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Bitte eine Frage zur Weichenverkabelung !

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 15:29
von Nachtkappe
Hallo zusammen !

Die Anlage entwickelt sich prächtig, dank diesem Super-Forum hier.
Im Moment hänge ich bei einer (einfachen) Frage:
die Weichen werden verkabelt.
Grüner TRIX-Schalter:
gelb/grün vom grünen Schalter zur Weiche,
weiß vom Trafo direkt zur Weiche,
schwarz vom Trafo zum grünen Schalter, alles perfekt.

Meine Frage:
wenn ich mehrere grüne Schalter mittels Kontaktstift zusammengeschlossen habe, um damit mehrere Weichen zu stellen, WO WERDEN DANN DIE JEWEILIGEN WEISSEN DRÄHTE DER VERSCHIEDENEN WEICHEN ANGESCHLOSSEN ?
Ich kann doch nicht die 10 weißen Drähte, die von den Weichen kommen, in die 1 Klemmbuchse des Trafos stecken, oder muß ich das so machen ?

Vielen Dank für Eure Hilfe !!

Trix Ratgeber

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 15:41
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 15:58
von Nachtkappe
Danke, Jürgen !

Ja, ok.
Mir stellen sich jetzt 2 Fragen. Habe gerade nochmal alles an vorhandenen Komponenten durchgesucht. Verteilerplatte ist keine dabei, auch in der Erinnerung von vor 40 Jahren ist da nichts vorhanden. Ich frage mich, wie das damals gekoppelt war. Wie auch immer, so eine Verteilerplatte muß her.
Aber gibt es die noch ?
Kann man Alternativen nehmen ?

Vielen Dank und bitte verstehen, wenn ich offensichtliche Sachen frage !!!!!

Gruß
Mattes

Trix-Verteilerplatten oder Lüsterklemmen

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 16:09
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 16:31
von Nachtkappe
Super !
Dann hole ich mir das.
Besten Dank, Jürgen !

Gruß
Mattes

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 16:49
von Ulrich Albrecht
Mattes,

Die andere Moeglichkeit ist zu loeten. Ich wuerde unter der Anlage einige Ring- oder Stichleitungen verlegen. Diese koennen z. B. sternfoermig angelegt werden, damit sie den Gleisen oder Stromverbrauchern der Anlage am besten folgen.

An eine von dieser Leitungen wird der weisse Kontakt vom Trafo angeschlossen, und damit hast Du einen Masseanschluss fuer alle Weichen und Formsgnale auf der Anlage. Jetzt musst Du nur noch ein Kabel vom Mittelanschluss jeder Weiche zur Ringleitung ziehen.

Weitere Leitungen, die sich anbieten sind: Schienen, Mittelleiter und Oberleitung. Dies macht es leicht, mehrere Fahrstromanschluesse zu haben, falls Du Kontaktschwierigkeiten hast. Nimm jedoch Kabel, die stark genug sind. Drei Zuege, von denen zwei Beleuchtung, koennen zusammen mehr als 2.5A verbrauchen, d.h. die Ringleitung fuer den Mittelleiter muss also 3.0A verkraften. Fuer die Schienen und Aussenleiter wuerde ich Kabel gleicher Staerke benutzen (falls Du irgendwann mal digital fahren willst, brauchst Du nichts neu verdrahten). Dies sind also insgesamt 5 Leitungen (Schienen, Oberleitung, Mitteleiter, Masse fuer Weichen), die mehr oder weniger dem Gleisverlauf folgen sollten.

Fuer Beleuchtungen bieten sich auch Ringleitungen, aber denke daran, das der Stromverbrauch vieler Birnchen schnell die Leistung des Beleuchtungstrafos uebersteigen kann. Kauf einen Trafo bei Conrad, der 3A und 12V - 14V liefert. 12V ist besser, da dann die Birnchen laenger halten. Pro 3A Trafo (und somit pro Beleuchtungsleitung) kann man rund 55 Laempchen anschliessen.

