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Was darf ein guter Motor kosten?

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Was darf ein guter Motor kosten?

Beitragvon Roman Favero » 16.03.2008, 23:47

Was kostet Qualität ?
Was darf ein Elektromotor kosten?
Was ist uns ein guter Antrieb wert?

Wir bauen um, von Ti auf TE von Roco, von Brava, von Märklin und von weiss der Kukuk was, wir verbessern die Märklinmotoren mit 5 pol Rotoren, mit besseren Magneten, wir machen Schwungmassen und Gummiriemen rein, drehen Schnecken mit einem Gang, wir machen alles mögliche, wir investieren extrem viel Zeit in verbesserte Antriebe, nur der Motor darf nix kosten.
Wir diskutieren ob die neuen FF180 „China-Mabuchis“ für 99 Cent noch gleich gut sind wie die alten Mabuchis ! Wir diskutieren wie lange so ein billigst Ramschmotor hält. Wir investieren viel Zeit um diese Billigst-Motörchen in unsere sehr hochwertigen Modell einzubauen. Gleichzeitig schimpfen wir über Märklin, dass sie nun alles in China fertigen.
Doch was wäre uns ein richtig guter Motor eigentlich wert, was wären wir bereit für einen Maxon, oder Minimotor/Faulhaber auszugeben. Beides Hersteller die absolut unbestrittene Qualitätsmotoren liefern. Wäre es nicht intelligenter für den wichtigsten Teil einer Lok etwas mehr auszugeben? Ein Motor mit garantierten Motordaten, ev mit Kugellager, ev mit integriertem Getriebe, mit einer lebenslangen Lebensdauer, einem Produkt aus Europa?
Ein Motor bei dem die Qualität auf jeden Fall stimmt.
Ev. wäre ein Sammelkauf zu vernünftigen Konditionen der IG bei einem der beiden Hersteller ja möglich.

Deshalb die Frage: was dürfte also ein richtig guter Motor aus Deutschland oder der Schweiz kosten?
1 Euro, 5 Euro, 10 Euro oder 20 Euro ?

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Beitragvon noels » 17.03.2008, 17:10

Hallo Roman,
die Frage würde ich nicht nur auf die Kosten pro Motor beschränken. Wichtig ist auch, welcher Aufwand für den Einbau nötig ist und wie der Motor zu unseren Loks von seinen Eigenschaften her paßt. Ich bin ohne weiteres bereit, 20 €, oder im Einzelfall auch mehr, auszugeben, wenn ich weiß, daß ich diesen Motor auch wirklich verwenden kann.
Ich habe schon - zig Motoren ausprobiert. Das meiste war nicht zu gebrauchen. Deshalb würde ich nicht mehr ins blaue hinein Motoren bestellen und schon gar nicht zu einem zweistelligen Preis.
Wenn Du aber beispielsweise auf ein konkretes Modell von Maxon, o. ä. gestoßen bist und sagen kannst, daß es sich gut verwenden läßt, wäre eine Sammelbestellung natürlich interessant, auch wenn der Motor teurer ist.
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Roman Favero » 17.03.2008, 18:16

Danke Heiko
Das sehe ich genau so, nur --- wie definieren wir den optimalen Motor.
EV. sind zum Abdecken unserer Ansprüche ja verschiedene Typen nötig. Oder ein entsprechendes Getriebe zur Anpassung der Drehzahl.
Gerde Maxon hat sooo viele verschiedene Typen.
Vor mir liegt der Gesammtkatalog.
Man müsste also die Grösse, die Drehzahl, die Voltzahl, und das max Drehmoment bzw. die Wattzahl bestimmen.
Spricht irgend was gegen Glockenankermotoren?
Deine Erfahrungen wären auf jeden Fall sehr interessant, denn alle schlechten Erfahrungen nochmals zu machen wäre sinnlos.
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Beitragvon noels » 17.03.2008, 21:34

