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BeitragVerfasst: 04.01.2006, 17:09
von miximaxi
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BeitragVerfasst: 04.01.2006, 17:41
von kladewa
Hallo Miximaxi,

anscheinend habe ich die Funktion des Vorwiderstandes tatsächlich falsch verstanden. Nur: bei der von mir erwähnten LED Lichtleiste hängt auch ein ELKO dran und der bruzzelt auch nicht durch, wenn ich mit mehr als 5,5V fahre. Also muss da auch ein Bauteil drin sein, dass den Ladestrom des ELKOs auf max. 5,5V begrenzt (und wenn's nur die LEDs sind). Sowas stelle ich mir auch in der Lok vor.

Grus

Dieter

BeitragVerfasst: 04.01.2006, 18:45
von miximaxi
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BeitragVerfasst: 04.01.2006, 19:54
von noels
Hallo Dieter,
in einer Beziehung gehen Deine ganzen elektronischen Bemühungen in die falsche Richtung:
1) Im Tender steckt immer noch ein Fehler, wenn Du Probleme mit der Stromaufnahme hast. Ich habe selbst drei BR01 und zwei BR18- Alle laufen einwandfrei in "Schrittgeschwindigkeit" über Weichen. Nötigenfalls bringe die Lok mal zu einem TE- Treffen mit.
2) Viel einfacher, als das ganze Gehampel mit Elkos... wäre, die Glühbirnen herauszuschmeißen. Die nehmen nämlich etwa 30 - 50% von der Wirkung der Schwungmasse weg. In dem Moment, wo der Strom weg ist, wird der Motor zum Dynamo. Hängen dann relativ starke Verbraucher, wie die alten Glühbirnen da dran, entwickelt er einen fantastischen Drehwiderstand (entspricht der Widerstandsbremse beim Vorbild).
Hast Du dann noch einen Schnellzug mit klassischer Beleuchtung dahinter, ist die Wirkung das Schwungmasse gleich null. Das gleiche gilt übrigens auch für die Elkos. Was vielleicht bei den Trockenübungen noch etwas bringt, geht völlig flöten, wenn da noch ein Zug mit zehn Glühbirchen auf dem selben Stromkreis hängt. Abhilfe schaffen hier LED in den Loks und die LED Lichtleisten von Conrad in den Wagen.
Viele Grüße
Heiko Mehnert

BeitragVerfasst: 04.01.2006, 20:02
von kladewa
Hallo Heiko,

danke für Deinen Hinweis. So im Detail bin ich halt doch noch nicht im Thema. Das mit den LEDs wäre sowieso mein nächstes Projekt gewesen - ohne dass ich den Zusammenhang mit der Schwungmasse geahnt hätte. Ich wollte damit erreichen, dass das Loklicht auch schon bei geringer angelegter Spannung heller leuchtet.

Also dann zieht ich erst mal Projekt LED vor.

Dieter

BeitragVerfasst: 04.01.2006, 20:41
von miximaxi
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BeitragVerfasst: 05.01.2006, 00:44
von Georg
Original von kladewa
... weil insbesondere meine 01 Probleme mit der Stromaufnahme über den Tender hat. ...


Der Tender der BR 01 hat vier Stromabnahmepunkte von der Außenschiene. Gerade bei dieser Lok kenne ich keine Kontaktprobleme. Selbst mit meinen Tender ohne Achsschleifer (Mikado 1020/2) habe ich keine Schwierigkeiten.

Du muß das Problem an Deiner Lok schon selber angehen und Stück für Stück alles durchprüfen. Wir können hier nur Tipps geben. Naheliegend sind verschmutze Tenderräder. Dann untersuche die Achsschleiffedern, die genügend Spannung haben sollten. Fehlt da etwa eine Feder oder sind sie nicht wirklich stamm, würde ich mich über Deine Probleme nicht wundern. Dann kann auch im Tenderinnern ein Kabelbruch vorliegen. Wie gesagt, daß sind nur ein paar Tipps, wo ich anfangen würde, um die Ursache zu finden.


Noch etwas:

Wenn Du die von Miximaxi vorgeschlagenen Versuche ausprobierst, schalte solange Dein EMS-System ab. Ich vermute, er hat bei seinem Vorschlag nicht daran gedacht, daß Du üblicherweise auch mit EMS-Loks fährst. Schließlich belastest du damit die Goldcaps mit einem Wechselstrom von fast 10 000 Hertz. Dafür sind sie eigentlich nicht vorgesehen.


Merke:
Kondensatoren lassen Gleichstrom nicht durch.
Bei Anlegen einer Gleichstromspannungsquelle (normaler analoger Fahrtrafo) passiert folgendes:

In dem Moment, in dem man die Spannungsquelle mit dem ungeladenen Kondensator verbindet, fließen schlagartig sehr viele Elektronen auf die mit dem Minuspol verbundene Platte. (Damit der Lokschleifer nicht verbrennt, ist deshalb der Vorwiderstand erforderlich, der diesen Vorgang etwas abmidert.) Gleichzeitig fehlen auf der anderen Platte des Kondensators die Elektronen, die auf die negativ geladene Platte "gepumpt" wurden. Diesen Vorgang nennt man Aufladen des Kondensators. Ist der Kondensator aufgeladen passiert zunächst weiter nichts.

