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Umbau BR 24

BeitragVerfasst: 29.03.2006, 16:07
von Frank Bertram
Hallo Trix Bastler:

die BR 24 gab es zu Bundesbahnzeiten auch mit Witte-Windleitblechen (z.B. die Loks vom Bw Rahden, die Vorbild für das TE- Modell waren).

Hat jemand mit dem Umbau der TE- 24 von den kleinen Wagner-Blechen auf Witte-Bleche Erfahrung?

Gruß

Frank Bertram

(ich will keine TE-Lok verschandeln, aber eine meiner 24ger soll etwas anders aussehen; eine weitere 24 habe ich mit dem Frontbügel über den Lampern versehen und dafür erst einmal ein BR- 01 Bügelstück verwendet; das sieht recht gut aus, auch wenn die Lampen noch fallsch sind). Mir fehlt der Mut zum Umbau a-la Heiko; der ist ihn sehr gut gelungen, aber mit zwei linken Händen habe ich da ein Problem.

BeitragVerfasst: 29.03.2006, 17:36
von noels
Hallo Frank,
sei man ruhig etwas risikofreudiger. Mal ehrlich- Die BR24 ist preiswert zu haben; auch einzelne Gehäuse findet man. Sie ist also ein ideales Versuchsobjekt, um zwei linke Hände etwas zu schulen. Mehr braucht es nämlich nicht.
Solche Lampenbügel kannst Du einfach und robust aus Federstahldraht machen. Den bekommst Du als Meterware auch in Bastelgeschäften für RC Modellbau, oder bei Conrad.
Mit den Witte-Blechen ist das so eine Sache. Passende Bleche bekommt man bei Weinert, oder auch als Ersatzteil von Murkslin. Auch ein Revellbausatz ist ein prima Teilespender.
Aber bei der 24 liegt das Umlaufblech wegen der Kupplung unter der Rauchkammer viel zu hoch. Mit Witteblechen fällt das noch mehr auf. Man kann dem abhelfen, wie ich es bei meiner zweiten BR64 gemacht habe mit den Teilen von Weinert. Das ist aber für den Anfang wirklich sehr aufwendig.
Wenn Du die Wagnerbleche entfernst, hinterlassen sie große Löcher im Umlaufblech. Die müßtest Du verspachteln und das Gehäuse neu spritzen. Die Löcher für die Wittebleche unbedingt vor dem lackiern in den Kessel bohren. Es ist ärgerlich, wenn man beim ersten Versuch dann mit dem Bohrer abrutscht.
Gruß
Heiko Mehnert

Umbau BR 24

BeitragVerfasst: 29.03.2006, 18:22
von Frank Bertram
Heiko,

herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Du kennst meine Hände nicht - aber richtig, das ist genau der Grund für den Versuch an eioner billigen (?) Lok.

Wenn ich das fertig habe, melde ich mich gerne und berichte darüber.

Gruß

Frank Bertram

BeitragVerfasst: 30.03.2006, 09:56
von Taigatrommel
Hallo Frank, Für den Umbau kannst du die Nachgußbleche der BR 42 von Tom Jongen oder Franz Nowack nehmen, wobei die weichen von Franz Nowak besser sind da sie sich besseer nacharbeiten / biegen lassen . Du brauchst nur eine kleine Bohrmaschiene, einen 1 mm Bohrer, vier kleine 1 mm starke Nägel und eine kleine Feile. Bei allen Bohrarbeiten aufpassen die Bohrer neigen bei beiden Teilen (Gehäuse und Windleitbleche) zum festfressen immer langsamm Vorarbeiten vor allen bei den Windleitblechen . Bohre zu erst in den beiden Ansatzstücken / Zapfen der beiden Windleitbleche die Löcher ca. 5 mm ein. Dann die Löcher in das Gehäuse in der Höhe der angedeuteten Grifstange kommen auf jeder Seite zwei Bohrungen. Auf der linke Seite dei erste zwischen der Leitung vom Mischvorwärmer und den ersten Stück Griffstange, die Zeite diereckt nach den ersten Stück grifstange und der Leitung die von oben kommt. Auf der Rechts Seite dierekt neben der Luftpumpe nach hinten hin, danach das hintere Loch in die Grifstange so wie der abstand er Löcher in den ´rechten Windleitblech. Anschliessend must du die orginal Zapfen mit der Feile noch etwas kürtzen, da sonst die Windleitbleche zu weit nach aussen abstehen. Auf der rechten Seite mit Versatz da ja die Bohrung sehr dicht an die Luftpumpe sitzt Nägel einkleben, Windleitblechkanten mit der Feile nacharbeiten, und zum Schluß die windleitbleche ankleben und lackieren. Auf jeden Fall vor den Bohren u schauen wo sollen die Bleche in etwar sitzen auch zwischendurch kontrollieren ob die Bohrungen so einigermassen Stimmen, durch die weichen Bleche von Franz kann man immer noch leicht mit biegen nach korrigieren. Tip zuerst mit Links anfangen, und die Bleche fangen am besten in Höhe der unteren Gehäusekante an.
Gruß Taigatrommel

