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AC/DC in Bakelit Gleisen-Anfängerfrage

BeitragVerfasst: 14.04.2007, 11:46
von KaSo
Hallo liebe Trixer,

ich möchte neben meiner zeitgemäßen Anlage, die von einem m.E. immer zweifelhafteren Herrsteller kommt. Ihr wisst wohl was ich "m"eine eine schöne Trix Express Anlage mit Bakelit Gleisen aufbauen. Ich habe nun schon einige Sachen gekauft die bis auf die Gleise aus der Gleichstrom Zeit stammen. Ich möchte aber auch, sofern ich sie bekomme, alte TE Wechselstrom Loks laufen lassen. Gibt es Bahner unter euch die so eine Anlage betreiben? Ist es möglich jeweils einen Schienenstrag für GS und die andere für WS zu benutzen und beide über einen Gemoinsamen Rückleiter laufen zu lassen oder kann ich die Anlage nur jeweila auf eine Betriebsart schalten? Wie stellt man den Betrieb mit beiden Systemen am besten an?
Über Ratschläge oder Hinweise wäre ich dankbar.

MfG

Karl

BeitragVerfasst: 14.04.2007, 13:35
von Ulrich Albrecht
Karl,

Es ist der grosse Vorteil des Trixsystems, dass Du zwei Lokomotiven unabhaengig voneinander betreiben kannst. Dies ist moeglich, da die beiden Aussenschienen mit dem Mittelleiter zwei unabhaengigen Stromkreise bilden. Hierbei ist es gleichgueltig, mit welcher Stromart diese beiden Stromkreise betrieben werden, da sie ja nur den Mittelleiter gemeinsam haben. Fuer den GS/WS-Mischbetrieb speist Du den Wechselstrom in den Mitteleiter und eine Aussenschiene, den Gleichstrom in den Mittelleiter und die andere Aussenschiene ein. Fuer die Oberleitung kannst Du dann eine der beiden Stromarten benutzen, oder wenn Du willst, noch eine dritte, z.B. Maerklinwechselstrom (unterscheidet sich von Trix WS durch die Art der Umschaltung).

Beim Aufgleisen der Loks musst Du nur darauf achten, dass diese mit den Schleifern auf die richtige Aussenschiene kommt. Die falsche Stromart schadet dem Gleichstrommotor nicht, denn die Lok wird ja nicht lange mit der falschen Spannung versorgt. Da der Wechselstrommotor ein Allstrommotor ist, sollten die WS-Loks sogar mit Gleichstrom fahren. Nur der Umschaltmechanismus wird wohl jedesmal schalten, wenn die Lok zum Stehen kommt, da der Trixmechanismus mit Unterspannung arbeitet.

Ulrich

BeitragVerfasst: 14.04.2007, 15:20
von Georg
In dem TED von 1953 ist der "Gemischtbetrieb" mit Gleich- und Wechselstromlokomotiven ausführlich beschrieben. Zwei der vielen dort gezeigten Schaltbilder habe ich angefügt. Die Bilder sollten sich selbst erklären. Daß man mit der richtigen Loks dann auf dem dafür vorgesehenen Stromkreis fährt, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. (Obwohl mit etwas Fingerspitzengefühl die Wechselstromlok zur Not mit dem Gleichstromfahrpult gefahren werden kann: Fahrpult nicht ganz auf "0" drehen.)

Erwähnen sollte man aber:

Wenn man vor Signalen abschaltbare Gleisabschnitte einbauen will, heißt es aufpassen! Normalerweise wird dazu der Mittelleiter über einen Schalter in Abhängigkeit vom Signal mit Strom versorgt. Wie zu erwarten, stoppt und fährt nach Wiedereinschalten des Stroms eine Gleichstromlok in gleicher Fahrtrichtung weiter.

Eine Wechselstromlok verhält sich dagegen ganz ANDERS!

Kommt eine Wechselstromlok vor dem Signal zum Stehen, fährt sie - weil das Relais bei Stromausfall in der Lok einen Arbeitsschritt macht – wenn das Signal auf "grün" geschaltet wird, anschließend RÜCKWÄRTS (z.B. 20/52 und 2054) oder es wird die Entkupplungseinrichtung in der Lok betätigt (z.B. BR 71 und E94).