Wenn nun die Spannungsquelle abgeschaltet wird, bleibt der Kondensator geladen, weil die Elektoden nirgends hin können. Wenn man jetzt z.B. ein kleines Lämpchen an den Kondensator anschließt, bekommen die "unter Druck stehenden" Elektronen auf der negativ geladenen Platte die Chance, diesen "Druck" abzubauen und fließen über das Lämpchen solange zur positiven Platte, bis sich auf beiden Platten gleichviele Elektronen befinden, d.h. bis alle zusätzlichen Elektronen auf die Platte zurückgekehrt sind, von der sie ursprünglich stammen. Dieses Entladen passiert genauso wie das Aufladen sehr schnell, so daß das Lämpchen lediglich kurz aufblitzt.



Nun aber das Verhalten des Kondensators bei Anlegen einer Wechselspannung. (EMS)

Dazu stelle man sich vor, daß die oben erwähnte Gleichspannung über einen Wechselschalter ganz schnell hin- und hergeschaltet wird. Wir erhalten so eine Rechteck-Wechselspannung. Bei jedem Einschaltvorgang läd sich der Kondensator umgekehrt auf. Und zwar schlagartig! Die entstehenden Ströme sind abhängig von der Häufigkeit des Umschaltens und Widerständen in den Leitungen. Auch wenn das sehr schnell geht, benötigt es doch eine gewisse Zeit.

Das EMS-Fahrpult arbeitet mit fast 10 000 Hertz. Der Kondensator wird bei dieser Frequenz pro Sekunde 10 000 mal schlagartig positiv aufgeladen, 10 000 mal wird die positive Spannung abgebaut, weitere 10 000 mal wird negativ aufgeladen und diese negative Spannung wird auch 10 000 mal abgebaut. Wie gesagt: alles innerhalb einer Sekunde!

Da wie gesagt, das Laden und und Entladen zwar sehr schnell geht, aber doch eine gewisse Zeit benötigt, verhält sich der Kondensator ab einer bestimmten Frequenz wie ein Widerstand. Diesen Effekt nutzt man in Lautsprecherboxen, um hohe und niedrige Töne (= Frequenzen) zu den dafür vorgesehen Lautsprechern zu leiten.

Auch wenn Du nur analoge Loks mit dem Kondensatoren ausrüstest, der Kondensator bekommt doch den Wechselstrom des eventuell eingeschalteten EMS-Fahrpultes zu spüren und reagiert entsprechend.

Wie wir im vorstehenden Absatz festgestellt haben, verhält sich der Kondensator ab einer bestimmten Frequenz als Widerstand. Das heißt aber auch, er nimmt Dir die Leistung des EMS-Fahrpultes weg, mit der Du eigentlich die EMS-Lok fahren willst. Die EMS-Lok läuft schlichtweg nicht mehr. Da zudem das EMS-Fahrpult aber keine Sinus-Spannung erzeugt, ist mit hohen Einschaltströmen zu rechnen. Die Schleifer der Lok sind dafür nicht vorgesehen und werden nicht lange ihren Dienst verrichten. Willst Du tatsächlich dauerhaft Kondensatoren in die analogen Loks einbauen, wirst Du Dich von dem EMS-System verabschieden müssen.

Georg

BeitragVerfasst: 05.01.2006, 09:16
von Ulli
Hallo Dieter,

zu Deiner 01 - bevor Du den Tender komplett zerlegst, um einen Fehler zu finden, der evtl. gar nicht da liegt, versuche doch mal, unter den Träger für die hintere Laufachse einen dritten Mittelschleifer zu montieren. Bei mir werkelt an dieser Stelle derzeit ein "Flüsterschleifer" aus Österreich, seitdem läuft meine 01 wie ein Uhrwerk, nachdem sie vorher auch regelmäßig unter Funkenbildung an den Tenderrädern stehen geblieben ist.
Bei der 01 macht dieser Schleifer elektrisch keine Probleme, da das Gehäuse der Lok auf Masse-(=Mittelleiter)potential liegt.
Eine ähnliche Abhilfe wurde m. W. schon anderweitig vorgestellt (Forum von Sandro ????)
Grüße

Ulli

BeitragVerfasst: 05.01.2006, 09:48
von kladewa
@ all:

vielen Dank, ich werde die Tipps alle abarbeiten. Hoffentlich kann ich eines Tages melden, dass sie problemlos fährt.

Dieter

Probleme bei der 01 (elkos)

BeitragVerfasst: 08.01.2006, 12:46
von Frank Bertram
Hallo Trix Freunde,

ich kann die Erfahrungen von Ulrich nur bestätigen. Reimund Beulen hatte in Sandros Forum die Sache schon einmal vorgestellt und ich habe es nachgebaut. Seitdem fahren meine 01er und ie 18er ohne jegliche Stromprobleme auch über komplizierte Weichenstrassen.