Hallo Roman,
die Definition dürfte individuell verschieden sein. Deshalb kann ich nur sagen, was ich mir wünsche:
- Die Abmessungen sollten nahe am Original sein, damit nicht aufwendige Fräsarbeiten anfallen. Bei Loks wie der BR01 mag es noch angehen. Aber bei vielen Modellen würde es eng werden, wenn der Motor wesentlich länger, oder dicker wäre
- Die Welle sollte mind. 13 mm lang sein, damit man Platz für eine Schwungmasse hat.
- Die Drehzahl sollte bei ausreichendem Drehmoment zwischen 6000 und 8000 rpm im Leerlauf liegen.
Motoren, die zu lang sind, machen Probleme in Drehgestelloks, da der Ausschlag für den Radius 1 schnell zu klein wird.
Eine Drehzahl von 10000 rpm und mehr erfordert aufwendige Getriebeänderungen und ist oft mit einer Schwäche im unteren Drehzahlbereich verbunden.
Getriebe, die mitgeliefert werden, sind meist für ganz andere Anwendungen gedacht. Die Drehzahl am Sekundärausgang ist i.d.R. für unsere Zwecke zu niedrig.
Von Bühler habe ich durch Zufall einmal den, für mich, optimalen Motor gefunden. Mit deutlich über 30 € ist der aber doch zu teuer für viele unserer Loks, da er deren Wert übersteigt. Mit einer Riemenscheibe treibt er jetzt einen VT98 an. Die Fahreigenschaften sind super. Aber für eine V36, oder einer BR64 wäre er mir zu teuer.
Hättest Du konkrete Beispiele aus Deinem Maxon- Katalog, die für uns interessant sein könnten?
Gruß
Heiko Mehnert
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Neue Motoren?

Beitragvon Hans » 18.03.2008, 17:47

Hallo,

über einen universellen Austauschmotor habe ich mir auch schon länger Gedanken gemacht und suche auch schon seit Jahren einen passenden Ersatz für den neuen Perma.

Die Anforderungen an einen Austauschmotor für Trix (Express) sind recht kurz formuliert:

- Sollte ohne große Umbauten anstelle des alten oder neuen Permamotors passen.
- Sollte eine wirkungsvolle Schwungmasse haben
- Sollte Preislich erschwinglich bleiben (20-40 Euro ??)

Alter Perma:
Nach vielen eigenen Versuchen in den letzten Jahren mit verschiedenen Motoren finde ich, dass die Mabuchi Umbausätzen mit Preis und Leistung gut beieinander liegen. Ob dabei günstige China Ware oder „gute“ Produkte Made in Taiwan () eingebaut werden bleibt jedem selbst überlassen. Man sollte hierbei auch die nicht gerade einfache Entwicklung der jeweiligen passenden Schwungmassen honorieren. Erst die Schwungmassen erzielen das klasse Fahrverhalten.
Umbausätze wie damals von Verbeck waren sehr viel teurer, komplizierter einzubauen und lauter im Betriebsgeräusch durch Getriebeänderungen und höhere Drehzahlen. Diese „teueren“ Lösungen werden auch heute noch mit den qualitativ höherwertigen Faulhabermotoren angeboten.
Ich denke hier sind wir ganz gut bedient und jeder kann einbauen was passt.

Neuer Perma:
Hier finde ich besteht noch erheblicher Bedarf, da ich bisher keinen passenden „universellen“ Motor mit den Anforderungen wie oben gefunden habe. Der Motor sollte mit einer passenden Schwungmasse an die Stelle des neuen Perma passen.
Mit einem solchen Motor könnte man Loks wie BR92, BR73, ET87, VT62, BR 54, BR 38 etc zu ähnlich guten Eigenschaften wie den Mabuchi Umbauten verhelfen. Am Markt erhältliche Umbausätze für diese Loks haben (meist) keine Schwungmasse und liegen zwischen 50 und 120 Euro.

Pflichtenheft:
-Für einen passenden Faulhaber legt man neu ca. 50+ Euro ohne Schwungmasse an. Günstiger sollte der Austauschmotor mit Schwungmasse schon sein (siehe oben) sonst kann man auch gleich die angebotenen Umbausätze nehmen.
-Es kann dabei sicher ein Glockenanker Motor sein. Eisenanker geht aber auch, es sollten aber mindestens 5 Pole schräg genutet vorhanden sein.
-Eine Schwungmasse müsste entsprechend den jeweiligen Modellen entwickelt werden, Der Motor benötigt hierfür zwei Wellen mit entsprechender Dicke um alle Modelle mit neuem Perma abzudecken.
-Und wichtig: Die Leistung des Motors sollte der des neuen Perma entsprechen.

Was meint Ihr?

