichen Radschleifer am Antriebsdrehgestell versuchen.

Werde zu gegebener Zeit mal darüber berichten ..

Gruß

Ulrich
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Re: TESMO V80

Beitragvon Ulrich » 26.07.2009, 12:34

Hallo, es hat zwar eine ziemliche Zeit gedauert, aber jetzt gibt es Neues zu berichten. Vom Umbau einer E146 blieb ein Radschleifer übrig, den ich für die V80 verwenden konnte, siehe Bild. Ein Arbeitskollege schnitt mir eine Gewindebohrung in die Metallhälfte des Antriebsdrehgestells, und der Radschleifer wurde zerschnitten und angepasst. Für das Kabel habe eine Nut in den Kranz der Motoraufnahme gefeilt. Die Spannung liegt jetzt zwar auf dem gesamten Chassis, aber das macht nichts, da die Räder mittels Kunststoffeinsätzen isoliert sind, sowie das Drehgestell mit dem Mittelschleifer ebenfalls vollständig isoliert ist.

Die Räder der Antriebsachse mit dem Radschleifer wurden durch Räder ohne Haftreifen ersetzt, die ich noch vom einer Bastellok hatte. Ich hatte erst überlegt, nur ein Rad auszutauschen, aber dann hatte ich die Befürchtung, dass das Rad ohne Haftreifen einen kleineren Durchmesser hat und dadurch keinen sauberen Kontakt mit der Schiene mehr hat. Mit nur 2 Haftreifen ist die Zugkraft nicht überwältigend, aber für 3 - 4 Umbauwagen reicht es noch.

Die Lok fährt jetzt sauber ohne zu stottern über alle Weichen. Ein schöner Erfolg!

100_2440.jpg


Gruß

Ulrich
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