Anfangs hatte ich auch Probleme mit der 01, da ie Tenderräder den Strom nicht richtig weitergeleitet haben - die Ursachen waren ein zu geringer Federdruck verbunden mit Verschmutzung der Achse un der Tenderräder.

Reimund hatte vor einiger Zeit schon einmal über die elkos in seiner 24 geschrieben. Vielleicht helfen seine Ausführungen weiter.

Gruß

Frank Bertram

BeitragVerfasst: 08.01.2006, 12:53
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

BeitragVerfasst: 09.01.2006, 00:06
von noels
Hallo miximaxi, hallo Dieter,
Zitat: "...Und hier noch ein Hinweis: Bei Dieters BR 01 mit den Stromabnahmeproblemen handelt es sich um die relativ seltene Version OHNE Schienenschleifer und OHNE Achsschleifer am Tender (Mikado 1020/2)...."
Dann untersucht mal folgendes: Die Tenderachsen werden in Blechrahmen innerhalb der Drehgestelle geführt. Dabei liegen die Achsen mit dünnen Zapfen in länglichen Löchern. An dieser Stelle wird der Strom übertragen. Sind die Zapfen und Löcher sauber und rostfrei? Schmierung ist auch hier sinnvoll, behindert aber normalerweise die Stromaufnahme. Deshalb sollte man ganz dünn Polfett (Autobatterien) verwenden. Das Zeug ist leitfähig.
Sind die Drehgestellaufhängungen sauber und rostfrei? Denn hier wird der Strom weiter geleitet
Diese Blechrahmen dürfen nicht verbogen sein, so daß einwandfreier Kontakt der Achsen im Rahmen gewährleistet ist, ebenso an der Aufhängung der Drehgestelle.
Den offenen Tender einmal auf ein Gleis stellen und eine Prüflampe an der entsprechenden Schiene und an jedem Drehzapfen einzeln anschließen und den Tender bewegen. Dann sieht man, welches Drehgestell Probleme macht. Eventuell sitzt an einer Stelle auch nur eine Unterlegscheibe falsch, oder eine Kabellötstelle ist blind. Letzteres kann man auch mit der Prüflampe testen oder besser noch alle Lötstellen erneuern.
MfG
Heiko Mehnert

BeitragVerfasst: 09.01.2006, 08:05
von kladewa
Vielen Dank nochmals an Alle für die Tipps. Ich glaube aber eher, dass das Problem nicht im Tender, sondern beim Kontakt zum Gleis liegt. Denn sie bleibt nur auf W, DKW und K stehen. Und zwar immer so, dass die ersten drei Tenderräder auf Plastik stehen und das letzte Tenderrad, das Kontakt haben sollte, eben keinen Kontakt hat. Sonst läuft sie gut. Vielleicht hat Heiko ja Recht, dass das Problem nicht beim Kontakt Rad/Gleis, sondern Achse/Drehgestell liegt. Ich werd's probieren.

Dieter

BeitragVerfasst: 09.01.2006, 14:30
von Ulrich Albrecht
Dieter,

Ich wuerde das gute Stueck einmal auf den Ruecken legen, und mit einem Messgeraet, das auf Widerstandsmessung eingestellt ist, den Stromfluss zwischen den einzelnen stromfuehrenden Raedern messen. Ich habe das bei mehreren Loks gemacht, die auf Weichen stehen blieben, und stellte fest, dass in den meisten Faellen nicht alle Raeder, die Strom abnehmen sollten, es auch wirklich taten.

Ulrich

BeitragVerfasst: 30.11.2007, 01:20
von Gast
Hallo,

meine Erfahrungen vor der Digitalisierung.
Kondensatorkapazität in beide Richtungen 1000 µF, keinen Ladewiderstand und geglättete Fahrspannung ca. 2 cm Nachrollen.

Ladekonstante Tau eines Kondensators t= R*C.
70% Volladung nach ca. 5 * Tau.
Je größer R , desto länger die Ladezeit.
Wahrscheinlich konnte der Elko mit Ladewiderstand bei ungeglätteter Fahrspannung nicht mal mehr die Spannungstäler ausgleichen, geschweige dann den Motor stützen.
Der Funkenflug bei ungeglätteter Fahrspannung und ohne Vorwiderstand kam dadurch zustande, dass der Elko 100 mal in der Sekunde schon aufgrund der Spannungstäler teilentladen und teilgeladen wurde.
Dieser Spannungseinbruch wird bei steigender Last auch immer größer.

Ich hatte damals eine geglättete 15 Volt Gleichspannung welche Einstellbar über eine H-Bridge an das Gleis abgegeben wurde. Die Fahrtrichtung wurde in der H-Bridge umgeschalten.

Geht NICHT mit EMS.

Ausserdem konnte ich feststellen das der Permamotor mit gegl. Spannung wesentlich flüssiger lief.

Servus
Georg

P.S. Unter uns Elektronikern im Amt wird die ungeglättete Gleichspannung "Kastrierte Wechselspannung" scherzhalber genannt.