Herzliche Grüße

Hans
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Beitragvon Roman Favero » 21.03.2008, 02:20

Sali zämä / Hallo zusammen
wie wäre den sowas:
http://test.maxonmotor.com/docsx/Download/catalog_2007/Pdf/07_108_d.pdf
Nr. 249996 12V oder 249999 24V ???
Hat eine 2 mm dicke und 13,5 mm lange Achse, der 12V würde kurzfristig auch 14V bei 12000 UpM ertragen.
Aber besser wäre wohl der 24V der mit 14V auf 5264 UpM käme. mit einer Dicke von 19mm sollte so ein Motor eigentlich als Ersatz irgendwie reinpassen.
Für eine Befestigung habe ich keine Idee.
Die 15 und 18V Typen wären noch besser aber nicht Lagerprogramm und deshalb zu teuer.
Der Preisrahmen liegt ungefähr zwischen €30 und 22.- je nach Menge (1-150Stk)
Mit Kugellager + € 3,50
Lebensdauer: bis 20000 Std. bei optimalen Bedingungen. Hergestellt in CH oder D.
Roman WB
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Alternativer Motor

Beitragvon Hans » 22.03.2008, 11:14

Hallo,

für den Ersatz eines neuen Perma passt nach meinen Erfahrungen in etwa ein Motor mit einem Durchmesser 13-15 mm und einer Länge von 17-19mm. Eine Schwungmasse könnte 13mm Durchmesser bei einer Breite von 2-5mm haben je nach Lok. Wichtig sind die 2 Wellenenden.

Mit 24 V Motoren habe ich die Erfahrung gemacht, dass zwar die Drehzahl bei 12V reduziert ist, die Leistung jedoch auch und damit nicht mehr ausreichend ist. Ich habe deswegen vor Jahren Versuche mit 12V, 15V, 19V und 24V Motoren gleicher Abmessungen gemacht.
Ein 24V Faulhaber in einer BR80 konnte gerade mal 2-3 Waggons ziehen, der (teuere) 12V Motor mit gleichen Abmessungen entspricht wieder der originalen Zugkraft.

Auch ist die höhere Drehzahl für eine wirksame Schwungmasse wünschenswert, erfordert dann aber eine Reduzierung der Geschwindigkeit mit mehrgängigen Schnecken wie sie Bernd Tauert anbietet.
Ein Ersatzmotor sollte bei 12V mindestens 1,3 besser 1,6W Leistung haben.

Viele Grüße
Hans
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Beitragvon noels » 23.03.2008, 10:19

Hallo zusammen,
den neuen (Kompakt-) Permamotor würde ich gar nicht in jedem Fall ersetzen. In den Dehgestelloks hat man genügend Platz, ihm eine Schwungmasse von Bernd Tauert zu verpassen. Auch bei der E05 geht das. Damit läuft der Motor nach meiner Erfahrung sehr manierlich. Die Übersetzung ist auch ok.

Schwieriger wird das bei den Dampfloks , den Stangenelloks und den beiden Schienenbussen. Dummerweise ist der Motor hier flach eingebaut und es liegt eine Platine direkt darüber, oder darunter. Damit ist eine sinnvolle Schwungmasse nicht möglich. Bei den Triebwagen kann man wohl mit der Fräse genügend Platz für zwei Schwungmassen schaffen, wenn man auch die Schnecken durch welche ohne Bund ersetzt.

In den Dampfloks ist der Motor schwer zu ersetzen, will man nicht selbst eine neue Motorhalterung bauen. Einen Rundmotor, wie den gezeigten Maxon, wird man kaum verwenden können. Von Bühler hatte ich einen passenden Motor gefunden. Aber der liegt preislich auf dem Niveau von SB- Modellbau Bausätzen.
Bei den tendergetriebenen Dampfloks würde ich keine neue Motorhalterung bauen, da es hier immer mit gewaltigem Verlust an Ballastgewicht verbunden wäre. Beim Schienenbus und der EP 3/6, E75 kann man aus Messingprofilen eine Halterung entsprechend dem gewünschten Motor basteln. Kostet halt etwas Zeit mit der Feile.
Digitalfahrer können dem Kompaktmotor über den Dekoder Manieren beibringen, So daß sich ihnen das Problem nicht stellt.
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Richard » 27.03.2008, 18:54

Hallo zusammen

Bei meinen Versuchen mit alternativen Motoren habe ich auch den Faulhabermotor 1331T012S ausprobiert. Mit einer eingängigen Schnecke und einer Schwungmasse mit 20mm Durchmesser verleiht er der V36 optimale Fahr- und Zugeigenschaften. Vom vorne abgebildeten Motor ist im eingebauten Zustand fast nichts mehr zu sehen. Ein Rückbau in den Originalzustand ist ohne Probleme möglich.

TRIXige Grüsse
Richard
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