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Software / Datenbank für Sammlung

Nicht technische Themen zu Trix-Express.

Software / Datenbank für Sammlung

Beitragvon jacobhh » 08.06.2006, 10:57

Hallo,

so langsam müsste ich wohl mal die "Sammlung" aufnehmen und dokumentieren (schon wg. der Versicherung). Hat jemand einen Tipp, welche Software gut ist? Gab es da nicht einmal etwas zu diesem Thema auf einem IG-Treffen in Dortmund?

Vielen Dank

Thomas
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Beitragvon Hans » 08.06.2006, 13:25

Hallo Thomas,

ich habe vor Jahren einiges ausprobiert, leider habe ich bis vor 4 Jahren nichts brauchbares auf dem Markt gefunden,. Ich habe dann eine Datenbank selbstprogrammiert in Access/SQL mit verschiedenen Abfrage und Eingabe Masken. Killerkriterium für diese Datenbank war dann der absolut nötige Backup der etwas größeren Datenbank und die eingeschränkte Lauffähigkeit auf verschiedenen Betriebssystemen/Systemkonfigurationen.

Die Aufstellung soll ja bei einem "SuperGau" verfügbar sein und sollte nicht in der Nähe der Modelleisenbahn sein.
Absicherung gegen Diebstahl, Wasser oder Brandschaden ist natürlich auch zu berücksichtigen!

Ich habe deshalb vor 3 Jahren einfach in Excel mit Tabellen angefangen und halte folgende Informationen vor:
Artikelnummer, Bild, Zustand, Kaufpreis, Neupreis, Aktueller Preis, Besonderheiten, Bezugsquelle und Datum.
Die Tabellen gibt es dann in Form eines Leitzordners (!), auf 2 PCs und einer externen Speicherplatte verteilt über 2 Stockwerke und 2 Städte.
Nachteil: Die Sortierung geht nur manuell und Neueinträge müssen gleich in eine der Kategorien (Dateien) eingeordnet werden (E-Loks, V-Loks, etc).

Grüße
Hans
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Beitragvon Stefan » 08.06.2006, 14:56

Hallo Thomas,

für die Versicherung ist dieser Aufwand nicht notwendig.
Die Versicherung schützt einen Teil deines Vermögens in der normalen Hausrat (genauen Prozentsatz in Deinen VHB nachsehen, lass Dir deswegen keinen neuen Vertrag aufschwatzen). Wichtig ist, ob solche Vermögenswerte zum Wiederbeschaffungspreis oder zum Zeitwert versichert sind. Im letzteren Fall solltest du die Hausrat insgesamt überprüfen. Wenn Dein Vermögen die Pauschale übersteigt genügt trotzdem die Registrierung der Kaufbelege, es sei denn du hast besonders zu schützende Einzelstücke, welche praktisch nicht zu ersetzen sind und einen erheblichen Einzelwert aufweisen. In diesem Fall könnte die Versicherung es als grob fahrlässig erachten, solche Vermögenswerte auf der Anlage oder in der Vitrine liegen zu lassen. Solche Einzelstücke solltest Du mit Foto und ggf Wertgutachten bei der Versicherung registrieren lassen, aber auch dafür musst Du keine "Datenbank" führen.
Wenn Du mit Exel arbeiten willst, sollte Deine Sammlung möglichst eine vierstellige Anzahl von erfassten Teilen nicht übersteigen (in Exel nicht handhabbar). Als Datensicherung reicht eine CD/DVD, die du einem Freund gibst (regelmässige Updates nicht vergessen).

Es ist möglich, in Exel Dateien (z.B. Fotos) zu verlinken, also separat zu speichern und per klick anzeigen zu lassen.
Wenn es mehr wird, und Du wirklich eine Datenbank willst:
Einfach:
Hersteller wie Viessmann bieten SW (hier Collector) an. Sowas würde ich mir auf einer Messe vorführen lassen. In den Hauptfeatures sind die alle Gleich, die individuellen Features sind meines erachtens nach reine Geschmacksache, d.h. da solltest Du dir gezielt mehrere Produkte ansehen. Für mich persönlich ist dabei immer die Frage am wichtigsten, wie viel Unterstützung die Firma bietet und zu welchem Preis. Eine reine Online-Hilfe ist definitiv zu wenig.
Komplex:
Programmiere selbst z.B. mit MS ACCESS. Vorteile: Service-Funktionen wie Datensicherung usw. sind Bestandteil des Programms, wechselt die Betriebssystemversion gibt es Updates oder neue Versionen, mit denen Du die alten Daten weiter halten kannst. Nachteile: der zeitliche Aufwand ist hoch, die Kosten sind hoch, das Ergebnis hängt von Deiner Progrmmierkunst ab.

