von noels » 20.01.2006, 14:41
Hallo Roland,
"Warum sollten die Hess-Ringe die Zahnräder nicht überragen,
wenn doch genug Platz ist ? "
Wenn die Reifen über die Zahnkränze ragen, greifen diese logischerweise im nächsten Zahnrad nicht mehr in voller Flankenbreite. Die ganze Achse wird, soweit es das Spiel in ihrer Lagerung erlaubt, etwas auf diese Seite gezogen. Das geht zwar lange gut, aber ein erhöhter Verschleiß ist so auch unvermeidbar. Gerade bei einem solchen Zug sieht man es auch, daß der Triebkopf etwas "aus der Spur" läuft. Ich habe mir das einmal bei der Firma Fricke angesehen. Die hatten einen ICE da, den ein "Kollege" auf diese Weise billig umgerüstet hatte. Beim ICE kam noch dazu, daß der Ring natürlich auch auf dem nächsten Zahnrad geschliffen hat, besonders bei Kurvenfahrt, wenn die Achsen sich seitlich bewegen wollen. Fricke mußte das dann nacharbeiten.
Aber sieh dir das erst mal genau an und nimm die Schieblehre zur Hilfe. Auf dem Bild sieht es fast aus, als hätte Brawa schon an Trix- Räder gedacht. Mit meinem Beitrag wollte ich nicht sagen, daß es so aufwendig sein muß, nur daß es besser ist, vorher genau zu prüfen, bevor man einen Weg geht, der dann doch nicht wie gewünscht zum Ziel führt.
"Auf die Einhaltung der Spurkranzhöhe zu achten, scheint mir auch ganz wichtig. Ich habe einen Umbau, der in den Kreuzungsweichen "hoppelt". War mit neu, dass es unterschiedliche Ring-Maße gibt. "
Bei Drehgestellen, oder Lokrahmen, die drei Achsen, oder mehr haben, fällt das dann nicht mehr auf, weil dann das Rad mit dem zu niedrigen Spurkranz über diese "Untiefe" hinweg schwebt, getragen von den anderen Achsen, die sich noch auf dem Gleis befinden. Das Hoppeln kann auch daher rühren, daß die innere Spurweite nicht stimmt. Sie sollte zwischen 11,6 und 11,9 mm liegen. Das würde ich immer als erstes prüfen. Das hatte ich mal mit einer BR74 von Raymond Peters. 0,2 mm zuviel reichten, um die Lok hoppeln und poltern zu lassen. Nach der Korrektur war das weg.
MfG
Heiko Mehnert