Es kommt in jedem Fall zu einer ungewünschten Reaktion. Damit das nicht passiert, muß man sogenannte Lampenwiderstände in den Wechselstromteil des abschaltbaren stromlosen Gleis einbauen, der eine Restspannung am Gleis erzeugt, damit das Relais in der Lok nicht abfällt.

Da wird es etwas kompliziert, weil der Lampenwiderstand aber nicht für den Gleichstromteil wirken darf. Eine Gleichstromlok mit sehr geringer Stromaufnahme würde dann nicht stoppen, sondern sich am Signal "vorbeischleichen". Das Problem kannte man 1953 noch nicht. Man muß gewissermaßen bei der Zugbeinflussung (durch Signale) "zweigleisig" fahren. Also die beiden Außenschienen (für jedes Stromsystem getrennt) an- und abschaltbar machen - einmal mit Lampenwiderstand, einmal ohne.

Ich würde Dir raten, auf diese Signalabhängigkeit zu verzichten. Das Steuern per Hand macht mehr Spaß.

Viele Grüße Georg

Endlich wieder ein Wechselstromer

BeitragVerfasst: 14.04.2007, 18:09
von Frank Bertram
Hallo Karl,

hurra, wieder einer, der TE- alt mit Wechselstrom fahren möchte. Ich selbst fahre mit WS und GS gemischt und meine "Generationen-Anlage", die ich auf dem Sommerstammtisch der Euregio letztes Jahr gezeigt habe, hat einen Teil (Schwebebahn genannt), der mit Bakelitgleis und WS/GS betrieben wird. Du kannst Dir Bilder und einen kleinen Film über unsere Homepage ansehen (schau unter Links bei der IG).

WS/GS klappt, aber man muß sich an das "Reagieren" der Loks bei Stromunterbrechungen gewöhnen. Das hat mich bewogen, auf abschaltbare Strecken in Abhängigkeit von Signalen etc. zu verzichten; selbst ein Lampenwiderstand reicht manches Mal nicht aus. Besser ist, von Hand zu steuern. Der GS-. Zug kann ja automatisch fahren.

Achte auch darauf, daß die Weichen der Bakelitgleise nicht aufschneidbar sind. Aus diesem Grundd habe ich auf der o.g. Anlage einfach Pappweichen in das Bakelitgleis eingebaut. In einer alten MIBA ist beschrieben wie das geht.

Gruß und viel TE- Erfolg

Frank

Vielleicht kommst Du aus der Aachener Gegend und kannst unseren Euregiostammtisch am 5.5. besuchen.

BeitragVerfasst: 15.04.2007, 11:18
von KaSo
Ulrich, Georg und Frank,

vielen Dank für diese umfangreichen und aussagekräftigen Antworten. Jetzt bin ich ein ganzes Stück weiter. Ich hatte mir das so schon vorgestellt aber wußte nicht genau ob es klappt. Theorie und Praxis driften ja manchmal ziemlich auseinander. Zum Beispiel an die Sache mit den abschaltbaren Gleisen hätte ich nicht gedacht.

Ich muss auch gestehen, dass ich noch nicht so viel Literatur zu dem Thema habe. Ich habe bisher einen Katalog von Anfang der 80 Jahre und das TE Buch von Peter Berg. Habe in diesem Bereich also noch Nachholbedarf. Aus den umfangreichen Antworten ergeben sich aber gleich neue Fragen.

Ulrich, Du schreibst das es auch möglich wäre mit Märklin Wechselstrom, zu fahren. Das habe ich nicht so richtig vertstanden, was hätte das für einen Sinn? Der Umschaltimpuls für die Fahrtrichtung arbeitet bei märklin doch mit Überspannung, also kann ich Märklin Wechselstrom für die Trix Loks nicht gebrauchen. Und wenn ich Märklin Loks auf das TE Gleis stellen wollte, wären doch umfangreiche Umbaumassnahmen erforderlich oder?

