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Zahnrad auf Antriebsachse lose

Technisches: Fragen, Tipps & Tricks zu Wartung, Reparaturen, Umrüstungen etc.
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Zahnrad auf Antriebsachse lose

Beitragvon meisizebra » 01.12.2005, 08:46

Hallo,

bei einer E40 101 ist das Zahnrad auf der Antriebsachse lose, außerdem bei der anderen Antriebsachse ein Rad. Das erste Problem hatte ich schon mal bei einer anderen Lok (E10 003) und habe es seinerzeit mit einem Tropfen Sekundenkleber gelöst.
Da diese Methode aber immer ein Glücksspiel ist, mache ich es diesmal gerne anders, nur wie ???

Danke für jede gute Idee

Frank
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Beitragvon Taigatrommel » 01.12.2005, 10:47

Hallo Frank,
in diesen Fall bleibt doch nur der Ausbau und das Zerlegen von dem Antriebsdrehgestell. Ich nehme an du hast eine Achse mit ein auf einer Messingbuchse aufgesteckten Zahnrad. Und hier ist die Messingbuchse lose da hilft nur erneuren oder wie bei den Rad Sekundenkleber. Solch eine Achse mit Messingbuchse habe ich als Ersatz ohne Zahnrad und eine Achsbuchse habe ich auch noch liegen, falls Bedarf besteht Tel. 030/53697646. Um nochmal auf die sache mit einen anderen Expressfahrer der dir helfen kann zu kommen, auf der Mitgliederseite ist doch eine Liste der eingetragenden Mitglieder. Schau doch dort mal nach, ob nicht einer der Mitglieder in deiner Nähe wohnt mit den du Verbindung aufnehmen kanst, meist kann man sich mit seinen Wissen ergänzen.
Gruß Taigatrommel
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Beitragvon Richard » 01.12.2005, 12:43

Hallo Frank

Dieses Problem hatte ich schon in den 60er-Jahren. Die professionelle Lösung heisst Loctite 601. Diesen Klebstoff sollte eigentlich jeder Mechanikermeister in Deiner Umgebung kennen. Loks, welche mein Vater damals damit repariert hat, laufen noch heute problemlos.
Eine einfache und gute Lösung heute ist auch Sekundenkleber. Man muss aber unbedingt die dünnflüssige Variante verwenden, damit der Klebstoff zwischen Welle und Messingbuchse fliesst und nicht nur an der Randzone klebt.

Viel Erfolg beim Reparieren.

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 01.12.2005, 15:00

Duennfluessiger Superkleber, am besten mit Kriecheffekt. Ich habe damit die Raeder meiner Liliput 18.4 vor 15 Jahren geklebt, und die halten heute noch.

Ulrich
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Beitragvon ecki » 01.12.2005, 16:22

Dünnflüssiger Sekundenkleber ist auch nach meiner Erfahrung gut - man kann die Festigkeit des Schneckenrades ( viel häufiger tritt das Problem bei den Kupplungsklauen auf) noch erhöhen, indem man wie folgt vorgeht:

Bei Schneckenrad auf Achse bzw. Rad auf Achse:
(Schnecken-) Rad abziehen; dann die Achse an der Stelle, an der später wieder das (Schnecken-)rad sitzen wird, mit einer kleinen Nut versehen (z.B. durch einen scharfen Seitenschneider drehen oder mit sehr dünner Trennscheibe), die Nut mit Sekundenkleber füllen und dann das (Schnecken-)Rad wieder aufziehen.
Bei Kupplungsklauen kann man alternativ oder zusätzlich auch noch die Klaue vor der Wiedermontage leicht stauchen.
Ich habe das bisher schon etliche Male so gemacht - ich musste die Prozedur noch nie wiederholen.
Wichtig ist zudem, die Entfettung der Achse / Welle vor Montage des (Schnecken-)Rades bzw. der Klaue nicht zu vergessen!

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Beitragvon noels » 01.12.2005, 18:27

Hallo,
noch eine kleine Ergänzung zum Kleber:
Sekundenkleber hält sehr gut, Damit habe ich auch lange gearbeitet. Er hat nur einen Nachteil: wenn er sehr dünnschichtig aufgetragen wird, macht er seinem Namen alle Ehre. Wenn man Pech hat, bekommt man das zu klebende Teil gar nicht bis zu der Stelle geschoben, wo es hin soll.
Besser ist "Buchsenkleber" (Loctite 648). Damit werden heute im KFZ- Handwerk noch Buchsen eingeklebt. Er ist etwas länger offen als Sekundenkleber (<2 Minuten, >30 Sekunden) und ist Spaltfüllend. Damit kann man sogar Bohrungsdifferenzen im Zehntelbereich kleben. Er ist recht teuer, aber sehr ergiebig. Ich habe ihn bei einem Versand im Internet gefunden. Die Flasche nutze ich jetzt schon über ein Jahr. In der Zeit ist jeder Sekundenkleber unbrauchbar.
MfG
Heiko Mehnert
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Beitragvon Georg » 01.12.2005, 21:45

Lockere Radscheibe

Für das gelockerte Rad benötigt man eine neue Nylon-Buchse. Für solche Zwecke habe ich eine alte Lokomotive als Ersatzteilspender. Natürlich kann man die Nylon-Buchse auch auf der Achse festkleben. Dann kann man nachher aber nicht mehr das Spurmaß berichtigen. Man hat gewissermaßen nur einen Versuch!

