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Verfasst:
17.09.2008, 21:03
von Br01
Moin,
Das mit den Messingfasern stimmt, aber ich finde das nicht so wild. Das ist es mir wert, wenn ich dafür nicht jede Schiene mühsam abreiben muss.
Das gilt aber natürlich für Schienen, die in einem schlechten Zustand sind, also alt oder einfach dreckig und rostig.
Zur regelmäßigen Pflege würde ich das auch nicht so machen, da reicht so ein Schienengummi sicher aus, ohne daß es in Arbeit ausartet.
Wo bekommt man eigentlich einen dieser Schienenreiniger-Wagons? Oder ist das wieder Bastelarbeit?
Viele Grüße,
Bernhard
Graphitstaub und Elektrik

Verfasst:
18.09.2008, 11:47
von Ede-Neersen
Hallo,
kurz eine Frage. irritiert der Graphitstaub nicht die Elektrik? Kann er zu Kurzschlüssen führen?
Gruß
Ede-Neersen
Schmieren und Salben

Verfasst:
18.09.2008, 18:04
von Roman Favero
Hallo
Das mit dem Grafit hat leider so einen kleinen und doch wichtigen Hacken: Grafit leitet Strom !
Natürlich ist es eine Frage der Menge, aber ab einem bestimmten Mass fliesst Strom !
Grafit ist Kohle und Kohle leitet. Die Widerstände in all der Elektronik sind innen aus Kohle. Und es ist bekannt, dass diese auch sehr, sehr heiss werden können.
Mir ist deshalb sogar schon ein Lichtregler in Rauch und Flammen aufgegegangen.
Erst kürzlich hatte ich die unfreundliche Bekanntschaft mit 220V gemacht indem ich mit einem Blei(Grafit)stift in einer Geräteverdrahtung rumstocherte.
Zudem finde ich Grafit eine schwarze Sauerei, wenn schon trocken schmieren dann würde ich es mit Talkum probieren.
Wenn es um Reibung von Metall auf Metall geht neme ich Fett oder Motorenöle. Bei einer Paarung Metal auf Kunstoff in der Regel Spezialfette. Bei Bogenweichen schmiere ich mit Erfolg die Schieber im Gehäuse nur noch mit Silikon-Teflonfett von Klüber.
Dieses ist zwar sehr teuer aber auch sehr gut, zudem benötigt man nur Spuren davon. Ich fülle dieses Fett jeweil in 5ml Spritzen mit dicken Nadeln. Es wäre sogar als Schmierstoff in der Lebensmittelindustire zulässig.
Wer solches benötigt kann bei mir kleine Mengen beziehen.
Übrigens, die allermeisten Öle isolieren gegen Strom.
Also keineswegs stomführende Kontakte schmieren.
Dafür gibt es von Kontaktchemie spezielle Sprays.
Der Typ, Zylinder-Schlösser mit Grafit zu schmieren ist von den 3 weltweit wichtigsten Schweizer Schlossfabrikanten (Kaba, Keso, Sea) überhaupt nicht empfohlen. Dazu soll mann zB. Kabaclener verwenden, dieser ist allerdings identisch mit dem handelüblichen WD 40 Spray.
Romasn Favero

Verfasst:
19.09.2008, 11:44
von Richard
Hallo Roman
Die Zeit der Kohlewiderstände in der Elektronik ist längst vorbei (das gute, alte Dampfradio...). Weniger als ein Prozent für Spezialapplikationen ist noch aus diesem Material, der grosse Rest sind Schichtwiderstände aus Metalloxyd.
Fett und Öl ist zwar isolierend, bei den dünnen Schichjten auf Kontakten ist dies jedoch kein Problem. Im Gegenteil, alle Schleifkontakte (wie z.B. TRIX-Relais) müssen leicht geschmiert sein, sonst fressen die Oberflächen an, die Betätigungskraft wird erhelblich vergrössert und die Kontakte leben nicht mehr sehr lange. Durch die schleifende Bewegung tritt bei den Kontakten für ev. vorhanden Oxydschichten ein Selbstreinigungseffekt ein und zusätzlich wird die 'Isolationsschicht' des Schmiermittels verdrängt.
Freundliche Grüsse
Richard