Georg, Deinen Ratschlag bezüglich der Signalabhängigkeit werde ich befolgen, bzw. nutze diese bei meiner anderen Anlage auch nicht. Ich will ja Eisenbahn spielen und mich nicht selbst wegrationalisieren.

Frank, ich habe mich schon angesehen wo Ihr Eure Treffen habt, meistens ist es sehr weit weg. Ich komme aus Cuxhaven und da bin ich in solchen Angelegenheiten immer etwas weit ab vom Schuss.
Aber ich habe mir vorgenommen mal ein solches TE Treffen zu besuchen wenn es meine Zeit zulässt.

Nochmals vielen Dank für die fachkundigen Antworten, so etwas ist in vielen Anderen Foren unseres Hobbys ja leider nicht mehr üblich, da wird man dann nur beschimpft weil man zur falschen Glaubensgemeinschaft(WS,DS,Digital etc) gehört oder die falsche Spurweite hat. Vielen Dank, dieses Forum macht Spass

Gruss Karl

BeitragVerfasst: 15.04.2007, 13:05
von Ulrich Albrecht
Karl,

Die Bemerkung bzgl. des Maerklin Wechselstrom fuer die Oberleitung war nur als Hinweis auf die Flexibilitaet des TE-Systems gedacht. Die Radsatznorm von Maerklin passt nicht mit den Trixgleisen, und die M-Raeder schliessen die beiden Aussenschienen zusammen.

Ulrich

BeitragVerfasst: 15.04.2007, 15:20
von Georg
Karl,

Ulrich hat seinen mehr theoretisch gemeinten Hinweis ja schon relativiert. Am besten, Du vergißt ganz schnell, was da Ulrich Albrecht über eine Einspeisung eines dritten (Märklin-) Systems auf dem Trix Espress – Gleis geschrieben hat. Glücklicherweise passen schon die Märklin- und Trix Express - Radsätze nicht zusammen, so daß man gar nicht in Versuchung kommt, das auszuprobieren.

Richtig ist, daß man mit auf dem Trix Express – Gleis ohne Oberleitung mit zwei Zügen gleichzeitig fahren kann. Jeder dieser Züge benötigt ein eigenes Fahrpult bzw. (bei Wechselstrombetrieb) einen eigenen Regler (20/45).

Wenn Du nur mit zwei Gleichstrom-Fahrpulten fährst, liegt je nach Fahrtreglerstellung der beiden Fahrpulte maximal 2 x 12 Volt am Gleis. Also zusammen maximal 24 Volt.

Bei dem Trix Express Wechselstrom-System wird mit 14 Volt und abfallenden Anker gefahren. Wenn man mit zwei Reglern (20/45) zwei Trix Express - Wechselstrom-Loks mit der Versorgungsspannung AUS EINEM TRANFORMATOR (20/147) versorgt, liegen maximal nur 14 Volt am Gleis an. Auch im Leerlauf gibt der Transformator keine höhere Spannung ab. Da der Transformator 20/147 in der Lage ist 3 Ampere zu liefern, reicht er für zwei Wechselstrom-Züge aus. - Benutzt man für jeden der zwei Wechselstrom-Züge jedoch einen eigenen, also ZWEI TRANSFORMATOREN liegen da je nach Stellung der Netzstecker in der Steckdose dann schon mal 2 x 14 Volt = 28 Volt am Gleis an.

Fährst Du mit Wechselstrom und Gleichstrom gemischt, bleibt es in der gleichen Größenordnung: 24 bis 28 Volt.

Aber:

Märklin benutzt zum Umschalten kein abfallendes Schaltrelais in der Lok (wie Trix) sondern ein Überstrom-Relais. Dazu gibt das Märklin-Fahrpult eine Umschaltspannung von 24 Volt ab. Ich habe aber schon im Leerlauf an einem alten Märklin-Fahrpult eine Umschaltspannung von fast 35 Volt gemessen.