Ich wuerde ausserdem die Weichen- und pro Trafo eine der Beleuchtungsleitungen mit einer 3A Schmelzsicherung ausruesten. Diese sollte zwischen Anlage und Trafo liegen. Fuer den Fahrstrom ist dies nicht noetig, wenn Du Fahregler mit Kurzschlusssicherung benutzt.

Ulrich

BeitragVerfasst: 16.01.2007, 23:02
von Nachtkappe
Hallo Ulrich !
Das sind ja jede Menge neu Aspekte, um die ich mich kümmern muß. So wie ich es verstehe, werde ich unter der Anlage eine Ringzusammenführung mit Lüsterklemme machen. Dann kommt aber noch der Lichtstrom, klar, da muß ich auch dran denken.
Ich habe 2 Trafos.
Ist es ratsam, über einen den gesamten Weichenstrom laufen zu lassen und über den anderen die gesamte Beleuchtung ?
Oder besser einen Beleuchtungstrafo nehmen ? Klingt ja sehr interessant .....

Gruß
Mattes

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 05:10
von Ulrich Albrecht
Mattes,

Wenn Du sagst, dass Du zwei Trafos hast, gehe ich einmal davon aus, dass dies normale Trix Trafos (oder aehnliche) sind. Solche Trafos liefern ungefaehr 1.0A Gleichstrom, der zwischen 0V und 12V geregelt werden kann, und noch einmal 1.0A Wechselstrom mit einer Spannung von 14V. Es gibt kleinere Unterschiede von Hersteller zu Hersteller, aber die koennen wir fuer das folgende vernachlaessigen.

Der Gleichstromteil ist stark genug, eine Lok zu betrieben, und es reicht auch noch fuer einige beleuchtete Wagen. Wenn man laengere Zuege oder Doppeltraktion faehrt, dann wird es manchmal schon knapp. Meine Trix 110.3 mit 5 beleuchteten Wagen von Trix/Roewa verbraucht 0.5A fuer die Lok und nochmals das gleiche fuer den Zug.

Das Problem ist der Wechselstromausgang. Er reicht normalerweise aus, eine Weiche oder ein Signal zu schalten. Daher wuerde ich einen der Wechselstromausgaenge fuer die Schaltung der Weichen benutzen. Der zweite kann dann z.B. fuer Lichtsignale eingesetzt werden.

Fuer die Beleuchtung der Anlage sind diese Ausgaenge nicht so sehr geeignet. Die hierzu benutzten Birnchen verbrauchen in der Regel 0.05A, d.h. es koennen maximal 20 ueber einen Wechselstromausgang laufen. Zwanzig Lampen kommen aber schnell zusammen. Fleischmann, Trix und alle anderen Hersteller bieten Beleuchtungstrafos an, aber die sind unverschaehmt teuer. Ich habe mir hier in Amerika Trafos bei Radio Shack (frueher in Deutschland als Tandy bekannt) besorgt, die 3A bei einer Spannung von 12.6V liefern. Sie sind also ideal fuer diesen Zweck und kosten so um die $12.00 pro Stueck. Ich bin sicher, dass Conrad aehnliches im Angebot hat.

Sei nur sicher, dass Du weisst, wie man einen Trafo richtig anschliesst. Wenn da nicht der Fall ist, dann kann Dir vieleicht jemand aus dem Bekanntenkreis helfen. In einer der Digitaldiskussionen hatten wir Informationen zu diesem Thema. Dort findest Du auch Informationen zur Kabelstaerke. Auf jeden Fall muss der Nierderspannungsausgang mit einer Sicherung (3A) abgesichert werden, damit es keine Probleme gibt, wenn es einen Kurzschluss auf der Anlage gibt. Ausserdem sollte der Trafo in ein nicht leitendes Gehaeuse eingebaut werden, damit die Anschluesse vor der Beruehrung geschuetzt sind. Ich habe Gehaeuse aus der Elektroabteilung des Baumarktes benutzt.

