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alte Weichen anklemmen

BeitragVerfasst: 25.03.2007, 11:57
von Jürgen
Hallo leute ichh ätte mal eine kleine frage und zwar habe ich noch alte weiche zu hause mit nur 3 anschlussklemmen grün gelb weiß, wie klemme ich eine solche weiche an. die normalen haben ja 4 aber diese nur 3. die müssen aus den 50er jahren sein glaube ich. kann mir jemand helfen?
mfg Jürgen

BeitragVerfasst: 25.03.2007, 12:12
von TE lebt

BeitragVerfasst: 25.03.2007, 15:07
von Ulrich Albrecht
In der Anfangszeit legte Trix einen Pol der Wechselspannung auf den Mittelleiter. Diese Weichen haben eine Verbindung unter der Weiche von der Mitte der Weichenspule zum Mittelleiter. Trenne diese, und loete das Kabel, das normalerweise zur weissen Klemme geht, an die Mittelanzapfung der Spule.

Ulrich

BeitragVerfasst: 03.05.2007, 22:36
von Trixmumpf
Hallo,

ich nutze das vorhandene Thema einfach nochmal um mich mit folgender Frage an Euch zu wenden:

Meine Anlage ist zu ca. 2/3 mit dem Kunststoffgleis aufgebaut, das verbleibende 1/3 mit dem Pappschwellengleis. Bei den 20 Pappschwellenweichen
habe ich die mit den 4 Anschlüssen gewählt, also die etwas "jüngere" Ausführung dieser Weichen. War aus meiner Sicht am einfachsten vom Anschluss her und funktoniert über das gemeinsame Stellwerk mit den Kunststoffgleisweichen einwandfrei.

Als Ergänzung möchte ich jetzt eine kleinere Bakelitanlage aufbauen und diese mit den keilförmigen Übergangsstücken an den Teil mit dem Pappschwellengleis anbinden. Schienen und Elektroweichen hierfür habe ich mir beschafft, nur der elektrische Anschluss der Bakelitweichen ist mir noch nicht so ganz klar. Auch wenn jeweils nur 2 Anschlüsse zur Verfügung stehen, möchte ich ungern große Anschlussexperimente mit den Weichen vornehmen und damit die Spulen gefährden.

Wer hat diese Weichen ebenfalls im Einsatz und kann hier Aufklärungsarbeit leisten? In den - leider nur unvollständig bei mir vorhandenen - alten TED`s habe ich keine Information gefunden.

Viele Grüße

Dirk

Bakelitweichen

BeitragVerfasst: 04.05.2007, 08:26
von jacobhh
Hallo Dirk,

die alten Bakelitweichen sind bereits intern mit dem Mittelleiter (N) verbunden.
Der Anschluß in der Nähe der Spule dient zum Ansteuern der Spule über einen Momentschalter mit 12 V. Der andere Anschluß in der Nähe der Laterne dient als Zuleitung für die Laterne. Hier solltest du weniger als 12 V nehmen, die Birnen halten länger und es sieht besser aus. Ich habe 10 V genommen, geht seit Jahren wunderbar. Auch hier gilt: interne Verbindung zum Nullleiter besteht bereits.

Beste Grüße

Thomas

BeitragVerfasst: 04.05.2007, 16:33
von Georg
Original von Trixmumpf
Auch wenn jeweils nur 2 Anschlüsse zur Verfügung stehen, möchte ich ungern große Anschlussexperimente mit den Weichen vornehmen und damit die Spulen gefährden.


Da kannst du nichts falsch machen. Du mußt den Mittelleiter wie bei den ganz alten Pappschwellenweichen (mit den 3 Anschlüssen) mit der einen Klemme des Beleuchtungsteils des Fahrpultes verbinden. Mit einem Draht (verbunden mit der anderen Fahrpultklemme) berührst Du kurz die Anschlüsse. Dann merkst Du schon, wie es funktioniert.

Masse ist der Mittelleiter des Gleises. Der eine Anschluß dient der Beleuchtung der Laterne.

Der zweite Anschluß dient der EINEN Magnetspule. Es gibt nur eine! Die Spule erfordert wie bei den späteren Pappschwellen- und Plastikschwellenweichen einen KURZEN Stromimpuls. Der Magnet zieht an und die Weiche schaltet sich um. Gibt man erneut einen Stromimpuls zieht der Magnet wieder an; die Mechanik (eine Wippe) ist so konstruiert, daß nun die Weiche in die andere Fahrtrichtung geschaltet wird. Und so geht es immer weiter: mit jedem Stromimpuls wird die Weiche umgestellt.

Das funktioniert so ähnlich wie der alte mechanische Märklin-Fahrtrichtungsschalter.

Merke:
Masse über Gleis.
Nur ein Anschluß zur Magnetspule,
weil eben nur eine Magnetspule vorhanden ist.
Ein weiterer Anschluß ist für die Beleuchtung der Weichenlaterne.

