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Zwischenzahräder aus Metall - problematisch ?

BeitragVerfasst: 16.12.2008, 19:38
von Mechanik-Freak
Und wieder sind Probleme aufgetaucht:

Es sieht so aus, als ob die Zwischenzahnräder, sofern sie aus Metall bestehen, Kurzschlüße zwischen den Radscheiben und dem Lokrahmen verursachen (können).
Radscheiben (rechts)=Außenleiter=Plus-Pol
Rahmen=Mittelleiter=Minus-Pol
Nun sind die Radscheiben ja bekanntlich gegenüber den Achsen und Zahnrädern der Achsen isoliert (Iso-Buchsen und Pertinaxscheiben), bleibt also m.E. nur das Messingzwischenzahnrad als Ursache.

Aus einer Email:
Bei bestimmten Gleiskonstellationen (z. B. rechte Kurve, rechte Weiche, Trenngleise) kommt es zwischen der 3. Treibachse und den Lok-Rahmen zu elektrischen Kurzschlüssen.

Bei dieser Lok waren auch vor dem Ausbuchsen schon Zwischenzahnräder aus Messing auf Stahlachsen verbaut.
"...rechte Kurve, rechte Weiche ..." - die 3. Treibachse wird hier (am weitesten) nach links gegen den Rahmen bewegt und somit gegen die Zwischenzahnräder (allerdings die 2. und 4. auch, wenn auch nicht so extrem), so daß hier ein elektrischer Kontakt auftreten könnte. Aber da die Metallzahnräder ja schon vorher drin waren, hätte der Fehler eigentlich auch schon voher auftreten müssen, es sei denn, daß sie durch das "Kippeln" in den ausgeschlagenen Lagern die Radscheiben nicht berühren konnten, wegen der Pertinax-Plättchen, die etwas größer sind, als der Zahnkranz der Antriebsachse (scheint mir aber eher unwahrscheinlich).
"...Trenngleis..." irritiert mich allerdings in diesem Zusammenhang, es sei denn es wäre ebenfalls eine Kurvenschiene, was aus der Mail nicht klar wird.

Eine fehlerhafte Isolierung des Gestängeträgers scheidet meiner Ansicht nach aus, da das Problem sonst 1. auch auf gerader Strecke und 2. auf allen Achsen auftreten würde.

Wenn das tatsächlich so wäre, hieße das dann ja, daß man die Zahnräder isoliert auf die Stahlachsen montieren müßte, um den Kurzschluß zu verhindern.
Wäre deren Einsatz dann noch sinnvoll, wenn man bedenkt, daß hier eine weitere Fehlerquelle in Sachen Passgenauigkeit lauert?

Hat jemand eine Idee / Lösungsmöglichkeit oder vielleicht ähnliche Erfahrung?

Gruß Michael

Zwischenzahnräder aus Metall

BeitragVerfasst: 16.12.2008, 21:46
von Peter Hess
Beim Umbau von BR 44 und BR 50 hatte ich dieses Problem auch. Nachdem ich die Isolierscheiben so gross wie das Rad bzw. fast so groß wie den Spurkranz mache,
gibt es keine Probleme mehr. Ich verwende aus Platzgründen nur 0,3 mm dicke Isolierscheiben aus entkupfertem Handyplatinenmaterial (Sehr stabil und widerstandsfähig).
MfG Peter Hess

BeitragVerfasst: 16.12.2008, 22:10
von Mechanik-Freak
Vielen Dank für diesen Hinweis.
Wo bekomme ich dieses Platinenematerial her? Oder können Sie mir mit einem Exemplar aushelfen?
MfG Michael

BeitragVerfasst: 17.12.2008, 12:23
von Taigatrommel
Hallöchen Michael,
sehe dir das nochmals genau an. Ich habe bei mir auch zT.Zwischenzahnräder aus Metall eingebaut und die Probleme nicht. Sehe mal hinten auf der letzten Achse nach ob diese auf der rechten seite mit den Spurkranz nicht an den Rahmen kommt und nicht dort einen Kurzen macht. Dort hatte ich schon bei mehreren Loks Probleme.
Gruß Taigatrommel