Verfasst:
27.10.2008, 11:03
von andreas
Liebe Trixler,
kaum sind 6 Wochen ins Land gegangen bin ich mit Gleismontage/- Verkabelung fertig. Vielen Dank für Eure Tipps. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Neusilbergleise relativ schnell "anlaufen". Woran könnte das liegen? Luftfeuchtigkeit? Oder? Habt ihr Erfahrung mit den LUX-Reinigungssystemen gemacht? Lohnt die Anschaffung?
Viele Grüße
Andreas

Verfasst:
27.10.2008, 13:02
von Richard
Hallo Andreas
Neusilber ist eine Kupfer/Nickel/Zink-Legierung, also eigentlich Messing mit Nickelzusatz. Genau wie Messing oder abhängig von der Legierungszusammensetzung läuft es daher mehr oder weniger stark an. Aufgrund der gelblichen Farbe dürfte der Nickelanteil relativ klein sein. Mit höherem Nickelanteil hätte es eher die Farbe von Geldmünzen.
Die beste Reinigungswirkung erziehlt man mit dem Reinigungsgummi von Roco. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man modifiziert einen Roco-Reinigungswagen für Trix oder befestigt den Reinigungsgummi unter einen Trixwagen. Es ist natürlich ideal, wenn man dann noch mit einem Lux-Staubsauger den Abrieb aufsammeln kann.
So gereinigte Schienen sind dem Vorbild von täglich befahrenen Geleisen sehr ähnlich. Der Schienenkopf glänzt metallisch sauber und macht guten Kontakt zu den Schleifern. Die Schienenseiten sind beim Vorbild rostig und bei uns eben angelaufen. Nietenzähler geben sich alle Mühe, dies durch Alterung mit Farbe nachzuahmen.
Freundliche Grüsse
Richard
Schinenreinigung

Verfasst:
27.10.2008, 15:25
von Roman Favero
Hallo Andreas
So wie Richard schreibt funktioniert es sicher, Lux macht 2 verschiedene Reinigungswagen. Der Sauger ist aus meiner Erfahrung echt gut. Der Schleifwagen wird auch sehr gut sein. Leider sind die Preise sehr hoch.
Ich selber reinige die Schienen regelmässig mit Alkohol oder Reinbenzin und das mit gutem Erfolg. Ich glaube, dass ein abschleifen gar nicht immer nötig ist.
Metalloxydschichten gibt es manigfaltige, die einen leiten Strom die anderen nicht. Bei Kupferhaltigen Legierungen ist die reine Oxydationsschicht leitend- sofern sie sauber ist. Es ist natürlich immer von Vorteil, wenn die Luft im Modellbahnkeller sehr trocken und staubfrei ist.
Roman

Verfasst:
29.10.2008, 09:32
von Br01
Moin,
hat eigentlich schonmal jemand Erfahrungen mit den Noch Reinigungszwergen gesammelt?
http://www.1zu160.net/test/noch-reinigungszwerge.php?view=all&id=#ufb
Viele Grüße
Noch - Reinigungszwerge

Verfasst:
29.10.2008, 13:25
von Trixmumpf
Hallo Bernhard,
die Reinigungszwerge funktionieren nach meinen Erfahrungen nicht ganz so reibungslos, wie von Noch angegeben. Das mag bei NEM-Gleisen anders sein, aber der Mittelleiter unseres TE-Gleises - macht im Stoßbereich manchmal Probleme, besonders bei Änderung der Laufrichtung. Der "Anpressdruck" auf die Profile ist begrenzt, somit findet nur eine geringe "Bremswirkung" statt.
Ein Schmutzabtrag findet statt, hält sich aber in Grenzen. Ich habe noch ein paar davon, die kannst Du haben, bitte ggf. PN an mich. Beste Erfahrungen habe ich mit dem Liliput-Schienenreinigungswagen gemacht, den ich über Ecki bezogen habe. Er bietet diese Wagen hin und wieder umgerüstet für TE mal an, die laufen völlig unproblematisch und man kann gut erkennen, was so von den Profilen an Schmutz abgenommen wird. Das Reinigungsflies kostet nur wenige Cent und lässt sich problemlos jederzeit erneuern.
Gruß
Dirk

