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Umbauten von Loks auf TE-System

BeitragVerfasst: 31.08.2004, 10:19
von argolis
Ich besitze seit meiner Kindheit eine Te-Anlage, die stetig mit verschiedenen Loks ergänzt wurde. Inzwischen wurde nun leider jegliche Produktion von TE-Loks werkseitig eingestellt. Da ich bereits mehr als 30 verschiedene Fahrzeuge besitze möchte ich nicht unbedingt dieses System aufgeben.
Vielleicht kann mir hier jemand helfen und mir mögliche Firmen mitteilen, die u.a. auch moderne Loks wie ICE etc. auf das TE-System umbauen.
Lohnt sich überhaupt eine Weiterführung dieses Systems noch?

Viele Grüsse,

argolis

Umbau TE Loks u.s.w.

BeitragVerfasst: 31.08.2004, 16:55
von rei
Hallo :D
Ich denke deine Schlussfrage kann klar und deutlich mit ja beantwortet werden.Es lohnt sich immer.Trix Express bietet auch weiterhin jede Menge Möglichkeiten.
Und umgebaute Loks findest du auf jedem IG Treffen oder bei den Veranstaltungen in Holland und Koblenz.
Auch können TE-Freunde wie Herr Hess,Herr Mergel und Herr Raymond Peters immer empfohlen werden.(Wobei ich nicht alle kenne,diese drei vielen mir aus persönlicher Erfahrung ein)
Schau dich ruhig auf den verlinkten Seiten zum Thema um,und du wirst dich wundern.Oder schau in den IG Mitgliederbereich,da findest du auch Leute in deiner Nähe.Eventuell findet in deiner Gegend ein Treffen oder Stammtisch statt.
Also Kopf hoch und weiterhin viel Spass.
Gruss aus Aachen
Rei :]

BeitragVerfasst: 31.08.2004, 18:31
von noels
Hallo,
auf das, was Trix, respektive Märklin für uns anbietet, kann man schon mindestens seit 10 bis 15 Jahren nicht mehr viel geben. Von daher spielt die Einstellung der Produktion eher eine psychiologische Rolle. Die Frage, ob es sich lohnt dabei zu bleiben, würde ich nicht so pauschal wie Rei beantworten. Ich kann Dir nur die Aspekte nennen, die mich dazu bewegen, wobei die Bewertung immer individuell bleibt:
- Wie Du auch von Dir sagst, habe ich sehr viel TE- Material. Eine Umrüstung auf NEM wäre teuer und aufwendig
- Zwar wäre ein Verkauf und Neuanschaffung möglich und eventuell sogar wirtschaftlich und viele haben sich so entschieden. Aber an vielen Modellen hängen Erinnerungen.
- Ich habe keine Marke gefunden, deren Modelle eine solche Individualität und Qualität zeigen. So ein knappes Kilo "Eisenschwein" (E94) ist doch etwas anderes als eine Plastikzwiebel. Einige meiner Fahrzeuge habe ich seinerzeit schon geerbt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß Modelle von Roco & Co nicht so lange halten, wenn sie auch benutzt werden.
- Fast alles kann man auf TE umrüsten, so daß auch "Traummodelle" auf TE möglich sind. Neben den von Rei genannten ist auch Thorsten Schlange ein Künstler auf diesem Gebiet.Er hat sich auf Dampflok und da besonders auf Märklin und aktuelle Trix H0 Modelle spezialisiert. Ich habe eine BR86 und eine E152 von ihm. Er hat sogar einige werkseitige Kinderkrankheiten behoben.
- Alten TE- Modellen kann man moderne Fahreigenschaften verpassen. Das ist mein Spezialthema. Dazu findest Du mehr auf meiner homepage (http://www.h-mehnert.de)
- Material wird es weiterhin genug geben. Es ist nicht zynisch gemeint, aber Trix war über viele Jahre fast Märklin ebenbürtig hinsichtlich der Verkaufszahlen. Viele Sachen wurden immer ordentlich gepflegt, werden dann weiter vererbt an jüngere, die damit nichts anzufangen wissen und es dann verkaufen, beispielsweise bei ebay. So wird der Markt wohl noch über Jahre gut versorgt. Neben der Möglichkeit, Fahrzeuge umzurüsten, gibt es auch Alternativen beim Gleismaterial.
- Und nicht zuletzt: Die Gemeinschaft unter uns "Expressionisten" findest Du bei keiner anderen Marke. Für viele von uns sind gerade die Herausforderungen, die darin liegen, nicht alles fertig kaufen zu können, das Salz in der Suppe.
Also überlege es Dir. Ich kenne einige, die den Umstieg bereut haben, weil der Weg zurück schwer ist. Aber umsteigen auf NEM kann man jederzeit.
MfG
Heiko Mehnert