Umbau BR 24

BeitragVerfasst: 30.03.2006, 15:26
von Frank Bertram
Hi, Taigatrommel:

super, Deine Umbau-Anleitung. Ich habe die BR 42- Originalbleche.

Gruß

Frank Bertram

Umbau BR 24

BeitragVerfasst: 30.03.2006, 15:47
von Frank Bertram
Hallo Taigatrommel,

nochmals herzlichen Dank für die tolle Umbauanleitung. Ich habe Oreiginal Windleitbleche der BR 42, die ich gerne einsetzen möchte. Ich gehe davon aus, daß Deine Umbau-Anleitung dann fast 1 : 1 übertragbar ist.

Mein Plan ist, die Lok auf unserer Ausstellunganlage im November in Gangelt laufen zu lassen (evtl. auch noch mit Mabuchi- Motor, aber analog).

Ich werde auch die Frontpartie bearbeiten, damit diese möglichst vorbildgerecht aussieht - trotz der schwenkbaren Pufferbohle, die ich als TE- Attribut eigentlich beibehalten möchte.

Gerne berichte ich über den Fortschritt der Umbauten (ggf. auch auf unserer Euregio-Stammtisch-Homepage).

Gruß

Frank Bertram

BeitragVerfasst: 30.03.2006, 17:03
von Georg
Ich möchte den Tatendrang nicht bremsen. Aber es kommt doch schon darauf an, daß die Windleitbleche richtig stimmen.

Die der BR 42 habem eindeutig die falsche Form. Die Rundungen bekommt man kaum glaubwürdig hin. Und die der BR 01 sind zudem sehr dick, was bei dem schlanken Kessel BR 24 besonders auffällt.

Bevor man daran hobelt und feilt, sollte man sich vielleicht bei Fleischmann umsehen. Die hatten die BR 24 mit kleinen Witte-Windleitblechen eine Weile im Programm gehabt.

Fleischmann selbst führt als lieferbar nur noch das komplette Gehäuse in der Liste der lieferbaren Ersatzteile (Kosten rund 40,- Euro)

Bei den bekannten Anbietern mit Online-Ersatzteilshop sind die Windleitbleche aber noch aufgeführt und kosten das Paar etwa 4 bis 5,- Euro. Ob sie noch lieferbar, muß man mit einer Bestellung ausprobieren.

http://213.239.212.34/images/spareparts/etl/etl4141.jpg

Georg

BeitragVerfasst: 30.03.2006, 17:09
von noels
Hallo Frank,
dann überlege Dir vorher man genau, was Du machen möchtest. Bei meiner ersten 64 habe ich auch mit möglichst vorhandenen Mitteln gearbeitet, um die Kosten und den Aufwand gering zu halten. Damit kann man durchaus zufrieden sein. Später hat es mich dann aber trotzdem gejuckt, auszuprobieren, was geht, beziehungsweise, was ich hin bekomme. SO habe ich dann eine zweite Lok fertig gemacht. Beide kannst Du auf meiner Homepage sehen.
Das mit den Blechen der BR42 würde ich mir aber überlegen. Von der Form her passen Sie nicht zu den Einheitsloks. Außerdem sind sie eventuell etwas groß.
Da die Lok in der Praxis nie Rückwärts gezogen hat (Vmax=50 Kh/h) kann man gut auf die Kupplung vorn verzichten. Das gibt einem mehr Gestaltungsspielraum, egal, ob man die Pufferbohle fixiert, oder nicht. Durch den dicken Kupplungsschacht und das nötige Spiel der Pufferbohle liegt der Umlauf unter der Rauchkammer etwa 2mm zu hoch. Dadurch wird das "Gesicht" der Lok so verfremdet. Vielleicht bekommst Du das ja etwas korrigiert. BEi mener 24 habe ich das nicht gemacht- Deshalb sieht sie immer noch etwas komisch aus.
Wenn Du mehr Infos brauchst, eventuell Vorbildfotos, melde Dich ruhig.
Letztlich ist das, was man machen will immer eine Frage des eigenen Geschmacks. Das wichtigste ist, daß es Dir nachher gefällt. Allerdings habe ich mich selbst hinterher manchmal geärgert, zu zaghaft gewesen zu sein. So werde ich meine 24 wohl nocheinmal in Angriff nehmen.
Viel Spaß beim Basteln
Heiko Mehnert