Würde man also gleichzeitig den Umschaltimpult aus einem Märklin-Fahrpult von 24 Volt (Leerlauf bis zu 35 Volt) und die Spannung aus einem Trix - Transformator 20/147 (14 Volt) in ein Gleis einspeisen, können sich je nach Steckerstellung in der Netzsteckdose die beiden Spannungen addieren. Dann hat man rund 40 Volt. - Ich habe es mal durchgemessen: im ungünstigsten Fall (den Leerlauf der Fahrpulte) erreicht man 50 Volt auf dem Gleis. DAS IST KEIN UNGEFÄHRLICHER SCHWACHSTROM MEHR!


Was Du aber machen könntest:

Auf dem Gleichstromstromkreis kannst Du zusätzlich eine EMS-Lok mit einem EMS-Fahrpult fahren lassen. Genauso könntest Du anstelle der EINEN analogen Gleichstromlok mehrere Digital-Loks mit einem Digital-Fahrpult fahren lassen.


Noch ein Hinweis:
Der Transformator 20/147 hat eine Kurzschlußsicherung. Es gibt aber ältere Trix - Transformatoren OHNE Kurzschlußsicherung. Dafür springt bei Überlastung der rote Knopf des Regler 20/45 in die Höhe!

Anmerkung am Rande:
Märklin hat eine große Rückrufaktion gemacht, damit diese alten, noch auf 220 Volt Netzspannung ausgelegten Transformatoren, die eine zu hohe Spannung abgeben, die gelegentlich zur Zerstörung der Märklin-Dekoder in den Märklin-Loks führt, aus den Haushalten verschwinden. Für die Rückgabe gibt es dann verbilligt ein neues, auf 230 Volt ausgelegtes Fahrpult.

Georg

BeitragVerfasst: 15.04.2007, 16:13
von Ulrich Albrecht
Der abfallende Anker bei Trixwechselstrom fuehrt zu Porblemen wie der ungewollten Umschaltung bei Stromunterbrechung. Daher ist es moeglicherweise die einfachste Loesung, die Wechselstromloks auf Gleichstrom umzubauen. Dies kann relativ einfach mit einem Brueckengleichrichter erfolgen: Die Magnetspule wid uber den Brueckengleichrichter gespeist, der Anker direkt aus dem Gleis. Hierduch wird bei Umpolung die Stromrichtung im Anker, aber nicht inder Spule geaendert. Solch ein Umbau bietet sich auch fuer M* an, da man dann nicht mehr mit den Umschaltern hantieren muss.

Ulrich

Mä auf TE

BeitragVerfasst: 15.04.2007, 17:19
von Frank Bertram
Hallo Karl,

grundsätzlich ist es richtig, was Georg schreibt. Mä und TE zusammen geht im Prinzip nicht - aber wenn man sich etwas einfallen läßt, klappt das schon. Hier im Forum wurde schon beschrieben wie man die Weichen anpassen könnte (nur ein Stückchen Plastik und Klebstoff). Ich selbst fahre mit einer Mä- 89 auf meinem TE- Wechselstrom. Das klappt - und bei dieser Mä-Lok liegt ein manuellen Umschalter am Gehäuse, so daß ich auf das Überspannungs-Umschalten nicht angewiesen bin.

Komischerweise schaltet die Mä-Lok (wohl von Anfang der 60ger Jahre) auch gelegentlich bei Stromunterbrechung (eben wie die TE- Loks); das ist aber nicht Mä-typisch.

Ein reiner TE- Betrieb ist natürlich sicherer. Mä- Waggons lassen sich aber nach Austausch der Räder einsetzen, wenn man die Klotz-Kupplung von TE hat ohne, ansonsten mit Kupplungsaustausch. Das wurde auch schon mal im Forum erwähnt.

Nur Mut, aber achte auf die Geschichte mit der Ausgangsspannung.

Schau mal unter Terminen: ich meine, daß es im Hamburger Raum TE Treffen gibt.

Gruß

Frank

BeitragVerfasst: 15.04.2007, 18:37
von Georg
Karl,

folgendes wird Dir bei Deinem Vorhaben wenig nützen, aber zur Klarstellung, damit keine Mißverstandnisse aufkommen, einige Worte an:

@ Ulrich,

Natürlich kann man die alten Wechselstrom-Lokomotiven auf Gleichstrom umbauen. Den Umbau hat Trix ja sogar in den 1950er-Jahren angeboten. Weil man mit der unzuverlässigen Trix-Umschaltung nicht mehr wettbewerbsfähig gewesen war.

