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Piko Digital und Trix Hobbyloks kompatibel?

Verfasst:
16.12.2006, 09:36
von Dietmar
Hallo
Ich bin in punkto Digital noch Laie und hätte da mal eine Frage. Kann man mit der Digitalsteuerung von Piko ( die ist von Uhlenbrock) auch die Hobbyloks von Trix steuern?
Sie arbeitet ja nach dem DCC-Standard, die Trixdekoder doch auch, oder? Wenn ja, wie stelle ich bei der Trixlok dann die Adresse ein? Die Gebrauchsanweisung hat mein Sohn leider verlegt.
Der Hintergrund ist folgender. Ich habe meinem Sohn vor einiger Zeit ein Herkules von Trix geschenkt, und zu Weihnachten bekommt er von Piko ein Digitales Startset. Von Piko die Digitalsteuerung mit der drahtlosen Fernbedienung gefällt mir am besten, zumal der Preis auch sehr günstig ist. Und damit ist der Anfang auch erschwinglich, denn Digital ist ja nun mal die Zukunft. Vielleicht komme ich dann auch noch auf den Geschmack.
Danke im Voraus.
Dietmar
DCC-Standard

Verfasst:
16.12.2006, 10:02
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !
Danke!!!!

Verfasst:
16.12.2006, 13:12
von Dietmar
Hallo Jürgen
Vielen dank für die schnelle Auskunft, dann steht dem Fahrvergnügen und dem Einstig ins Digitalzeitalter ja wohl nichts im Wege.
Grüße
Dietmar

Verfasst:
16.12.2006, 15:17
von Ulrich Albrecht
Ein Hinweis noch: Wenn Du eine Analoglok, d.h. eine ohne Decoder, im Digitalstromkreis fahren laesst, pfeift diese doch sehr, wenn sie steht. Dieses Pfeifen ist nach meiner Erfahrung lauter als das bei EMS. Zum Beispiel habe ich bei meiner Beleuchtungseinrichtung von Arnold, die auf dem gleichen System wie EMS beruht habe ich ueberhaupt kein Pfeifen gehoert. Ich hatte erst geplant, nicht alle Loks auf Digital umzubauen, aber das Geraeusch stoerte doch sehr. Von Lenz gibt es zwar ein Bauteil, das dieses Pfeifen verhindert, aber es kostet so viel, wie ein Decoder ohne Lastregelung. Zwar verbessert so ein relativ billiger Decoder nicht die Fahreigenschaften er Lok, in der er eingebaut ist, aber er gibt Dir volle, von anderen Loks unabhaengige Kontrolle ueber die Lok, was das Lenzbauteil nicht kann. Da war wohl wieder einmal ein Genie bei der Preisgestaltung taetig.
Ulrich

Verfasst:
17.12.2006, 19:26
von Taigatrommel
Hallo,
Noch ein Hinweis von mir bezüglich den Herkules Hobbyloks. Wer einen Guten Händler hat sollte mal beide Modelle ( Trix und Piko) vergleichen. Abgesehen das bei Trix die Drehgestelle und der Tank/Fahrwerksbereich falsch sind. Bis auf die angegossenen Griffstangen ist das Pikomodell nach meiner Meinung auch besser deteiliert. Was noch den einen oder anderen Stören könnte ist die große Geschwindigkeit die das Pikomodell erreicht, ca. 250 km/h, damit ist sie so schnell wie eine V 218 von Trix. Für Leien läst sich das Pikomodell zudem noch ohne große Feil und Frässarbeiten auf Express umrüsten.
Umbauvorschlag ist jetzt unter den Thema Bastelstube/Systemumbauten zu finden.
Gruß Taigatrommel
Glockenankermotoren analog im DCC-Kreis

Verfasst:
17.12.2006, 19:41
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
17.12.2006, 20:35
von rei
Hallo
Ich habe mir mal die Bedienungsanleitung der Piko Steuerung genau durchgelesen.
Anscheinen geht doch eine analoge Lok: sehr gut.
Einen gravierenden Nachteil zu anderen preiswerten Systemen sehe ich aber doch, und das wird wohl auch den Preis erklären, der in meinen Augen ein Lokangebot ist. Sobald du mehr als zwei oder drei Loks steuern willst brauchst du schon Ergänzungen. Das Lenz Compact oder die Roco Steuerung fahren mit dem richtigen Trafo locker 4-6 Lokomotiven.Und die kosten auch nur 80-90 Euro, je nach Verkäufer.
Bei Piko brauchst du schon ein bis zwei Erweiterungen und auch einen Verstärker.
Ausserdem ist die Kabellose Steuerung eine Infrarot-Steuerung, die immer den Kontakt zur Zentrale braucht.
Also fällt ein unaufälliges verstecken der Zentrale unter oder hinter die Anlage schon weg.
Da ist eine Funksteuerung wie sie ESU anbietet um einiges besser, wie ich mittlerweile aus eigener Erfahrung sagen kann. Allerdings kostet die dann auch direkt 220 Euro, was ein Happen Geld ist.
Was gegen die Infrarot-Steuerung spricht ist auch die aus meiner Sicht nicht immer ganz einwandfreien Übertragung. Ein Hindernis und schon ist der Crash da.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich finde es gut, das es Hersteller gibt, die preiswerte Einstiege ermöglichen, aber warum glaubst du, das die Piko Steuerungen für sehr preiswertes Geld auf Börsen zu bekommen sind.
Viele Modellbahner kaufen sich die Startsets mit Lok, behalten aber nur die Lok. Mal sollte als Hersteller so ehrlich sein und die Nachteile klar hervorheben. Naja, aber dies bleibt wohl Wunschdenken. Machen die anderen ja auch nicht.
Ach ja, ich vermisse auch die Kompabilität nach NMRCA zu anderen DCC-Anbietern. Dies sollte Standart sein und nicht nur für Uhlenbrockgeräte.Alles andere ist in meinen Augen Blödsinn.
Wenn ich damit falsch liege bitte ich um Korrektur.
mfg
Rei
Infrarot versus Funk

