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Umbau BRAWA BR 644 Talent möglich ?

Verfasst:
17.01.2006, 19:52
von RoGer
Hallo,
ich glaube zwar, dass die meisten von euch eher Umbauerfahrungen von Modellen der Epochen 1 und 2 besitzen - trotzdem die Frage:
Hat jemand Erfahrungen im Umbau eines "Talent" von Brawa ?
Würde mich brennend interessieren, ob sowas möglich ist !
Gruß
Roland

Verfasst:
18.01.2006, 11:47
von irolke
Hallo Roger
um da zu was zu sagen oder schreiben muß ich die Lok von unten sehen
ich habe eine Brawa V320 mit Orginalteile um gebaut ohne zu Fräsen bei der Teigatrommel und Lutmilla geht das nicht weil Brawa dort keinen Platz für die dicken Räder gelassen hat
mfg Ingo

Verfasst:
18.01.2006, 15:37
von richyboy
Hallo,
da das Bild aus einer laufenden Ebay-Auktion stammt, wird es wohl schwierig sein eine Aufnahme von unten zu bekommen, es sei den einer hier aus dem Forum ein Bild von einem Zug machen kann.
Ist aber interessant zu wissen, ob dies geht da ich mich auch für diesen Zug interessiere.
Gruß
Richard

Verfasst:
18.01.2006, 17:13
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
18.01.2006, 17:44
von RoGer
Hallo,
stimmt, das Bild stammt aus einer Ebay-Auktion.
Hätte ich selbst einen Talent, hätte ich natürlich selbst drunter schauen können (anstatt hier zu fragen).
Wen's interessiert: Auf den MIBA-Seiten gibt's unter anderem dieses Bild.
Vielleicht hat ja doch jemand diese Modell - ansonsten muss ich wohl einen Fachhändler suchen, der mir einen "Blick von unten" erlaubt.
@Richard: Du wirst den Zug kennen, schließlich fährt er im Köln-Bonner Raum.
Roland

Verfasst:
18.01.2006, 18:03
von richyboy
Original von miximaxi
Hallo Richard,
ich will Deine Umbaubegeisterung ja nicht bremsen, aber vielleicht solltest Du erst einmal etwas mehr Erfahrung mit solchen Sachen sammeln, z. B. mit Deinem ICE 1 von Fleischmann, denn das wird noch schwierig genug werden!
Und was den Talent von Brawa anbetrifft, so kann ich Ingo nur zustimmen: Man müsste den Triebwagen mal von unten sehen.
Aber vielleicht hat ja schon jemand von uns seine (Umbau-)Erfahrungen damit gemacht und meldet sich?
Gruß - miximaxi
Hallo,
ich denke derzeit eh darüber nach, die Weichen umzubauen um somit TE und Fremdfabrikate laufen lassen zu können ohne diese umbauen zu müssen.
Habe aber eine große Hochachtung davor wie Leute hier im Forum schon solche Locks umgebaut haben. Vielleicht wage ich mich trotzdem mal an einen Umbau.
Gruß
Richard
Talent von unten !

Verfasst:
19.01.2006, 20:54
von RoGer
Hallo,
hier sind die Bilder der Drehgestelle von unten. Ich hab sie mir zuschicken lassen.
Was sagen die Fachmänner ??
Gruß
Roland

Verfasst:
19.01.2006, 22:09
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
19.01.2006, 22:54
von noels
Hallo zusammen,
... nicht ganz so hastig, miximaxi. Es stimmt, der Platz reicht. Aber mit dem einfachen Aufziehen von Ringen ist es nicht getan. Damit von Anfang an und dauerhaft Freude damit aufkommt, darf das Spurinnenmaß von 11,9 mm nicht überschritten werden. Sonst klingt es unschön auf den Weichen. Der Spurkranz sollte nicht über das Zahnrad ragen. Es müßte also weiter herauf gepreßt werden. Damit das geht, muß eventuell der Rahmen dahinter etwas geschwächt werden. Das geht elegant mit einem Zapfensenker, oder zur Not auch mit einem Fräskopf auf dem Dremel. Das ganze klappt leicht, wenn die Zahnräder nicht mit der Achse gegossen sind. Beispiel: Märklin preßt meistens die Zahnräder separat auf die Achse, beim VT11.5 waren aber Achse und Zahnrad ein Stück. Dann muß man eine lehre Achse und ein einzelnes Zahnrad besorgen.
Es kann sein, daß die Haftreifen so liegen, daß nicht beide gleichzeitig auf die Schienen kommen. Das war beispielsweise bei der letzten E03 aus dem Helvetiaset so. Dann taumelt das Fahrzeug wie ein Lämmerschwanz, da die Haftreifen meist etwas dicker sind, als die Lauffläche, günstigstenfalls leidet nur die Zugkraft. Abhilfe schafft ein etwas breiterer Einstich auf dem Rad, so daß ein breiterer Haftreifen, wie er bei TE Standart ist, montiert werden kann.
Das sind die Dinge, die auch einige professionelle Umbauer außer Acht lassen, weil es billiger ist. Wer einmal nach OS kommt, sollte die Firma Fricke besuchen. Dort kann man sich ansehen, worauf es ankommt. Die haben mir das auch bei der E03 gerichtet. Seitdem liegt die einwandfrei auf dem Gleis.
Falls Peter Heß den passenden Ring nicht haben sollte: Bernd Tauert fertigt diese Ringe für jedes Radmaß. Er braucht dann nur ein Rad als Muster. Am Ende nicht vergessen, den Ring an einer Stelle innen mit dem Rad zu verlöten.
Es kann also sein, daß es ganz einfach geht, zumindest sollte man aber die genannten Punkte prüfen
Gruß
Heiko Mehnert

Verfasst:
20.01.2006, 14:02
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !

