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Interessengemeinschaft Trix-Express

Weniger Umsatz bei Maerklin

Nicht technische Themen zu Trix-Express.

Weniger Umsatz bei Maerklin

Beitragvon Ulrich Albrecht » 28.11.2005, 17:52

Ich habe gerade den Kommentar in der MIBA gelesen, dass Maerklin anscheinend einen 30% Umsatzrueckgang gegenueber 2003 zu verzeichnen hat. Nun, Hochmut kommt vor dem Fall. Wenn man sich ansieht, wie die Trix Express Gemeinde von Maerklin behandelt wird, dann ist es nicht verwunderlich, dass auch andere Leute mit der Firma unzufrieden sind.

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Beitragvon Georg » 28.11.2005, 19:02

Verwunderlich?

Man springt mit den Märklin-Kunden genauso rum.

Wenn dann ein Händler sich bei Märklin beklagt, weil bei seiner kompletten Lieferung einer Lokomotive die Bremsbacken mehr oder weniger abgebrochen sind, und dann den Rat bekommt, er solle die Bremsbacken einfach ausbauen, dann würden es die Kunden es gar nicht merken.......

Das Neueste, mit dem man Kunden verärgert, kannst Du hier lesen:

http://stummi.foren-city.de/topic,1783,de734c5c0af1f135ef8a6072a1a83ff1,-testbericht-henschel-wegmann-zug.html

Da bringt die Firma aus Göppingen einen Henschel-Wegmann-Zug auf den Markt mit zwei verschiedenen Ski-Schleifern.

Der eine Schleifer ist für das C und K- Gleis gedacht. Der andere ist für das alte M-Gleis von Märklin gedacht.

Und was macht der, der zufällig beide Gleissysteme auf seiner Anlage hat?


Und wenn der Umsatz um 30 % zurück geht?
Der Gewinn hat bisher aber nicht 30 % vom Umsatz betragen... also wird nichts verdient.

Die Geschäftszahlen für 2003 wurden im Oktober 2004 veröffentlicht. Die Zahen für 2004 sind seit Wochen überfällig.

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Beitragvon Ulrich Albrecht » 28.11.2005, 20:21

Maerklin hat seit Jahren kuenstlich dem Kunden die Idee gegeben, dass es ein Produkt liefert, das eine bessere Qualitaet als die Angebote der Konkurenz hat. Dies ist inkorrekt, und der Markt korrigiert sich jetzt selbst.:

Laufeigenschaften: Der Trixexpress Standardmotor aus den 60er Jahren hatte bessere Laufeigenschaften als der Maerklin Scheibenkollektormotor, auch laufen die Trixgetriebe bedeutend ruhiger. Keiner beider Hersteller erreichen die Laufruhe von Fleischmann und Rocolokomotiven. Mit einem lastgeregeltem Decoder fahren Trixloks (auch alte) bedeutend besser als Maerklinloks.

Kurzkupplung: Die Maerklinkurzkupplung hat einige Vorteile, wie z.B. die Kompatibilitaet zur Standardkupplung. Sie kuppelt jedoch nicht sehr zuverlaessig, und stoesst bei Nicht-Maerklinprodukten an die Puffer. Die Rocouniversalkupplung kuppelt bedeutend sicherer, und hat keine Probleme mit Puffern, wenn sie richtig gekuppelt ist.

DCC: Das Motorolaprotocol ist total ueberaltert, das neue System entspricht keiner Norm (z.B. 21 polige Schnittstelle).

Preise: Modelleisenbahnen sind im allgemeinen ueberteuert, aber Maerklin (und jetzt auch Trix) haben die Preise so ueberhoht, dass der Verkauf einfach zurueckgehen wird.

Sortiment: Fast alle Fahrzeuge werden nur einmal kurz als Sonderserie angeboten. Wenn man einen Zug 2-3 Jahre spaeter ergaenzen will, gibt es keine Fahrzeuge mehr. Das es auch anders geht, zeigen Fleischmann, und mit Einschraenkungen Roco. Also schaffe ich mit lieber Fahrzeuge dieser Firmen an.