BeitragVerfasst: 17.12.2008, 15:01
von Ulrich
Original von miximaxi
Die Tenderleiter der TE/TI BR 42 hat zu ihrer Befestigung eine obere und eine untere Blechlasche, die in zwei entsprechende Öffnungen (siehe Fotos) im Tendergehäuse gesteckt und dann rechtwinklig umgebogen werden.
[/QUOTE]

Hallo Jürgen, danke für die Hilfe. Es sieht so aus als ob die untere Lasche nach dem Einstecken in die untere Öffnung mit dem Puffer festgeschraubt wird. Ist das richtig? Ich sehe sonst keine andere Möglichkeit.

Gruß

Ulrich

untere Fixierung der Tenderleiter durch Puffer

BeitragVerfasst: 17.12.2008, 16:02
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

BeitragVerfasst: 17.12.2008, 17:11
von Ulrich
Danke Jürgen. Jetzt ist alles klar und der Tender wieder komplett!

BeitragVerfasst: 17.12.2008, 22:40
von Mechanik-Freak
Hallo Taigatrommel,
ich denke diese Möglichkeit scheidet aus. Denn sonst würde der Fehler nicht ausschließlich auf der 3. Achse auftreten, sondern vorrangig auf der 5. Achse. Und- da ich lediglich die Lager neu ausgebuchst habe- der Fehler hätte schon vorher auftreten müssen. Im Analogbetrieb nicht unbedingt so auffällig, aber da die Lok mit Digitaldecoder ausgerüstet ist, wäre er sicherlich nicht zu übersehen gewesen.

Das Problem tritt bei der Durchfahrt (Zitat) "...rechte Kurve bzw. rechte Weiche... auf. Bei dieser Kostellation wird die dritte Achse am weitesten nach links geführt und berührt dann eben die Zwischenzahnräder.
Die Ausführung von Peter Hess bestätigt dies meiner Meinung nach auch.
Abhilfe schafft demnach auch nur die von Peter Hess beschriebene Isolierung der Radscheiben bis zur Spurkranzhöhe.

Trotzdem Danke für den Hinweis. Nachschauen werde ich auf jeden Fall.

Gruß, Michael

BeitragVerfasst: 19.12.2008, 12:44
von Taigatrommel
Hallo Michael,
das mit dem Fehler muss nicht unbedingt vorher aufgetretten sein. War bei mir auch so, einmal die Lok zerlegt und wieder zusammengebaut und auf einmal trat der Fehler auf. Die Isolierscheibe sollten aber auch ganz sein, vielleicht ist ein kleiner Draht bei der Montage der Radscheiben /Buchsen zwischen Rad und Zahnrad gekommen. Mach doch mal einfach einen Kurzschlusstest ob es eine Verbindung zwischen Radscheibe und Zahnrad gibt. Und schau mal ob die Achse des Zwischenzahnrades von Fleischmann/Märklin nicht zu lang ist ich muste meine immer Kürzen da diese auf der gegenüber den Zahnräder liegenden Seite immer gegen die Radscheiben gekommen ist.
Gruß Taigatrommel

Achslagerplatte

BeitragVerfasst: 15.01.2009, 20:30
von Mechanik-Freak
Hallo, ich bräuchte zwei Achslagerplatten.
Irgendwie hab ich so dunkel in Erinnerung, daß es diese als Nachguß irgendwo gibt (oder vielleicht auch gab).

Hat zufällig jemand welche oder weiß, wo ich sie bekommen könnte?

Diese ist jedenfalls nicht mehr verwendbar.

Gruß, Michael

BeitragVerfasst: 15.01.2009, 21:04
von noels
Hallo Michael,
frage wegen den Nachgußteilen einmal bei Franz Novak an. Der gute Mann macht eigentlich fast alles möglich ;)
Mit Deinem Kurzschlußproblem und der Lösung von Peter Hess liegst Du imho richtig. Persönlich würde ich aber statt der Isolierscheiben lieber wieder Kunststoffzahnräder nehmen. Das senkt auch den Geräuschpegel.
Gruß
Heiko

BeitragVerfasst: 15.01.2009, 22:11
von Mechanik-Freak
Hallo Heiko,
bei Franz Nowack hatte ich schon nachgefragt. Nachguß kann er mir nicht anbieten, aber immerhin eine Lagerplatte.