Gruß
Stefan
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Beitragvon itjunky » 08.06.2006, 19:17

Hallo,

da ich aus beruflicher Sicht mich mit Software und EDV beschäftigen muß, habe ich auch mal im dem Sektor mich umgeschaut.

Zu folgenden Resultaten bin ich gekommen :

1. Kommerzielle Software zeigt immer wieder Schwächen, da teilweise die Programme mit Funktionen überladen sind.
Es gibt meines Erachtens keine Lösung, die wirklich stabil läuft und grundsätzliche Bedürfnisse so abdeckt, daß man
eventuell individuelle Wünsche hineinbringt.

2. Excel halte ich für ziemlich aufwendig, da es eine Anwendung ist, die für einen komplett anderen Zweck gedacht ist. Es ist eben ein Tool, welches einen Rahmen für eine Tabellenkalkulation bietet. Die Daten, die ich je nach Größe meiner Sammlung dort verwalten muß, sprengt dann eh den Rahmen.

3. Ich habe mich letztendlich für eine Datenbank entschieden, die ich überall im Internet finde, und zwar MySQL. Ich habe ansatzmäßig eine Datenbank programmiert, die auf einem Web-Server im Internet läuft und mir genau die Features liefert, die ich haben möchte.
Anpassungen lassen sich recht einfach einbauen, wenn man entsprechende Programmierkenntnisse (PHP, etc.) und Datenbankkenntnisse (SQL, etc.) hat.
Backups hiervon kann ich auf meinem lokalen Rechner ablegen, aber es gibt bei guten Web-Servern auch die Möglichkeit entsprechende Server der Hosting-Provider zu nutzen. Kostenmäßig hält sich das Thema mittlerweile recht gut, da ich für solch einen Web-Server (mitz entsprechender Ausstattung) ca. 3,00 Euro im Monat bezahlen muß.
Einen zusätzlichen Vorteil habe ich, da ich von jedem Ort der Welt mit PC und Internetzugang auf die Datenbank zugreifen kann.


Viele Grüße

itjunky
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 08.06.2006, 21:19

Hier ist die Loesung, die ich benutze, um die Sammlung zu verwalten: Ich habe mir ein Paket kleiner Karteikarten gekauft, auf denen alle wichtigen Daten der Lokomotiven festgehalten werden, z.B. Decoder und Decodereinstellungen. Diese Karten benutze ich auch fuer Wagen, und man kann sie auch als Wagenkarten einsetzen, wenn man ein Wagenumlaufsystem ala MIBA/EM benutzen will.

Ulrich
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Beitragvon noels » 08.06.2006, 22:23

Hallo zusammen,
es ist schon hilfreich, wenn man der Versicherung gegenüber genaue Angaben machen kann. Vor sechs Jahren kam mir durch einen Einbruch einiges abhanden. Meine Aufzeichnungen mit Fotos reichten der Versicherung, um die Ansprüche glaubhaft zu machen.
Seit Jahren verwende ich Eisenbahn98 von Andreas Pothe (http://www.modelbahnverwaltung.de). Vor dem Kauf kann man die Software testen. Die Datenerfassung ist natürlich einmal mühsam. Das ist aber unabhängig von der verwendeten Software. Die Erfassung erfolgt auf Karteikarten. Man kann sich die Daten aber auch in Tabellenform ansehen. Es sind eine ganze Reihe von Auswertungen möglich.
Man kann alles mögliche an Material erassen. Ich habe es allerdings bei Rollmaterial und Gleisen belassen.
Gruß
Heiko Mehnert
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Beitragvon Stefan » 09.06.2006, 08:54

Hallo zusammen,

falls mein Text missverständlich war: es ist nicht nur hilfreich sondern unerlässlich der Versicherung gegenüber genaue Angaben zu machen. Die Versicherung kann sogar bei Angaben die sich als falsch/fehlerhaft erweisen, nicht nur die Leistung um die falschen Angaben verweigern sondern die Leistung GANZ streichen! Ich wollte nur sagen, dass eine Datenbank dafür nicht notwendig ist.
Wer sich unsicher ist, was Seine Versicherung im Fall des Falles verlangt, sollte dieses Problem mal mit einem Schadenssachbearbeiter (auf keinen Fall mit der Hotline [die haben i.d.R. keinen Plan] und auf keinen Fall mit einem Außendienstmitarbeiter [die nutzen das psychologische Angstmoment für einen Vertragsabschluß]) besprechen.
@ITJUNKY
Ich stimme Deiner Bewertung zu, dass MySQL besser ist als MS ACCESS (von den Kosten ganz zu schweigen). Die Bewertung der Datenbanken für Modellbahnen kann ich so Pauschal nicht teilen. Daher hab ich auch empfohlen sich auf einer Messe mehrere Produkte anzusehen.
Als weitere Alternative für Fortgeschrittene würde ich die Datenbank aus OpenOffice (http://www.openoffice.org) empfehlen.

