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Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 25.12.2008, 22:55
von cww-trix
Hallo Trix Expressler

Bin auf der Suche nach einem brauchbaren Tip.
Ich bin gerade dabei bei einer V36 den Motor gegen
einen Maputchi FF180 auszutauschen
Das Problem - es ist mir nicht möglich die Schnecke am
Motor des alten Trix-Motors zu entfernen.
Habe schon einen Ritzelzieher aufgearbeitet.
Bei Den "normalen Zahnrädern" zB. V200 E10 usw,
kein Problem.
Wer hat ähnlich Erfarung gemacht und kennt eine Abhilfe.

Gruss cww-trix

Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 26.12.2008, 00:32
von Bernd Tauert
Hallo cww-trix,
die Schnecke vom alten Perma Motor wird auf dem Mabuchi Motor nicht passen. Der alte Perma Motor hat einen Wellendurchmesser von 2,1mm. Der Mabuchi Motor von 2,0mm. Diese Durchmesserdiffernz führt zum Schlag der Schnecke auf dem Mabuchi Motor. Die Lok würde ruckeln und laut rascheln. Wenn sie überhaupt läuft. Sie benötigen also eine neue Schnecke für den Mabuchi Motor. Modul 0,4mm oder 0,5mm kostet bei mir 5,- Euro pro Stück. Wenn Sie die grobe Schecke mit Modul 0,8mm haben, kann ich Ihnen auch ein passendes Schneckenrad für 10,- Euro das Stück liefern.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
Bernd Tauert

BeitragVerfasst: 28.12.2008, 13:44
von noels
Noch ein paar Ergänzungen (Bernd und ich machen das schon seit 6 Jahren):

- Einmal abgesehen davon, daß Du die Schnecke niemals rundlaufend auf den Mabuchi bekommst, dreht der Motor schneller, als das Original. Mit dieser zweigängigen Schnecke (= größere Untersetzung) wird die Lok erst recht zur Rakete -> also unbedingt die Schnecke tauschen. Die Schnecke von Bernd ist eingängig, also halbierte Untersetzung = Langsamerer Lauf der Lok.
- Wenn original ein Schneckenrad Modul 0,4 montiert ist, unbedingt den Zustand prüfen. Ist der nicht völlig einwandfrei, lieber ein neues Schneckenrad verwenden. Als Ersatzteil gibt es das nicht mehr. Der Nachbau von Bernd ist aus Messing und paßt hervorragend.
- Für die Fixierung von Schnecken und Schneckenrädern auf den Wellen keinen Sekundenkleber nehmen.
- Einmal dabei, würde ich auch die Schwungmasse mit montieren
- Vom ff180 gibt es zwei Typen. Den richtigen erkennst Du daran, daß er vorn ein Pendellager aus Messing und einen Wellenstumpf von 12 mm hat. Die einfachere Version hat vorn ein einfaches Gleitlager und einen Wellenstumpf von 9 mm Länge. Den einfacheren Motor würde ich gar nicht erst montieren.
Gruß
Heiko

BeitragVerfasst: 29.12.2008, 00:41
von ecki
"...- Für die Fixierung von Schnecken und Schneckenrädern auf den Wellen keinen Sekundenkleber nehmen. "

Sondern??? ?(


Hallo Heiko,
willst Du uns dumm sterben lassen? ;(
TRIX EXPRESSionistische Grüße
ecki

Buchsen-/Lagerkleber

BeitragVerfasst: 29.12.2008, 09:05
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Schraubensicherung?

BeitragVerfasst: 29.12.2008, 20:59
von ecki
Hallo zusammen,
hat jemand Erfahrungen mit sogen. Schraubensicherung??
Ich hörte Gutes, hab 's aber noch nicht probiert.
Ich kam nämlich bislang auch mit Sekundenkleber zurecht ?(

Schraubensicherung

BeitragVerfasst: 31.12.2008, 02:20
von Roman Favero
Lieber Ecki
ja davon hat man schon gehört. Im Prinzip ist es das selbe aber eben doch nicht ganz.
Geh doch mal auf die Seite von Loctite.
http://www.henkel.de/cps/rde/xchg/henkel_de/hs.xsl/10511_DED_HTML.htm?
Dort wirst Du fast unendlich viele anerobe Klebstoffe finden. Loctite ist ursprünglich ein amerikanisches Produkt und hat die Wurzeln im Flugzeug/militär/Fahrzeugbau. Loctite ist die Erfinderfirma. 1956 wurde ertmals ein solches Mittel verkauft. Dabei geht es um Abdichten von Gewinden, und vorallem um Vibrationssicherungen von Schrauben und auch um Montagekleber für Lagern und all das immer auch in div. Qualitäten und Stärken.
Ob ein sehr starker Schraubensicherungsmittel ein Wellen-Nabenkleber erstzen kann müsste ausprobiert werden. Zum Teil wird zusätzlich noch ein Aktivator eingesetzt, vor allem bei Leicht- und Buntmetallen oder grossem Spiel.
Roman Favero

BeitragVerfasst: 31.12.2008, 19:00
von Peter Tümmel
Hallo Ecki,

ich arbeite bedingt durch meine Zeit bei der Bw schon seit ca. 30 Jahren mit Loctite und habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. :]
Loctite lässt sich u.a. auch wieder rückstandslos entfernen.