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Beitragvon kladewa » 29.11.2005, 08:25

Mä bietet jetzt anscheinend bei Penny eine schauderhafte Startpackung an. In der Newsgroup Modellbahnen gibt's dazu haufenweise ätzende Kommentare:

http://de.nntp2http.com/rec/modelle/bahn/2005/11/6298ef88c6aee5ca1c8cc7720e236521.html

Das passt irgendwie alles in Bild.

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Beitragvon Taigatrommel » 29.11.2005, 10:03

Hallo Leute,
das trift ganau auf das was ich im Thema das ,,hohe Ross der Firma Märklin´´ schon Beschrieben habe. Die sollen ruhig so weiter machen, ich wünsche Herrn Adams viel Spaß. Aber für eine Beraterfunktion, wie man Kunden nicht ganz so verarscht, stehe ich Hern Adams, für ein kleines Entgeld, gerne zu Verfügung. Der letzte Clow bei den Proficlub war doch der Dankeschönwagen in gelb mit Steigungsmesser in einer Wasserwaage für fünf Jahre Clubmitgliedschaft. Leider ist dieser Wagen noch nicht als Expressmodell lieferbar, mann arbeitet aber daran, vielleicht setzt man die Wasserwaage auf einen Linz ,,bestimmt ein interesantes Modell´´. Und weil man schon fünf Jahre Clubmitglied ist darf man ihn als dankeschön auch noch extra bezahlen. Da ich aber zum Jahresende meine Mitgliedschaft im Trix Proficlub gekündigt habe verzichte ich lieber auf dieses schöne Modell.
Gruß Taigatrommel
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Beitragvon Stefan » 29.11.2005, 11:53

Hallo zusammen,

das Beispiel Roco zeigt, dass auch wir Trixer Schaden nehmen, wenn es einen der Großen erwischt. Bei aller auch bei mir durchaus vorhandenen Antipathie sollte die Kritik konstruktiv bleiben. Im o.g. Link wird auf die relativ Sachliche Kritik in Foren City total Pauschalisiert und überzogen.
Das gleiche gilt für die Startpackung.
Jeder darf, kann und soll seine Meinung im Forum kundtun, aber dass MHI Modelle zu teuer sind, weiss eigentlich jeder, der Informationsgehalt ist also =0. Und dass gestandene Modellbahner nicht die Zielgruppe für Penny-Anfangspackungen sind ist doch wohl auch klar. Gerade diese beiden Punkte sorgen aber für Umsatz bei Märklin und kontakarieren die Überschrift im Thread. Dass Märklin versucht, neue "unverbrauchte" Drogenabhängige zu gewinnen, in dem man dem Mehano-Zeug vom Aldi eine Alternative setzt finde ich aus einem anderen Grund übelst: Auch beim Fachhändler gibt es Märklin Einsteigerpackungen. Das Geschäft bei Penny (und z.B. auch bei Real) entgeht dem Fachhändler, mit dem Ergebnis, dass das Sortiment neben den subventionierten Einsteigerpackungen noch teurer wird, weil der Fachhändler mangels Umsatz die Einzelmargen erhöhen muss...
Dass darüber hinaus das Penny-Geschäft nie und nimmer nachhaltig, und daher mittelfristig schlecht für den Markt ist, ist leicht einzusehen (allerdings offenbar nicht für Märklin)...

Gruß
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Nachrichten aus Nürnberg...

Beitragvon br45 » 22.03.2006, 17:25

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Beitragvon Georg » 22.03.2006, 23:09

Zeitungsartikel habe die Eigenschaft, schnell unauffindbar im Archiv zu versinken.

Daher hier die wichtigsten Fakten aus dem oben von Claus verlinkten Artikel der Nürnberger Nachrichten:

Nach Einschätzung der IG Metall ist die Produktion des traditionsreichen Modelleisenbahnherstellers Trix gefährdet.

Wie der zuständige Sekretär der Gewerkschaft, Robert Schuh, auf Anfrage bestätigte, diskutiert die Geschäftsleitung der Göppinger Trix-Mutter Märklin derzeit mehrere Alternativkonzepte der Münchner Unternehmensberatung Wieselhuber & Partner, von denen eines die Komplettschließung des Standortes vorsehe. Märklin hatte 1997 Trix mit damals 235 Mitarbeitern übernommen, inzwischen arbeiten hier nur noch knapp 65 Beschäftigte.