Verfasst:
29.10.2008, 14:33
von Br01
Moin,
danke für die Info, habe mir schon fast gedacht, daß die nicht viel bringen, da der Anpressdruck zu gering ist und sie so aussehen, als wäre die Oberfläche recht weich.
Den Schienenreinigungswagon finde ich da schon interessanter. Es gibt das ganze ja auch von Lux, aber recht teuer, wie ich finde.
Ich hatte auch schon daran gedacht, so etwas mal selbst zu bauen. Ich würde rotierende Messingbürsten verwenden, leider fehlt mir aber das Werkzeug, um passende Zwischenzahnräder, Lager und Achsen für die Bürsten herzustellen. Ansonsten dürfte es aber nicht allzu schwierig sein: einfach einen geschlossenen Güterwagon nehmen, einen kleinen Motor einbauen, mit Zahngetriebe auf die Achse mit den 3 Messingbürsten übersetzen und diese durch den Boden nach draußen bringen. Am besten direkt neben der Achse, um auch in Kurven die richtige Lage der Bürsten zu gewährleisten.
Dann noch etwas Gewicht in den Wagen, um Anpressdruck herzustellen, und fertig.
Hört sich simpler an als es ist
Wie ist denn die Reinigung bei den anderen Wagons gelöst, zum Beispiel bei dem Liliput von Ecki? Und wo liegt der preislich?
Viele Grüße,
Bernhard

Verfasst:
29.10.2008, 15:48
von Trixmumpf
Hallo Bernhard,
die Idee mit den rotierenden Bürsten gab es mal für NEM-Gleise in Form eines entsprechenden Güterwagens für HO zu kaufen. Ich hatte so etwas mal vor rund 25 Jahren und habe die Bürsten dann mangels Erfolg mit dieser Reinigungsmethode demontiert.
Der Reinigungswagen von Liliput wurde hier im Froum schon mal behandelt. Ein Tankwagen, der zur Aufnahme der jeweils bevorzugten Reinigungsflüssigkeit dient und eine Art Schleiferplatte mitführt. Diese trägt das Reinigungsvlies und zieht dieses mit etwas Nachdruck recht zuverlassig über die Außenschienen und die Mittelleiter. Das klappt sowohl bei Neusilber- als auch bei Pappschwellen gut. Das Flies kann man durch andere Materialien auch ersetzen, ggf. mal Ecki fragen, er hat glaube ich auch schon Erfahrungen mit sehr feinem Schleifpaper bei dem Einsatz auf Bakelitgleisen.
Ich tränke das Flies hin und wieder mit Waschbenzin, lasse die Profile nach jeder "Reinigungsrunde" erstmal kurz trocken. Zumindest die schwarzen Haftreifen können nach meiner Erfahrung kein Benzin ab. Ansonsten kann man den Wagen problemlos trocken im Zugverband mitlaufen lassen.
Ich habe für den neune Waggon bei Ecki fix und fertig auf TE umgerüstet um die € 30,00 zzgl. Versand bezahlt. Das Geld war gut angelegt.
Gruß
Dirk

Verfasst:
29.10.2008, 21:26
von noels
Hallo zusammen,
über eines muß man sich ganz klar sein: ALLE können nur die leichte Reinigung zwischendurch leisten. Schienen, die durch lange Betriebsruhe verschmutzt, oder gar korrodiert sind, damit reinigen zu wollen, kann man sich von der Backe putzen. Für die "kleine" Reinigung sind die Lux- Wagen einfach zu teuer
- Rotierende Messingbürsten können prima Kurzschlüsse veranstalten!
- Von Trix H0 gibt es aktuell auch einen Wagen, der wie ein verkürzter Wuppertal aussieht. Er arbeitet mit Filzblöcken. Auch für den Mittelleiter kann man einen Filz einkleben.
- Alle, die mir bisher untergekommen sind, haben den Nachteil, daß sie sich nicht perfekt an drei Leiter anpassen können. Gerade der Mittelleiter hat bei gebrauchten Gleisen oft nicht mehr die ursprüngliche Höhenlage
-Staub bekommt man mit den verschiedenen Reinigungswagen ganz gut weg. Der ist aber das kleinste Problem.
- Kontakprobleme macht die Mischung aus Fetten und Funkenflug. Das brennt fest und gibt Flecken, die erstklassig isolieren. die Gegenstücke findet man auch oft als kleine, schwarze Punkte an den Schleifern.
- Ein gutes Mittel ist ein abgewinkelter Stab von Noch, an dem unten ein grober Reinigundfilz sitzt. Damit kommt man auch unter Oberleitungen gut zurecht. Der Preis liegt bei 8 €
- Erstaunlicherweise hatte ich kaum noch Probleme, als ich einen Stromkreis digitalisiert hatte. Hier fährt man immer mit voller Spannung und es gibt kaum noch Funkenflug, der Schmutz fest brennt. Diesen Stromkreis putze ich nur noch alle paar Monate manuell. Im Betrieb reicht es, meine Schienenreinigungswagen immer wieder einmal in einem Zug mit laufen zu lassen. Die linke Schiene der Gleise, welche bei mir den analogen Stromkreis darstellt, muß ich häufiger manuell putzen.
Gruß
Heiko
Lux