Ansonsten einen guten Rutsch ins Jahr 2009 :D

Gruß

Peter

Mabuchi-Motor mit Schnecke

BeitragVerfasst: 11.05.2011, 21:20
von peterpff
Hallo Trix-Fans

ich bin gerade dabei meine E-Rangierlok (2238) zu warten. Da der Trix-Motor recht rauh läuft und das Plastikgehäuse dies noch ins unerträgliche verstärkt, habe ich einen Mabuchi-Motor eingebaut. Dabei bin ich auf ein Problem gestößen das eigentlich alle Loks mit einer Schnecke auf der Motorachse betrifft:
Bei einiger Belastung wird die Motorachse etwas (ca. 0,4mm) aus dem Motor herausgezogen, bei
weniger Belastung wird sie durch igendwas (Bürsten ?) wieder zurückgezogen. Hat schon jemand einen Motor aufgemacht und kann sagen, ob das dem Motor/Bürsten schadet ?

Noch eine andere Frage zu dem V36-Fahrwerk.
Wenn ich den Motor langasm laufen lasse und mit dem Finger eines der hinteren Räder etwas belaste, ist pro Umdrehung deutlich ein "Stoß" zu verspüren. Dies findet genau dann statt, wenn die linke Kuppelstange ganz vorne und die rechte oben ist. Die Kuppelstangen (Räder) sind gut
ausgerichtet, aber die Löcher für die Schrauben sind schon recht aufgeweitet (2,4mm). Die hintere Achse läßt sich ca. 1/2 Speichenabstand hin und herbewegen. Da die hintere Achse ja mit Haftreifen bestückt ist, steht sie auch beim "normalen" Fahren unter Belastung. Die führt zu einem deutlichen Klack-Geräusch. Ohne die Kuppelstangen ist es weg. Gibt es da Abhilfe ?

PS.
Ich habe als Schnecke/Schneckenrad mal 1:15 und 1:20 ausprobiert. Bei 1:20 komme ich bei 8V auf 19,6cm/sec. Dies entspricht ca 60Km/h und ist für diese Lok wohl angemessen. Es kommt mir aber recht langsam vor. Als langjähriger Trixfahrer bin ich halt den Trix-Tubo-Speed gewohnt. Wie ist denn Eure Ansicht dazu ?

Gruß
Peter

Re: Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 12.05.2011, 06:39
von Richard
Hallo Peter

Der Mabuchimotor ist so konstruiert, damit er möglichst problemlos und billig hergestellt werden kann. Dazu gehört, dass das Längsspiel der Rotorachse ca. 0.5mm beträgt, so wird der Motor nach der Montage mit allen Toleranzen nie klemmen. Längs "zentriert" wird der Rotor meistens durch das Magnetfeld. Je nach Drehrichtung wird er im Betrieb dann gegen das hintere oder vordere Motorlager gedrückt, und diese Längsbewegung hast Du nun festgestellt. Nachteilig ist das nicht, da die Bürsten nur etwa halb so breit sind wie der Kollektor.
Wenn ich Trix-Motore revidiere, stelle ich dieses Längsspiel auf ca. 0.1mm ein.

Freunliche Grüsse
Richard

Re: Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 13.05.2011, 19:52
von noels
Hallo Peter,
wenn Du die bessere Version von ff180 hast, brauchst Du Dir keine gedanken machen. Naturgemäß habe ich schon welche zerlegt. Die Bürsten sind sehr zierlich und haben praktisch keinen Anpressdruck. Wie Richard schon schrieb, rührt das Rückstellmoment der Welle vom Magnetfeld.
Zwar wird der Motor nicht völlig verschleißfrei sein und man kann ihn nicht "reparieren". Aber die ersten habe ich 2003 eingesetzt und die Modelle (u.a. eine schwere E94) laufen immer noch tadellos. Der einzige Nachteil bei diesem Spiel ist, daß man es im Lauf der Lok sieht.