Nur geht beim Umbau von Feldspule auf Permanentmagnet doch der ganze Flair der alten Lokomotiven mit ihrem typischen Fahrverhalten verloren. Ferner geht ein Teil des Wertes dieser alten Loks verloren. Gerade deswegen will Karl doch die alten Schätze mit Wechselstrom fahren. Abgesehen davon, funktioniert die Entkupplungseinrichtung an der BR 01, der BR 71 und der E 94 dann nicht mehr, wenn Du die Umschaltung außer Funktion setzt.

Ulrich, Du machst dann den Vorschlag: "Die Magnetspule wird über den Brueckengleichrichter gespeist, der Anker direkt aus dem Gleis."

Damit beschreibst Du einen typischen Nebenschlußmotor. Aber Du kannst die Trix-Feldwicklung nicht einfach mit der vollen gleichgerichteten Betriebsspannung aus einem Gleichrichter speisen. Sowohl bei der Trix- als auch Märklin- Wechselstromlok sind Anker und Feldwicklung in Reihe geschaltet, wobei die Feldwicklung nur zu einem sehr geringen Spannungsabfall führt. Der Trix- bzw. Märklin-Wechselstrommotor ist aber ein Hauptschlußmotor, da der für die Modellbahn von der Charakteristik besser geeignet ist, als ein Nebenschlußmotor, der gerade beim Anlaufen nur sehr geringe Kräfte entwickelt. Ferner bräuchte man im Trix-Fall genaugenommen für den Gleichstrombetrieb einen Anker mit etwas anderen elektrischen Werten.


@ Frank

Es geht um die Gedanken, ein drittes elektrisches System in das Gleis einzuspeisen. Das wäre grundsätzlich möglich. Mechanisch wurden ja schon etliche Märklin-Loks mit entsprechenden Radsätzen auf das Trix Express – Gleissystem umgebaut. Aber üblicherweise baut man die Lok dann auch auf Gleichstrombetrieb um.

Nur wer auf den Gedanken kommt, die umgebaute Märklin-Lok weiterhin mit Wechselstrom und Überstromrelais betreiben zu können, (so hatte es ja Ulrich eingangs mit seinem dritten Stromsystem angedacht,) sollte das ganz schnell vergessen. Weil dort Spannungen am Gleis entstehen können, die gefährlich werden. Das ist auch der Grund, warum die Trix – Wechselstromloks mit abfallenden Relais arbeiten. Hätte Trix sein Zweizugprinzip mit einer Märklin-Überstromumschaltung realisiert, wo der Transformator im Leerlauf locker auf 30 Volt hoch läuft, dann hätte man im ungünstigsten Fall sogar 2 x 30 Volt = 60 Volt am Gleis. Da ist nun mal keine Kleinspannung mehr! Nach den heutigen Vorschriften ist nur bei Spannungen unter 25 Volt kein Schutz gegen Berühren vorgeschrieben. Darüber sind Isolierungen bzw. Abdeckungen vorgeschrieben, was natürlich bei Gleisen unmöglich ist.

Gruß Georg

BeitragVerfasst: 18.04.2007, 08:22
von KaSo
Hallo,

nochmals vielen Dank für Eure Antworten. Die Sache mit der Märlin Lok hatte sich nur aus dem Text ergeben. Ich will auf der Trix Anlage schon hauptsächlich Trix fahren. Die Märklinsachen lasse ich nebenher laufen. Möchte nur nichts neues mehr kaufen weil ich nichts möchte, was kleine Mädchen in 12 Stunden Schichten in China zusammenbasteln. Das nur nebenbei.
Durch Eure Berichte habe ich nun schon eine ganze Menge Informationen sammeln können. So macht Internet Spaß.
Ich werde gleich mal sehen ob es in Hamburg ein TE Treffen gibt.
Was für Erfahrung habet Ihr eigentlich mit den Trix Gleisen? Meines Wissens gibt es ja die Bakelit Gleise, die mit den Pappschwellen und zuletzt noch welche mit Kunstoffschwellen. Ich will auf jeden Fall eine Nostalgische Anlage mit den Bakelit Gleisen bauen. Aber mitlerweile überlege ich auch schon meine M Anlage mit einem neuen TE Stromkreis nebenbei zu erweitern. Mal seh wieviel Zeit da ist. Vielen Dank nochmal.

