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BLS

Verfasst:
09.11.2008, 19:50
von Dieter01
Hallo,
ich habe eine grüne BLS bekommen.
Habe sie auseinandergebaut, gereinigt und die üblichen Arbeiten an einem alten Stück getätigt.
Ich habe jetzt nur eun kleines Problem.
Die Pufferplatten sind normal auf dem Fahrgestell draufgesteckt und mit den beiden Blechzungen justiert und gehalten.
Jetzt habe ich ein Modell, welches diese Blechzungen nicht hat.
Die gesamte Pufferplatte ist mit einer Art Klammer auf das Fahrgestell gesteckt.
Mein Problem ist, dass ich diese nicht mehr so draufstecken kann wie gehabt.
Sie wackelt.
Hat jemand damit Erfahrung oder einen Tip wie man diese zu einem festen Halt bekommt.
danke erst einmal und
lg
dieter01

Verfasst:
09.11.2008, 20:10
von TE lebt
Hallo Dieter01,
kannst Du einmal ein Foto von dieser Konstruktion einstellen?
Ich vermute, dass da schon einer daran gebastelt hat und die Blechlaschen dabei abgebrochen sind. Und dann hat er halt eine Eigenkonstruktion kreiert, um das Problem in den Griff zu bekommen.
Gruß Günther

Verfasst:
09.11.2008, 22:09
von Richard
Hallo Dieter
Diese Laschen lassen sich üblicherweise max. einmal auf- und wieder zubiegen. Spätestens beim zweiten Mal aufbiegen brechen sie ab.
Reparieren kann man den Schaden nur, indem man neue Laschen hart anlötet. Ich habe schon mehrere Loks so repariert. Diese Reparatur ist aber nicht ganz einfach und kann sicher nicht am Küchentisch erledigt werden.
Zur Not kann man auch die Blechteile von E10 oder E40 verwenden. Die müssen dann an den vorderen unteren Ecken nachgearbeitet werden, damit an der BLS-Lok die Schienenräumer montiert werden können.
Freundliche Grüsse
Richard

Verfasst:
09.11.2008, 22:24
von Dieter01
Hallo Günther,
Hallo Richard,
die Laschen sind definitiv nicht abgebrochen.
Es sind überhaupt keine dran.
Es befindet sich eine Art Klammer in der Pufferplatte.
Ich versuche ein Bild einzustellen.
lg
ich mache morgen noch ´mal ein besseres Bild

Verfasst:
10.11.2008, 07:43
von TE lebt
Ja, Dieter,
ein besseres Bild könnte hilfreich sein.
Wie sieht es denn am anderen Drehgestell aus? Sind dort auch keine Laschen vorhanden?
Gruß Günther

Verfasst:
10.11.2008, 12:36
von irolke
Hallo Dieter
ich habe auch schon einige Loks repariert aber nicht durch Hartlöten sonder in dem ich von unten eine Lache unter geschraubt habe
aber trotz dem möchte ich das auch sehen wie das gemacht wurde
mfg Ingo

Verfasst:
10.11.2008, 14:02
von Dieter01
Hallo zusammen,
ich hoffe mit dem Foto funtioniert jetzt
lg

Verfasst:
10.11.2008, 14:03
von Dieter01
so, das andere noch hinterher.

Verfasst:
10.11.2008, 18:49
von noels
Hallo Dieter,
da hat der Vorbesitzer, nachdem ihm die Laschen abgebrochen waren, die gesamten Träger am Drehgestell entfernt. Mit den Klammern, so wie man es auf dem Bild sieht, wird das nichts.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Befestigung. Am Drehgestell hast Du etwa 8 mm , die von der Pufferbohle verdeckt werden. Hier könntest Du ein U- förmig gebogenes Blech ankleben (2-K- Kleber). Die Pufferbohle könnte man direkt darauf kleben, oder eine Schraubverbindung herstellen.
Gruß
Heiko

Verfasst:
10.11.2008, 20:29
von Dieter01
Hallo Heiko,
jetzt wo Du mir den Hinweis gegeben hast, muß ich feststellen das dem so ist wie Du es beschreibst.
Der Vorbesitzer hat die Laschen sauber abgeschnitten und die Pufferplatte mit einer Art Klammer fixiert um diese schließlich fest zu kleben.
Alles in allem eine saubere Arbeit.
Werde es auch so wieder versuchen hin zu bekommen.
Nochmals danke an alle und natürlich wie schon des öfteren an Heiko für die prompten Hilfestellungen.
bis zun nächsten Mal.
lg
ich hänge nochmal ein Foto dran
Blechlaschen un Co

Verfasst:
10.11.2008, 23:25
von Roman Favero
Hallo Dieter
zuerst mal vorweg, wer Laschen aufbiegt ist selber schuld, aber wer sie vor dem wieder zubiegen ausglüht tut Gutes. Vorallem der Laschenansatz am Grundmetall ist rotglühend weichzuglühen. Damit lassen sich Laschen schon mal 2-3 mal biegen. Aber auch so hat alles ein Ende und dann ist Richars Methode die Beste. Ich habe auch selber schon mal bei einer V200 ein ganzes Pufferbohlenhalteblech hart angelötet. Es hält.
Bei Dir würde ich das Drehgestell noch ganz zerlegen und dann, nach dem Entfernen der Farbe, die vorhandenen Messingbleche hart an das Stahlblechjoch anlöten. Das heikle beim Flammlöten mit Silberlot ist, dass das weichere dünnere Messingblech nicht gleich mit wegschmilzt. Da hilft dann nur Üben und Vorsicht.
Danach hällt das Ganze aber bombenfest.
Kleben ist gut hartlöten ist besser !
Roman Favero

Verfasst:
10.11.2008, 23:55
von Dieter01
Hallo Roman,
danke für Deinen professionellen Tip.
Aber dazu so glaube ich, gehört ein wenig Erfahrung.
Ich habe bei dem vorliegenden Modell m.E. eine erstklassige Basis .
Ich würde durch meine Unerfahrenheit mehr zerstören als restaurieren.
Ich habe aber noch einige V200 mit defekten Pufferträgern vorrätig, wo ich Deinen Rat anwenden könnte.
danke +
lg

Verfasst:
11.11.2008, 12:27
von Richard
Hallo Dieter
Ich besitze auch zwei BLS-Drehgestelle, welche so amputiert wurden. Bei einem habe ich die fehlenden Blechteile durch Hartlöten erfolgreich wieder ersetzen können, beim anderen ist die Reparatur durch einen Überlegungsfehler fehlgeschlagen.
Das reparierte Drehgestell werde ich in Schwerte ausstellen. Beim andern besteht noch die Idee, das Blechteil platt zu machen und anschliessend mit einem geeigneten CAD-Programm zu erfassen. Mit Laserschneiden sollte es dann möglich werden, bei Bedarf neue Blechteile anzufertigen.
Freundliche Grüsse
Richard