Gruß Georg

Bakelitweichen und Bakelitbefestigung

BeitragVerfasst: 04.05.2007, 19:10
von Trixmumpf
Hallo Thomas und Georg,

super, dass Ihr so schnell auf meine Frage eingegangen seit, vielen Dank dafür...:-)))

Da ich von Haus aus ein recht ungeduldiger und neugieriger Mensch bin und natürlich das neu gelernte sofort umsetzen muss, habe ich eben mal eine kleine Probeanlage aus den Bakelitgleisen zusammengesetzt und ein paar Weichen dabei provisorisch verkabelt. Haut einwandfrei hin, wobei die Kraft des jeweiligen Elektromagenten ganz schön mächtig ist und der Sound durchaus seine Art hat...:-))). Robuste TE-Qualität in reinster Form eben. Ich denke, jeden Vertreter der diskret-zu-versteckenden-und-geräuscharmen-Unterflur-Antriebs-Fraktion würde es bei dieser Geräuschkulisse aus den Latschen hauen....;-))))) Ich find es klasse!

Eine - für heute - letzte Frage in die Runde derer, die sich vielleicht auch mir dem Bakelitgleis befassen:

Auch ich stehe vor dem Problem, mit was man die Gleise auf der Anlage zumindest teilweise am besten fixiert. Da man die früheren Schraubklammern ja wohl auch über die britischen Trixer nicht mehr bekommt, suche ich hier nach einer Alternative. Das hier im Forum bereits angesprochene Duchbohren und Anschrauben der Gleise werde ich mal mit ein paar Ausschussgleisen ausprobieren, aber irgendwie behagt mir das noch nicht so ganz. Habt Ihr vielleicht Erfahrungen mit anderen Befestigungsmethoden gemacht, die sich bewährt haben? Ich werde mal das punktuelle Fixieren mit Heißkleber probieren, wobei auch das für mich noch nicht so ganz der Weisheit letzter Schluss ist. Vielleicht hat jemand von Euch noch einen besseren Vorschlag oder besitzt noch Überschüsse von den Klammern, von denen er sich evtl. im Tausch gegen TE-Material trennen oder diese gegen Bezahlung abgeben würde. Dann bitte einfach melden, obwohl ich sicher mit meinem Gesuch nicht alleine dastehe...;-))

Viele Grüße

Dirk

Befestigung von Bakelitgleisen

BeitragVerfasst: 04.05.2007, 20:08
von FrankBertram
Hallo Dirk,

ich habe mal früher mit der Befestigung der Gleise experimentiert, bevor ich via TEC Nederland doch noch an die Klemmen gekommen bin.

Eine Möglichkeit bestand darin, die Gleise mit 12mm- langen Schrauben seitlich einzuklemmen (jedes zweite Gleis). Das hat funktioniert. Dabei müssen die Schraubköpfe auf dem Bakeltböschungskörper aufsetzen (seitlich von Schraubensteg). Wenn die Schrauben geschwäzt werden, fallen sie sogar kaum auf; die Gleise können leicht wieder gelöst werden und die Gleislage kann man flexibel ändern.

Nicht unbedingt schön, aber machbar.

Du kannst Dir auch Befestigungsklemmen selber aus Drahrschlingen basteln (S- förmige Haken entsprechend den echten Klemmen.

Gruß

Frank

(Schön, wieder einen neuen Bakelitter zu kennen! Auf Bakelit fährt (fast) alles!)

BeitragVerfasst: 04.05.2007, 20:53
von Georg
Original von Trixmumpf
Da man die früheren Schraubklammern ja wohl auch über die britischen Trixer nicht mehr bekommt, suche ich hier nach einer Alternative.


Ab und zu tauchen schon mal Klammern bei Ebay auf. Aber wenn man darauf wartet ...

Du hast schon eine Möglichkeit angesprochen. Zu der würde ich Dir auch raten. Denn wenn Du nur das Verschieben der Gleise verhindern willst, ist Heißkleber eine Lösung. Sie hat den Vorteil, daß man zwecks Umbau der Anlage die Gleise leicht wieder lösen kann, indem man einfach mit einem Messer zwischen Gleise und Platte fährt. Kleber, der unter den Gleisen hervor gequollen ist, schneidest du weg. Es versteht sich wohl von selbst, daß man Weichen im Bereich der Mechanik nicht kleben sollte.

Es gibt auch zweiseitiges (Teppich-)Klebeband, mit dem man die Gleise fixieren kann. Überstehendes Klebeband nachher abschneiden, weil sich Staub darauf festsetzt.

Wenn Dir allerdings eine Anlage vorschwebt, die Du auf Ausstellungen präsentieren willst, würde ich eine etwas solidere Befestigung empfehlen, damit sich beim Transport nichts löst.