Verfasst:
29.10.2008, 22:03
von Roman Favero
Leute
geht doch mal bei Ebay schauen, da gibts immer wieder Lux Sauger und Schleifwagen zu erschwinglichen Preisen. Aber wenn ein Schleifwagen, dann auf jeden Fall auch ein Sauger, denn die Schleiffasern und Partikel sind Gift für die Weichen. Der Lux reinigt übrigens nicht mit Metallbürsten sondern mit Schleifpädrollen. Also das gleiche wie die grühnen Kratzschwämme aber feiner.
Übrigens: Ihr kauft am besten Märklin/Wechselstrom-Lux Wagen, denn die sind schon mit einem Mittelschleifer versehen und der Motor ist trotzdem ein Gleichstrommotor. Was man allerdings rausnehem muss ist der Gleichrichter. Etwas mehr Gewicht schaden diesen Wagen übrigens auch nicht. Ich habe dazu 2mm Bleistreifen unter den Wagen geklebt.
Roman
Schienenputzen

Verfasst:
29.10.2008, 22:21
von Hans
Hallo,
bei den TE-Schienen sollte man schon bei der Auswahl (sind ja eigentlich nur noch gebraucht zu erhalten) auf unbeschädigte nicht verkratzte Profile achten. Schienen mit Riefen durch z.B. Schleifpapier sammeln den Staub und Dreck viel besser. Bohren und schleifen sollte in der Nähe der Anlage vermieden werden.
Ich setze seit einigen Jahren auf TE umgebaute Roco Clean ein, wobei ich um die Putzwirkung für unseren Mittelleiter zu verbessern und den Reibungswiderstand zu verringern, bei einem Waggon den Schleifer soweit verkleinere, damit nur der Mittelleiter geputzt wird. Die Schleifer waren bisher im Fachhandel gut verfügbar. Für die Außenleiter läuft ein Trix Klappdeckelputzer in einem Zug mit erstaunlich wenig Rollwiderstand.
Auch tausche ich seit Jahren zunehmend die Polyamid Räder gegen Metall aus, was die Verschmutzung oder die Verteilung des Drecks meiner Meinung nach verringert hat.
Seitdem werden die Gleise ca. alle 3 Monate gezielt geputzt und bei der Verwendung von neuen Schleifern mit dem richtigen Andruck ist Verschmutzung so gut wie kein Thema mehr.
Viele Grüße
Hans
Schienenreinigungswagen

Verfasst:
31.10.2008, 23:27
von Roman Favero
Hallo alle Ihr Putzteufel
Da gibts doch noch was recht seltenes und uriges aus den USA, den Rail Cleaner von Centerline.
http://www.centerline-products.com/
Es ist mal eine andere aber durchaus für den täglichen Bedarf ausreichende Möglichkeit. Er sieht sicher nicht ganz vorbildgerecht aus aber damit lassen sich auch Versuche mit verschiedenen Reinigungsmaterialeien machen. So werde ich sicher auch mal Mikrofaser-Tücher oder -Vliese ausprobieren.
Natürlich gibts den nicht als TE aber mit wenig Geschick lässt er sich umbauen. Die schwere Rolle ist übrigens frei in den Rahmen gelegt. Weil die Rolle am Rahmen streift wird sie gebremst und dadurch kommt es zu einem leichten Reiben an den Schienen.
Inzwischen gibt es auch ein Modell welches sich mit irgendwelchen Gehäusen tarnen liesse.
Roman Favero