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Problem mit Lok-Verpackungen

Nicht technische Themen zu Trix-Express.

Problem mit Lok-Verpackungen

Beitragvon trix103 » 07.09.2007, 21:50

Hallo Expressler,

bisher habe ich Berichte über sich auflösende Folien oder Styropor in Lokverpackungen nach langer Lagerzeit immer als nicht so dramatisch gesehen. Kam halt bei mir noch nicht vor. Bis gestern..

Gestern abend habe ich mal wieder mein Doppeltraktionsset 32319 mit den beiden BR 151 fahren lassen wollen. Das Set hat etwa die letzten fünf Jahre in der OVP in meinem Moba-Regal verbracht. Darüber waren noch zwei weitere Loks in Ihren OVP gestapelt.
Als ich die Verpackung öffnete, fiel mir auf, dass die Loks von beiden Seiten sehr ölig waren. Ich habe es erst für Öl vom Motor gehalten. Doch auch die nicht angetriebene Lok wies diese Spuren auf. Da war dann erst mal Reinigung angesagt. Mit einem trockenen Baumwolltuch war es zu schaffen, den Ölglanz zu beseitigen. Gleichzeitig waren die Folien, die ab Werk die Loks schützen sollten, sehr steif geworden. Der Weichmacher hat sich wohl auf den Loks verteilt. Und das schon nach fünf Jahren! Ich habe daraufhin in sämtlichen meiner Lokverpackungen die Folien entfernt. Dabei bemerkte ich, dass der Effekt auch beim Rübenset 31347 bei der V 100 anfing.
Ich kann nur jedem empfehlen, nach Kauf einer Lok, inbesondere, wenn die Lok in der länger liegt, mögliche Folien zu entfernen und durch Filz zu ersetzen. So habe ich es dann getan und hoffe nun, für die Zukunft Ruhe zu haben. Wahrscheinlich solange, bis das Styropor in den Verpakcungen anfängt, Ärger zu machen...
Hat sonst schon mal jemand einen solchen Effekt bemerkt?
Gruß an alle ,

trix103 (Stefan)
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Beitragvon noels » 09.09.2007, 14:21

Hallo Stefan,
Deine Erfahrungen kann ich voll bestätigen. Auch die tiefgezogene Schale scheint auf Dauer einen ähnlichen Effekt zu haben. Deshalb wickle ich alle Modelle, die ich darin ablege, erst in Küchenpapier ein.
Bei einigen Serien wird dadurch auch der Lack stark angegriffen. Mitte der 80-er hatte ich eine BR18 neu in einem Laden gekauft. Sie hatte dort viele Jahre in der OVP gelegen. Zuhause mußte ich dann feststellen, daß sich der Lack, dort wo er auflag, also besonders am Tender, folienartig vom Metall gelöst hatte. Beim ersten anfassen ging er großflächig ab. Es blieb also nur eine Neulackierung. Zur sicheren Aufbewahrung sind diese OVP also kaum geeignet.
Gruß
Heiko Mehnert
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Verpackungen und Ärger damit

Beitragvon Frank Bertram » 09.09.2007, 19:39

Hallo Freunde,

um dem Ärger mit den Kunststoffpackungen, Inlets und -folien zu entgehen, hat mein Vater Pappkartons gebaut, die den alten TE- Karton entsprechen (den gelben): die Loks stehen aufrecht darin, sie liegen nicht an Kunststoff.

Meine Kollegen von Euregiostammtisch haben die Packungen schon gesehen.

Vielleicht ist das eine Überlegung wert.