Das Kurzschlußproblem habe ich gelöst. Ein (absichtlich) verdrehtes Tenderdrehgestell war die (Haupt-)Ursache.
Die Verwendung der Kunststoffzahnräder ist leider nicht machbar, weil die Toleranzen der Achsen nicht mit der H7-Passung harmonieren. Die meisten Achsen sind einfach zu dick (> 2,51mm) und klemmen oder passen erst gar nicht in die Lager. Deshalb bin ich auf Stahlachsen sozusagen angewiesen. Bei guter Einstellung der Zahnräder zueinander ist die Geräuschkulisse erträglich.
Die Kunststoffzahnräder lassen sich nur bei Lagerhülsen von 2,6mm zufriedenstellend einsetzen, haben dann aber auch wieder etwas Spiel. Und bei größerer Belastung der Lok (im konkreten Fall waren 25 Erz III D Wagen die Zielsetzung) sind es dann eben die Zahnräder, die über den Jordan gehen. Die Konstruktion ist eben nur bedingt belastbar und verlangt Kompromissbereitschaft (Stichwort Kompromiss: Wenn jemand weiß, wo man eine Reibahle D=2,55mm her bekommt... das wäre so ein Kompromiss).
Auch wenn die Konstruktion der Lok dafür eigentlich nicht geeignet war: Eine BR42, die mit 25 Erz IIID Wagen auf einer 3% Steigung durchdreht, dürfte von der mechanischen Seite her optimal eingestellt sein. Und die Materialien sind dieser Belastung auch dauerhaft gewachsen, von den Haftreifen mal abgesehen.

Gruß, Michael

BR 42 (Reibahlen)

BeitragVerfasst: 16.01.2009, 10:23
von Peter Hess
Hallo Michael

Reibahlen gibt es als Maschinenreibahle mit zylindrischem Schaft
Durchmesser 2,51 oder 2,52 oder 2,6 mm oder von 2,51 bis 2,59 jeweils um 0,01 mm steigend.
Preis ca. € 18,00 Lieferzeit 1 Woche
MfG Peter Hess
Wegen der Halteplatte muß ich meine Bestände prüfen.

BR42 Lagerdeckel

BeitragVerfasst: 11.02.2009, 16:12
von Mechanik-Freak
Sie sind die letzte Schwachstelle einer komplett ausgebuchsten Lok. Und als Erstzteil sind Lagerdeckel nur noch schwer zu bekommen. Haben sich die Achsen aber mal eingearbeitet, sind die Platten unbrauchbar.
Man kann sie aber reparieren und damit haltbarer und widerstandsfähiger machen.
Zum besseren Verständnis ist auf dem Bild eine Reparaturstelle zu sehen, während die beiden anderen Stellen noch ausgebessert werden müssen.
Die Platte habe ca. 0,5mm tief ausgefräst und ein Messingplättchen eingeklebt. Das Plättchen wird plangefräst und anschließend poliert.
Damit ist dann auch die letzte Schwachstelle beseitigt.

Gruß, Michael

Re: BR 42

BeitragVerfasst: 11.02.2009, 17:45
von Dr.Trixexpress
Guten Tag
Kurze Frage:
Wäre ein Hartlöten der eingeschliffenen Platte an der Stelle nicht auch möglich?
Ich vergleiche diese Riefen in etwa mit den Riefen der Schleifer.
Und dort hat sich aus meiner Sicht das Hartöten mit Silberlot sehr bewährt.
Ich habe ein paar Schleifer so bearbeitet und die halten deutlich länger und verschleißen so gut wie gar nicht.
Der Aufwand wäre doch deutlich geringer.
Schöne Grüsse
Johannes