ACHTUNG! NICHT ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!
Hallo Sandro
Dein Beitrag hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß Dieter eine "etwas ungewöhnliche" Anordnung seiner Fahrpulte gewählt hat. Und in der Tat da liegt das Problem.
Ich habe mit Dieter inzwischen einige Mails gewechselt und kann nun berichten, was da "falsch gelaufen" ist. Und damit andere nicht etwa den gleichen Fehler machen, soll hier dargelegt, warum und wieso es so nicht geht.
Das EMS-Fahrpult MUSS, wie in der Beschreibung, die man man auch in dem Beiträgen zum EMS bei
http://www.grinsen.de nachlesen kann, angeschlossen werden. SO UND NICHT ANDERS!
Dieter meinte; es ginge wie folgt:
Den für das EMS-Fahrpult benötigten Wechselstrom bezog er aus dem Wechselstromteil eines DANEBEN STEHENDEN normalen Trix - Fahrpultes (1). Aber er hat den Gleichstrom / Fahrstrom dieses Fahrpultes (1) nicht in das EMS-Fahrpult geleitet.
Statt dessen hat er - weil es für den Betrieb auf seiner Anlage sinnvoller erschien - an einer ANDEREN Stelle der Anlage ein weiteres, normales Trix - Fahrpult (2) aufgestellt und dessen Gleichstrom / Fahrstrom in die gleichen Schienen (Mittelschiene und gleiche Außenschiene) geleitet.
Dieter hätte auf das Fahrpult (1) ganz verzichten können und mit vier langen Drähten das Fahrpult (2) und das davon weit ab an anderer Stelle stehende EMS-Fahrpult verbinden können. Dann hätte er auf das Fahrpult (1) ganz verzichten können. Und dann hätte es auch funktioniert.
Dieter wollte sich diese langen (Stolper-)Drähte bei seiner auf dem Fußboden aufgebauten Anlage sparen und hat den Gleichstrom /Fahrstrom vom Fahrpult (2) nicht mit langen Drähten in das EMS-Fahrpult geleitet - - - sondern direkt am Standort des Fahrpultes (2) auf kürzestem Weg in die Gleisanlage gespeist.
Damit das EMS - Fahrpult richtig funktioniert, befindet sich darin eine Drossel, die den in dem EMS - Fahrpult erzeugten hochfrequenten Fahrstrom von dem Gleichstrom / Fahrstromausgang des normalen Fahrpultes fern hält. Diese Drossel gibt es nicht im Handel zu kaufen. Im Nachbauvorschlag für das EMS-Fahrpult auf
http://www.grinsen.de wird beschrieben, wie man so eine Drossel baut.
Bei Dieters Anordnung ist die Drossel im EMS-Fahrpult funktionslos. So gelangt der hochfrequente Fahrstrom aus dem EMS-Fahrpult über die Gleisanlage in das getrennt aufgestellte / angeschlossene, normale Fahrpult (2). Nun befindet sich bekanntlich in jedem normalen Trix-Fahrpult ein Brückengleichrichter. Diesem Gleichrichter ist es egal, ob er 50 Hz-Wechselstrom oder 9000 Hz-EMS-Strom gleichrichtet. So macht der Gleichrichter in dem Fahrpult (2) aus dem hochfrequenten EMS-Wechselstrom auch Gleichstrom, der über die gleichen Anschlußklemmen (rot und blau) wieder zurück in die Gleisanlage läuft. Und schon fährt eine Lok ohne EMS-Dekoder los, wenn man den EMS-Regler öffnet. Da der Gleichrichter im Fahrpult (2) "verkehrt herum" den Strom gleichrichtet, wird nur eine Halbwelle des hochfrequenten EMS-Stromes gleichgerichtet: daher fährt die Lok nur mit mäßiger Geschwindigkeit.
Also noch einmal:
NICHT ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!
EMS-Fahrpulte nur nach Gebrauchsanweisung anschliessen.
Georg