Gruß

Frank
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Beitragvon Roman Favero » 09.09.2007, 20:12

Sali Stefan
ja so ist es, leider sind die Folien kaum zu unterscheiden.
PVC Folien sind und waren überall eingesetzt. Nur eben PVC hat Weichmacher drinn ! Ich habe deshalb meine Loks in Polyethylen Folie gewickelt. PE Folien haben keine Weichmacher und sind chmisch neutral. Diese wird heute in fast jedem Haushaltwarengeschäft verkaut.
Bei vielen Tiefzieheinlegern hat es kaum Platz für einen dünnen Filz. Oft sind die übrigens auch aus Kunstfasern.
Wenn also etwas Textiles, dann reine Baumwolle oder Seide natürlich ungefärbt.
Zu den Einlegern ist zu bemerken, dass diese eigentlich den Farben nicht gefährlich werden sollten, denn diese sind aus harter Polystyrol-Folie. Weil die harten Qualitäten keine Weichmacher beinhalten, sollte eigentlich nichts passieren. Nur lässt sich leider nicht mit Sicherheit bestimmen ob nicht doch auch Tiefzieher aus PVC zum Einsatz kamen. Dann ist es zwar umgekehrt, das heisst, es gehen flüchtige Stoffe aus der Farbe ins PVC, aber das ist auch schlecht.
Pappe ist insofern gut, wenn sie Säurefrei ist. die wenigsten Kartonqualitäten sind aber säurefrei.
Deshalb habe ich bei meinen grossen Sammlerkarton (siehe Kleinanzeigen) eine teurere Handpappe verlangt.
Grüsse Roman
Roman Favero
 
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Beitragvon trix103 » 09.09.2007, 22:22

Hallo nocheinmal.

Danke für Deinen Tipp mit dem Küchenpapier, Heiko. Ich lagere meine Loks bisher in den OVP in diversen Schränken.
Heute habe ich mich mal dran gemacht, in allen OVP die Folien zu entfernen. Dabei sahen einige schon etwas vergilbt aus. PVC oder nicht war mir da relativ egal. Die alten Trix OVP mit den "liegenden" Loks habe ich mir zuerst vorgenommen. Ich habe zwischen Lok und Kunststoff-Inlet Küchenpapier gelegt und die Loks dann mit Filz "zugedeckt", damit der Kunststoffdeckel der OVP nicht schaden kann. Ob das nun das Optimum ist, weiss ich auch nicht, scheint aber in jedem Fall besser zu sein, als Folien. Ich war ja ganz beruhigt, dass der Effekt wie bei meinem Set 32319 (s. oben) in den alten Trix OVP noch nicht auftrat. Lediglich die Folien "alterten" bereits teilweise. Der von mir verwendete Filz ist sehr dünn, damit die Lokverpackungen sich noch problemlos schliessen lassen.
Bei meinen neueren Loks, welche in der "Märklin-OVP" stehend lagern, gibt es bisher keinerlei Schwierigkeiten. Jedenfalls ein kleiner Vorteil, den Märklin eingebracht hat.
Danke Euch für Erfahrungen und Tipps. Bis dann,

Stefan (trix103)
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Beitragvon Richard » 13.09.2007, 11:52

Hallo zusammen

Styropor- und Schaumstoffverpackungen können vor allem bei den modernen Acrylfarben die Oberflächen angreiffen. Die früher verwendeten Nitrofarben waren diesbezüglich weniger empfindlich.
Ich packe grundsätzlich alle Modelle in Polyethylenbeutel oder PE-Folien ein. Dieses Material muss sich neutral verhalten, da es auch in der Lebensmittelindustrie zugelassen ist. (Recyclingtip: Viele Zeitschriften werden heute in diesem Material eingeschweisst verschickt.)
Neu lackierte Loks wickle ich zur Auslieferung meistens in ca. 1mm dickes PE-Schaumflies. Bei Drehgestellloks stecke ich auch einen schmalen Steifen dieses Materials zwischen Lokgehäuse und Drehgestell, damit die Farbe dort nicht beschädigt wird.
Früher habe ich die Modelle jeweils in Packseide eingewickelt. Auch bei diesem Papier konnte ich nie irgendwelche Nebenwirkungen beobachten.

Vor allem wenn Modelle transportiert werden müssen, sollten sie nie ohne zusätzichen Schutz in oben erwähnter weise in Kartonverpackungen verpackt werden. Karton hat eine sehr abrasive Oberfläche und schon kleinste Vibrationen während dem Transport beiarbeiten exponierte Stellen wie Schmirgelpapier. Auch neue oder neuwertige Modelle mit solchen Scheuerstellen sind leider an Börsen immer wieder anzutreffen.

Freundliche Grüsse
Richard
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