BeitragVerfasst: 31.08.2004, 22:11
von dralle
Hallo,
ich empfehle ebenfalls bei dem System zu bleiben. Ich habe vor ca. 8 Jahren auf 2 Leiter (Trix International) umgestellt, da war es noch möglich. Toll was andere Firmen leisten, doch nach einer gewissen Zeit kommt das Verlangen eine altbekannte Maschine auf das Gleis zu setzen. Es ist wie Noehls es sagt, bei alten TE Produkten hat man das Gefühl das sie leben, schwergewichtig und brachial, das klickern der Kupplungen wenn die Lok kriecht. Mit dem Wissen das ich heute habe, würde ich niemals auf 2 L. umstellen, sondern eher alte Wechselstromloks von Trix beschaffen. Ich bin mir sicher, daß sich Trix Technik mit zunehmender Zeit, stetiger Beliebtheit erfreuen wird und Märklin das Potentional der Marke unterschätz hat. Verwunderlich, wo doch beide Systeme bis auf die Räder fast identisch waren.
gruß dralle

BeitragVerfasst: 01.09.2004, 11:00
von Sandro Coletta
Ich kann mich "meinen Vorrednern" nur anschliessen - nach fast 20 Jahren habe ich meine "alte" Anlage nun für meine Kinder neu aufgebaut, bzw. bin noch voll dabei. Alle Dinge funktionieren noch einwandfrei - obwohl sie schon damals gebraucht gekauft wurden, also aus den 50er und 60er Jahren stammen. Klar sind auch viele Neuanschaffungen aus den 80ern dabei - aber auch diese weisen noch die echten Trix-Express-Qualitäts-Merkmale auf. Meine Kinder sind noch so klein das ihnen die manchmal fehlende "Maximal-Detaillierung" nichts ausmacht und mir macht es einfach besonderen Spaß, daß ich als Kind selbst schon damit gespielt habe. Wir werden unsere Sammlung auf jeden Fall weiter ausbauen und dem TE-System treu bleiben :)

Mit freundlichem Trix-Express-Gruß,
Sandro Coletta :)

BeitragVerfasst: 06.09.2004, 15:47
von Nobby
Ich habe mal einige Fragen zum Umrüsten.

Ich möchte mir eine Roco E194 umrüsten. Nun ist meine erste Frage, nehme ich die Gleichstrom oder die Wechselstromlok ?? Bei der Wechselstromlok hätte ich gleich einen Mittelschleifer, aber wie bekomme ich den Motor unter Gleichstrom zum laufen ?

Hat schon jemand eine solche Lok umgerüstet, und kann mir Bilder schicken oder sonstige Tips geben ?

