von Georg » 01.12.2005, 21:45
Lockere Radscheibe
Für das gelockerte Rad benötigt man eine neue Nylon-Buchse. Für solche Zwecke habe ich eine alte Lokomotive als Ersatzteilspender. Natürlich kann man die Nylon-Buchse auch auf der Achse festkleben. Dann kann man nachher aber nicht mehr das Spurmaß berichtigen. Man hat gewissermaßen nur einen Versuch!
Es gibt bei Trix zwei unterschiedliche Achsen. Die neueren Achsen haben zusätzlich feine Rillen, die ein Verdrehen der Radscheiben auf den Achsen verhindern sollen. Die älteren Achsen haben diese feine Rillen noch nicht. Versucht man auf den Achsen mit den Rillen die Radscheibe mit Gewalt zu drehen, zerstört man sofort die in die Rillen greifenden Teile der Nylon-Buchse. Die Buchse lockert sich. Besonders verhängnisvoll sind lockere Nylon-Buchsen an den Lokomotiven, die ein Treibgestänge haben: BR 01, 18, 24, 42, 64, V36 usw. Das Gestänge klemmt bzw. blockiert.
Grundsätzlich soll man nie versuchen, die Radscheibe auf der Achse zu drehen. Wenn die Radscheibe falsch aufgezogen wurde, wieder abziehen und neu aufziehen. Das gilt insbesondere für Lokomotiven mit Treibstangen.
Lockeres Zahnrad
Bei dem Zahnrad auf der Achse hat Trix im Laufe der Jahre die Konstruktion mehrfach geändert.
1. Die älteste Form findet man in frühen Modellen der E10 003, der BLS Ae4/4 und der V200. Die Zahnräder auf den Radsätzen sind gehont (erkennbar an der Ausrundung der Zähne) und aus Messing. Die Konstruktion ist recht haltbar. Doch leider sind gehonte Zahnräder aufwendig in der Herstellung. Man daher eine einfachere Lösung gesucht: siehe 2.
2. Später hat man an Stelle des gehonten Zahnrades eine Stahlbuchse aufgepreßt, die zwei Mitnehmer hat. Diese Mitnehmer nehmen das MILCHIG erscheinenden Zahnrad, das dazu zwei Aussparungen hat, mit. Die Stahlbuchse scheint allgemein sehr stamm auf der Achse zu sitzen und kann schon mal reißen.
3. Die nächste Version unterscheidet sich von der vorigen dadurch, daß die Stahlbuchse durch eine Messingbuchse ersetzt worden ist. Diese Bauform wurde in den Jahren verwendet, in der die E40 101 gebaut wurde. Die Messingbuchse neigt nicht zur Rißbildung. Dafür lockert sie sich so schon mal auf der Achse. Wenn kein Ersatz vorhanden ist, bleibt nur der Griff zu den oben erwähnten Klebern.
Das milchige Zahnrad selbst sitzt aber locker auf der Mitnehmerbuchse, da braucht normalerweise nichts geklebt zu werden. Es ist ja durch die Mitnehmer kraftschlüssig verbunden. Es kann aber vorkommen, daß am Zahnrad die beiden Aussparungen für den Mitnehmer ausgeschlagen sind. Im schlimmsten Fall sind gar keine Aussparungen mehr vorhanden. Ein solcherart geschundenes Zahnrad muß ersetzt werden. Da hilft Kleben nicht mehr. Aufpassen: auf der einen Seite vom Zahnrad - gegenüber der Mitnehmerseite - sitzt eine lockere, sehr dicke Messingscheibe. Beim Zusammenbau die Scheibe nicht vergessen! Und nicht festkleben!
4. Mit dem Erscheinen der Loks 2247/2248 usw. ab 1968 wechselte Trix zu der Bauform, die man auch noch bei den in jüngster Zeit gebauten Loks finden kann. Da hat die Achse im Bereich des Zahnrades auch kleine Rillen wie im Bereich der Radscheibenaufnahme. Das SCHWARZE Zahnrad ist ohne Mitnehmer direkt aufgepreßt. Da das Zahnrad in die kleinen Schlitze der Achse eingreift, kann man es nicht abziehen.
Die alten Loks, (E10 003, E10 128, E40 101, BLS Ae4/4, V200) haben eine geteilte Schneckenwelle. Die beiden Schneckenwellenhälften sind kraftschlüssig über eine Klauenkupplung verbunden. Erfahrungsgemäß löst sich ein Teil dieser Klauenkupplung aus Zinkdruckguß auf der Schneckenwelle viel häufiger als die oben erwähnten Buchsen auf den Radsätzen. Lockere Klauenkupplungen bekommt man mit den erwähnten Klebern wieder fest. Wenn man an eine gelockerte Klauenkupplung heran will, genügt es meistens, wenn man die Isolierplatte mit den Schleifern ausbaut. Dazu die Laschen, die die Isolierplatte halten, gerade biegen. Zwischen den beiden Hälften der Klauenkupplung sitzt ein kleines Kunststoff-Kreuz. Das darf nicht verloren gehen.
georg