Es gibt bei Trix zwei unterschiedliche Achsen. Die neueren Achsen haben zusätzlich feine Rillen, die ein Verdrehen der Radscheiben auf den Achsen verhindern sollen. Die älteren Achsen haben diese feine Rillen noch nicht. Versucht man auf den Achsen mit den Rillen die Radscheibe mit Gewalt zu drehen, zerstört man sofort die in die Rillen greifenden Teile der Nylon-Buchse. Die Buchse lockert sich. Besonders verhängnisvoll sind lockere Nylon-Buchsen an den Lokomotiven, die ein Treibgestänge haben: BR 01, 18, 24, 42, 64, V36 usw. Das Gestänge klemmt bzw. blockiert.

Grundsätzlich soll man nie versuchen, die Radscheibe auf der Achse zu drehen. Wenn die Radscheibe falsch aufgezogen wurde, wieder abziehen und neu aufziehen. Das gilt insbesondere für Lokomotiven mit Treibstangen.


Lockeres Zahnrad

Bei dem Zahnrad auf der Achse hat Trix im Laufe der Jahre die Konstruktion mehrfach geändert.

1. Die älteste Form findet man in frühen Modellen der E10 003, der BLS Ae4/4 und der V200. Die Zahnräder auf den Radsätzen sind gehont (erkennbar an der Ausrundung der Zähne) und aus Messing. Die Konstruktion ist recht haltbar. Doch leider sind gehonte Zahnräder aufwendig in der Herstellung. Man daher eine einfachere Lösung gesucht: siehe 2.

2. Später hat man an Stelle des gehonten Zahnrades eine Stahlbuchse aufgepreßt, die zwei Mitnehmer hat. Diese Mitnehmer nehmen das MILCHIG erscheinenden Zahnrad, das dazu zwei Aussparungen hat, mit. Die Stahlbuchse scheint allgemein sehr stamm auf der Achse zu sitzen und kann schon mal reißen.

3. Die nächste Version unterscheidet sich von der vorigen dadurch, daß die Stahlbuchse durch eine Messingbuchse ersetzt worden ist. Diese Bauform wurde in den Jahren verwendet, in der die E40 101 gebaut wurde. Die Messingbuchse neigt nicht zur Rißbildung. Dafür lockert sie sich so schon mal auf der Achse. Wenn kein Ersatz vorhanden ist, bleibt nur der Griff zu den oben erwähnten Klebern.

Das milchige Zahnrad selbst sitzt aber locker auf der Mitnehmerbuchse, da braucht normalerweise nichts geklebt zu werden. Es ist ja durch die Mitnehmer kraftschlüssig verbunden. Es kann aber vorkommen, daß am Zahnrad die beiden Aussparungen für den Mitnehmer ausgeschlagen sind. Im schlimmsten Fall sind gar keine Aussparungen mehr vorhanden. Ein solcherart geschundenes Zahnrad muß ersetzt werden. Da hilft Kleben nicht mehr. Aufpassen: auf der einen Seite vom Zahnrad - gegenüber der Mitnehmerseite - sitzt eine lockere, sehr dicke Messingscheibe. Beim Zusammenbau die Scheibe nicht vergessen! Und nicht festkleben!

4. Mit dem Erscheinen der Loks 2247/2248 usw. ab 1968 wechselte Trix zu der Bauform, die man auch noch bei den in jüngster Zeit gebauten Loks finden kann. Da hat die Achse im Bereich des Zahnrades auch kleine Rillen wie im Bereich der Radscheibenaufnahme. Das SCHWARZE Zahnrad ist ohne Mitnehmer direkt aufgepreßt. Da das Zahnrad in die kleinen Schlitze der Achse eingreift, kann man es nicht abziehen.



Die alten Loks, (E10 003, E10 128, E40 101, BLS Ae4/4, V200) haben eine geteilte Schneckenwelle. Die beiden Schneckenwellenhälften sind kraftschlüssig über eine Klauenkupplung verbunden. Erfahrungsgemäß löst sich ein Teil dieser Klauenkupplung aus Zinkdruckguß auf der Schneckenwelle viel häufiger als die oben erwähnten Buchsen auf den Radsätzen. Lockere Klauenkupplungen bekommt man mit den erwähnten Klebern wieder fest. Wenn man an eine gelockerte Klauenkupplung heran will, genügt es meistens, wenn man die Isolierplatte mit den Schleifern ausbaut. Dazu die Laschen, die die Isolierplatte halten, gerade biegen. Zwischen den beiden Hälften der Klauenkupplung sitzt ein kleines Kunststoff-Kreuz. Das darf nicht verloren gehen.


georg
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