Karl

Treffen im Hamburg und Bakelit

BeitragVerfasst: 18.04.2007, 08:47
von jacobhh
Hallo Karl,

ein Trix-Treffen in Hamburg gab es gerade am 10.03.07.
Schau doch mal unter Bilder/Bildberichte, dort gibt es einen Bericht.
Ich selbst baue ebenfalls eine reine Bakelit Anlage - allerdings Gleichstrom - läuft auf Dauer doch besser als dieses ewige Umgeschalte auf jeder zweiten Weiche.
Fahren kannst du die alten Modelle trotzdem.
Entweder direkt auf Gleichstrom (Umschalten ist etwas schwierig) oder mit einer Umschaltung auf Wechselstrom bei einem Kreis - alles möglich.

Beste Grüße

Thomas

BeitragVerfasst: 18.04.2007, 13:55
von Ulrich Albrecht
Hallo Karl,

Wenn Du planst, den Kauf von M*-Sachen einzustellen, und stattdessen Maerklin und Trix auf einer Anlage zu vereinen, so gibt es noch die Moeglichkeit, die Trixweichen zu Universalweichen umzubauen. Ausserdem lassen sich die Fleischmann Schnellfahrweichen relativ einfach umruesten. Diese Umbauten wurden an mehreren Stellen im Forum beschreiben. Dann koennen Deine Maerklin-Loks und Trixloks vom Gleissystem zusammen auf einer Anlage verkehren. Wenn Du dann noch die Sache digitalisierst, laeuft auch alles mit dem gleichen Stromsystem: Maerklin-, Trix-GS-, Trix-Ws-, und NEM-Loks (letztere muessen mit einem Mittelschleifer ausgeruestet werden, da die Maerklinfahrzeuge die beiden Aussenschienen kurzschliessen)! Universeller geht es nicht.

Ulrich

BeitragVerfasst: 18.04.2007, 14:22
von KaSo
Hallo Ulrich,

das wäre schon eine interessante Sache aber ich denke ich werde beides nebenher laufen lassen. Meine M Sachen sind nicht so alt und ich fahre digital. Bei den Trix Sachen reizt mich gerade der Analogbetrieb. Digital ist schon eine schöne Sache, aber ich finde es ist auch ein bisschen was dabei verloren gegangen. Ich denke darüber nach, K-Gleise und Trix Gleise(die letzten wohl) mit dem gleichen Schotterbett zu versehen. Dann würde es optisch gar nicht so sehr auffallen, dass es zwei verschiedene Anlagen sind. Aber das ist erstmal noch Zukunftsmusik. Soviel Zeit habe ich momentan nicht. Erstmal möchte ich mir eine nostalgische Trix Plattenanlage mit Bakelit Gleisen bauen. Letzte Woche habe ich mir 14 alte Momentkontakter von trix bei ebay gekauft. Schön schwer verarbeitet und nicht so ein Klapperkram wie heute verkauft wird. Benutzt Ihr/ Du diese alten Schalter?

Hallo Thomas,

tja das Treffen in Hamburg habe ich dann wohl gerade verpasst. Nächstes Mal klappt es vielleicht. Wie befestigst Du die Bakelitgleise auf der Platte? Gibt die Befestigungslaschen noch zu kaufen?

MfG Karl

Bakelitschienen / Klammern

BeitragVerfasst: 18.04.2007, 18:15
von ecki
Hallo Karl,

die Befestigungslaschen (30/25) gibt 's schon lange nicht mehr zu kaufen. (Auch nicht die TTR-Varianten, 31/25). Du wirst also entweder auf Gebrauchtware zurückgreifen oder die Schienen auf der Platte verschrauben müssen.
Dazu mehr wurde bereits
hier
geschrieben.

Gruß
ecki