Umbau BR 24

BeitragVerfasst: 30.03.2006, 17:23
von Frank Bertram
Georg und Heiko:

herzlichen Dank für Eure Überlegungen, die ich gerne in die meinigen einbeziehen werde.
Danke auch, daß Ihr mir den möglicherweise Fehhltritt mit den BR 42- Windleitblechen ausgeschrieben (ausgeredet) habt. Eure Argumente überzeugen mich.
Die Kupplung an der vorderen Pufferbohle möchte ich behalten, weil ich gerne Vorspann fahre. Zweimal BR 24 oder eine BR 64 vor BR 24 sehen einfach gut aus, wenn die Bergstrecke mit einem etwas längeren Zug (sechs Donnerbüchsen, ein Packwagen und ein Postwagen, gelegentlich ein G10 dabei).
Auf Dein Angebot, Heiko, komme ich gerne zurück. Du hast makl eine CD diesbezüglich herausgebracht. Wenn Du nach Mijdrecht kommst, könntest Du mir diese mitbringen, denn Reimund Beulen und ich fahren seitens unseres Stammtisches hin.
Wie sieht das mit dem Tender aus: ich finde ihn nicht ganz vorbildlich, aber doch so einermassen und plane hier lediglich die Bestückung mit Echt-Kohle. Der Tender-Lok- Abstand ist jedoch sehr arg - hier hatte ich an die Uralt-Trix Express- Lösung gedacht, die ja bei der 20/52 so gut klappt.

Die angespritzten Leitungen an der Lok stören da mehr.

BeitragVerfasst: 31.03.2006, 08:31
von Taigatrommel
Hallo Leute,
bei meinen Umbauvorschlag bin ich von der Überlegung ausgegangen vorhandene Trixteile zu verwenden mit den man ein einigermassen stimmiges Modell erhällt. Ich versuche meist möglichst wenig Teile von anderen Firmen zu verwenden daher die Windleitbleche der BR 42, sie sind nach meiner Meinung noch am besten von den Trixblechen geeignet. Wenn man dann Anfängt mit Teilen von anderen Herstellern kommt man wie ihr es schon Angeführt habt zu der Idee ein anderes Gehäuse zu verwenden und probiert dann vieleicht zum Schluß die Trixräder an eine BR 24 mit durchbrochenden Rahmen von Weinert zu montieren. Entschuldigt die Übertreibung von mir. Wie gesagt ich probiere möglichst das zu vorwenden was aus den Programm von Trix stammt. Wie ihr es ja schon aufgeführt habt ist das Trixmodell sowieso ,,sehr grob´´,da fallen dann die Windleitbleche der BR 42 garnicht als falsch auf. Es stimmt schon sie könnten an den Kannten etwas runder sein, aber das fällt bei den Gesammtbild den die Lok so hat den Normalbürger nicht auf.
Gruß Taigatrommel