Bei der heute (= 22.03.2006) stattfindenden Betriebsversammlung will die IG Metall von der Geschäftsleitung eine klare Aussage einfordern, wie es in Nürnberg weitergeht. Schon einmal nach der Übernahme stand das Werk auf der Kippe. Drei Jahre hatte der Branchenführer dem Werk Zeit gegeben, um wieder in die Gewinnzone zu kommen. Dies gelang nicht. Im Jahr 2000 lief die Frist aus, und Märklin erwog ernsthaft, den Standort komplett zu schließen.

Erst nach heftigen Protesten der Mitarbeiter entschloss sich die Göppinger Mutter, die Produktion am Standort doch aufrechtzuerhalten. Doch dies wurde damals teuer erkauft: Die Zahl der Arbeitsplätze wurde auf rund 100 halbiert, ein Sozialplan abgeschlossen. In Nürnberg blieben im Wesentlichen nur die Fertigung von Lokomotiven der schmalen Spurweite N und die Entwicklung der Feinmechanik.
KLAUS WONNEBERGER Nürnberger Nachrichten 22.3.2006
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Beitragvon dho » 23.03.2006, 12:13

Da haben wir es:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=474551&kat=5

Ich habe bereits an Trix geschrieben, dass ich meine Mitgliedschaft im Proficlub kündige und in Zukunft keine Trix-produkte mehr kaufe, wenn die Trix-Produktion ins Ausland verlagert wird.
Die Sache ist doch so:
Der größte Markt für Trix und MÄ ist Deutschland.
Wenn Mä die Produktion ins Ausland verlagert fällt in Deutschland Kaufkraft weg (dadurch das die die in Deutschland noch Arbeit haben höhere Steuern und Abgaben leisten müssen um die immer höhere Zahl von Arbeitslosen mit zu finanzieren fällt nicht nur die Kaufkraft derer weg denen MÄ jetzt evtl. kündigt).
Die Bonzen reden immer von zukunftsträchtigen und langfristigen Strategien. Aber so kurzsichtig wie die sind, scheinen deren Strategien maximal bis zu Ihrer eigenen Nasenspitze zu reichen. Es ist wirklich traurig wie diese Witzfiguren (vor allem ein herr P.A.) mit der wertvollsten Recource die es in Deutschland gibt, nämlich der Fachkraft, umgeht.
Man sollte diesen P.A. und seine ganzen Kumpanen, die nichts anderes können als dumm zu schwätzen und zu grinsen in die Wüste oder besser noch zum Mond schicken.

Schreibt alle an Trix und kündigt einen Boykott ihrer Produkte an.

Gruß

Dirk
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Beitragvon Georg » 23.03.2006, 16:31

und hier die Fortsetzung des Berichtes der Nürnberger Zeitung:

Danach bestätigt Märklin die Einsparbemühungen, aber noch ist nichts konkret.

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=474551&kat=5

NÜRNBERG (Eig. Ber./won) Mit großer Betroffenheit haben die Beschäftigten von Trix nach Darstellung von Beteiligten auf einer Betriebsversammlung auf die Pläne der Geschäftsleitung reagiert, weitere Einsparungen vorzunehmen.

Ein Bestandteil der Überlegungen zur Straffung der Abläufe sei freilich auch die Frage, was wäre, wenn wir den Standort schließen. Wenn dies nicht gewollt sei, dann müsse man eben überlegen, wo adäquate Einsparungen zu erzielen seien, so Adams.

Nach Angaben von Robert Schuh von der IG Metall handelt es sich dabei um ein Volumen von rund einer Mio. Euro. Eine völlig unrealistische Forderung der Geschäftsleitung, so Schuh angesichts des Umstandes, dass dies gut einem Drittel der gesamten Personalkosten am Standort entspräche. In Arbeitsplätze umgerechnet komme das dem Abbau der gesamten Produktion gleich, rechnet die IG Metall hoch und fühlt sich dadurch in der Befürchtung bestätigt, dass zumindest die Trix-Fertigung nach Ungarn und China verlagert werden soll.

Die Gewerkschaft fordert die Geschäftsleitung auf, endlich ein konkretes, verhandelbares Konzept vorzulegen und die wirtschaftliche Situation des Standortes offen zu legen.

aus der Nürnberger Zeitung vom 23.3.2006

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