Luesterklemmen sind gut, um die Trafos mit der Anlage zu verbinden. Unter der Anlage wuerde ich lieber loeten.

Ulrich

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 08:30
von Stefan
Hallo zusammen,

ich hoffe, dass sich jetzt niemand auf den Fuß getreten fühlt, aber wer an einem Trafo herumbastelt ("sollte in ein Gehäuse.. aus dem Baumarkt eingebaut werden...") muss GANZ GENAU wissen was er tut. Ich empfehle allen Anfängern und Hobbybastlern nicht mal dran zu denken!

Gruß
Stefan

Vorsicht mit alten Trix-Trafos (Fahrgeräten)

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 10:31
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 10:33
von Dietmar
Hallo

Das mit dem Trafo in einem Gehäuse hat ja noch ein anderes Problem, nämlich die ausreichende Wärme abfuhr.
Aber ich verstehe ehrlich gesagt das ganze Problem nicht. Als Elektriker kann ich aus Erfahrung sprechen, dass es besser ist viele Verbraucher (Beleuchtung, Lokomotiven) auf mehrere Stromkreise aufzuteilen. Zuhause habt ihr doch auch nicht alles auf einer Sicherung geklemmt. Im falle eines Kurzschlusses oder Fehlers ist nicht gleich alles dunkel und der Fehler läst sich doch leichter finden. Es ist doch einfacher aus 20 Verbrauchern einen Fehler zu finden als aus 50. Warum muss dann eigentlich die ganze Beleuchtung an einem Trafo hängen? Ich habe gerade mal bei ebay nachgesehen, dort sind Trafos massenhaft zu bekommen. Besonders günstig ist der Märklin Trafo 6647 mit 32 VA, die werden aus Startsets verschleudert und kommen mit Porto selten über 20,-€. Ich habe mir mal einen für 10,-€ neu mit Garantie ersteigert, was will man den mehr. Da ist man auf der sicheren Seite was die Sicherung und Überlastung angeht. Wenn ich mir eine Trafo besorge, dann noch ein Gehäuse, Sicherungshalter mit Sicherung, Kabel und gegebenenfalls noch einen Stecker wird das auch nicht günstiger, von der damit nutzlos verbrachten Zeit mal abgesehen.
Außerdem Spricht noch was für den Regelbaren Trafo (ob nun Märklin oder Trix) , die Möglichkeit den Fahrstromausgang zu regeln. Die meisten Straßenlämpchen sind doch so ekelhaft hell, dass man mit 4 stück die ganze Anlage ausleuchten kann. So könnte man 2 Lichtstromkreise unter der Anlage verlegen, einen für die Häuser und einen für die Straßen und Bahnhofslampen. Da kann man die Straßenlampen soweit mit dem Regelknopf herunterdrehen bis eine weitgehende vorbildliche Ausleuchtung eingestellt ist. Nebenbei erhöht sich so die Lebensdauer der Lämpchen gewaltig. Man kann also an dem Regelbaren Ausgang die Straßelampen und an dem anderen Lichtausgang die Häuserbeleuchtung anschließen. Auch würde ich die Trafos nicht bis an die Leistungsgrenze belasten, das führt nur zu einer zwar noch zulässigen aber doch starken Wärmebelastung. Das kann im Sommer bei höheren Raumtemperaturen schon mal zum abschalten des Überlastungsschutzes führen. Auch kann dann doch auf Dauer die Isolierung der Wicklung leiden. Es spricht doch wirklich nichts dagegen unter der Anlage mehrere Lichtstromkreise zu verlegen.
Aus der Erfahrung meiner letzen Anlage hätte ich als Tipp folgenden Vorschlag:
In der Mitte der Anlage(oder da wo auch die meisten Verbraucher sind) würde ich 2 Leitungen im Abstand von 10-20 cm, aus 2 Isolierten Drähten mit einem Querschnitt von 2,0 mm2 (NYA) verlegen. Als Abstandhalter und Befestigung würde ich Lüsterklemmen benutzen, durch die ich die Leitungen ohne Unterbrechung führen würde. Und an den stellen wo eine Lampe angeschlossen wir, einfach mit einem Messer die Isolierung rundum ein Stückchen abschaben und die Drähtchen der Lampe anlöten, am besten etwas versetzt. Man kann auch die Drähte ohne Isolierung unter der Anlage führen, aber da ist die Berührung der beiden Drähte durch eventuelles ziehen an einem Kabel u.s.w groß, was zwar nicht schlimm ist aber ärgerlich. Die Sicherung des Trafos schaltet bei so einem Kurzschluss zwar ab, aber die suche nach dem Fehler bleibt.
Die beiden Lichtausgänge der Fahrtrafos kann man dann ganz für Weichen und Signale benutzen. Wenn es machbar ist, würde ich noch die Weichen auf den einen und die Signale auf den anderen Trafo klemmen. Das hat den Vorteil das beim schalten von Weichen nicht immer die Signallämpchen mit flackern. Wenn allerdings ein Signal zusammen mit einer Weiche geschaltet wird geht das nicht.
Ich hoffe das sich jetzt keiner auf den Schlips getreten fühl, aber von Basteleien und Experimenten mit Trafos halte ich nicht viel. Auch wenn am Ende nur harmlose12V rauskommen, es müssen dafür aber 220V rein, und da wird es gefährlich für den Laien. Und das Leben, Gesundheit und die Sicherheit für einen selber und auch anderen sollten einem schon mal 2-3 Trafos wert sein. Wir reden hier ja nicht über Unsummen, sonder über 15,- bis 20,- € pro Trafo, und im Verhältnis zu den anderen Kosten einer Anlage ist das doch verschwindend gering, oder?
Grüße
Dietmar

