Made in China
Blättert man in den Neuheitenprospekten von Trix und Märklin findet, man nur wenig, was für Trix Express auf Anhieb geeignet ist. Allenfalls ein paar Wagen, die man mit Radsatztausch umrüsten kann. Bei Triebfahrzeugen muß man leider "fremdgehen".
Aber auch die bekannten Modellbahnhersteller gehen "fremd", sprich lassen einen zunehmenden Teil im Ausland fertigen.
Da fallen einem insbesondere die preiswerten Hobby-Loks von zunächst Piko und nun in zunehmenen Maße auch von TrixH0 und Märklin ein. Besonders die Preisunterschiede zwischen den sogenannten Hobbyloks und den seit langem in Deutschland gefertigten Modellen fallen auf.
Wer eine Piko-Lok und eine TrixH0-Lok aus China-Fertigung zerlegt auf dem Tisch liegen hat, kommt zu dem Schluß, die TrixH0-Lok ist eine Weiterentwicklung der Piko-Lok. Woher kommen nun diese preiswerten Hobby-Loks?
Sie kommen alle aus Shenzhen, der Sonderwirtschaftzone nördlich von Hongkong. Erfahrung im Bau von Modellbahnen hat man dort schon länger. So fertigte die Firma Sanda Kan Industrial Ltd. ( "one of the world's leading hobby train manufacturer in China" ) von Hongkong aus schon in den 70ern Modelle für die englische Firma Airfix. Schon frühzeitig ging die englische Firma Hornby nach Hongkong und zahlte sehr viel Lehrgeld. Doch seit 1999 läßt Hornby alles von Sanda Kan fertigen. In England wurden die letzten 400 Arbeiter heim geschickt und die letzten 110 verpacken nur die Ware. Die chinesische Firma wurde von der in New York ansässigen Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaft ZS Fund L.P. für 109 Mill. $ übernommen. 2002 hatte man 1200 Beschäftigte, für 2003 werden schon 2000 angegeben. Die genannte Wagniskapitalfirma ist auch an Life Like beteiligt.
Nun hat "Der Spiegel" einen ausführlichen Bericht verfaßt, unter welchen Umständen dort Frauen für eine Monatslohn von unter 50,- Euro nicht nur Modelleisenbahnen zusammenbauen. Wenn man liest, unter welchen für uns unwürdigen Zuständen man dort die Hobby-Loks zusammenbaut, fragt man sich, warum eine dort gefertigte einfache Ellok in Deutschland dann im Laden fast 100,- Euro (= ungefähr zwei chinesische Monatslöhne) kostet.
Die Lok dürfte für einen Bruchteil, der hier im Laden gefordert wird, die Firma in China verlassen. Dann bekommt ein Umsatz von
100 Mill $ für Sanda Kan bzw.
75 Mill $ für Life Like
eine ganz andere Bedeutung und es müssen dort gewaltige Mengen gefertigt werden.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,340166,00.html
Aber auch die bekannten Modellbahnhersteller gehen "fremd", sprich lassen einen zunehmenden Teil im Ausland fertigen.
Da fallen einem insbesondere die preiswerten Hobby-Loks von zunächst Piko und nun in zunehmenen Maße auch von TrixH0 und Märklin ein. Besonders die Preisunterschiede zwischen den sogenannten Hobbyloks und den seit langem in Deutschland gefertigten Modellen fallen auf.
Wer eine Piko-Lok und eine TrixH0-Lok aus China-Fertigung zerlegt auf dem Tisch liegen hat, kommt zu dem Schluß, die TrixH0-Lok ist eine Weiterentwicklung der Piko-Lok. Woher kommen nun diese preiswerten Hobby-Loks?
Sie kommen alle aus Shenzhen, der Sonderwirtschaftzone nördlich von Hongkong. Erfahrung im Bau von Modellbahnen hat man dort schon länger. So fertigte die Firma Sanda Kan Industrial Ltd. ( "one of the world's leading hobby train manufacturer in China" ) von Hongkong aus schon in den 70ern Modelle für die englische Firma Airfix. Schon frühzeitig ging die englische Firma Hornby nach Hongkong und zahlte sehr viel Lehrgeld. Doch seit 1999 läßt Hornby alles von Sanda Kan fertigen. In England wurden die letzten 400 Arbeiter heim geschickt und die letzten 110 verpacken nur die Ware. Die chinesische Firma wurde von der in New York ansässigen Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaft ZS Fund L.P. für 109 Mill. $ übernommen. 2002 hatte man 1200 Beschäftigte, für 2003 werden schon 2000 angegeben. Die genannte Wagniskapitalfirma ist auch an Life Like beteiligt.
Nun hat "Der Spiegel" einen ausführlichen Bericht verfaßt, unter welchen Umständen dort Frauen für eine Monatslohn von unter 50,- Euro nicht nur Modelleisenbahnen zusammenbauen. Wenn man liest, unter welchen für uns unwürdigen Zuständen man dort die Hobby-Loks zusammenbaut, fragt man sich, warum eine dort gefertigte einfache Ellok in Deutschland dann im Laden fast 100,- Euro (= ungefähr zwei chinesische Monatslöhne) kostet.
Die Lok dürfte für einen Bruchteil, der hier im Laden gefordert wird, die Firma in China verlassen. Dann bekommt ein Umsatz von
100 Mill $ für Sanda Kan bzw.
75 Mill $ für Life Like
eine ganz andere Bedeutung und es müssen dort gewaltige Mengen gefertigt werden.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,340166,00.html