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Wie geht die Mittelleitertrennung ?

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Wie geht die Mittelleitertrennung ?

Beitragvon Nachtkappe » 19.03.2007, 14:09

Hallo zusammen !

Brauche bitte wieder Eure Hilfe.
Es handelt sich um das Anlegen von "Stumpfgleisen - mit Weiche gekoppelt" (Mittelleitertrennung) laut dem TRIX EXPRESS Ratgeber von Paul J. Ettl (S.35).
Irgendwie komme ich nicht klar.
Ich habe im Lokschuppen folgende "historische" Gleissituation vorgefunden (Bild 01):
Bei "B." ist der Mittelleiter unterbrochen, an ihm war Draht befestigt.
Bild 02:
Ich bin sehr knapp mit grünen Schaltern. Deswegen muß ich mich für die Alternative "Stumpfgleisen - mit Weiche gekoppelt" entscheiden.
Bis hierin habe ich alles verstanden. Das weitere Vorgehen ist mir überhaupt nicht klar, deswegen bitte meine Fragen:
1.- Bild 01
Wie schließe ich die Kontakte "A." (grüner Pfeil) bzw. "B." (gelber Pfeil) am grünen Schalter an, also:
2.- Bild 02
an "A." (türkis Pfeil) bzw. "B." (roter Pfeil), aber wie ?

Wenn es geht, dann bitte anhand der gewählten farblichen Pfeile erklären.
Mir raucht der Kopf, ohne Euch kriege ich das niemals hin !!

Besten Dank !!!!!
Gruß
Mattes
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Beitragvon Nachtkappe » 19.03.2007, 14:11

Hoppla, zwei Bilder kann man nicht posten. Hier das Zweite:
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 19.03.2007, 15:32

Hallo Mattes,

Verbinde die Gleisklemme A auf dem ersten Bild mit einem der blanken Klemmen, den Mittelleiter mit der anderen. Dabei ist es gleichgueltig, welche Du waehlst.

Ich persoenlich wuerde Stumpfgleise so nicht anschliessen, sondern den Mittelleiter ueber einen einfachen Ein-Aus-Schalter unabhaengig von der Weiche schalten. Die von Dir geplante Schaltung entspricht den denkenden Weichen von Fleischmann. Werden Abstellgleise durch das Schalten einer Weiche mit Strom versorgt, kann es leicht zu ungewollten Zugfahrten kommen, wenn die falsche Weiche geschaltet wird. Ich hatte solche Schaltungen einmal ausprobiert, fand sie aber mehr laestig als nuetzlich. Die Mittelleitertrennung bietet sich fuer solche Gleise an, in denen nur eine Lok zum Stehen kommt: Stumpfgleise am Bahnsteig, das Ausfahrtende eines Bahnhofsgleises (man kann dann die Zuglok abschalten, und auf dem Rest des Gleises rangieren), und kurze Abstellgleise. Fuer laengere Schuppengleise ist es besser, die Aussenschienen zu trennen, damit mehr als eine Lok auf dem Gleis abgestellt werden.

Ulrich
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Beitragvon Georg » 19.03.2007, 17:11

Hallo Mathes

So schwer ist das nicht. Wenn Du die Verdrahtung übernommen haben solltest, ist ein Durchfinden unter Umständen nicht leicht, weil der Vorbesitzer möglicherweise seine eigenen Idee eingebracht hat und sich nicht genau an das Lehrbuch gehalten hat.

Unten findest Du das von Dir erwähnte Bild aus dem Trix-Ratgeber.

Dargestellt ist einmal die übliche Stromversorgung von einem Fahrpult für die (im Bild untere) Außenschiene. Das zweite Fahrpult für die zweite (, obere) Außenschiene ist nur durch die zwei nach rechts führenden Drähte angedeutet.

Dann ist in dem Bild gezeigt, wie man eine Weiche anschließt. Der Strom fließt von der schwarzen Fahrpultklemme zum grünen Schalter. Je nach Knopfdruck geht's dann über eine der beiden im Bild linken Klemmen zu der Weiche, die damit auf Geradeausfahrt oder Abzweigfahrt gestellt wird. Von der Weiche führt ein Draht zurück zur weißen Klemme am Fahrpult und der Stromkreis ist geschlossen.

Zusätzlich sind nun nur die beiden Drähte von den rechten Klemmen zum durchgehenden Gleis und zum Abstellgleis. Die hast Du in Deinem zweiten Bild mit A und B gekennzeichnet. Sie bezwecken folgendes: da Du ja wie in Deinem ersten Bild gezeigt, den Mittelleiter unterbrochen hast, kann in dem Abschnitt des Abstellgleises nur dann eine Lok fahren, wenn Du dort für eine separate Fahrstromversorgung des Mittelleiters sorgst. Die erfolgt dadurch, daß ein Draht von dem Mittelleiter des durchgehenden Gleises (der immer Fahrstrom führt) zu der Klemme (im Bild rechts oben) führt. Wenn die Weiche auf Abzweig gestellt wird, wird gleichzeitig von der Klemme (rechts unten) der Fahrstrom zum Abstellgleis geleitet – und die dort abgestellte Lokomotive kann fahren.

Weiter:
1. Die beiden Drähte an den rechten Klemmen des Schalters kannst Du vertauschen.