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 11:24
von Stefan
Hallo zusammen.

Original von Dietmar
Auch wenn am Ende nur harmlose12V rauskommen,...
Grüße
Dietmar


WARNUNG: 12V (oder 16V) sind NICHT HARMLOS!
Es gibt von Viessmann, Titan und anderen Lichttrafos mit 100VA und sogar 150VA! Letzterer liefert bei 16V fast 10A Strom. Damit ist es nur eine Frage der Zeit, bis man wegen der Verwendung modellbahntypischer Litze seiner Versicherung einen warmen Abriss des Hauses erklären muss (ganz ohne 230V angerührt zu haben und mit einem MODELLBAHNTRAFO ohne Bastelei!). Beide o.g. Hersteller sagen eindeutig: Dieses Produkt ist KEIN SPIELZEUG. Viessmann bietet für seinen Trafo sogar spezielle Leitungen mit an.
Wer sich auskennt und billige Lichttrafos sucht sollte mal nach Trafos für Halogenlampen (16V 3,5A z.B. bei Conrad ca 12€) suchen.
Bitte Dietmars Hinweis beachten und die Stromkreise Teilen, und nicht etwa zur Leistungserhöhung die kleineren Trafos parallel schalten!

Gruß
Stefan

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 15:06
von Ulrich Albrecht
Stefan,

Die Halogentrafos sind genau die, die ich gemeint habe, nur kann 16V die Lebensdauer der Birnchen verringern. Aus diesem Grunde benutzte ich 12.6V Trafos. Deine Idee mit den Fahrtrafos von Ebay ist eine sehr gute, leider gab es Ebay nicht, als ich meine Bahn 1995 aufbaute. Das einzige, was gegen 1.0A Wechselstromkreise spricht, ist der zusaetliche Verdrahtungsaufwand. Ich ahbe auf meiner Anlage rund 190 Laempchen, die von 3 Trafos mit 3A und einem Trafo mit 1.2A in vier Stromkreisen gespeist werden.