Soviel erstmal
Torsten

BeitragVerfasst: 06.09.2004, 17:46
von noels
Hallo,
ich nehme an, Herr Heß wird noch hierauf antworten. Er hat die Lok schon umgebaut und kann auch die benötigten Spurkränze liefern.
Ein Nachteil der Wechselstrom- Version ist, daß die Räder isoliert werden müssen. Eine Anpassung der Wechselstrommotoren, auch bei Original Märklin- Modellen ist mit Dioden möglich. Wahrscheinlich ist aber bei der Roco- Lok der ursprüngliche Gleichstrommotor elektronisch an das Wechselstromsystem angepaßt, so daß hier keine Dioden nötig sind.
Ich würde die Gleichstrom- Lok vorziehen. Sie ist in der Anschaffung billiger und einen Mittelschleifer von Roco oder Brawa bekommt man darunter.
Gruß
Heiko Mehnert

Lokumbau

BeitragVerfasst: 06.09.2004, 22:04
von Peter Hess
Hallo
Grundsätzlich sollte man für den Umbau die Gleichstromversion verwenden. Für alle Roco-Loks welche auch für Märklin bzw. Wechselstrom angeboten werden sind in den Bed.Anleitungen die Teilenummern für die benötigten Teile z.B. Getriebeabdeckungen angegeben. Man tauscht also in einem Drehgestell die Getriebeabdeckung und hat somit Platz für einen Mittelschleifer. (Dabei entfällt eine angetriebene Achse)
Die Getriebekästen müssen allerdings beidseitig um ca. 0,4 mm angefräßt werden. Auf die 1. und jeweils letzten Räder eines Drehgestells kommen meine Radreifen zur Verbreiterung und Erhöhung des Spurkranzes. Als Schleifer normale Märklin Ski-Schleifer verwenden und mittig etwas hohl biegen. (Flüsterschleifer liegen nur mittig auf und sind daher ungeeignet) Bei E-Loks muß teilweise die Platine von der Masse getrennt und isoliert werden um auch weiterhin zwichen Außenschiene und Oberleitung umschalten zu können.
MfG Peter Hess

BeitragVerfasst: 06.09.2004, 22:05
von Georg
Auch ALLE Roco-Wechselstromloks haben einen Gleichstommotor. Wenn man das Wechselstrommodell als Ausgang nimmt, hat man schon einen Mittelschleifer, den man beim Trix Express weiter verwenden kann. Auch beim Wechselstrommodell sind alle Achsen Isoliert. Da gibt es keine Probleme.

Die Schwierigkeiten liegen ganz woanders:

Denn, ob der eine Schleifer allein ausreichend ist, muß nachher die Fahrpraxis zeigen. Notfalls mußt man noch einen zweiten Schleifer montieren. Ob das bei der Roco E94 ohne Schwierigkeiten möglich ist, kann ich nicht sagen, da ich keine habe. Roco verzichtet bei einigen Wechselstrommodellen (z.B. die ganze Famile der BR 110/140) auf den Allachsantrieb und treibt eine Achse weniger an, weil es sonst keine Befestigungsmöglichkeit für den Mittelschleifer gibt.

Aber viel wichtiger ist folgendes.
Die Wechselstrommodelle haben eine größeren Spurkranz als die Gleichstrommodelle. Bei gleichem Laufkreisdurchmesser der Räder ist der Spurkranzdurchmesser etwa 0,6 mm größer. Die Ringe von Herrn Hess sind auf die Spurkranzgrößen von Trix-International-Achsen ausgerichtet und ergeben dann einen Spurkranz im Express-Dimensionen von 1,9 bis 2,1 mm Höhe. Zu prüfen wäre also, ob bei Benutzung der Wechselstromräder der fertige Express-Spurkranz nicht zu groß wird.

Denn bei anderen Fabrikaten sind die Ringe von Herrn Hess meist etwa zu groß oder zu klein. Wenn die Ringe zu groß sind, besteht zudem die Gefahr, daß sie nach dem Montieren eiern, wenn man nicht sorgfältig gearbeitet hat. Auch kann der Spurkranz (wie schon erwähnt) insgesamt zu groß werden. Nimmt man den nächst kleineren, muß man unter Umständen den Roco-Spurkranz kleiner machen, dann wird aber der fertige Spurkranz auch kleiner. Solange er aber noch mindestens 1,6 mm hoch wird, besteht keine Gefahr. Es kann nur etwas in den Weichenlücken poltern, wo normalerweise auf dem Spurkranz gefahren wird. (Daher lassen sich auch keine amerikanischen Fahrzeuge mit RP25-Spurkränzen umbauen: der Spurkranz würde nicht hoch genug - man müßte schon spezielle Ringe fertigen)

Entscheidend ist, welcher Radsatz besser zu den lieferbaren Ringgrößen (Innendurchmesser = Spurkranzhöhe des Ausgangsrades: 11,4 12,4 13,4 14,4 15,4 16,4 17,4 18,4 mm) paßt. Der Außendurchmesser = Express-Spurkranzdurchmesser ist dann jeweils 1,1 mm größer.