Verfasst:
20.01.2006, 14:20
von RoGer
Vielen Dank für die Experten-Ratschläge.
Leuchtet zwar alles ein, muss mir aber alles nochmal in Ruhe durchlesen.
@noels
Warum sollten die Hess-Ringe die Zahnräder nicht überragen,
wenn doch genug Platz ist ?
@minimaxi
Auf die Einhaltung der Spurkranzhöhe zu achten, scheint mir auch ganz wichtig. Ich habe einen Umbau, der in den Kreuzungsweichen "hoppelt". War mit neu, dass es unterschiedliche Ring-Maße gibt.
FAZIT: "Erst nachher ist man klüger!"
Roland

Verfasst:
20.01.2006, 14:41
von noels
Hallo Roland,
"Warum sollten die Hess-Ringe die Zahnräder nicht überragen,
wenn doch genug Platz ist ? "
Wenn die Reifen über die Zahnkränze ragen, greifen diese logischerweise im nächsten Zahnrad nicht mehr in voller Flankenbreite. Die ganze Achse wird, soweit es das Spiel in ihrer Lagerung erlaubt, etwas auf diese Seite gezogen. Das geht zwar lange gut, aber ein erhöhter Verschleiß ist so auch unvermeidbar. Gerade bei einem solchen Zug sieht man es auch, daß der Triebkopf etwas "aus der Spur" läuft. Ich habe mir das einmal bei der Firma Fricke angesehen. Die hatten einen ICE da, den ein "Kollege" auf diese Weise billig umgerüstet hatte. Beim ICE kam noch dazu, daß der Ring natürlich auch auf dem nächsten Zahnrad geschliffen hat, besonders bei Kurvenfahrt, wenn die Achsen sich seitlich bewegen wollen. Fricke mußte das dann nacharbeiten.
Aber sieh dir das erst mal genau an und nimm die Schieblehre zur Hilfe. Auf dem Bild sieht es fast aus, als hätte Brawa schon an Trix- Räder gedacht. Mit meinem Beitrag wollte ich nicht sagen, daß es so aufwendig sein muß, nur daß es besser ist, vorher genau zu prüfen, bevor man einen Weg geht, der dann doch nicht wie gewünscht zum Ziel führt.
"Auf die Einhaltung der Spurkranzhöhe zu achten, scheint mir auch ganz wichtig. Ich habe einen Umbau, der in den Kreuzungsweichen "hoppelt". War mit neu, dass es unterschiedliche Ring-Maße gibt. "
Bei Drehgestellen, oder Lokrahmen, die drei Achsen, oder mehr haben, fällt das dann nicht mehr auf, weil dann das Rad mit dem zu niedrigen Spurkranz über diese "Untiefe" hinweg schwebt, getragen von den anderen Achsen, die sich noch auf dem Gleis befinden. Das Hoppeln kann auch daher rühren, daß die innere Spurweite nicht stimmt. Sie sollte zwischen 11,6 und 11,9 mm liegen. Das würde ich immer als erstes prüfen. Das hatte ich mal mit einer BR74 von Raymond Peters. 0,2 mm zuviel reichten, um die Lok hoppeln und poltern zu lassen. Nach der Korrektur war das weg.
MfG
Heiko Mehnert

Verfasst:
20.01.2006, 14:46
von miximaxi
Beitrag durch Autor gelöscht !
Danke

Verfasst:
20.01.2006, 19:08
von RoGer
Vielen Dank nochmals für den Expertenrat!!!
Dass die Ringe nicht über die Zahnräder ragen dürfen, leuchtet (jetzt) natürlich ein. Ich denke auch, dass der Platz - nach den Bildern zu urteilen - eigentlich reichen müsste.
Mein Entschluss steht hiermit also fest - ich probier's. Wenn's soweit ist, werde ich berichten.
@noels
Was ich ehrlich gesagt noch nicht verstehe:
...Es kann sein, daß die Haftreifen so liegen, daß nicht beide gleichzeitig auf die Schienen kommen. [...] Dann taumelt das Fahrzeug wie ein Lämmerschwanz, da die Haftreifen meist etwas dicker sind, als die Lauffläche, günstigstenfalls leidet nur die Zugkraft. Abhilfe schafft ein etwas breiterer Einstich [?] auf dem Rad, so daß ein breiterer Haftreifen, wie er bei TE Standart ist, montiert werden kann.
Liegt das an einer (falschen) Spurweite ? Was heißt "Einstich" ?
Roland

Verfasst:
20.01.2006, 19:39
von Georg
Die Maße des Trix-Radsatzes wurden oben schon genannt. Zur Verdeutlichung hier eine Zeichnung, wie die Verhältnisse in einer Weiche sind.
Dabei wurde absichtllich die rechte Radscheibe so gezeichntet, wie sie in einer Rechtsweiche am rechten Radlenker anläuft. Dann darf aber der Spurkranz der linken Radscheibe nicht gegen das ganz links gezeichnete Schienenprofil stoßen. Sonst klettert der Radsatz nach der Herzstücklücke auf das Herzstück auf und es kommt zur Entgleisung.
Wie man sieht, kommt es nicht auf den Zentelmillimeter an.
Aber Grenzen gibt es trotzdem.