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Trix Motoren

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Trix Motoren

Beitragvon dieter1 » 22.05.2011, 00:57

Hallo Freunde,

ich habe mehrere Motoren die eigentlich aus Schrott hervorgegangen sind.

U.a. habe ich eine BLS Lok in braun mit einem Kantonzeichen auf dem Gehäuse die ich von irgend einem Flohmarkt erworben habe.
Für mich absolut hochwertig (Schnäppchen) wie man sagt, aber bei näherem Hinsehen völlig abgedroschen.
Ich habe die Lok auseinander gebaut,gereinigt,geölt, gefettet, u.s.w. u.s.f. Ihr kennt dieses Procedere...
Ergebnis:Sie fährt wie eine lahme Ente.

Auch habe ich die oben erwähnten Motoren die in Frage kommen, eingebaut und versucht eine bessere Laufeigenschaft zu erreichen.
Gleiches Resultat.
Meine Frage: Wann sind Kohlen abgefahren, -wenn nix mehr drauf ist, oder?
Kann es sein, dass Verschleiß am Anker bzw. an der Wicklung passiert.
Auch habe ich Erwägung gezogen das im Getriebe der Wurm ist.
Aber mitnichten.Läuft wie ein Uhrwerk.
Bei 5 ausprobierten Motoren mit dem gleichen Resulatat, das kann doch nicht sein.
Um zum Kern zu kommen.
Gibt es Maße oder Einheiten betreffend des Motors an die man sich orientieren kann damit dieses Scheißding läuft.
Sorry, war lieb gemeint....

lg
aber ich stehe wie ein Ochs vor einem Berg...

dieter
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Re: Trix Motoren

Beitragvon Thorsten S. » 22.05.2011, 10:44

Hallo Dieter!
Du hast ja bestimmt auch gut laufende Lokomotiven.
Teste einen Motor aus einer guten Lok in Deiner BLS.
In der TE E10 koennte der gleiche Motor sein.
Deine evtl. defekten Motoren kannst Du dann schon mal in der guten
Lok testen. Woher weisst Du denn das das Getriebe wie ein Uhrwerk laeuft?
In den meisten Faellen ist eine Klaue lose die das Kunststoffkreuz zwischen
den beiden Getriebewellen fixiert.
Stimmt das Zahnradspiel zwischen Motor, Zwischenzahnrad und Getriebezahnrad?
Viele Gruesse Thorsten
Thorsten S.
 
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Re: Trix Motoren

Beitragvon noels » 22.05.2011, 11:43

Hallo Dieter,
einige Ergänzungen zu Thorsten:
- Lege am ausgebauten Motor einmal Spannung an und versuche ihn leicht mit den Fingern zu bremsen. Wenn man ein paar Motoren probiert, merkt man die Unterschiede sehr schnell.
- Fünf schlappe Motoren halte ich auch eher für unwahrscheinlich.
- Es können auch die Buchsen in den Achsgetrieben hinüber sein, Wolle auf den Wellen.... Deine Beschreibung ist da zu ungenau. Drehen mit der Hand sagt nicht viel darüber, ob die Getriebe wirklich leichtgängig sind bei höherer Drehzahl.

Gruß aus OS
Heiko
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Re: Trix Motoren

Beitragvon PaTrix » 22.05.2011, 14:46

Hallo Dieter,

Den beiden Tipps von Thorsten würde ich ernsthaft nachgehen:
Thorsten S. hat geschrieben:... Woher weisst Du denn, dass das Getriebe wie ein Uhrwerk laeuft?
In den meisten Faellen ist eine Klaue lose die das Kunststoffkreuz zwischen den beiden Getriebewellen fixiert.
Stimmt das Zahnradspiel zwischen Motor, Zwischenzahnrad und Getriebezahnrad?

Ich gebe Dir einfach zu bedenken, dass der Weg zur Kupplung und zu den beiden Getriebeblöcken dornenvoll sein kann. Schau einfach darauf, dass Dir keine der grossen und gleichen Laschen abbrechen, sonst macht Dir Dein "Schnäppchen" keine Freude mehr. :?

Prüfe zuerst den Anpressdruck des Motors auf die Zahradübersetzung vom Motor ins Drehgestellt bevor Du Dich daran machst, die Kupplung im Drehgestell zu überprüfen. :wink:

Mit TRIXigen Grüssen
PaTrix
...aus dem Land der BLS-Loks
:D 8) :P
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Re: Trix Motoren

Beitragvon dieter1 » 22.05.2011, 17:39

Hallo,

an alle.
Zunächst Dank für die Tips.
Logischerweise hatte ich einen Motor aus einer " guten Lok" aus - und in unser Sorgenkind eingebaut.
Deswegen "uhrwerkscharakterlichen Lauf".
Aus diesem Grunde komme ich darauf das es am Motor liegt.
Aber der selbe Fehler bei 5 Motoren ??????????
Die Tips von Heiko werde ich zunächst versuchen.