Wie Du selbst schon beschrieben hast, wäre eine Möglichkeit, kleine Löcher in die Gleise zu bohren und mit Rundkopfschrauben die Gleise fixieren. Wenn Du die Schraube in der Nähe der Verbinung zum nächsten Gleis plazierst, sollte eine Schraube pro Gleis ausreichend sein. Du darst die Schrauben allerdings nicht zu fest anziehen. Bakelit ist nicht elastisch! Wenn Du eine Schraube zu fest anziehst, macht es plötzlich "knack" und das Gleis ist zerbrochen.

Wie Frank schon beschrieben hat, kann man die Gleise auch mit Schrauben befestigen, ohne Löcher zu bohren. Du kannst die Gleise mittels Senkkopfschrauben direkt befestigen. Du setzt die Schrauben schräg an. Dann wird das Gleis durch die Schraubenköpfe gehalten. Du brauchst aber (genau wie bei den Klammern) mindestens zwei Schrauben pro Gleisstück. Jeweils eine links und eine rechts vom Gleis.

Was die optische Wirkung anbetrifft. Schrauben und Klammern sind Staubfänger, und fallen dem Betrachter ins Auge.

Heute ist die Klebelösung wohl die eleganteste und schnellste Möglichkeit. Vor über fünfzig Jahren gab es weder Klebeband noch Heißkleber. Da war nur die Schraublösung möglich.

Gruß Georg

Befestigung von Bakelitweichen

BeitragVerfasst: 07.05.2007, 11:11
von jacobhh
Hallo Dirk,

die besten Methoden der Befestigung sind bereits genannt worden, hier noch zwei Anmerkungen:

Hat man viele Weichen ergibt sich allein schon durch die Verkabelung Halt. Wenn man dann noch ein bisschen mit Leim, Kleber und Farbe die Lanschaft gestaltet, halten die Schienen von allein.

Dies gilt natürlich nur bei stationären Anlagen.
Bei mobilen Anlagen helfen allerdings meiner Meinung nach auch die originalen Klammern wenig.
100%ig halten diese die Schienen nicht am Platz.

Ich benutze die Klammern nur an bestimmten Stellen der Anlage und habe gute Erfahrungen gemacht.

Beste Grüße

Thomas

Bakelit Befestigung

BeitragVerfasst: 07.05.2007, 21:36
von Trixmumpf
Hallo,

zunächst nochmal vielen Dank an alle die Trixer, die hier ihre Vorschläge für die Befestigung für die Befestigung der Bakelitgleise eingebracht haben. Das Thema scheint ja doch mehr von uns zu beschäftigen, als zumindest ich zunächst angenommen habe. Schön zu wissen, dass die immer mal wieder aus unterschiedlichen Quellen auftauchenden Bakelitgleise kaum Gefahr laufen, mangels Aktualität in der gelben Tonne zu landen und offensichtlich immer wieder gerne in Betrieb genommen werden...ich kann das durchaus nachvollziehen...:-))))

Da ich die geplante Bakelitanlage als Ergänzung zu der bestehenden Anlage zwar an diese anbinden aber nicht zwangsweise fest im Keller verankern möchte - die Idee einer möglichen späteren Mitnahme zu Austellungen hatte ich ursprünglich nicht erwogen, mittlerweile finde ich den Gedanken nach der hier geführten Diskussion aber durchaus überlegenswert - habe ich mich für das Verkleben entschieden. Lässt sich in der Tat mit der Heißklebepistole recht gut machen, eine Probestrecke ist
verlegt und hält bombig. Ich habe die Klebepistole von Pattex genommen, das ist nicht die ganz billige vom Grabbeltisch, aber man kann damit recht genau arbeiten und dosieren. Die Heizleistung ist auch ganz ordentlich, man sollte immer lange genug vorheizen, damit der Kleber wirklich flüssig ist. Ansonsten zieht das Zeug endlos Fäden. Bekommt man zwar nach dem Erkalten ganz gut von glatten Flächen wieder ab, nervt aber trotzdem. Da man durch die Form der Bakelitgleiskörper immer jeweils an den Enden zwei "Auflagepunkte" hat, sind die Klebepunkte ja schon vorgegeben. Wenn man die Klebstoffmenge vorsichtig dosiert, bedarf es kaum einer Nacharbeit mit dem Messer, obwohl diese problemlos möglich ist und auch das spätere Ablösen der Gleise ist kein Problem. Es ist uns allen ja klar, dass eine Anlage eigentlich nie die endgültige Form erreicht hat und vor Änderungen geschützt ist. Diese bleiben somit immer möglich.

Nach meiner Kenntnis gibt es Klebesticks in unterschiedlichen Zusammensetzungen, der erkaltete Kleber kann spröder oder auch flexibler eingestellt sein. Ich werde vor der "endgültigen" Gleisverlegung mal ein bischen experimentieren, welches Material im Hinblick auf mögliche Transporte des Anlagenteils am besten geeignet erscheint.

Viele Grüße, nicht nur an die Bakelitfreunde...;-)

Dirk