Beim Anschluss aller Transformatoren sollte man gewisse Sicherheitsmassnahmen beruecksichtigen:

a) Trafos duerfen sekundaerseitig niemals zusammenschaltet werden. Daher sollten unterschiedliche Wechselstromkreise hoechstens eine gemeinsame Rueckleitung haben. Wenn moeglich, sollten beide Pole von einander getrennt sein.

b) Die Kabel muessen den Maximalstrom des Trafos verkraften koennen. Benutzt man eine gemeinsame Rueckleitung fuer mehrere Wechselstromkreise, muss das Kabel die Summe aller Stromstaerken verkraften koennen. Soweit ich weiss, sind 3A der in Deutschland maximal zulaessige Strom pro Kabel. Hier in Amerika sind es 5A.

c) Der Ausgang muss sekundaerseitig mit einer Schmelzsicherung abgesichert werden.

d) Der Trafo muss so installiert werden, dass eine zufaellige Beruehrung des 220V Einganges nicht moeglich ist. Ich benutzte Luesterklemmen, um den (120V) Stecker an den Trafo anzuschliessen. Diese sind so montiert, dass sie nicht zufaellig beruehrt werden koennen. Ausserdem sollte der Trafo durch ein Gehaeuse geschuetzt sein. Dieses darf nicht aus Metall bestehen, und muss Schutz gegen 220V bieten. Da ich seit 25 Jahren keinen Baumarkt in Deutschland besucht habe, weiss ich nicht genau, was erhaeltlich ist. Hier in Amerika gibt es eine Menge geeigneter Plastikgehaeuse zu kaufen, die bis zur Hausspannung von 120V schuetzen. Da die meisten Haeuser aus Holz gebaut sind, muessen alle Verteiler, Steckdosen usw. in solche Gehaeuse eingebaut werden, um die Brandgefahr zu unterbinden.

e) Im Zweifelsfall sollte man die Finger davon lassen.

Ulrich

BeitragVerfasst: 17.01.2007, 16:55
von Hans
Hallo Leute,

Seit vorsichtig im Umgang mit nicht für unser Hobby gedachten Trafos (Halogentrafos) und anderen elektrischen Anlagen!

In der VDE 0100 für Schwachstromanlagen finden wir Richtlinien für die Errichtung und den Umgang mit Elektrischen Anlagen.

Per Definition geht man davon aus, dass Ströme ab 50 mA tödlich sind. Bei einem angenommenen Körperwiderstand von 1000 Ohm müssten dann 50 V am Körper anliegen. Deswegen gelten Wechselspannungen ab 50 V als tödlich (bei Tieren 25 V)!

Bei Modellbahn üblichen 16 Volt und 1000 Ohm Körperwiderstand liegen ja „nur“ 0,016 Ampere (16 mA) an.
Setzt man Trafos ein die 2-3 Ampere liefern und wenn ein Verbraucher berührt wird der hohen Strom zieht kann dies zu Folgen führen (Reihenschaltung!).

• Bis zu 0,5 mA sind nicht spürbar und haben keinerlei Auswirkungen und Schädigungen zur Folge.
• Von 2 bis 10 mA sind theoretisch ungefährlich. Da diese Stromstärken jedoch mehr oder weniger als unangenehm empfunden werden, können sie Schreckreaktionen und somit Unfälle (z. B. Sturz) zur Folge haben.
• Ab 10 mA (Loslassgrenze) kommt es zu ersten Muskelverkrampfungen, was sich in einem „Kleben bleiben am Strom“ äußern kann. Im schlechtesten Fall kann die Verkrampfung der Brustmuskulatur zu einer Atemlähmung führen.
• Von 10 bis höchstens 50 mA (Abhängig von der Stromdurchflussdauer) ergeben sich normalerweise keine organischen Schäden. Es ist jedoch mit Muskelkontraktionen und Atemschwierigkeiten zu rechnen.
• Von 50 bis 500 mA (abhängig von der Stromdurchflussdauer) treten mit hoher Wahrscheinlichkeit Vorhofflimmern oder Herzkammerflimmern auf. Zudem treten Herzstillstand, Atemstillstand und (innere) Verbrennungen auf.
• Ab 500 mA kommen schwere (innere) Verbrennungen dazu, die eventuell erst Tage nach dem Unfall zum Tod führen.