Gruß
Stefan
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Beitragvon Ulrich Albrecht » 09.06.2006, 15:35

Bzgl. der Versicherung habe ich es wie folgt gemacht: Mein Versicherungsagent ist zu uns gekommen, und hat einige Aufnahmen der Anlage gemacht, und wir haben den Wert in die Informationen ueber unser Haus eingetragen.

Ulrich
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Beitragvon itjunky » 10.06.2006, 13:09

Hallo,

ich habe nur meine Erfahrungen hier geschildert.

Bezüglich kommerzieller Software ist es erfahrungsgemäß in der Regel so, daß man nur einen Teil der Funktionen benötigt und viele Funktionen nur dazuführen, daß die Software überladen ist.
Der Tipp bezüglich einer Messe ist ja soweit ok. Aber bekomme ich da wirklich einen Eindruck, was die Software kann und was ich davon benötige. Mir wird für eine kurze Zeit eine Software vorgestellt und ich bekomme in der Regel ein Marketingpaper in die Hand gedrückt.
Wenn der Hersteller gut ist, wovon man auch ausgehen sollte, dann bekomme ich eine Demo-CD. Je nach Philosophie der Firma ist die Software mehr oder minder eingeschränkt und es funktionieren gerade die Funktionen nicht, die für mich dann letztendlich interessant sind und eine Entscheidung für oder gegen den Kauf behindern.

Da ich für die Online-Variante bin, ist bei mir eine Idee entstanden, die eventuell hier auf Gegenliebe stoßen könnte, wenn genügend Interessenten vorhanden sind.

Ich könnte mir vorstellen, einen entsprechenden Online-Service anzubieten, den man für einen geringen Kostenbeitrag nutzen kann. Ich würde im Vorfeld alle diejeniegen, die Interesse an solch einem Service haben bitten mir eine Liste an Funktionen zuzusenden, damit entsprechende Funktionen eingebaut werden können.

Weitere Details würde ich auf Anfrage weitergeben.

Viele Grüße
itjunky
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Beitragvon Stefan » 12.06.2006, 12:38

Hallo itjunky,

ich wollte nicht Deine Erfahrungen in Zweifel ziehen.
Wer sich mit Datenbanken auseinander setzt, hat meistens zunächst eine völlig falsche Vorstellung davon, was eine Datenbank eigentlich ist.
Wenn man auf eine Messe geht, und ein kommerzielles Produkt sucht, muss man natürlich Zeit haben und sich genaue Gedanken gemacht haben, was man tun will., und dann auch genau nach diesen Tätigkeiten fragen. Und sich demonstrieren lassen wie die spezielle Lösung für die Fragestellung ausssieht.
Dein Ansatz, gegen schmales Geld den Leuten zu helfen ist lobenswert, aber gefährlich, weil der normale (das ist bitte nicht herabwürdigend gemeint) PC-Nutzer seine Wünsche nicht in Form einer Anforderungsspezifikation oder eines Pflichtenheftes formulieren kann. Daher ist Frust "programmiert" :-)
Natürlich bieten kommerzielle Lösungen eine Vielzahl von Features, die für den Nutzer ggf. gar nicht interessant sind, aber es erspart ihm die Auseinandersetzung mit Datenbakprogrammierung. Ob die Funktionen vorhanden sind, die man braucht, sollte man sich unbedingt inklusieve Bedienung vorführen lassen. Ich bin ein Gegner von Demos, weil mann dann i.d.R. auch wieder 1000 Seiten Handbuch lesen muß. da sollen sich die Vertriebler, die eigentlich genau dafür bezahlt werden ruhig mal Mühe geben! Wenn man dann noch die regel beachtet, nur das zu werten, was der Verkäufer als "iststand" präsentieren konnte (und alle Versprechen von wegen "müsste gehen" oder "kommt mit dem nächsten Update" abzieht), dann ist man eigentlich auf der sicheren Seite.
Das erfordert natürlich Vorbereitung und mit einer 5 minütigen "kann alles, hat alles, geht alles" Vorführung darf man sich nicht abspeisen lassen, dann geht nämlich am Ende nix. In sofern stimme ich Deiner Kritik an Messen zu. Meine Erfahrung ist aber, je intensiver man Leistung und Erklärung fordert, desto interessanter wirds für andere Besucher, und schon mehrfach konnte ich davon profitieren, dass jemand mit einem JA-ABER kam, dass der Verkäufer mir gegenüber geschickt im Gespräch verschleierte... was mir dann wohl erst in der retrospektive aufgefallen wäre.

Gruß
Stefan
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