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Beleuchtung für den TRIXSTADT Bahnhof 20/270

BeitragVerfasst: 10.07.2011, 16:22
von PaTrix
Hallo TRIX-Enthusiasten,

Es mag eine Marotte von mir sein oder auch nicht, aber wenn es Wagenmaterial und/oder Gebäudezubehör von TRIX gibt, dann möchte ich die Wagen oder Gebäude, wenn möglich, auch beleuchtet haben.

Beim TRIXSTADT Bahnhof 20/270 ergibt sich eine besondere Herausforderung, weil die Beleuchtung möglichst wenig "Eingriff" in die Struktur des Bahnhofs geben soll. Für den Einbau einer Beleuchtung in die Bahnhofshalle ist zwar ein Bodenbrettchen vorhanden - (N.B. fehlt zwar meistens bei den Bahnhöfen!! :? ) - doch es gibt keinen vernünftigen "Durchlass" für eine Speiseleitung.

Ich habe lange darüber nachgedacht, und Kommissar "Zufall" hat mir plötzlich eine Idee geliefert, weil mir die Kontaktklammern von TRIX zum Bakelitgeleise in die Hände geraten waren. TRIX hatte diese Kontaktklammern dazu verwendet, um die Zugbeinflussung mit den Signalen und/oder zur Schaltung von "Stopp"-Streckenabschnitten zu unterstützen.

Mit Hilfe dieser Kontaktklammern ist mir ein Lösung gelungen, die - so meine ich - einen vertretbar minimalen Eingriff in die Holzstruktur ergeben hat, und die vielleicht auch Anregung für andere Enthusiasten sein kann.

Trixstadt_Beleuchtung 002.jpg
Bodenplatte mit Beleuchtung zu 20/270 TRIXSTADT

Auf dem Bodenbrettchen zur Bahnhofshalle habe ich zwei Bakelitfassungen (aus der Zeit) mit 14V Glühlämpchen (E55 Fassung) montiert. Die besagten Kontaktklammern habe ich umgebaut, so dass sie unter dem Sokel den Stromanschluss ermöglichen und gleichzeitig auch das Bodenbrettchen mit "Spannung" in der Halle festhalten.

Damit die Klammern unter dem Sockel der Bahnhofshalle durchgeführt werden können, musste ich im Sockel zwei entsprechende Nuten aussparen, damit der Sockel bei eingelegten Klammern wieder bündig auf der Fläche stehen kann. (Diese beiden Nuten sind auf dem oberen Bild erkennbar!)

Trixstadt_Beleuchtung 004.jpg
Bodenplatte eingelegt im 20/270 TRIXSTADT

Auf dem letzten Bild ist ersichtlich, wie der Bahnhof von aussen jetzt quasi "TRIX"-mässig zur Beleuchtung der Bahnhofshalle angeschlossen werden kann! :wink:

Trixstadt_Beleuchtung 007.jpg
Beleuchtungsanschluss mit TRIX-Kontaktklammern am 20/270 TRIXSTADT

Noch ein Hinweis: Dieser Bahnhof war leider etwas ramponiert als ich ihn gekauft hatte. Der ganze Sockel vor dem Bahnhofsgebäude war weggerissen. Ein bekannter TRIX-Enthusiast aus den östlichen Bundesländern, der hervorragende Restaurierungen machen kann, hat mir diesen Sockel und die fehlende Bodenplatte wieder ergänzt. (Guido: Nochmals meinen Dank für Deine prima Arbeit! :P )

Auf meinen Wunsch hin ist auch die zusätzliche Treppe entstanden, die ich oft bei den englischen Bahnhöfen für TTR antreffe (True Scale, Hugar etc.). Ich meine, TRIX hatte es hier versäumt, den Bahnpassagieren auch einen korrekten Zugang zur Bahnhofshalle zu ermöglichen. Ein solcher ist jetzt vorhanden. :shock:

Viel Spass mit den Bildern!

Mit TRIXigen Grüssen
PaTrix

Re: Beleuchtung für den TRIXSTADT Bahnhof 20/270

BeitragVerfasst: 12.07.2011, 09:59
von Georg
PaTrix,

die Idee mit den Gleisklammern finde ich ganz toll, zumal sie sehr gut zu Trix paßt.

Aber die Einschnitte für die Klammern in den Sockel? Ohne Einschnitte hätte der Bahnhof wohl schief gestanden. Dann hätte man an den Sockel um die Klammerstärke an den anderen Ecken irgendwie höher bringen müssen. Pappunterlage z.B.

Wenn man den Beleuchtungssockel sowieso neu anfertigen muß, hätte man auch die Freiheit, etwas ganz Anderes zu machen.

Man kann die Einschnitte in die Original-Substanz vermeiden, wenn man eine separate Bodenplatte anfertigt, die den Bahnhof samt Bahnsteig von unten völlig abdeckt. In die neu anzufertigende Bodenplatte kann man die Einschnitte für die Anschlußklemmen ohne Bedenken machen. Der Bahnhof kommt zwar um die Bodenplatte (z.B. 1 mm dicke Polystyrolplatte) höher, aber der Bahnhof stände mit einem sauberen Abschluß auf der Anlage. Ob alte Loks mit ihrem Kurbelzapfen an dem um die Bodenplatte erhöhten Bahnsteig hängenbleiben, müßte überprüft werden.