BeitragVerfasst: 31.03.2006, 17:06
von noels
Hallo,
@Frank: Was spricht dagegen, die 24 im Doppelspann vorn laufen und sie dann eine prima durchgestaltete Pufferbohle zeigen zu lassen.
@Taigatrommel: letztlich bleibt es immer eine Geschmacksache, wie weit man geht.
Allerdings meine ich, wenn man schon Hand anlegt an die Originalmodelle, dann sollte es eine Verbesserung sein. Trixmodelle habe einige systemimmanente Grobheiten, wie zum Beispiel durch die Kupplung zwischen den Puffern. Andererseits sind sie oft schon sehr schön graviert. So findet man am Tender der BR01 sogar das Kabel zum Spitzenlicht. Da war Trix seinerzeit schon anderen voraus. Daher versuche ich, ein Modell in dieer Richtung weiter zu entwickeln. Bei meiner ersten umgebauten BR64 bin ich Deiner Philosophie gefolgt und habe Pufferbohle und Vorlüufer von einer BR54 verwendet. Wenn man sich das Ergebnis anschaut ist das eigentlich eine Verschlimmbesserung, wie mit den Windleitblechen der BR42. Die Teile gehören nicht daran und verbiegen die Lok nur in eine andere Richtung.
Also versuche ich eher den Weg zugehen, wie ihn in den 70-ern schon Merker & Fischer beschritten hat, am liebsten sogar mit deren Teilen, wenn ich die mal ergattern kann. Man hat damals schon die positiven Dinge von Trix genutzt und versucht, die stilistischen Schnitzer auszumerzen. Ein Paradebeispiel ist die BR18 mit ihrer falschen Steuerung.
Aber wie gesagt: Es bleibt eine Geschmackssache)
Gruß
Heiko

BR 24

BeitragVerfasst: 31.03.2006, 20:12
von solemio
Ich habe vor über zehn Jahren eine BR24 umgebaut auf Witte WL Bleche.Ich habe die Bleche als Ersatzteil bei d Fleischmann vonder BR24 bestellt.Die sind auch nicht schwierig zum montieren.Auch habe ich die vordere Pufferbohle fix montiert,mit einer funktionstüchtigen Schraubenkupplung und dazu ein Rauchentwickler eingebaut.In Planung steht immer noch eine BR24 mit 50er Tender wie früher einmal eine BR24 im Einsatz war.
Gruss Solemio

BeitragVerfasst: 02.04.2006, 15:00
von Ulrich Albrecht
Ich habe sowohl ein Trix 24 als auch eine von Fleischmann. Aus der Naehe betrachtet schlaegt das Fleischmannmodell die Trixloks bei Laengen. Im Anlageneinsatz jedoch fallen die Unterschiede nicht mehr so stark auf. Ein Bekannter in Amerika hat die Regel, alle Details, die aus einem Meter Abstand noch zu erkennen sind, sind die, die fuer den Anlageneinsatz wichtig sind. Betrachtet man die beiden 24er (Fleischmann und Trix) aus diesem Abstand passen sie gut zusammen. Der einzige bleibende Stoerfaktor ist die Kupplungsbohle, obwohl man da auch mit Verschliessen des Schachtes und einbauen von Bremsschlaeuchen und Originalkupplungen viel verstecken.

Ulrich

BeitragVerfasst: 02.04.2006, 20:59
von noels
Hallo Ulrich,
im Prinzip verfahre ich auch nach diesem Grundsatz. Deshalb haben einige Loks auch Teile der Beschriftung falsch bekommen, weil ich diese sowieso nur mit der Lupe lesen kann.
Aber jetzt habe ich erstmals eine Brille bekommen. Nun muß ich etwas genauer sein. :D
Gruß
Heiko Mehnert

BR 24 mit Witteblechen

BeitragVerfasst: 22.04.2006, 07:41
von Frank Bertram
Hallo Freunde:

nach Taigatrommels Vorschlag bin ich gerade dabei, meine 24 mit den Witteblechen zu versehen. Da ich 42ger Bleche gerade verfügbar habe, die m.E. gar nicht so schlecht aussehen, wenn ich sie an die von Taigatrommel genannte Stelle halte (und auch gar nicht zu groß erscheinen), habe ich mal mit dem vorsichtigen Bohren angefangen. Dabei stellt sich das Problem, daß die Versuche mit dem Drehmel fehlschlagen - die Bohrer packen nicht richtig und ich habe Angst, daß das Spritzgußteil der Lok recht dick aber spröde ist (beim Einspannen in einen Schraubstock - natürlich mit Gummifütterung - ist mir von der vorderen Kante der Lok ein Teil um das vordere frühere Befestigungskloch der alten Bleche abgeplatzt.

Gibt es da einen Trick, den Bohrvorgang sauber zu erledigen?
Ich würde die Lok doch gerne beim nächsten Euregiostammtisch am 6.5. in Herzogenrath vorführen - evtl. mit einem Langlauftender, den Solemio ja erwähnt hat.

Gruß an alle und Danke für Eure Geduld

Frank Bertram