Verfasst:
17.12.2006, 21:56
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
17.12.2006, 22:24
von Ulrich Albrecht
Ich habe mir mal das Pikosystem angesehen:
Hauptprobleme:
28 Fahrstufen, Standard ist 128.
2-stellige Adressierung, Standard ist 4-stellig. Obwohl 2-stellig fuer den Betrieb selbst ausreicht, (es sei denn man hat mehr als 127 Lokomotiven), erlaubt 4-stellig eine intuitivere Decoderadressierung, z.B. Baureihennummer = Adresse, was den Betrieb sehr erleichtert.
Die geringe Leistung kann mit einem Booster, z.B. 3A Booster von Uhlenbrock ausgeglichen werden.
Ich wuerde nur ein Einsteiger DCC-System kaufen, dass ohne Einschraenkungen bei einer moeglichen Erweiterung benutzt werden kann. Bei Uhlenbrock's Daisy System und Digitrax's Zephyr koennen sowohl der Booster als auch der Regler ohne Einschraenkungen benutzt werden. Das Compact erfuellt jedoch diese Voraussetzungen nur eingeschraenkt, da es nur 2-stellige Adressen zulaesst, und ausserdem der Boosterteil nicht weiterverwendet werden kann. Der Daisy 2A Booster oder der 2.5A Booster des Zephyrs sind ideal um die Weichen mit einem getrennten DCC-Stromkreis zu speisen. Falls es einen Kurzschluss im Fahrbereich gibt, sind die Weichen immer noch schaltbar. Haeufig ist naemlcih der Kurze im Fahrbereich auf eine falsch gestellte Weiche zurueckzufuehren.
Das Pfeifen ist sehr subjektiv. Der Eindruck haengt zumgrossen Teil davon ab, wie gut das Ohr mit hoeheren Tonen fertig wird. Mit 15 Jahren kann man bis 20kHz hoeren, danach geht es langsam aber stetig bergab.
Ulrich
Theorie und Praxis