Der Ring 11,4 mm ergibt also ein Rad, mit einem Spurkranzdurchmesser von 12,5 mm. Da die Express-Spurkranzhöhe nicht unter 1,6 mm, aber nicht über 2,1 mm sein soll, eignet sich der kleinste lieferbare Ring für Räder mit einem Laufkreisdurchmesser von 8,3 bis 9,3 mm .

Dann mußt man den Rahmen der Roco-Drehgestelle für die beiden Außenachsen (die Mittelachse braucht nicht umgebaut werden) so schmal machen, daß das Trix Express Radsatzinnenmaß von 11,6 mm + 0,2 mm möglich wird. Meist ist das nicht erreichbar und viele Umbauer begnügen sich mit einem Radsatzinnenmaß von 12,2 mm. Wie die Praxis zeigt, reicht das aus. Aber darüber darf es nicht sein.

Also greife erst mal zur Schieblehre und nimm an den Roco-Modellen der beiden Ausführungen Maß.



Da es von Trix ein (wenn auch nicht ganz taufrisches) Modell der BR E94 gibt, das regelmäßig auf Modellbahnbörsen und bei Ebay (zwar nicht ganz billig) auftaucht, sehe ich persönlich keine Notwendigkeit, ein Roco-Modell umzubauen, dessen Fahreigenschaften doch sehr vom Gelingen des nicht einfachen Umbaus abhängen. Das Trix-Modell hat seinen Wert und behält ihn auch. Von einem Roco-Umbau läßt sich das leider nicht sagen.

Falls das Trix-Modell nur wegen des ruppigen Motors abgelehnt wird: der Trix-Motor ist leichter auszuwechseln, als eine Roco-Lok umzubauen.
http://www.h-mehnert.de/Tips/Lokomotiven/Baureihen/E94/e94.html

Die Firma Fricke in Osnabrück bietet den Umbau der Märklin E94 an, vielleicht wäre das auch eine Alternative.


Anmerkung:
Die Spurkranzhöhe bei Trix Express beträgt 2 mm +/- 0,1 mm!
Um zahlreiche Märklin-Wagen auf Express-Anlagen einsetzten zu können, wurde der Radsatz Art.-Nr. 66689 (neu 33-3578-11) geschaffen. Dieser Radsatz hat einen Laufkreisdurchmesser von 10,2 mm und einen Spurkranzdurchmesser von 13,4 mm, der Spurkranz ist somit 1,6 mm hoch. Geschaffen wurde dieser Radsatzkompromiß mit verringertem Spurkranz, weil ein Radsatz mit standardgemäßem Spurkranz am Märklin-Wagenboden gescheuert hätte. Mit dem kleineren Spurkranz sinkt das Rad etwas im Herzstück der Weichen ein und poltert ein wenig. Ob allerdings ein Laufkreisdurchmesser von 10,2 mm (ergibt als Vorbildmaß etwa 89 cm) für die Märklin-Wagen vorbildgerecht ist, untersuchen wir lieber nicht?

Roco E94

BeitragVerfasst: 09.09.2004, 12:27
von Nobby
Also soweit ich das jetzt im Speziellen bei der RocoE194 beurteilen kann, ist auch der Halter der Radschleifer zu breit. Da habe ich noch keine Idee was ich da machen könnte.

Hat das schonmal jemand umgebaut, und hat vielleicht auch Bilder dazu ?

Danke
Torsten