Die Gefährlichkeit des Stromes ist von mehreren Faktoren abhängig so von der Dauer des Stromflusses (Sicherung!!) und von dem Zustand der Haut (Schwitzen!).

Im Allgemeinen halte ich die Verwendung von für andere Anwendungen konstruierte Trafos und elektrische Geräte wie Halogentrafos bei Spielzeug (und dazu gehört unser Hobby!) für nicht ratsam und für Laien als gefährlich.

Elektrotechnische Anlagen im Selbstbau mit 220 Volt ~ Verdrahtung (dazu zählen die Halogentrafos bei anderer Verwendung) sollten immer unter Berücksichtung der VDE 0100 errichtet werden um Gefährdungen für sich und die Umwelt zu vermeiden. Das Thema Hausratsversicherung und Haftung wird hierbei auch interessant!

Ich denke es gibt genügend handelsübliche Trafos für unser Hobby die man einfach nur in eine Steckdose steckt. Man sollte hier nicht am falschen Ende sparen.

Mit elektrotechnischem Gruß
Hans

BeitragVerfasst: 18.01.2007, 09:46
von Stefan
Hallo zusammen,

Original von Hans
...
Ich denke es gibt genügend handelsübliche Trafos für unser Hobby die man einfach nur in eine Steckdose steckt. Man sollte hier nicht am falschen Ende sparen.
...


@Hans,
ich wollte mit meinem Beitrag darauf aufmerksam machen, dass sogar Modellbahnfirmen (Viessmann, Titan u.a.) Trafos verkaufen, die man nicht mehr ohne elektrotechnische Grundkentnisse einsetzen sollte. Der erhöhte Strombedarf von Digitalanlagen aber auch für Großbahnen führt in der Konsequenz zu Produkten bei denen das Manual unbedingt zu beachten ist. Das Problem ist, dass ein 32VA Trafo optisch und von der Beschaltungsmöglichkeit nicht von einem 150VA Trafo zu unterscheiden ist. Da die großen Trafos erheblich mehr kosten, wird sogar im Fachhandel leichtfertig dazu geraten, doch die größere Leistung zu wählen, weil man dann ja genügend Reserven hätte...

@Ullrich,
Es gibt hier 16V Birnen für fast alle Modellbahnanwendungen, daher kein Problem. ABER: Wie Hans richtig sagt: Wenn auch nur der kleinste Verdacht im Schadensfall auf die Trafobastelei fällt, bleibt der Bastler auf dem Schaden (und ggf. auch auf der Haftung für den nachbarlichen Schaden) komplett sitzen.

@All
Es gibt die Halogentrafos auch fertig mit Gehäuse. dann sind die zwar teurer, aber immer noch billiger als jeder Modellbahntrafo. Die Aufstellanleitung solcher Trafos beinhaltet Hinweise für die Installation und den bestimmungsgemäßen Gebrauch. IdR. sind hier keineswegs Halogenlampen als Verbraucher und diese tollen "Freileitungen" als Leitungen vorgegeben. Der Einsatz für die Beleuchtung der Modellbahn stellt bei den Trafos z.T. keine Zweckentfremdung dar.
Trotzdem, auch wenn ich mich und andere wiederhole: DAS IST NUR WAS FÜR PROFIS!

Gruß
Stefan