Verfasst:
18.12.2006, 10:18
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
18.12.2006, 10:57
von Dietmar
Hallo
Erst mal vielen Dank an alle für die sehr ausführlichen Infos, wirklich klasse. Ich habe ja leider das Thema Digital verschlafen, auch weil ich schon seit langem keine Modellbahn habe. Ich finde es schon interessant und es ist ja auch wohl die Zukunft. Nur habe ich im Gegensatz zu NEM oder AC Fahrern bei TE nicht so die Notwendigkeit gesehen eine Anlage Digital zu steuern. Bei TE wahr ja schon immer ein Analoger Mehrzugbetrieb möglich, und mehr wie 2 Hände habe ich ja auch bei Digital nicht. Um 2 Züge gleichzeitig und nicht nur nach einander zu Steuern, brauche ich ja auch 2 Regler. Sonst ist ja ein Spielen wie mit Analog (spontaner Vorspann oder Nachschub ohne vorher Umzuprogrammieren) auch nicht möglich. Trotzdem finde ich Digital natürlich interessant, alleine schon zur Verbesserung der Fahreigenschaften mancher Problemlok.
Danke Rei,
du hast natürlich Recht, die Leistung der Piko Digi1 reicht für den Betrieb von 2 Trixloks mit Permamotor nicht aus. Da aber die Pikoloks nur 300-350 mA Strom benötigen ist es für die vorgesehene Anlagengröße von ca 2,00 x 1,20m vorerst ausreichend. Sicher ist es manchmal billiger einmal mehr Geld auszugeben für was Besseres als nachher umzurüsten. Aber das Geld muß man auch haben. Mein Sohn wollte nun aber seit Koblenz (warum wohl?) auch Digital haben und zugleich auch den Metronom. So war natürlich die Verlockung groß ein Piko Digital Startset mit Lok, Doppelstockwagen und Steuerwagen, einschließlich Schienenkreis mit 2 Bogenweichen und Überholgleis (Schienen brauchen wir ja auch noch reichlich) für 136,-€ zu kaufen. Ich denke da kann man nicht viel falsch machen. Das Piko Digital ein abgespecktes System ist wusste ich ja schon vorher. Die Frage ist nur, kann es genug? Eine Lok ansteuern, Licht schalten, und mindestens die Fahreigenschaften des Analogbetriebs haben. Das kann es sicher, und es ist ja auch eine Kostenfrage. Wie ich das so befürchte müssen nun so schnell wie möglich auch die anderen 10 Triebfahrzeuge mit Decodern ausgerüstet werden. Da sind mir die Preisgünstigen von Piko schon lieber für den Anfang. Zumal ja in Zukunft immer zu dem günstigen Preis einer Hobby-Lok noch ein Decoder gekauft werden muss. Umstellen auf was Besseres kann man doch sicher immer noch, oder? Wenn doch der Anfang gemacht ist, kann man doch sicher auch mal eine bessere Steuerung nachrüsten. Und bei der Anlagengröße dürfte das mit der Fernbedienung auch nicht problematisch werden. Man kann doch auch sicher ein 2. Digi 1 als Booster verwenden? Dann könnte man ja mit dem Kauf eines 2 Startset die Leistung verstärken, und der Schulfreund meines Sohnes könnte mit der 2. Fernbedienung auch mitspielen.
Danke an alle,
für die Info bezüglich der Motoren, ich glaube aber das die Hobbyloks und die Roco 111 aus den 80er noch keinen Glockenankermotor hat, und der Thalys vom Aldi sowieso nicht.
Rei, auf dem nächsten Stammtisch werde ich dich bestimmt noch mit Fragen zu Digital löchern. (selber schuld)
Über meine ersten sicher bescheidenen Erfahrungen werde ich sicher nach den Feiertagen berichten.
Grüße
Dietmar

Verfasst:
18.12.2006, 15:29
von Ulrich Albrecht
Juergen,
Zweistellig und vierstellig bezieht sich nicht auf die Dezimaladresse des Decoders. Decoder werden mit dem Hexadezimalsystem, also dem Zahlensystem zur Basis 16 programmiert. Somit bedeutet zweistellig, dass zwei Hexstellen fuer die Adresse zur Verfuegung stehen, d.h. also 16 * 16 = 256 verschiedene Kombinationen moeglich sind. 256 = 2 hoch 8, und entspricht einem Byte = 8-bit. Da ein Bit als Startbit verwendet wird, bleiben noch 7 bits = 128 fuer die Adressen 0-127 ueber, die in CV1 zu finden sind.
Somit kann die Pikozentrale nur 2-stellig adressieren.
Vierstellig bedeutet dass die Adresse 4 Hexstellen benutzt, die in CV17 und CV18 gespeichert werden. Hierbei wird jedoch der ganze moegliche Bereich nicht benutzt, da die meisten Regler nur 4 Dezimalstellen darstellen koennen. Aus aehnlichem Grunde benutzen manche DCC-Zentralen nur die Adressen 0 - 99.
128 Fahrstufen haben sicherlich einen geringeren Vorteil gegenueber 28 Fahrstufen als 28 gegenueber 14. Trotzdem sind 128 Fahrstufen mittlerweile der quasi-Standard geworden. Dies bezieht jedoch immer auf die Fahrstufen, die extern eingestellt werden koennen. Intern regeln Decoder sich ja mit 256 Stufen.
Was der Vorteil des Pikosystems ist, ist der Superpreis. Wenn jemand nur wenige Fahrzeuge betreiben will, ist das sicherlich ein gutes Einsteigersystem. Ich wuerde es jedoch nicht jemanden empfehlen, der eine bestehende Anlage umruesten will.
Ulrich

Verfasst:
18.12.2006, 23:06
von axelkockel
Hallo Trix Express-Freunde,
ich fahre jetzt schon seit 2 Jahren meine Loks [Trix- Express (Permant- und Mabuchi-Motore), Umbauten von Mehano, Piko, Lima, Fleischmann] mit dem Selectrix-Decodern.
Pfeifgeräusche beim Stillstand der Loks kenne ich nicht. Die 31 Fahrstufen sind für meine Betriebsbedürfnisse völlig ausreichend.
Stillstandsgeräusch bei Analog-Lok

Verfasst:
19.12.2006, 14:42
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
19.12.2006, 21:24
von axelkockel
Hallo Jürgen,
herzlichen Dank für Deine Informationen. Es war mir in der Tat nicht bekannt, dass im DDC-System auch Loks ohne Decoder betrieben werden können.
So bekommt der von Ulrich benutzte Begriff der "analogen Lok", unter dem ich mir vorher gar nichts vorstellen konnte, seinen Sinn.