2. Wenn wider Erwarten die Lok im Abstellgleis nur fährt, wenn die Weiche auf Geradeausfahrt (also falsch) steht, mußt Du die beiden linken Drähte am Schalter vertauschen.

ABER:
rechts und links darfst Du am Schalter nicht vertauschen.

Du kannst in dem Abstellgleis immer nur EINE Lok abstellen
.
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Beitragvon Georg » 19.03.2007, 17:16

Der Vollständigkeit halber:

Wenn man zwei (mit zwei Fahrpulten gesteuerte) Loks in einem Abstellgleis abstellen will, muß man statt des Mittelleiters beide Außenschienen unterbrechen. Für das Pappgleissystem lieferte Trix spezielle Gleise, mit denen man so etwas sogar als fliegende Anlage auf dem Teppich aufbauen kann. Wie man auf dem folgenden Bild erkennt, hat das Gleisstück vier Anschlüsse. Da genügen dann allerdings nicht mehr die zwei (rechten) Klemmen des grünen Schalters.

Man benötigt, wie Ulrich schon allgemein vorgeschlagen hat, einen separaten Schalter. In diesem Fall sogar einen separaten, zweipoligen Schalter, der den Strom jeweils zwischen den beiden roten bzw. silbernen Klemmen verbindet/unterbricht. Oder man muß ein Relais (anzuschließen am Schalter (links) parallel zum Weichenantrieb) verwenden.

Hat man eine funktionierende Oberleitung muß das natürlich auch noch berücksichtigt werden. Aber ich glaube, daß führt für Mattes im Moment zu weit.

Mit freundlichen Grüßen Georg
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Beitragvon Nachtkappe » 19.03.2007, 17:46

Hallo Ulrich und Georg !

Das klingt ja alles sehr gut, ich werde heute nacht mal Eure Hinweise umsetzen.
Wie immer schon jetzt 1.000 Dank für Eure Hilfe und Mühe !!!!!
Ich melde mich nach der Nachtschicht wieder !

Gruß
Mattes

Ich hatte mich jetzt schon mal auf eine lange Nacht eingestellt. Aber: alles hat wegen der guten Erklärungen schon auf Anhieb bestens funktioniert !
Super !
Freue mich riesig, denn dadurch bin ich wieder einen großen Schritt weitergekommen !!!!!

Im Zusammenhang stellt sich mir jetzt nur diese Frage:
vom Trafo werden 12 Volt Gleichstrom in das Gleissystem eingespeist.
Über den grünen Schalter sind es doch aber 14 Volt Wechselstrom. Die gelangen dann doch in das unterbrochene Gleis !
Wie kann das eigentlich funktionieren ?

Gruß
Mattes
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 19.03.2007, 19:07

Der gruene Schalter ist zweipolig. Pol 1 ist ein Ein-Aus-Schalter, der das abgetrennte Gleis ueber die blanken Klemmen mit dem Mitteleiter verbindet (12V Gleichstrom). Der zweite Pol ist ein Taster, der ueber die farbigen Klemmen den Wechselstrom (14V) wahlweise auf die farbigen Klemmen legt.

Ulrich
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Beitragvon Nachtkappe » 19.03.2007, 19:38

Danke, Ulrich !
Viel dazugelernt und es funktioniert !
Suuuuuper !!!!!
Besten Gruß
Mattes
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 19.03.2007, 23:13

Mattes,

Gern geschehen. Hast Du ein Vielfachmessgeraet fuer Spannung =, Spannung ~, Strom =, und Widerstand?
Der Gleichstrommessbereich sollte so um die 500 - 1000mA betragen. Wenn nicht, schau mal bei Conrad nach. Du solltest eins fuer rund 20 Euro bekommen koennen. Die Extramoeglichkeit, den Strom fuer Wechselstrom waere zwar auch super, aber so weit ich weiss, sind die, die das koennen, teurer. Ein solches Geraet ist eine Superhilfe nicht nur bei der Untersuchung von elektrischen Schaltungen, sondern auch bei der Fehlersuche und der Reperatur von Loks.

Ulrich
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Beitragvon Nachtkappe » 20.03.2007, 07:57

Hallo Ulrich !

Gute Idee ! Werde ich mir besorgen, allerdings erst in "der 2. Phase", d.h. wenn die Anlage komplett aufgebaut ist.
Derzeit ist die Situation noch die, daß sie nach 40-jähriger Ruhephase "im Karton" jetzt perfekt wiederauferstanden ist. Hier ist es in den letzten Monaten mit Riesenschritten vorangegangen.
Und zwar ausschließlich wegen der Hilfe hier im Forum !
Es wurden hier im Forum 3 Loks repariert und die verschiedensten technischen Probleme und Fragestellungen auf`s allerfeinste gelöst. Erschwerend kam immer wieder hinzu, daß ich in der Materie ein absoluter Anfänger war, jetzt nicht mehr ganz so dramatisch wie am Anfang. Es ist schon beeindruckend, mit wieviel Mühe, Aufwand und Zeit hier geholfen wird. Wenn ich da allein mal an all die Zeichnungen und Bilder von Georg denke .....
Jetzt fehlt nicht mehr viel, dann würde ich mich sehr gerne mit den technischen Feinheiten, wie von Dir vorgeschlagen, beschäftigen.
Das kommt, also nochmals Danke für den Tip !

Gruß
Mattes
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