Das Spiel zwischen den Zahnrädern, wie Thorsten erwähnt hat, was heißt das?


Was die von PaTrix erwähnten Laschenabbrüche betrifft, fehlt hier schon eine.Ich denke aber das durch die Fixierung mit den 4 Schrauben des Motorträgers auf die Getriebblöcke kaum Einfluß durch abgebrochene Laschen stattfinden kann. (Wenn ich nicht irre)

Nochmals Dank an alle
+
lg
Dieter
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Re: Trix Motoren

Beitragvon Roman Favero » 22.05.2011, 18:34

Hallo Trix-Schrauber
ich wiederhole mich zwar, aber wer die Laschen jedes mal ausglüht kann sie einige male mehr biegen bis sie brechen.
Das geht zur Not sogar mit einem Feuerzeug, besser ist ein kleiner Gasbrenner.

Wenn die Getriebe verharzt sind könntest Du die Teile auch mal richtig heftig mit WD40 oder einem ähnlichen Öl-Reinigungs-Kontakt-Multi-Kriechöl-Spray durchbaden/spritzen. Da hilft dann manchmal richtig klotzen. Röhrchen rein und durchspritzen und das nicht zu knapp. Natürlich zusätzlich die Teile bewegen oder laufen lassen. Schleifer und Schleiferplatten möglichst entfernen.
Das ist zwar eine riesen Sauerei aber mit vielen Zeitungen drunter lässt sich der Ölsee binden.
Ich habe gerade gestern wieder einmal entsprechende Erfahrung machen können, zwar an 8 Fensterhebetürbeschlägehebeln, aber der 30 jährige Staub, das versteinerte Fett, der ganze Dreck, lössten sich und das bockige Blockier-Verhalten war weg. Nach einer zusätzlichen Fettspraybehandlung schnappen die Teile wieder besser als neu.
Nach solchen Reinigungsübungen müssen die Getriebeteile und Achsen unbedingt wieder gefettet oder geölt werden, denn diese dünnflüssigen Multi-Kriechöl-Sprays sind keine Schmiermittel sondern nur zum Reinigen gut. Meist ist der Hauptbestandteil Petrol.

mit vertrixten Grüssen.
Roman Favero
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Re: Trix Motoren

Beitragvon Mechanik-Freak » 22.05.2011, 22:08

Hallo Dieter,
Das Spiel zwischen den Zahnrädern, was heißt das....

Das heißt, dass der Abstand zwischen den Zahnrädern passen muß. Normalerweise sollten es ca. 0,3mm sein. Das kann man zwischen Motorritzel und Zwischenzahnrad eigentlich nach Gehör einstellen, also mit laufendem Motor.
Schwieriger wird's beim Abstand von Zwischenzahnrad zum Zahnrad der Getriebewelle. Bei den Drehgestell-Loks sind die Wellen gerne mal in Plastik-Hülsen gelagert. Die halten natürlich nicht ewig und sind meist der Grund für laute Betriebsgeräusche und wegen des zu großen Abstandes für zunehmend schwergängigen Lauf. Ich ersetze bei meinen Loks diese Lagerhülsen grundsätzlich durch Messingteile. Damit habe ich schon mal eine Fehlerquelle ausgemerzt.
Bei solchen Schnäppchen - wenn ich sie sowieso schon auseinander gebaut habe - lege ich auch die anderen Getriebeteile in Nitro- oder besser in Universalverdünnung, die ist nicht ganz so scharf. Und zwar alle Teile. Keine Angst, das Material verträgt das. Auch wenn's Kunststoff ist. Solange sie nicht über Nacht darin gebadet werden, sondern nur um sie von altem Fett etc. zu befreien, besteht da keine Gefahr. 2-3 Minuten sind absolut kein Problem. Ein billiger Ultraschallreiniger aus dem Discounter hilft da ungemein.

Zu den Perma-Motoren:
Es muß nicht unbedingt an den Kohlebürsten selbst liegen. Man kann ja deren Länge mit einem einwandfrei laufenden Motor vergleichen. Wenn da kein Unterschied zu sehen ist, kann's daran nicht liegen.
Oft ist aber der Anpressdruck der Bürsten an den Kollektor zu niedrig (Spiralfeder). Das sorgt dafür, daß die Motoren nicht die Leistung und Drehzahl bringen, die sie eigentlich könnten. Den ausgebauten Motor mal an 12 Volt anschließen und vorsichtig abwechselnd rechts/links und danach gleichzeitig auf die Kohlebürsten drücken.
Wenn der Anpressdruck zu klein ist, wird der Motor mit der zusätzlichen manuellen Hilfe schneller drehen. Wenn er stimmt, wird er langsamer. So meine Erfahrung.... Einstellen der Spiralfeder? Try and error.. ein Geduldsspiel.
Die Teile sind 'zig Jahre alt. Und oft in der Pflege vernachlässigt. Nicht nur deswegen tausche ich sie gegen Mabuchis. Bis auf wenige Ausnahmen ;-) .

Gruß,
Michael
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