Zur V36: Eigentlich ist es ein "Konstruktionsfehler, daß die hintere Achse Haftreifen trägt. Deshalb hat Trix es auch einmal versucht mit der zweiten Achse, aber wegen der Lastverteilung war die Zugkraft wesentlich schlechter. Den Kunden war wohl die Zugkraft wichtiger, als der runde Lauf.
So "eiert" diese Lok eben immer etwas. Wenn man einmal beim Vorbild auf einer solchen Stangenlok mitgefahren ist, weiß man, daß es sogar recht realistisch ist. In voller Fahrt taumelt beispielsweise die V60 fürchterlich. Da kann man auf dem Führerstand fast Seekrank werden.
Wenn Deine Kuppelstangen und die Schrauben wirklich verschlissen sind, findest Du Ersatz bei Ton Jongen. Diese "Lagerstellen" sollte man auch regelmäßig ganz sparsam ölen, um den Verschleiß zu minimieren. Es kann auch helfen, vorn auf die erste Achse Haftreifen aus Moosgummie zu montieren und hinten möglichst harte, also alte Originalreifen. Dann wird die hintere Achse weniger an der Zugleistung beteiligt.
Viele Grüße
Heiko

Re: Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 13.05.2011, 21:04
von Mechanik-Freak
PS.
Ich habe als Schnecke/Schneckenrad mal 1:15 und 1:20 ausprobiert. Bei 1:20 komme ich bei 8V auf 19,6cm/sec. Dies entspricht ca 60Km/h und ist für diese Lok wohl angemessen. Es kommt mir aber recht langsam vor. Als langjähriger Trixfahrer bin ich halt den Trix-Tubo-Speed gewohnt. Wie ist denn Eure Ansicht dazu ?


Als Kompromiss habe ich eine Kombination 1:18 gewählt. Erstens, weil ich die selber herstellen kann, zweitens, weil der Unterschied nicht ganz so extrem ausfällt und die Lok trotzdem noch Rangiereigenschaften hat.

Die Kuppelstangen (Räder) sind gut
ausgerichtet, aber die Löcher für die Schrauben sind schon recht aufgeweitet (2,4mm).


2,4mm sind eindeutig zu viel. Ich würde die Kuppelstangen erneuern. Wie Heiko schon erwähnt hat, gibt es bei Ton Jongen Replikas. Damit läßt sich das "Klack-Klack" zwar nicht ganz ausschalten, aber doch deutlich reduzieren. Und mit dem Haftreifen-Trick wird's schon recht ordentlich.

Wenn ich Trix-Motore revidiere, stelle ich dieses Längsspiel auf ca. 0.1mm ein.


Das geht auch beim Mabuchi-Motor. Das Gehäusematerial ist relativ weich. Mit Gefühl und Geschick läßt sich das Axialspiel reduzieren, in dem man das Sinterlager samt Gehäusewand etwas nach hinten drückt. Ich nutze dafür einen Abzieher Marke Eigenbau sozusagen im Umkehrbetrieb.... Aber Vorsicht! Ein wenig zuviel davon und der Motor geht schwergängig oder sitzt gar fest. Rückgängig machen ist nicht. Ich hab da auch schon Ausschuß produziert!

Gruß, Michael

Re: Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 16.05.2011, 10:15
von Ralf
Hallo zusammen,

mal eine dumme Frage: Peter meinte

... Ich habe als Schnecke/Schneckenrad mal 1:15 und 1:20 ausprobiert. ...


Welch Ritzel/Schnekenkombinationen sind das denn ?

Viele Grüße

Re: Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 16.05.2011, 11:13
von Richard
Für das Verhältnis 1:20 kann mit dem Originalschneckenrad und einer eingängigen Schnecke (Marke "Eigenbau") arbeiten. Wahlweise kann auch ein gerade verzahntes Zahnrad mit Modul 0.4 und 20 Zähnen verwendet werden. Für 1:18 nimmt man ein Zahnrad mit 18 Zähnen. der kleinere durchmesser ist bei der V36 kein Problem, da der Motor ja drehbar gelagert ist.

Freundliche Grüsse
Richard

Re: Festsitzenende Ritzel bei V36

BeitragVerfasst: 16.05.2011, 23:10
von peterpff
Hallo,

ich habe eine eingängige Schnecke und ein Schneckenrad mit 15 bzw. 20 Zähnen mit Modul 0,5 benutzt. Die sind recht günstig erwerbbar (http://www.fechtner-modellbau.de, http://www.Steba.org bzw. Steba bei eBay suchen). Leider gibt es dort kein Schneckenrad mit 18 Zähnen.

PS: Um das Schneckenrad mit 20 Zähnen einsetzen zu können, muß Schacht etwas (0,5 mm) verbereitert und vertieft werden.

Gruß Peter