Ein anderer Gedanke wäre, daß man den Beleuchtungssockel so erweitert, daß er den Bahnhof trägt. Dann schwebt der Bahnhof gewissermaßen um die Dicke der Klammern in der Luft. Dazu wird der Beleuchtungssockel links und rechts durch Stützen ergänzt, die den Trix-Bahnhof im Innern des Daches tragen. Sollte der Bahnhof dann zur Bahnsteigseite zu kippen neigen, mußte man unter dem Bahnsteig noch einen passenden Stützsockel legen.

Man kann den Gedanken mit dem Beleuchtungssockel, der bis ins Dach ragende Stützen hat, noch weiter spinnen. Was wäre, wenn man die ins Dach ragenden Stützen nicht in die fensterlosen Schmalseiten, sondern auf die Breitseiten mit den Öffnungen verlegt. Richtig, dann mußte man in die Stützwände Löcher für die Fenster schneiden. Aber nun tut sich auf einmal die Möglichkeit auf, ohne Veränderung der Original-Subtanz die Löcher des Bahnhofes mit Fenstern und Türen zu versehen, indem man und Fenster und Türen an den Stützwänden des Beleuchtungssockels anbringt. Der Beleuchtungssockel wird quasi zu einem "Innenhaus", über das der unveränderte Trix-Bahnhof gestülpt wird.

Viele Grüße Georg

Re: Beleuchtung für den TRIXSTADT Bahnhof 20/270

BeitragVerfasst: 17.07.2011, 15:46
von PaTrix
Hallo Georg,

Besten Dank für Deine weiteren Überlegungen und Anregungen dazu, wie einem TRIXSTADT Bahnhof eine Beleuchtung verpasst werden könnte.

Deine Ideen gefallen mir aber nur teilweise. Z.Bsp. die Verwendung einer flächendeckenden Bodenplatte aus Pappe und/oder Polystyrol wäre für mich nicht in Frage gekommen, weil dies Materialen sind, die sich mit dem Charakter des Bahnhofs nicht vertragen - es ist ja grundsätzlich alles aus Holz "gebaut", ausgenommen das Papier für die Beschriftungen und das Celluloid für die grossen Fenster - weil sonst keine Pappe verbaut ist oder das Material vor dem WWII gar noch nicht erfunden war!

Zudem wäre der Materialaufwand zu gross. Es müsste eine Bodenplatte dann nicht nur beim Bahnhof (20/270) sondern auch noch beim zugehörigen Bahnsteig (20/271) angebracht werden, damit alles auf der gleichen Höhe ist. Und: der Eingriff sollte ja minimal sein. In der Medizin (Chirurgie) nennt man solche Eingriffe minimal "invasiv".

Hingegen die Idee, die eingelegte Bodenplatte auch dazu zu verwenden, um weitere Gestaltungselemente hinzufügen, gefällt mir. Wer die Celluloid-Fensterscheiben nicht direkt hinter die Fensteröffnungen der Bahnhofshallte anbringen möchte (- obwohl solche im Original auch dazu gehören(!) - ), könnte diese an den Längsseiten des Sockelbrettchens anbringen. Dies mit dem Effekt, dass dann auch die beiden Eingange zur Bahnhofshalle, also bahnsteigseitig wie auch seitig zum Hauptaus- bzw. -eingang, eine "Tür" hätten.

Einfach zur Erinnerung: das Einlegebrettchen bildet ja eigentlich den Boden der Bahnhofshalle. Fehlt dieses - wie schon erwähnt: ist dies meistens der Fall(!) - und wird es auch sonst weggelassen, liesse sich ein Beleuchtungsanschluss auch so realisieren, indem in die seitliche Sockelleiste zwei Bohrungen gefräst werden, in die Metallbuchsen eingeschoben werden. In diese Metallbuchen lassen sich dann zwei "Bananen"-Stecker einstecken. Dieses Verfahren wurde z. Bsp. beim sehr seltenen französichen Grossbahnhof "Clairebourg" verwendet, um die Bahnhofshalle und die beiden Seitenhallen sowie die Turmuhr zu beleuchten.

Hier im PDF-Anhang ist auf der "linken" Seite (= Seite 80) mittig eine Abbildung wie die Buchsen im Sockel eingelassen waren: :shock:
TRIX_France_Gare_Clairbourg_La_Vie_du_Jouet_p80_p81.pdf
Quelle "La vie du Jouet" Seiten 80 & 81
(417.79 KiB) 139-mal heruntergeladen

Der entsprechende Effekt der Beleuchtung zeigt sich auf diesem Bild:
Trix_France_Gare_Clairbourg_6_ex_internet.jpg
TRIX Bahnhof "Clairbourg" mit freundlicher Genehmigung von (leider) Unbekannt

...und noch ein Nachtrag zu meinem TRIXSTADT Bahnhof: der hat jetzt auch noch ergänzende Beschriftungen erhalten:
Trixstadt_in_der_Abendsonne 006.jpg
TRIXSTADT Bahnhof mit vorgestelltem Treppenaufgang

Viel Spass!

Mit TRIXigen Grüssen
PaTrix